LAD Bremsdruckreduzierung

Rahmen, Federn, Querlenker, Bremsanlage, Haupt- und Radbremszylinder, Handbremse, Reifen, Umbau

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Tomtom
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LAD Bremsdruckreduzierung

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Montag 10. September 2018, 19:49

Mal eine Frage zum Verständnis.
Ich war letzte Woche aufm Bremsenprüfstand, da neue Bremsen verbaut sind.
Verbaut ist ja am 312er der Bremsdruckreduzierer CD125 unter dem Rahmen mit einem festen Bremsdruckverhältnis, also nicht der variable LAD.
Die Bremsenwerte.

bremswerte.jpg


Vorne & hinten sind nahezu identisch. Hinten bremst die Bude sogar einen Tick besser anhand der Werte.
Doch bedeutet dies, dass der CD125 nicht funktioniert?

Vielen Dank.
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Re: LAD Bremsdruckreduzierung

Ungelesener Beitragvon ffuchser » Montag 10. September 2018, 20:05

Das ist schwer zu sagen. Ich denke es hängt davon ab wie doll vorne beim Bremsen drauf getreten wurde. Aber an sich soll der CD125 hinten den Bremsdruck reduziert sein nach anfänglich gleichem Druck steigt er dann nicht mehr so an. durch rausdrehen der Alukappe kann man den Bremsdruck an der Hinterachse reduzieren. am besten mal auf Sand testen ob die Hinterachse vor der Vorderachse blockiert. Kann in Kurven etwas unangenehm werden.
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Re: LAD Bremsdruckreduzierung

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Montag 10. September 2018, 20:14

Genau! Wir haben es dieses Jahr ja schon einige Male lesen müssen...
Da müsste man mal auf nen 4-Rollen-Prüfstand oder?
Das hier ist ja die normale Achsmessung auf einem 2-Rollen-Stand für eine Achse.
Der CD125 wurde bestimmt sei 1967 nicht mehr geprüft, es macht bestimmt Sinn, sich da mal schlau zu machen?
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Re: LAD Bremsdruckreduzierung

Ungelesener Beitragvon Warre 1000 » Montag 10. September 2018, 20:59

Das sind normales mit nur 2-Rollen-stand. Die Messwärte sind nicht der Bremskraft, womit der Raden sich lochern. Zwei Elmotor drehen die Rollen und es wird gemesst welcher Drehmoment die Elmotoren verwenden das Auto auf die Grabe zwichen Rollen zu aufhebel. Falls ein Rad schlechter bremst verwenden der Motor für das Rad mindere Drehmoment.

Ein Möglichkeit wäre das man im ein Werkstatt das Auto mit eine Kette am Wand halten, ein Drückmesser an Brempedal ablesen und vergleichen falls der Bremskraft am Hinterrad nicht mehr steigen mit mehrere Pedaldrück. Macht jemand das?

Ich finde es einfacher an eine Sandstrasse mit steigende Drück an Bremspedal und sehen falls der Hinterrad sich lochern vor die Vornerrad. Man bemerken auch das der Auto sich leicht schrägt fahren, wenn man bremsen an Eis und der LAD nicht funktioniert.
Stig
Wenn man alles weiß, hat man sicher etwas missverstanden.

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Re: LAD Bremsdruckreduzierung

Ungelesener Beitragvon ffuchser » Montag 10. September 2018, 21:19

CD 125 oder die abgewandelte Form LAD ist einfach zu zerlgen.
Ausbauen aufschrauben Kolben rausdrücken Gummis kontrollieren ggf den = Ring ersetzen reinigen, zusammenbauen, vorher die Umdrehungen der Alukappe beim abschrauben messen.
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Re: LAD Bremsdruckreduzierung

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Dienstag 11. September 2018, 08:43

Nunja, also wenn mit beiden Achsen die Blockiergrenze erreicht wurde, dann kann man auf die Bremskraftverteilung zwischen den Achsen kaum Rückschlüsse ziehen. Denn die Bremskraft beim Blockieren berechnet sich schlicht und ergreifend aus dem Reibwert Reifen-Rolle mal der Gewichtskraft, die auf dem Reifen ruht (Normalkraft). Die Frage ist nur, ob die Bremse gut genug und das Bein des Prüfers stark genug ist, eine entsprechende Bremskraft aufzubauen.
Der CD125 ist im Gegensatz zum im 312 eigentlich originalen LD125 kein Druckbegrenzer, sondern ein Druckübersetzer. Das hat zur Folge, dass der Druck an der Hinterradbremse mit steigender Pedalkraft auch nach dem Schaltpunk (langsamer) weiter steigt. Damit ist – mit entsprechender Pedalkraft – auch eine sehr große Bremskraft möglich, der Prüfstand schaltet beim Blockieren (bzw. bei X% Schlupf) ab, um die Reifen nicht zu zerlegen.
Anders sieht es bei den Druckbegrenzern aus. Bei denen kannst Du vorn auf das Pedal trampeln wie Du willst, der Druck an der HA kann nicht weiter ansteigen. Hier ist es dann (je nach Einstellung und Achslast) u.U. tatsächlich unmöglich, die HA zum blockieren zu bekommen.
Wirklich testen kannst Du den Druckübersetzer nur mit zwei Manometern, oder eben im Fahrversuch. Ich hab bei meinem die Feineinstellung auch im Fahrversuch gemacht, um das Blockieren der HA zu vermeiden, aber auch keine Bremskraft zu verschenken. Sobald sich der Reibwert der Bremsbacken ändert, stimmt die Werksvorschrift für die Einstellung sowieso nicht mehr. …und eigentlich stelle ich im Anhängerbetrieb immer wieder fest, dass man ihn eigentlich manuell an die höhere Achslast anpassen müsste, die VA blockiert nämlich sonst sehr sehr sehr viel eher als die HA – verschenkter Bremsweg.
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