Das Wartburg-Wiki - Ein Projekt in Gefahr

Vorstellung des neuen Projektes - alles rund um die zukünftige Wissensdatenbank

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Das Wartburg-Wiki - Ein Projekt in Gefahr

Ungelesener Beitragvon ZWF-Administration » Dienstag 25. September 2012, 08:57

Wiki-Logo3web.jpg
Wiki-Logo3web.jpg (10.19 KiB) 9570 mal betrachtet

Nach Berichten in der Eisenacher Tagespresse möchten wir das Projekt "Wartburg-Wiki" aus gegebenem Anlass noch einmal vorstellen.

Das Wartburg-Wiki ist ein unabhängiges und nichtkommerzielles Projekt ähnlich der freien Enzyklopädie Wikipedia.
Das Wartburg-Wiki verfolgt das Ziel, Informationen um dem Automobilbau in Eisenach zusammenzutragen, aufzuarbeiten und einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.
Besonderes Augenmerk gilt dabei dem Wartburg und dem Automobilwerk Eisenach.
Ob historische Aufnahmen, Schriften oder auch Zeichnungen, es steht außer Frage, dass die Dokumente nicht nur als Archivgut erhalten werden müssen, sondern eben auch dazu beitragen können, die thüringische Automobilbautradition einer weiteren Öffentlichkeit bewusst und bekannt zu machen.

Wie auch bei Wikipedia wird das Projekt von der freien Mitarbeit zahlreicher User getragen, die Beiträge schreiben, ergänzen und berichtigen.

Ganz entscheidet jedoch lebt das Wartburg-Wiki von der Kooperation mit dem Stadtarchiv Eisenach (und dem Zugriff auf das Werksarchiv des AWE).
Stadtarchiv-ESA-rot-web.png
Stadtarchiv-ESA-rot-web.png (37.21 KiB) 9570 mal betrachtet

So konnten bereits über 500 historische Fotos und Bilder aus dem Bestand des Stadtarchivs im Wiki bereits veröffentlicht werden.
Ohne das Stadtarchiv Eisenach würde ein Großteil dieser wertvollen Zeitdokumente vermutlich nie einem interessierten Publikum zugänglich gemacht werden können.

Doch knapp 100 Jahre Automobilbau kann man nicht einfach in einen Scanner stecken.
Die ersten Veröffentlichungen haben gezeigt, dass die Digitalisierung der Dokumente sehr anspruchsvoll und nur mit fachlichem Hintergrundwissen möglich ist.
Nebenbei erwähnt, wird hier sogar spezielles privates Equipment genutzt.
Zwar werden Digitalisierung und Publizierung von Wiki-Mitstreitern in Ihrer Freizeit bewerkstelligt, doch ganz ohne Mitarbeiter im Stadtarchiv geht das nun auch nicht.
Es müssen Dokumente gesichtet, vor Umwelteinflüssen geschützt, teilweise neu katalogisiert oder archivarisch aufbereitet werden.
Diese Zusammenarbeit ist für beide Seiten von Vorteil, denn im Rahmen der Kooperation erhält das Archiv die Dokumente in aufgearbeiteter digitaler Form und kann damit seinem öffentlichen Auftrag noch besser nachkommen.

In Anbetracht der Tatsache, dass der wesentlich größere Teil aus dem Bestand des Stadtarchivs noch auf eine Aufbereitung wartet, sind sich alle Beteiligten darüber im Klaren, dass dieses Projekt über Jahre hinweg fortgeführt werden muss.

Und so sehen wir die Diskussionen um die aktuelle Haushaltskonsolidierung der Stadt Eisenach mit großer Sorge.
Wenn man dem aktuellen Haushaltssicherungskonzept der Stadt Eisenach Glauben schenkt, soll es im Stadtarchiv zu einschneidenden Personalkürzungen kommen.
Schon jetzt ist die Aufarbeitung der Dokumente des Stadtarchivs nur mit ehrenamtlichen Mitarbeitern und deren technischer und fachlicher Unterstützung zu schultern.
Wie soll dies möglich sein, wenn keine direkten Ansprechpartner mehr vor Ort sind? Wer kann sich der Zeitdokumente dann noch annehmen?
Hier droht die begonnene Arbeit durch radikale Sparmaßnahmen ins Stocken zu geraten.

Für uns alle ist das AWE-Archiv ein Schatz, welcher der Öffentlichkeit nicht vorenthalten werden sollte.
Die Unterlagen müssen gesichtet, mit Sachverstand und Fachwissen kategorisiert und danach digitalisiert werden.
All dies wird das Stadtarchiv nicht ohne Unterstützung schaffen, aber vor allem wird dies nicht ohne eigenes Personal möglich sein.

