Änderungsdokumentation: Heckleuchten W311

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Dreielferschrauber
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Änderungsdokumentation: Heckleuchten W311

Ungelesener Beitragvon Dreielferschrauber » Sonntag 5. Februar 2012, 23:31

Nach einer kreativen Pause möchte ich die eisigen, in der Garage jede Bewegung von Elementarteilchen verhindernden, Temperaturen nutzen und mit eurer Hilfe wieder eine kleine Dokumentation schaffen.
Da es beim Thema Heckleuchten eine Vielzahl von von Varianten und Änderungen gibt, fange ich zunächst mit den "Schiffchenrückleuchten" an. Ich bin nicht sicher, ob sich Chromrahmen und Gläser unabhängig voneinander oder gemeinsam geändert haben und behandle sie deshalb getrennt.

Variante 0 "Urversion"
Als Urversion der Heckleuchten findet sich in der Betriebsanleitung F9 mit Anhang "Wartburg" von 1956 diese:
Heckleuchte_Urversion.jpg

In der Ersatzteilliste von 1956 ist diese Variante nicht enthalten.
Ein tolles Bild dazu gibt es im Eisenacher Stadtarchiv, zu sehen hier im Wiki:
LINK
Es ist davon auszugehen, dass diese Version nur für Prototypen des Wartburg 311 verwendet und nie in Serie verbaut wurde.

In Serie gab es definitiv 3 verschiedene Chromrahmen:

Chromrahmen Variante 1
Zuerst ein Bild aus der ´56er Betriebsanleitung:
Heckleuchte_1956_BA_1.jpg

Mit Farbfilm fotografiert sieht das so aus:
Heckleuchte_Chromrahmen_Version1.jpg

Auf der Innenseite finden sich noch 6 statt später 4 Halterungen:
Heckleuchte_Chromrahmen_Version1_Rückseite.jpg

Die Halterungen auf der Innenseite sind nicht wie später genietet, sondern punktverschweißt:
Heckleuchte_Chromrahmen_Version1_Befestigungslaschen.jpg

Die auch später verbauten Blechklammern passen auch hier. Etwas stutzig macht das Bild in der ´56er Betriebsanleitung. Hier scheinen die mittleren Befestigungen mittels eines Drahtes? zu erfolgen. Das pixelige Foto gibt leider nicht mehr her...seltsam. Halten tut es aber auch mit 4 Klammern.
Heckleuchte_1956_BA_2.jpg


Chromrahmen Variante 2
Die Form ist identisch mit Variante 1, allerdings sind die inneren Halterungen nun auf 4 reduziert und angenietet. Ab wann wurde diese Variante eingesetzt? Hier fällt die Recherche schwer, sind die kleinen Nieten in den Prospekten doch kaum erkennbar.
Heckleuchte_Chromrahmen_Version2_Draufsicht.jpg

Und noch einmal vergrößert, wobei hier ein Restaurierer die Nieten zum Verchromen ausgebohrt hat:
Heckleuchte_Chromrahmen_Version2_Detail.jpg


Chromrahmen Variante 3 (ab Ende 1959)
Hier ist die Sicke entfallen und die Rahmen sind schlicht 2-fach gekantet.
Heckleuchte_Chromrahmen_Version3_Seitenansicht.jpg

Und die Vergrößerung mit Niet:
Heckleuchte_Chromrahmen_Version3_Detail.jpg

Ich denke, daß hier Flachrundniete nach DIN 674 verwendet wurden. Einen Auszug liefert folgender LINK:
Wer Halbrundniete nach DIN 660 LINK verwendet, macht aus meiner Sicht aber auch keinen Fehler.

Schiffchenrückleuchten werden mit 2 verchromten Linsensenkschrauben M5x15 aus Messing am Unterteil verschraubt:
Heckleuchte_Chromrahmen_Schrauben.jpg


Vom Unterteil selbst kenne ich nur diese eine Variante:
Schiffchenrückleuchten_Unterteil_1.jpg

Schiffchenrückleuchten_Unterteil_2.jpg

Und die Kennzeichnung, hier mit "M" wie MeWa Ruhla. Die "61" könnte das Herstellungsjahr sein.
Schiffchenrückleuchten_Unterteil_3.jpg
Zuletzt geändert von Dreielferschrauber am Freitag 10. Februar 2012, 20:59, insgesamt 6-mal geändert.

