Bremsleitung neu und doch defekt

Rahmen, Federn, Querlenker, Bremsanlage, Haupt- und Radbremszylinder, Handbremse, Reifen, Umbau

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Jörg
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Bremsleitung neu und doch defekt

Ungelesener Beitragvon Jörg » Montag 4. Juni 2007, 00:36

Moin an alle,
mein Tourist ist fast fertig zusammengebaut und die erste Rund auf unserem Hof hat er auch schon geschafft, wieder auf der Hebebühne noch mal alles ansehen und dann das, eine Lecktage zwischen den Bremsschläuchen und den Leitungen hinten an den Achsschenkeln.
Beim Radwechsel von den Standreifen mit Felgen auf die "neuen" aufgearbeiteten Felgen/Reifen ist mir zwar ein Fleck auf der Innenseite der Felge aufgefallen , hab mich geärgert weil ich gedacht habe mein Rüde, der in der Werkstatt mit wohnt, hat seine Meinung zur allgemeinen Situation kundgetan und wieder mal makiert. Aber der war diesmal unschuldig.
Die Verbindung zwischen den neuen Bremsschläuchen und den neuen Leitungen war zwar nicht übermäßig fest aber auch nicht lose, trotsdem lief die Bremsflüssigkeit aus und so über den Achsschenkel auf die Felge.
Beide Seiten habe darauf hin nachgezogen aber die Lecktage blieb, im Gegenteil, rechts wurde sie mehr, nochmal nachgezogen. Danach war links alles dicht nur rechts nicht, nochmal nachgezogen und nun konnte ich das Bremspedal voll durchtreten, kein Gegendruck mehr.
Auf der rechten Seite war alles naß bis zum Reifen.
Die ausgebaute Bremsleitung ergab das der Börtelwulst nicht mehr vorhanden war.
Ich habe den Verdacht das beim Börteln das Material schon zuweit gelängt wurde, die andere Seite habe ich dann aus Sicherheitsgründen auch ausgebaut, da die beiden Leitungen aus einer sogenannten " hab ich auf dem Dachboden von meinem Opa gefunden und brauch ich nicht mehr " Versteigerung sind.
Hat von Euch jemand Erfahrungen mit solchen Bremsleitungen beim Einbau gemacht die ähnlich sind?

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Warti-Ben
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Ungelesener Beitragvon Warti-Ben » Montag 4. Juni 2007, 01:19

Also ich hol mir die Leitungen in Meterware (CuNiFer) und bördle selber! Die gehen ganz gut, anständig zu biegen und da die keine Plastbeschichtung haben können sie auch nicht beim Bördeln aus der Maschine rutschen und man bekommt anständigere Wülste hin! Kann man nur empfehlen!
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Holger
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Ungelesener Beitragvon Holger » Montag 4. Juni 2007, 08:28

Bei Dirk Stamer gibt es ordentliche Bremsleitungen schon fertig auf Länge geschnitten und ordentlich gebürtelt.

Vielleicht solltest Du das nächste Mal mit dem Finger eine Kostprobe nehmen, bevor Du den Rüden beschuldigst. Bremsflüssigkeit schmeckt anders als Hundepisse... :roll:

Gruß
Holger
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Detlef Grau
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Ungelesener Beitragvon Detlef Grau » Montag 4. Juni 2007, 17:42

Ohne hier gleich vom Altenpfleger zum Sicherheitsinspektor befördert zu werden, würde ich Holgers Vorschlag im Sinne der Sicherheit dem Selbstbau vorziehen. Ich habe damals bei der Restauration meines 311ers auch die Leitungen selbst angefertigt, aber wir haben ein richtiges Bördelgerät. Das hat nur nicht jeder mal zu Haus liegen. Desweiteren kann ja nicht nur Bremsflüssigkeit verloren gehen, irgendwann hat man keinen Bremsdruck mehr oder man könnte sich Luft in die Bremshydraulik holen.

Das wären für mich persönlich zu viele Fragezeichen und ich würde auch lieber ne neue Leitung eines Anbieters mit gutem Leumund einbauen.
in diesem Sinne

aus dem IFA Altenpflegeheim
D. Grau

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olaf
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Ungelesener Beitragvon olaf » Montag 4. Juni 2007, 19:51

Hallo Jörg

Da ich nebenbei in einer Autoselbsthilfe oder aufm Schrotplatz arbeite,
hab ich des öfteren schon Meterwahre auf die richtige Länge gebürtelt.
Das is mir schon des öfteren vorgekommen Das sich beim börteln die
Nat an der Leitung auf geht.Habe noch NEUE Leitungen vom 311-353er
wo ein kleiner Riß an der Wulst ist.
Deshalb 2. hinschaun, bevor man sie einbaut.
ACHTUNG
Im Bürtel Satz sind verschidene Werkzeuge, die einen anderen
Konus-Größe haben.


Gruß Olaf
Schnöde Wessi Autos gibs wie Sand am Meer!Deswegen fahre ich 2x3Zylinder

die Volkspolizei dein Freund und Helfer

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Re: Bremsleitung neu und doch defekt

Ungelesener Beitragvon Jörg » Mittwoch 6. Juni 2007, 02:33

Moin an alle,
vielen Dank für die Tips, die neu verbauten Leitungen sind jetzt dicht. Das mit dem Haarriss kommt wohl öfter vor, erklärte mir auch meine Werkstatt die sich noch mit Ifa- Raitäten auskennt. Ich habe aber noch mehr negative Erfahrung mit den sogenannten kompletten Bremsleitungsätzen gemacht. Bei meinem Satz aus DDR Produktion waren die beiden Bremsleitungen für die rechte Seite vorn gleich lang und somit war eine zu kurz, sowie die Leitung vom HBZ oben zum Verteiler. Diese Bremsleitungen habe ich durch Leitungen aus dem Zubehörhandel ersetzt. Bei der Länge der Hauptleitung zum LAD ist eine Längenangabe aus einem Werstattbuch falsch und somit 85 cm zu kurz, die ausgemessene Gesamtlänge bei meinem Tourist beträgt 3,15 m.
Aber eine Zweiteilige läst sich leichter verlegen.

Das mit der Bremse ist somit Geschichte und der neue Problempunkt ist die Batteriebefestigung und das Pluskabel.
Da bei meinem Tourist schon ein Kupferkabel mit Westklemme verbaut ist kommen die Beiden sich ganz schön nahe. Ich habe da zwar eine halbherzige Lösung gefunden , aber vielleicht habt Ihr da praktikable Lösungen.
Mit freundlichen zweitakt Grüßen Jörg aus Meck/Pom


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