Der kommenden Stadtverordnetenversammlung am 27. September sehen wir daher mit großer Sorge entgegen und hoffen, dass wir hier noch einmal zum Umdenken anregen können.
Im Sinne der Bewahrung der Eisenacher Automobiltradition, der die Stadt auf wunderbare Weise verbunden und gewissermaßen verpflichtet ist.
Und im Sinne der berechtigte Frage, ob ein Stadtarchiv dann in geeigneter Weise noch seinem öffentlichen Auftrag noch nachkommen kann.

Die ZWF-Administratoren

PS: Mündliche bzw. schriftliche Vorschläge zum Haushaltssicherungskonzept können bei der Stadtverwaltung Eisenach, Markt 2, 99817 Eisenach, eingereicht werden (Telefon 0 36 91 / 67 01 03, Fax-Nr.: 0 36 91 / 67 09 10, E-Mail: info(at)eisenach.de).

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Re: Das Wartburg-Wiki - Ein Projekt in Gefahr

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Dienstag 25. September 2012, 14:17

Wenn´s gerade halbwegs läuft, kommt so ein Schlag...ich kenne das. :x Nur zu ändern ist es irgendwie ärgerlicherweise nicht, wie ich das so sehe.

Das positive ist, dass sich, selbst unter den wiedrigsten Bedingungen, ein paar "Verrückte" finden, die völlig uneigennützig die ganze Chose am Laufen halten. :smile: Das seid in dem Fall ihr, liebe Admins. {top}

Ich hoffe, das Beste. Es wäre doch schade, wenn das Projekt daran scheitern würde. Aber ich bin sicher, dass es das nicht wird. Bei all dem, was Ihr bisher auf die Beine gestellt habt, werdet ihr auch das meistern. Möglicherweise kommt es ja auch noch zu einem Umdenken in der Eisenacher Stadtverordnetenversammlung. Wir können nur hoffen.
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Re: Das Wartburg-Wiki - Ein Projekt in Gefahr

Ungelesener Beitragvon Michael » Dienstag 25. September 2012, 16:29

Wartburgbauer hat geschrieben:...Wir können nur hoffen.

Oder können wir "normalen User" etwas anderes tun ? -nixwissen-
Wenn ja : Was ?
Es wäre doch sehr schade, wenn diese Zusammenarbeit, die so uneigennützig und zum Wohle der Allgemeinheit von unterschiedlichen Seiten mit viel Engagement und solch beeindruckenden Ergebnissen betrieben wird, schon wieder vor dem Aus stünde.

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Re: Das Wartburg-Wiki - Ein Projekt in Gefahr

Ungelesener Beitragvon Martin Rapp » Dienstag 25. September 2012, 20:54

Michael hat geschrieben:
Wartburgbauer hat geschrieben:...Wir können nur hoffen.

Oder können wir "normalen User" etwas anderes tun ? -nixwissen-
Wenn ja : Was ?...

Die Frage ist gut Michael. Das Problem in Eisenach ist ja wie in vielen Städten und Gemeinden, dass Gelder gespart werden müssen und dem zu Folge auch die Ausgaben in Frage gestellt werden. Auch das Stadtarchiv wird in seiner jetzigen Form in Frage gestellt. Wie wir finden aber zu unrecht. Mit den Stellenkürzungen können die bisherigen Aufgaben zwangsläufig nicht mehr bewältigt werden, geschweige denn können neue Projekte angegangen werden.

In wie weit zum Beispiel Schreiben an die Stadt noch Wirkung zeigen, ist schwer zu sagen, aber ein Versuch wäre es wert. Emailadresse und Faxnummer sind ja oben hinterlegt.

Gruß Maddin

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Re: Das Wartburg-Wiki - Ein Projekt in Gefahr

Ungelesener Beitragvon Detlef Grau » Donnerstag 27. September 2012, 08:45

Ist es nicht einfach immer zum :oops: . Dinge, die nicht funktionieren, fässt keiner an, daran kann man ja gemessen werden. Komischerweise, ob im Berufsleben oder auch in der Politik kümmert man sich nur um Dinge, die funktioniert haben, meistens funktionieren die hinterher nicht mehr.