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Re: Änderungsdokumentation: Heckleuchten W311

Ungelesener Beitragvon carsten » Montag 6. Februar 2012, 01:40

In Form und Ausführung ähneln diese der 1. oben genannten Ausführung den p240 Rückleuchten.

Das ganze Fahrzeug mit solchen Rückleuchten gibt es in einem frühen Prospekt.

http://www.die-besten.de/wartburg/prosp ... prosp1.htm

Die Schnittzeichnung hat aberschon die späteren Leuchten.

IMG1956.jpg


Es dürfte sich hierbei um einen frühen Prototypen handeln.

Es fehlt beispielsweise das Zündschloss.

Die Sicke unter dem hineren Dreiecksfenster verläuft anders.

Die Fahrertür hat eine Armlehme.

Die Türpappen sind ohne umlaufende Leisten angeschraubt.

Bei dem wohl ersten für Pressefotos genutzen Fahrzeug sind die Rückleuchten schon anders.

IMG_0009_1[1].jpg


http://www.die-besten.de/wartburg/bilde ... 009_1.html

Und ein ganz witziges Detail am Rande: Beide Fahrzeuge haben anscheinend das rote Kennzeichen LL 01-31 montiert.
Zuletzt geändert von carsten am Montag 6. Februar 2012, 07:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Änderungsdokumentation: Heckleuchten W311

Ungelesener Beitragvon Warti-Ben » Montag 6. Februar 2012, 02:23

Man kann bei Werbefotos aus den 1950´er Jahren nicht unbedingt auf Originalität setzen, da - gerade bei Werbeaufnahmen - sehr sehr viel retuschiert wurde. Hierbei können viele Fehler oder Ungenauigkeiten, egal ob durch Schnitt, Aufhellung, Konturierung, Schattierung oder Verzerrung entstehen können.
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Re: Änderungsdokumentation: Heckleuchten W311

Ungelesener Beitragvon Martin Rapp » Montag 6. Februar 2012, 09:44

Hallo Andreas,

die von Dir beschriebene Variante 0 "Urversion" konnte ich im Stadtarchiv auf mehreren Aufnahmen bewundern.
Sie schien aber vielleicht gar nur an den ersten Prototypen verbaut, ähnlich wie die eingelassenen Türgriffe.
Ein paar Bilder werden wir demnächst im Wiki veröffentlichen, wenn wir die Formalitäten mit dem Stadtarchiv geklärt haben. :smile:

Apropos Wiki, die Dokumentation würde da drüben im Wiki auch ganz gut passen. -roll-
Ich kann hier aber auch gerne mit weiter ergänzen.

Gruß Maddin

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Re: Änderungsdokumentation: Heckleuchten W311

Ungelesener Beitragvon Dreielferschrauber » Montag 6. Februar 2012, 12:43

Martin Rapp hat geschrieben:Apropos Wiki, die Dokumentation würde da drüben im Wiki auch ganz gut passen. -roll-

Klar, das kann ich (mit ein bißchen Hilfe in HTML) mit einpflegen. Zur Diskussion und Wissenssammlung ist aber erst einmal das Forum mein Favorit.

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Re: Änderungsdokumentation: Heckleuchten W311

Ungelesener Beitragvon carsten » Montag 6. Februar 2012, 13:24

Dann können wir noch Version 00 hinzufügen.

Zweigeteilte Ausführung am 1. (noch 2 türigen) Prototypen F9P.

K1024_DSC_0655.JPG
Quelle: Werksfotos aus "DDR Legendende Wartburg", Horst Ihling, S. 79, 1. Auflage 2010.
Viele Grüße

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Re: Änderungsdokumentation: Heckleuchten W311

Ungelesener Beitragvon carsten » Montag 6. Februar 2012, 14:01

Warti-Ben hat geschrieben:Man kann bei Werbefotos aus den 1950´er Jahren nicht unbedingt auf Originalität setzen, da - gerade bei Werbeaufnahmen - sehr sehr viel retuschiert wurde. Hierbei können viele Fehler oder Ungenauigkeiten, egal ob durch Schnitt, Aufhellung, Konturierung, Schattierung oder Verzerrung entstehen können.


Da hast du im Prinzip recht, allerdings sollte man auch ein paar andere Dinge berücksichtigen.


Die frühen Werbefotos sind in Farbe. Die Bearbeitung von Farbfotos wurde augenscheinlich (noch) nicht vorgenommen.
Es wurden vielmehr Szenen gewählt, die eine Nachbearbeitung nicht erfolderlich machten. (Inszenierte-Fotografie).