Ich persönlich kann mir nicht immer vorstellen, dass so ein Stadtverordneter fleißig und sorgsam immer alle Beschlüsse und Vorlagen genau studiert, sich Fragen notiert, seine Mitbürger oder gar Wähler befragt und dann entscheidet. Das geht bei der Vielzahl der Beschlüsse gar nicht. Wenn ich hier mal auf dem Dorf so was besuche, das ist schon manchmal komisch, wie da "durchbeschlusst" wird. Was ich damit sagen will, ist, dass durchaus die Gefahr besteht und da geb ich Martin vollumfänglich Recht, dass da eben über Seite 10 im HSK emotionslos drüber gelesen wird und ein Gesamtpaket beschlossen werden könnte. Die 1,5 Personen werden ja nicht wirklich (möglicherweise) gestrichen, sondern umgesetzt. Überhaupt schwillt mir der Kamm, wenn ich 0,5 Stelle höre, steht da nicht ein Mensch hinter? Die einzigste Hoffnung, die ich in dem Fall habe, bleiben die 1,5 Stellen. WIll man die wirklich streichen, kostet das nicht nur Aufwand, sondern auch Geld, unter Umständen mehr, als die Stelle weiter zu besetzen. Gott sei Dank ist das Stadtarchiv auch nicht so unbedeutend, das man sich darüber nicht unterhalten muß! Sonst wäre es vielleicht schon zu.

Bleibt Hoffen und Bangen, dass es ein gutes Ende nimmt, denn es besteht die Gefahr, dass man uns als Gewicht in der Waagschale der Entscheidungen nicht wirklich für voll nimmt.
in diesem Sinne

aus dem IFA Altenpflegeheim
D. Grau

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Re: Das Wartburg-Wiki - Ein Projekt in Gefahr

Ungelesener Beitragvon Martin Rapp » Dienstag 2. Oktober 2012, 14:49

Nun ist die Stadtverordnetenversammlung durch und es wird Zeit auch hier kurz eine Info zu geben.
Das Sparpaket wurde gesamtheitlich abgenickt. In wie weit die einzelnen Positionen gelesen oder gar diskutiert wurden ist zwar nicht überliefert, aber das Ergebnis ist definitiv einschneidend. Der Druck, vor allem vom Land Thüringen, war am Ende wohl zu groß.

Unter welchen Bedingungen wir mit dem Stadtarchiv jetzt weiterarbeiten können ist noch völlig unklar. Aus dem Stadtarchiv wird zumindest weiterhin ein großes Interesse an der Zusammenarbeit signalisiert. Über die Details werden wir wohl in den kommenden Wochen reden müssen.

Es ist zwar schwer in der Situation Optimismus zu verbreiten, aber wir schauen nach vorn und versuchen das Beste aus der Situation zu machen.

Gruß Maddin

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Re: Das Wartburg-Wiki - Ein Projekt in Gefahr

Ungelesener Beitragvon 353-Heinz » Montag 8. Oktober 2012, 07:07

Das Problem ist nicht mal die Annahme, dass man uns nicht für voll nimmt.
Das Hauptproblem ist:
Eisenach ist defakto Zahlungsunfähig und wird im wesentlichen durch das Landesveraltungsamt gelenkt.
Jeder Fakt diesbezüglich kommt auf Druck des Landesverwaltungsamt, und man darf annehmen, das dort das Eisenacher Archiv relativ egal ist.

Die Ursachen dieses Übels sind vielfältig und wurden bereits vor vielen Jahren geschaffen. Das Ruder später herumzureissen, nämlich eine Eingemeindung der wichtigen Wirtschaftszentren um Eisenach gelang aufgrund weitverbreiteten Kleingeist und Egoismus nicht.

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Re: Das Wartburg-Wiki - Ein Projekt in Gefahr

Ungelesener Beitragvon Martin Rapp » Samstag 9. Februar 2013, 09:24

Das große Thema "Stellenkürzung" ist hier im ZWF zwar in den letzten Wochen nicht mehr groß thematisiert worden,
aber dennoch ist es immer noch brandaktuell. Aus der Stadt haben wir bisher auf Anfrage keine verbindliche Auskunft erhalten,
man sitzt noch an der Umsetzung und wird mit den Mitarbeitern das Gespräch suchen.

Der heutige Artikel in der Thüringer Allgemeinen trifft aber vieles auf den Punkt:

http://eisenach.thueringer-allgemeine.de/web/eisenach/startseite/detail/-/specific/Eisenach-Stellenabbau-im-Stadtarchiv-gefaehrdet-wichtiges-Projekt-2045091113

Dennoch wird an anderer Stelle auch deutlich, was das Stadtarchiv bewegt und wie umfangeich die Aufgaben sind:

http://eisenach.de/Detailansicht-Pressemitteilungen.2003.0.html?&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=7097&cHash=0a40781c3ceeaadf312d2216fadfb286

Wir dürfen gespannt sein, ob die Hilferufe gehört werden.

Gruß Maddin

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Re: Das Wartburg-Wiki - Ein Projekt in Gefahr

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Samstag 9. Februar 2013, 10:38

Tja, was soll man dazu sagen.
Ich glaube, bitter wie es ist, dass an der Stelle ganz klar erstmal die Kostensenkung über das für die Stadt als solche sicher nicht all zu interessante aufbereiten der Geschichte siegen wird. Denn mit historischen Photos der AWE Werkhallen lässt sich, als Stadt, kein Geld verdienen. :? So denke ich jedenfalls darüber.
Sicher gibt es noch unendlich mehr Themen, für die das Stadtarchiv mit ausreichend vielen, guten Mitarbeitern eigentich dringend notwendig ist, aber ob das den Finanzplanern reicht? [smilie=hi ya!.gif]

Es bleibt also wohl an den engagierten Leuten hängen, die Projekte trotzdem durchzuziehen. Dass das deprimierend ist, kann ich mir vorstellen. -roll-

Nun kenne ich mich mit den tatsächlichen Kosten solcherlei Projekte nicht aus, aber Spenden von Privatleuten können doch eigentlich nie schaden, oder? Möglicherweise sollten wir, hier im ZWF vermehrt zu Spenden aufrufen, Maddin und allen anderen, die an dem Projekt beteiligt sind, wird schon so einiges sinnvolles einfallen, was man mit dem Geld dort anfangen kann.

Dennoch, mehr als Folgen kompensieren können wir kaum. Höchtens, wie weiter oben schonmal beschrieben, über eine Unterschriftensammlung oder private Beschwerden.

Also, Leute, die Moral von der Geschicht´: Irgendwie wird es schon weitergehen. Wo ein Wille, da ein Weg, gleichob er steiniger wird. :smile:
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Re: Das Wartburg-Wiki - Ein Projekt in Gefahr

Ungelesener Beitragvon baburch » Samstag 9. Februar 2013, 12:23

Wenngleich ich hoffe, dass das Befürchtete nicht eintritt so habe ich doch wenig Hoffnung und keine Erwartung, dass es hier in dieser Stadt eine Lösung zum Erhalt der Stelle und Unterstützung für dieses Projekt geben wird.
Für einen Einheimischen handelt es sich bezogen auf den gefühlten Stellenwert in der Stadt bzw. Bevölkerung um ein "Prio ...Z"-Thema. Abgesehen vom Wartburgtreffen, in dessen Glanz es sich für jeden "Stadtoberen" gut sonnen lässt und wodurch die Bevölkerung massiv mit der eigenen Stadtgeschichte konfrontiert wird, interessiert sich die breite Masse kaum bis gar nicht für dieses Thema. Die Alltagssorgen über den Autobauer mit dem Blitz, die Existenzsicherung des Landestheaters, das Großprojekt "Tor zur Stadt", Kreisgebietsreform, schlechte Straßen, Klinch im Stadtrat und Boykott von Beschlüssen und eben über allem die zwangsverwaltete Stadt mit nem linken Wölfchen als Frontfrau überwiegen deutlich (wie sicher auch anderenorts).
Mindestens genauso brisant wie die Sorge um´s Archiv ist die zukünftige Besetzung der Stelle des Museumsleiters. Vermutlich gibt es nur zwei Alternativen, welche beide nur ein schwacher Ersatz für die bisherige Besetzung sein könnten. Man setzt seitens der Stadt nur noch eine nette Frau zum Kassieren hin und das wars oder die Stiftung übernimmt und versucht eine ehrenamtliche Variante. Wobei es ja genug ehrenamtliche Interessenten (zu jeder Zeit) gegeben hat. Allerdings dürften die jetzt, wo es ernst werden könnte sich wohl eher abducken.
Mit Spenden, Beschwerdebriefen oder Unterschriftensammlungen, welche allesamt überaus ehrenrührig sind, wird sich das Problem vermutlich nicht beseitigen lassen. Meine Meinung soll natürlich niemanden davon abhalten, aber zumindest für diejenigen, die die Verhältnisse Eisenachs nicht kennen dazu dienen, etwas Hintergrundbeleuchtung zu erhalten.

Grüsse
Christoph

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Re: Das Wartburg-Wiki - Ein Projekt in Gefahr

Ungelesener Beitragvon 353-Heinz » Samstag 9. Februar 2013, 13:14

Nun,....