Ferner ist die Zielsetzung der Retusche (Bildbearbeitung) zu hinterfragen. In der Werbung werden Bilder (Fotos) heute auch dahingehend "optimiert", dass das Fahrzeug bspw. dynamischer aussieht. Früher galt noch das Foto als Abbild der Realität, für "Werbebilder" die das Fahrzeug optisch attraktiver machen wurden Zeichner beschäftigt.

Das kann man sehr schön an alten Prospekten nachvollziehen.

Später wurden öfter Schwarz/Weiß-Abbildungen bearbeitet, um nachträgliche Änderungen zu machen (Außenspiegel hinzugefügt) oder um die Fotos aufzuhübschen.

Die Schwarz/Weiß-Retuschen sind oft mit bloßem Auge erkennbar. Die Limousine ist beispielsweise freigestellt (also aus der Umgebung ausgeschnitten) worden. Sieht man sehr gut an den eckigen Kanten der Hinterräder.

Das Limousinenbild wurde wohl gewählt, um die 4 Türen (ein echtes Verkaufsargument) zu zeigen. Als einziges Bild im Prospekt hat der Wagen hier auch noch die alten (EMW) Embleme, obwohl alle anderen Bilder und auch das Deckblatt schon das neue Wartburg-Emblem zeigen.

Hätte sich jemand die Mühe gemacht dieses Bild für den Prospekt zu bearbeiten, so wären sicher auch die Logos und die Rückleuchten korrigiert worden.

Wichtig bleibt, heute wie damals der kritische Blick auf jedes Bild. Und optimal ist, soweit möglich der Vergleich mit andern Fotos, die am besten noch aus der gleichen Serie stammen.
Viele Grüße

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Re: Änderungsdokumentation: Heckleuchten W311

Ungelesener Beitragvon carsten » Montag 6. Februar 2012, 14:19

Hier noch passend zum Thema der 1. Testbericht des EMW 311.


Die Tür hat keine Armlehne mehr, aber auch noch keine umlaufenden Leisten.

Und LL 01-33 hat keine Rückleuchten der Version 0 mehr.

Zum Aufnahmedatum kann man eingrenzen, dass die Zeitschrift Anfang 1956 erschienen ist.

Die Fotos sind (logischerweise) vor dem Erscheinen der Zeitung gemacht worden.

In Kombination mit dem Laubzustand der Bäume und Straßen kann somit auf einen Entstehungstermin der Fotos im Spätherbst 1955 geschlossen werden.


Ohne-Titel-2.jpg
Ohne-Titel-3.jpg
Ohne-Titel-4.jpg
Ohne-Titel-1.jpg
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Re: Änderungsdokumentation: Heckleuchten W311

Ungelesener Beitragvon Dreielferschrauber » Montag 6. Februar 2012, 21:08

Edit 05.02.:
Der besseren Übersicht halber sind im ersten Beitrag die weiteren Chromrahmenvarianten und das Unterteil eingefügt. Es wäre schön, wenn Ihr bei der zeitlichen Einordnung der Änderungen helfen könntet. :smile:

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Re: Änderungsdokumentation: Heckleuchten W311

Ungelesener Beitragvon Dreielferschrauber » Dienstag 7. Februar 2012, 09:14

Ich denke, Ihr liegt mit der Einordnung der Version 0 richtig. Ich habe es im oberen Beitrag ergänzt.
[...]

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Re: Änderungsdokumentation: Heckleuchten W311

Ungelesener Beitragvon Dreielferschrauber » Freitag 10. Februar 2012, 20:57

[...]

Bezüglich der Änderung der Leuchtenrahmen geben Leonhardt/Schubert in "50 JAhre Wartburg Sportwagen" an, dass die Sicke Ende 1959 beim 313 analog zur 311er Serie wegfiel. Leider findet sich keine Quelle dafür.
Entsprechende Prospekte aus 1959 lassen keinen eindeutigen Schluss zu, aber:
In diesem Prospekt erkennt man (Im Original etwas besser als im Scan) schon die Rahmen ohne Sicke. Die Autos sind mit der dreiteiligen Stoßstange ausgestattet, also nach Ende 1960 gebaut. Ein Anhaltspunkt. Bis auf Widerruf füge ich also Ende 1959 in den oberen Beitrag ein.