Es ist so, das die Stadt Eisenach aus vielen Gründen heraus finanzielle Probleme hat. Nur, wenn ich mir angucke, wieviel Leute der Blechwarturg bringt gegenüber Wagner und Co, dann überwiegt der Blechwartburg. Die Steinwartburg hatte übrigens im Jahre 2012 rund 380 000 Besucher. Andere Zahlen stätischer Einrichtungen als auch privater Kulturstätten wurden noch nicht offizell bekanntgegeben, liegen aber weit darunter.

Wir haben auch ein Theater, wo es große Probleme gibt. Trotzdem wird ein zweites Laienspielhaus (TAM) unterstützt. Bei letzterem ist aber eine Lobby vorhanden. Ausserdem gehts ja um "Kunst". Letztendlich aber schaffen sich die TAM-oberen lediglich einen gesicherten Arbeitsplatz. Dafür fallen aber andere weg?

MAn muss auch wissen, Eisenach als Wagner-Stadt ist ohne Beyreuth nicht möglich. Das Geld ist anderswo besser aufgehoben.

Was viele Kommunen nicht verstehen, ist, mit seinem Kapital Geld zu machen. Gut, dazu gehört andererseits auch wieder Geld. Große Mäzene gibts aber im Osten nicht.

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Re: Das Wartburg-Wiki - Ein Projekt in Gefahr

Ungelesener Beitragvon baburch » Samstag 9. Februar 2013, 15:18

...wie war.
Und da Kunst ja bekanntlich von Können kommt, sollten sich die Leute am Landestheater keine Sorgen machen brauchen :smile:

Einen Mäzen jedoch scheint es noch zu geben, den sollte man besser nicht zum Feind haben. Macht in Holz und sponsort ganz zurückhaltend die Laienspielgruppe "TAM" (Theater am Markt) just in dem Moment, wo das Wasser dem Landestheater schon bis Oberkante Scheitel steht. Wobei diese Truppe ("TAM") überflüssig scheint, denn Theater am Markt gibt es schon seit Jahren auf höchstem Niveau mit "Künstlern" aller Fraktionen.
Vielleicht würde sich ja diese Person zu einer Spende größeren Stils hinreißen lassen, wenn er damit wieder mal groß in die Presse kommt?!

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Re: Das Wartburg-Wiki - Ein Projekt in Gefahr

Ungelesener Beitragvon widel » Sonntag 10. Februar 2013, 21:33

Ja das ist wie überall, nicht nur in Eisenach muss gespart werden und alle sagen warum bei uns ,wir sind doch wichtig für die Allgemeinheit :| Schlimmer ist doch warum muss gespart werden ? In Eisenach mit dem produktivsten Werk von Opel in Europa und demzufolge ein sehr großer Steuerzahler seinem Tourismus und Sehenswürdigkeiten(Wartburg ,Thüringer Wald usw.) wer hat da nicht richtig gerechnet ?! Aber ähnliche Beispiele gibt es auch bei versch. Arbeitgebern was mansch einer von uns zur genüge kennt. :D

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Re: Das Wartburg-Wiki - Ein Projekt in Gefahr

Ungelesener Beitragvon baburch » Sonntag 10. Februar 2013, 22:37

auch hier muss dem Nicht-Eisenacher etwas mehr Info gegeben werden. Steuereinnahmen von Opel Eisenach sind quasi ein Irrglaube. Meines Wissen zahlt Opel hier keine Steuern. Eher kostet es die Stadt einiges, schließlich hat man für Opel die Zufahrtsstraße erneuert und dank des Lieferverkehrs, der die Anwohner sehr belastet hat, eine neue Zufahrt samt Brücke (allerdings gefördert) geschaffen.
Die Ursachen für die klammen Kassen sind auch nicht Sehenswürdigkeiten oder Tourismus sondern eher die seinerzeit beschlossene Kreisfreiheit mit den damit verbundenen fehlenden Einnahmen aus der Peripherie und den hohen Kosten für öffentliche Einrichtung, Bildung, Infrastruktur, ÖPN etc..
Im Prinzip hat sich von AWE zu Opel nicht viel geändert- unrentabel und auf Stütze angewiesen...

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Re: Das Wartburg-Wiki - Ein Projekt in Gefahr

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Montag 11. Februar 2013, 08:31

baburch hat geschrieben: ... wie war.
Und da Kunst ja bekanntlich von Können kommt, sollten sich die Leute am Landestheater keine Sorgen machen brauchen ...

Eine Gesellschaftsform erkennt man am schnellsten in der Kunst und der Kriminalität ...
Herzliche Grüsse von Andreas aus Leipzig
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Re: Das Wartburg-Wiki - Ein Projekt in Gefahr

Ungelesener Beitragvon mimi311 » Montag 11. Februar 2013, 08:50

"Wartburg-Wiki in Gefahr!" Aufschrei und Empörung! Zumindest für eine gewisse Zeit.
Ich habe in den letzten 23 Jahren schon viele Aufschreie erlebt: Arbeitslosigkeit, Industriesterben, Eisenbahnsterben, Gaststättensterben, Kultursterben......
Der heutige Mensch hat verlernt aufzubegehren, er wird sich auch daran gewöhnen. Bitter aber wahr.
Grüße Andreas

Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu handeln:
Erstens durch Nachdenken, das ist der Edelste, zweitens durch Nachahmen, das ist der Leichteste, und drittens durch Erfahrung, das ist der Bitterste.

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Re: Das Wartburg-Wiki - Ein Projekt in Gefahr

Ungelesener Beitragvon Martin Rapp » Donnerstag 7. März 2013, 20:54

Es gibt Neuigkeiten in Eisenach Oberbürgermeisterin Frau Wolf hat sich per Pressemitteilung zu Wort gemeldet.
Auf der Eisenacher Seite liest man folgendes:
6.03.13 15:05
Fachmännische Betreuung des Automobilbauarchivs auch weiterhin sichergestellt

"Genauso wie das Anheben von Steuern oder die Erhöhung von Kita-Gebühren bedeutet auch der Abbau von Stellen in der Verwaltung für mich kein Vergnügen. Ich weiß, dass wir die Stellen eigentlich benötigen, aber der städtische Haushalt braucht vor allem auch Entlastung", sagt Katja Wolf. Eisenachs Oberbürgermeisterin reagiert damit auf die Aufforderung der einstigen Automobilbauer, die zum Abbau vorgesehene Stelle im Stadtarchiv zu erhalten. Zur Tätigkeitsbeschreibung dieser Stelle gehört auch die Betreuung des Automobilbauarchivs.

"So wie ich darauf baue, dass der Stadtrat das Seine tut, damit die im Haushaltskonsolidierungskonzept (HSK) festgelegten Maßnahmen durch Beschlüsse umgesetzt werden, sehe ich mich natürlich auch in der Pflicht, meinen Part dazu zu leisten", sagt Katja Wolf. Dazu gehören auch die unerfreulichen Vorlagen zur Erhöhung von Steuern und Kita-Gebühren. Der Stadtrat hat im HSK auch den Abbau von 20 Verwaltungsstellen in den kommenden Jahren beschlossen.

Ziel der Oberbürgermeisterin ist es, den Stellenabbau soweit wie möglich so umzusetzen, dass die Aufgaben dennoch weiter erledigt werden können. Beispielsweise durch sinnvolle Zusammenfassung von Aufgaben oder eine neue Strukturierung. Ob das gerade im freiwilligen Bereich, zu dem auch das Stadtarchiv teilweise gehört, immer gelingt, kann noch niemand vorhersagen. "Ich weiß, welche Bedeutung der Automobilbau in Eisenach hat und wie wichtig demzufolge auch die fundierte und fachmännische Betreuung, Aufarbeitung und Digitalisierung dieses Archivs ist", sagt Katja Wolf.

Deshalb wird mit dem Abbau der Personalstelle die Arbeit am Automobilbauarchiv nicht aufgegeben. Priorität hat dabei, dass – vielleicht zeitlich gestreckt – die Aufgabe genauso fachmännisch wie bisher fortgesetzt werden kann. "Damit tragen wir auch den Belangen der ehemaligen Automobilbauer Rechnung", so Katja Wolf.
zurück

zu den Pressemitteilungen: http://eisenach.de/Pressemitteilungen.8 ... no_cache=1

Ich möchte diese kurze sehr allgemein gehaltene Mitteilung nicht überbewerten,
aber so ganz glücklich bin ich mit dieser nicht wirklich. Es wird leider wenig Klartext gesprochen und nur die notwendigen Sparmaßnahmen betont.
Die große Überschrift aber mag für meine Begriffe nicht so recht zum eigentlichen Artikel passen oder habe ich etwas überlesen?

Es freut mich, dass Frau Wolf erkannt hat, wie wichtig auch der Automobilbau für Eisenach ist und wie viel Eisenach ihm verdankt,
nur wären ein paar präzisere Aussagen wünschenswert um hier nachvollziehen zu können wo genau nun der Weg hin geht.