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Re: Änderungsdokumentation: Heckleuchten W311

Ungelesener Beitragvon Detlef Grau » Sonntag 12. Februar 2012, 22:25

hab eben mal in den ersten Bildern des Stadtarchivs geblättert, Datei : 41.3 V 012 Bl-12.jpg bildet die ersten Rückleuchten wie von Andreas beschrieben auch ab. Interessant finde ich auch die Dachlackierung.
in diesem Sinne

aus dem IFA Altenpflegeheim
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Re: Änderungsdokumentation: Heckleuchten W311

Ungelesener Beitragvon carsten » Montag 13. Februar 2012, 07:29

Detlef Grau hat geschrieben:hab eben mal in den ersten Bildern des Stadtarchivs geblättert, Datei:41.3 V 012 Bl-12.jpg bildet die ersten Rückleuchten wie von Andreas beschrieben auch ab. Interessant finde ich auch die Dachlackierung.


Diese Form der Dachlackierung wurde wohl auch noch kurz nach Serieneinführung verwendet.
viewtopic.php?f=4&t=11933&hilit=lackierung&start=30#p128774
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Re: Änderungsdokumentation: Heckleuchten W311 Arbeitskopie

Ungelesener Beitragvon ZWF-Administration » Mittwoch 15. Februar 2012, 22:11

Die Beiträge bezüglich "Originalschauplätze" wurden abgetrennt und auf Wunsch des Beitragerstellers nach Originalschauplätze alter Fotos verschoben.

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Re: Änderungsdokumentation: Heckleuchten W311

Ungelesener Beitragvon Dreielferschrauber » Donnerstag 16. Februar 2012, 19:05

Danke @Admin Tomtom für das Bereinigen des Threads :smile:

Dann kann es jetzt mit den Leuchtengläsern weitergehen. Ich kenne allein bei den "Schiffchen" 6 verschiedene Varianten, zu denen noch folgende Fotos zur Dokumentation fehlen:
- Farbabstufung gelb-weiß gelb (ab November 1961)
- Amerikaausführung rot-weiß-rot
Kann hier jemand von euch helfen :?:

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Re: Änderungsdokumentation: Heckleuchten W311

Ungelesener Beitragvon Dreielferschrauber » Donnerstag 16. Februar 2012, 20:09

Die Leuchtengläser der Schiffchenrückleuchten wurden ebenso wie die Chromrahmen mehrfach geändert. Ich kann nicht mit Sicherheit sagen, ob die Änderungen ggf. gleichzeitig eingeflossen sind. Die Leuchten auf den folgenden Bildern befinden sich jeweils im "Fundzustand", wobei natürlich in den letzten 50 Jahren durchaus gebastet worden sein könnte.

Variante 1 - ohne Kennzeichnung im Glas
Entsprechend der Abbildung in der 56er Betriebsanleitung (ganz oben im Thread) hatten die ersten Gläser keine Schrift eingegossen bzw. gespritzt.
Leuchtenglas_Schiffchen_V1.jpg


Variante 2 - mit Kennzeichnung "M Ruhla" und Prüfzeichen in Rückfahrlicht und Blinker
Variante 2 und 3 sehen sich zum Verwechseln ähnlich. Ich denke aber, die richtige Reihenfolge gefunden zu haben. Erklärung siehe Variante 3.
Leuchtenglas_Schiffchen_V2_1.jpg

Im Bremslichtglas oben (der Blinker ist unten, zur Beschaltung kommt noch etwas später eine Erklärung) ist "M Ruhla" innen eingegossen.
Leuchtenglas_Schiffchen_V2_2.jpg

Rückfahrleuchte und Blinker (rot) haben ein eingegossenes Prüfzeichen. Zumindest denke ich, dass es sich um ein amtliches Prüfzeichen handelt. Wenn dazu jemand nähere Informationen hätte, wäre das super.
Leuchtenglas_Schiffchen_V2_3.jpg


Variante 3 - mit Kennzeichnung "M Ruhla" und erhabenen Nummern
Leuchtenglas_Schiffchen_V3.jpg

Das Bremslichtglas ist identisch mit dem von Variante 2.
Alles 3 Gläser sind weiterhin von oben nach unten mit den erhabenen Nummern "12:1", "12:2" und "12:3" gekennzeichnet.
Auch hier: Kann jemand sagen, welchen Zweck diese haben?
Da die gleichen Nummern auch bei Variante 4 zu finden sind, denke ich, dass Variante 3, eben Variante 3 und nicht Variante 2 ist.