Es bleiben somit viele Fragen weiterhin unbeantwortet und wir können nur Schritt für Schritt weiter arbeiten.
Eine "Sicherstellung fachmännischer Betreuung" klingt für mich in dem obigen Zusammenhang etwas beängstigend.
Wir werden hier weiter berichten.

Gruß Maddin

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Re: Das Wartburg-Wiki - Ein Projekt in Gefahr

Ungelesener Beitragvon 353-Heinz » Donnerstag 7. März 2013, 21:43

Deshalb wird mit dem Abbau der Personalstelle die Arbeit am Automobilbauarchiv nicht aufgegeben. Priorität hat dabei, dass – vielleicht zeitlich gestreckt – die Aufgabe genauso fachmännisch wie bisher fortgesetzt werden kann. "Damit tragen wir auch den Belangen der ehemaligen Automobilbauer Rechnung", so Katja Wolf.
zurück

Das widerspricht sich. Wir haben zwei Autos. Und wollen 10 Personen transportieren. Jedes Auto hat 5 Plätze. Ein Auto wird abgeschaft. Aber es wird sich nichts änder.....


Extrakt daraus: Es bleibt, wie beschlossen: Die Stelle fällt weg und der Rest ist egal. Das damit der Rahmen für Maddin & Co zum Arbeiten sehr viel schlechter ausfällt, dürfte klar sein.

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Re: Das Wartburg-Wiki - Ein Projekt in Gefahr

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Donnerstag 7. März 2013, 22:03

Jungs, ich sage abwarten und weiterkämpfen!
An der "grossen Politik" können wir nix ändern, an Budgetvorgaben und Stellenkürzungen in öffentlichen Ämtern ebensowenig.
Weder hier in Hamburg, noch in meinem kleinen Falkenstein oder in Eisenach.
Zumindest - und das ist meine Hoffnung - regt sich da ein Gedanke: "Hoppla - da war doch noch was anderes in den letzen hundert Jahren! Wir haben mal Automobilgeschichte geschrieben, eine Region damit ernährt und sind dadurch auch reicher geworden!"
Ich für meinen Teil würde behaupten, dass dieses Bewusstsein oder Bewusst-werden zu einem grossen Teil Maddin, der Enstehung eines wikis und der damit öffentlich gewordenen Diskussionen um einen Archivfundus überhaupt zu verdanken sind.
Die Frage, was ist denn die letzten 20 Jahre passiert, als evtl. Geld da war und vermutlich bessere Möglichkeiten, möchte ich nicht stellen.
Also ran!
Hast Du einmal etwas Gutes gefunden, mußt Du es pflegen!

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Re: Das Wartburg-Wiki - Ein Projekt in Gefahr

Ungelesener Beitragvon baburch » Donnerstag 7. März 2013, 22:37

Hallo? Welches Bewusstsein und wo? Zumindest in Eisenach gibt es dieses nicht. (Naja, vielleicht irgendwo im kleinen Kämmerlein.)
Die Botschaft von Fr. Wolf war doch ganz klar. -Ihr alten AWE´ler, macht Euch keine Gedanken, irgendwann wird es schon durch wen auch immer vielleicht weitergehen aber nun is erstmal Schluss. Basta!-
Der Aufschrei mit dem läppischen Leserbrief der Altvorderen war ja auch eher supersupersoft gespült. Wer meint, dass damit etwas bewirkt wird träumt noch immer. Davon abgesehen ist die Aussage der OB wieder typisch linke Politik- nichts schlimmes sagen, nichts verantworten, aber regieren wollen. Ich habe es schon an anderer Stelle versucht zu erklären und genau die Probleme welche Fr. Wolf anführt erwähnt. Hier in Eisenach ist das Thema UNWICHTIG. Wer´s nicht glaubt sollte sich mal ein paar Tage außerhalb des ersten August-WE hier niederlassen. Und das ist alles nur der Anfang. Im Museum gehts bald weiter.....
Das klingt zwar sehr drastisch- ist aber auch so. Mal ganz abgesehen vom Archiv doch wohl vorallem für den betroffenen Mitarbeiter, den ich sehr schätze.
Gerne hat sich Fr. Wolf in der Ostkantine rumgetrieben und den dortigen Werktätigen vorgegaukelt Interesse an der Sache zu haben und Unterstützung zu leisten. Was ein Witz und welche Naivität bei den Umgarnten.
Eisenacher Verhältnisse sind schon etwas speziell und ganz offensichtlich von Auswertigen nicht zu durchschauen....
sprichwörtlich...gute Nacht

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Re: Das Wartburg-Wiki - Ein Projekt in Gefahr

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Donnerstag 7. März 2013, 22:50

Tu was dafür oder dagegen! Du sitzt ja nun .... an der Quelle? PM folgt!
Hast Du einmal etwas Gutes gefunden, mußt Du es pflegen!