Variante 4 - mit Kennzeichnung "FER" und erhabenen Nummern auf allen Gläsern - mutmaßlich (Erklärung von Carsten ganz unten) zur Ersatzteilversorgung nach Serienauslauf gefertigt
Leuchtenglas_Schiffchen_V4_1.jpg

Die erhabenen Nummern aus Variante 3 sind noch vorhanden. Innen ist nun in allen 3 Gäsern das "FER"-Logo eingegossen.
Leuchtenglas_Schiffchen_V4_2.jpg

Leuchtenglas_Schiffchen_V4_3.jpg

Leuchtenglas_Schiffchen_V4_4.jpg


Variante 5 - mit mit neuer Farbabstufung gelb-weiß-gelb - mit Kennung "M Ruhla" und erhabenen Nummern
Zum Einführungsdatum gibt Horst Ihling Auskunft:
4. November 1961 / ab Fahrgestell-Nr. 62 2090
Veränderung der Farbabstufung der Heckleuchten von Gelb-Weiß-Rot in Gelb-Weiß-Gelb und Erhöhung der Lichtwerte.

Ein Foto findet sich ganz unten im Beitrag von Carsten

Variante 6 - USA-Ausführung mit Farbabstufung rot-weiß-rot
Auch an dieser Stelle: Aussagekräftige Bilder sind immer willkommen. [Hilfe]
Zuletzt geändert von Dreielferschrauber am Donnerstag 21. November 2013, 21:23, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Änderungsdokumentation: Heckleuchten W311

Ungelesener Beitragvon carsten » Donnerstag 16. Februar 2012, 23:54

gelb - weiß -gelb

gibt es hier mit Detailfotos

http://oldtimer-ersatzteile-hermel.de/p ... 14%29.html
Viele Grüße

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Re: Änderungsdokumentation: Heckleuchten W311

Ungelesener Beitragvon Dreielferschrauber » Freitag 17. Februar 2012, 09:13

carsten hat geschrieben:gelb - weiß -gelb
gibt es hier mit Detailfotos
http://oldtimer-ersatzteile-hermel.de/p ... 14%29.html


Hm, diese entsprechen meiner Variante 2 und nicht wie erwartet Nummer 4. Ich bin etwas irritiert bzgl. der Reihenfolge. :eek:

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Re: Änderungsdokumentation: Heckleuchten W311

Ungelesener Beitragvon carsten » Freitag 17. Februar 2012, 09:53

Dreielferschrauber hat geschrieben:
carsten hat geschrieben:gelb - weiß -gelb
gibt es hier mit Detailfotos
http://oldtimer-ersatzteile-hermel.de/p ... 14%29.html


Hm, diese entsprechen meiner Variante 2 und nicht wie erwartet Nummer 4. Ich bin etwas irritiert bzgl. der Reihenfolge. :eek:


Da müssen wir wohl mal die ETKs und die zugehörigen Eränzungen wälzen, um heruszubekommen, wer wann was liefern durfte. {kratz}
Vielleicht gab es ja mehrere Hersteller, die parallel produzierten.


http://wiki.w311.info/index.php?title=D ... t12-64.jpg
http://wiki.w311.info/index.php?title=D ... r-1962.jpg
Viele Grüße

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Re: Änderungsdokumentation: Heckleuchten W311

Ungelesener Beitragvon warti61 » Sonntag 19. Februar 2012, 21:26

Bei den gelb-weiß-gelben Rücklichtkappen der Fa. Hermel könnte es sich um einen Nachbau handel. Darauf könnte auch der Hinweis deuten, dass diese z.Zt. nicht an Lager sind.
Dies könnte sein, wenn man einfach die "falsche" vorlage zum Werkzeugbau benutzt hat.

Ich kenne die Leuchten mit "M Ruhla" auch nur als die frühe Version. Ich habe neue, originalverpackte aus Dez. '62 liegen und die sind auch mit FER Schrift an allen Teilen versehen.

An einem originalen 311er Coupé aus Juli '58 sind diese "M-Ruhla" Rückleuchten noch dran. An einer originalen Limousine aus März '59 schon nicht mehr. Interessant ist auch, dass bei dieser '59iger Limousine auch bereits die neueren Rücklichtrahmen verbaut sind (und diese laut 1. Vorbesitzer) auch ab Werk dran waren.

Grüße, warti61

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Re: Änderungsdokumentation: Heckleuchten W311

Ungelesener Beitragvon Mossi » Sonntag 19. Februar 2012, 22:29

Die kamen immer von FER nur hieß die Fahrzeug Elektrik Ruhla damals nur Ruhla ;)

Kennzeichnungspflicht für Anbauteile gibts erst seit Ende der 50er......
Seitenneigung ist kein Zeichen von Fahrunsicherheit!


Seine Freunde nennen ihn Mossi, seine Gegner sprechen nur vom "dicken Typ mit der Zigarre".

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Re: Änderungsdokumentation: Heckleuchten W311

Ungelesener Beitragvon carsten » Dienstag 21. Februar 2012, 09:06

Mossi hat geschrieben:Die kamen immer von FER nur hieß die Fahrzeug Elektrik Ruhla damals nur Ruhla ;)


Ich glaube, dass ist nicht so ganz richtig.

Im ETK 3. Auflage Stichtag 01.10.1956 ist aufgeführt, dass die Rückleuchten nicht von FER, sondern vom
VEB Auto- und Fahrradelektrik Eisenach stammen.


DSC_0781[1].jpg
DSC_0790[2].jpg


Im ETK 5. Auflage Stichtag 31.05.1959 ist aufgeführt, stammen die Rückleuchten dann allerdings von FER.

Leider fehlt mir die 4. Auflage und in den Nachträgen zur 3. Auflage finde ich keine Änderungen, so dass nicht klar ist,
ab wann die Änderung umgesetzt wurde.


Die Bestellnummern der Heckleuchte (alt) blieben immer gleich 311 0 25 002 2

Die Nummer des Zulieferers beginnt mit

IKA 8520.3 Aufa (01.10.1956)

und wird dann

IKA FER 8520.3/1 (31.05.1959)



Die Bestellnummern der Heckleuchte wurde 311 0 25 002 0

Die Nummer des Zulieferers beginnt mit

IKA FER 8520.3/1 (31.12.1961)



Die Bestellnummern der Heckleuchte wurde 311 0 25 002 1

Die Nummer des Zulieferers beginnt mit

IKA FER 8520.3/6-1 (01.02.1962) gelb/weiß/gelb (ab 62 2090)


IKA FER 8520.3-8 (01.02.1963)

Leider sind da noch einige Lücken zu schließen. Vielleicht kann ja der eine oder andere mal in einer der fehlenden Quellen nachschlagen und ergänzen.


Hier mal die Bilder der ETKs dazu

http://www.die-besten.de/wartburg/bilde ... thumb.html
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Carsten

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Re: Änderungsdokumentation: Heckleuchten W311

Ungelesener Beitragvon Mossi » Dienstag 21. Februar 2012, 10:37

Wir sehen uns dem Problem ausgesetzt, das damals bei der Zusammenlegung / Ausrichtung innerhalb von IKA hin- und hergeschoben wurde, das Zuständigkeiten geändert wurden und Betriebsteile anderen zugeschlagen und untergehängt wurden.

Da die Kombinats- bzw. Großbetriebsbildung ja zum Ende der 50er forciert wurde, würde sich das genau decken.

Letztendlich sagt die Schlüsselnummer ja noch am ehesten was über Verwendungszweck und Version aus - weniger über den Hersteller, da genormtes Teil.

Und auch die Prüfzeichen waren zwar Anfangs der 50er nicht sonderlich populär, wurde aber eben später immer wichtiger.
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Seine Freunde nennen ihn Mossi, seine Gegner sprechen nur vom "dicken Typ mit der Zigarre".

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Re: Änderungsdokumentation: Heckleuchten W311

Ungelesener Beitragvon carsten » Dienstag 21. Februar 2012, 11:41

Hier mal eine Interessante Seite zu dem Thema:

http://ddr-fahrradwiki.bplaced.net/inde ... FA#IKA_AFE

"Im Jahr 1958 fusionierten die volkseigenen Betriebe AUFA und Elektrische Fahrzeugausrüstung Ruhla (EFR) zum VEB Fahrzeugelektrik Ruhla (FER)."


http://ddr-fahrradwiki.bplaced.net/inde ... le=M_Ruhla

"Metallverarbeitender Betrieb. Am 1. Januar 1969 wurde der Betrieb in das Kombinat VEB Fahrzeugelektrik Ruhla als Werk Ruhla II eingegliedert."