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Re: Das Wartburg-Wiki - Ein Projekt in Gefahr

Ungelesener Beitragvon Martin Rapp » Donnerstag 7. März 2013, 22:51

Ohne Eifer, Elan und sicherlich auch ein wenig Hoffnung wird es mit der Eisenacher Automobilbaugeschichte aber in der nahen Zukunft noch düster aussehen.
Mag sein, dass hier viele, und da schließe ich mich ganz gewiss nicht aus, die Sachlage aus der Ferne nicht immer voll durchblicken.
Da haben andere wie Du Heimvorteil und sind viel näher am Brennpunkt.

Aber dennoch heißt das noch lange nicht, dass man die Flinte ins Korn werfen muss.
Es bringt wenig, wenn man über das meckert oder jammert was in den letzten 20 Jahren nicht geworden ist.
Auch wenn der Weg jetzt noch steiniger geworden ist, an dem Sinn in der eigentlichen Sache ändert dies nichts
und so geht es eben in die nächste Runde.

Wenn man jetzt den Kopf in den Sand steckt ist keinem geholfen.

Gruß Maddin

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Re: Das Wartburg-Wiki - Ein Projekt in Gefahr

Ungelesener Beitragvon 353-Heinz » Donnerstag 7. März 2013, 22:53

Also ich habe zwar keinen Leserbrief geschrieben, aber ziemlich laut meine Meinung im Kulturbeirat zum besten gegeben. Wodurch ja wieder mal Leben in die Sache kam. Offenbar dachte mach, es wächst Gras drüber.

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Re: Das Wartburg-Wiki - Ein Projekt in Gefahr

Ungelesener Beitragvon baburch » Donnerstag 7. März 2013, 23:21

@Tomtom,
mein persönliches Engagement hat nach vielen Aktivitäten mit dem von Hr. Ihling initiierten Artikel begonnen zu enden. Wenn ich die ganzen persönlichen Erlebnisse hier kundtuen würde, würden wahrscheinliche einige lieber ihr Hobby wechseln :smile:
http://www.thueringer-allgemeine.de/web ... -163290297
Auch hier wurde von einigen Idolen und gerne gesehenen Fachreferenten persönliches über allgemeines Wohl gestellt und dies ist hier typisch.

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Re: Das Wartburg-Wiki - Ein Projekt in Gefahr

Ungelesener Beitragvon mimi311 » Freitag 8. März 2013, 08:46

Wir sehen im Vordergrund der Problematik unser Hobby. Das dahinter Arbeitsplätze, Menschenschicksale, Existenzen, Familien stehen, nimmt man erst auf den zweiten Blick wahr. Vielleicht hilft diese Seite zu verstehen, auf welcher Talfahrt wir uns befinden, entgegen anderslautender Meinungen von Politik und Medien. Eisenach und Stadtarchiv sind da nur rudimentäre Spitzen gewaltiger Eisberge, ja Eisgebirge.
Grüße Andreas

Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu handeln:
Erstens durch Nachdenken, das ist der Edelste, zweitens durch Nachahmen, das ist der Leichteste, und drittens durch Erfahrung, das ist der Bitterste.

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Re: Das Wartburg-Wiki - Ein Projekt in Gefahr

Ungelesener Beitragvon widel » Freitag 8. März 2013, 20:36

mimi311 hat geschrieben:Wir sehen im Vordergrund der Problematik unser Hobby. Das dahinter Arbeitsplätze, Menschenschicksale, Existenzen, Familien stehen, nimmt man erst auf den zweiten Blick wahr. Vielleicht hilft diese Seite zu verstehen, auf welcher Talfahrt wir uns befinden, entgegen anderslautender Meinungen von Politik und Medien. Eisenach und Stadtarchiv sind da nur rudimentäre Spitzen gewaltiger Eisberge, ja Eisgebirge.

Ja Andreas ,da hast Du irgendwie Recht es gibt andere Probleme in unserem Land,das beste Archiv eben sind die Fans ,die mit Ihren Fahrzeugen jeder auf seine Art eine vergangene Ära einer Automobilmarke W A R T B U R G in Erinnerung behalten {anbeten}


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