http://ddr-fahrradwiki.bplaced.net/index.php?title=FER

"1958 wurde es mit anderen Betrieben zu einem Volkseigenen Betrieb unter dem Namen VEB Fahrzeugelektrik Ruhla zusammengeschlossen, der später auch Stammbetrieb des gleichnamigen Kombinats wurde, zu dem noch eine Vielzahl kleinerer Unternehmen gehörte."

http://www.fer.de/index.php?id=247
http://www.radiomuseum.org/forum/aus_de ... ichte.html

Das dürfte also bedeuten, dass die Rückleuchten ohne Logo bis 1958 vom VEB Aufa gefertigt wurden. (Oben die Variante 1)

http://www.eisenach.de/Detailansicht-Pr ... ews%5D=519


@ Martin: Oh Oh 20 Meter Akten nur vom FER :twisted:
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Re: Änderungsdokumentation: Heckleuchten W311

Ungelesener Beitragvon Martin Rapp » Dienstag 21. Februar 2012, 11:54

carsten hat geschrieben:...@ Martin: Oh Oh 20 Meter Akten nur vom FER :twisted:

Nah das wird interessant :smile:

Zu IKA, EFR und FER haben wir auch schon was im Wiki unter:
http://wiki.w311.info/index.php?title=Z ... 29_.5B9.5D
Viele Logos hat das DDR-Fahrradwiki nämlich z.B. aus unserem Wiki. :razz:

Gruß Maddin

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Re: Änderungsdokumentation: Heckleuchten W311

Ungelesener Beitragvon carsten » Dienstag 21. Februar 2012, 13:10

carsten hat geschrieben:gelb - weiß -gelb

gibt es hier mit Detailfotos

http://oldtimer-ersatzteile-hermel.de/p ... 14%29.html


In der Bucht ist auch gerade ein gelb/weiß/gelbes paar mit dem runden Logo.

http://www.ebay.de/itm/Wartburg-311-312 ... 3036908630
Viele Grüße

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Re: Änderungsdokumentation: Heckleuchten W311

Ungelesener Beitragvon carsten » Dienstag 21. Februar 2012, 13:50

Möglich wäre also, dass die Variante mit dem FER Logo die letzte Evolutionsstufe der Schiffchenleuchten ist (müsste dann an Position 5) rücken.

Eventuell sind die auch für die Ersatzteilproduktion (besonders auch ins Ausland) erforderlich gewesen, um die dortigen Zulassungsbestimmungen bezüglich der Beleuchtung zu erfüllen.

Durch die Rückkehr zu den alten Farben konnte auch auf das Farbröhrchen verzichtet werden. Die Ersatzteilversogung wäre damit leichter und für alle Fahrzeuge bis 1956 gegeben, da Leuchten (und Gläser) abwärtskompatibel sind.

Das Nachfolgemodell mit den neuen (NichtMehrSchiffchen)Leuchten hat ja die Farben gelb/rot/gelb.

Und diese Teile wurden in der Farbkombination bis zum 312er verbaut und kamen auch bei den 312ern zum Einsatz (bis zum Schluss ?)?

Bis zur Wende waren aber beim Großteil aller Wartburgs die Original-Rückleuchten gegen die (NichtMehrSchiffchen)Leuchten in der Farbkombination gelb/rot/rot getauscht. Ich muss gestehen, ich habe mich so an diese Farbkombination gewöhnt, dass ich bei den Kombinationen gelb/weiß/gelb und gelb/rot/gelb immer noch seltsam finde :D .
Viele Grüße

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Re: Änderungsdokumentation: Heckleuchten W311

Ungelesener Beitragvon carsten » Dienstag 21. Februar 2012, 17:16

Hier sind die Leuchten mal aus meinem Bestand.

K1600_IMG_9277.JPG


(Hätte ich gewuss, dass ich davon ein Foto habe, hätte ich das schon eher mal hochgeladen). {geschwärzt}

Da ich die schon seit ca. 20 Jahren hüte können wir eine Nachfertigung ausschließen.

Sind allerdings im falschen Karton (zumindest die rechte), warum ?? Keine Ahnung, war schon immer so (seit ich sie habe)

Mehr Fotos habe ich bei Schuppenaufräumen davon leider nicht gemacht, kann ich aber ja noch nachholen.

Die Kennung der Gläser ist auf dem Originalbild erkennbar auch vorhanden:

12:1
12:2
12:3

Wobei 12:1 nicht zu erkennen ist.

K1600_IMG_9278.JPG

Und eine Einbauanleitung für die Nachfolgeleuchte ist auch noch mit dabei.
Viele Grüße

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Re: Änderungsdokumentation: Heckleuchten W311

Ungelesener Beitragvon BB » Sonntag 1. April 2012, 13:48

Hallo,

Dreielferschrauber hat geschrieben:Vom Unterteil selbst kenne ich nur diese eine Variante:
Der Dateianhang Schiffchenrückleuchten_Unterteil_1.jpg existiert nicht mehr.

Der Dateianhang Schiffchenrückleuchten_Unterteil_2.jpg existiert nicht mehr.

Und die Kennzeichnung, hier mit "M" wie MeWa Ruhla. Die "61" könnte das Herstellungsjahr sein.
Der Dateianhang Schiffchenrückleuchten_Unterteil_3.jpg existiert nicht mehr.


dann will ich mal noch die andere Variante ergänzen:

Kennzeichnung Aufa, Herstellungsjahr 1957

w1.jpg


w2.jpg


w3.jpg


Viele Grüße

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Re: Änderungsdokumentation: Heckleuchten W311

Ungelesener Beitragvon Dreielferschrauber » Samstag 28. Dezember 2013, 22:11

Der Vollständigkeit halber sollte hier noch ein Bild der ab Anfang 1963 eingesetzten Rückleuchten 8520.3/8 eingefügt werden. Bei der Recherche in der Garage und der vorliegenden Literatur haben sich aber doch wieder einige interessante Details gezeigt, die die Geschichte etwas länger werden lassen.

Eingesetzt wurden die neuen Leuchten 8520.3/8 mit Farbabstufung Gelb - rot - gelb ab 02.Januar 1963 mit Fahrgestellnummer 63 5861
Rückleuchte_komplett_O_R_O.jpg

Interessant auch der damals auch noch in der DDR übliche Schriftzug "Made in Germany".
Leuchtenunterteil_Chrom_Kennzeichnung_alt.jpg


Was es später auch gab ist das Chromunterteil mit mittlerer Fassung (Schlusslicht) für eine Kugellampe statt der bis dahin üblichen Soffitte und 21W Lampen statt bis dahin 15W.
Hier der direkte Vergleich:
Leuchtenunterteile_Chrom_Vergleich.jpg

Leuchtenunterteil_Chrom_Kennzeichnung_neu.jpg

Oben: altes Unterteil 8520.2/8
Unten: neues Unterteil 8520.24, hier mit DDR-Kennzeichnung. Durfte oder wollte man "Made in Germany" nicht mehr verwenden?
Wann wurde die Änderung der Unterteile eingeführt? Im WHIMS, 3.Auflage ist angegeben, daß beim 353er im Januar 1971 auf 21W Kugellampen umgestellt wurde, um internationalen ECE Bestimmungen zu genügen. Etwa in diese Zeit dürfte dann auch die Änderung der 311er Leuchtenunterteile fallen, wobei dies dann nur noch den Barkas und die Ersatzteilproduktion betraf. Das hier fotografierte Unterteil ist 1974 hergestellt, das würde dazu passen.

Noch ein Blick auf das gelb-rot-gelbe Leuchtenglas:
Leichte Unterschiede in der Farbe, möglicherweise auch durch Jahrzehnte Sonneneinstrahlung:
Leuchtenkappen_O_R_O.jpg

Und die Kennzeichnung (nur im Blinkerglas)
Leuchtenkappen_O_R_O_Kennzeichnung.jpg


Ein AKA-Prospekt von 1975 gibt zur nächsten Änderung Auskunft:
AKA_Prospekt_1.jpg

AKA_Prospekt_2.jpg

Links noch das Leuchtenglas in gelb-rot-gelb (wohl ein altes Foto), rechts am Barkas montiert ist schon das neue Leuchtenglas in rot-rot-gelb. Die Bezeichnung der Leuchte ist nach wie vor 8520.24 und das Unterteil verchromt.
Die Umstellung der Leuchtenglasfarbe auf rot-rot-gelb ist demnach etwa um 1975 erfolgt? Kann das jemand bestätigen?
Auch vom neuen Leuchtenglas gibt es mindestens 2 Varianten:
Leuchtenkappen_R_R_O.jpg

Mit Kennzeichnung wie bisher nur auf dem Blinkerglas und mit AKA-Symbol und Kennzeichnung auf allen 3 Gläsern:
Leuchtenkappe_R_R_O_Kennzeichnung_Neu.JPG


Zum Schluss noch ein Bild der letzten Ausführung der Unterteile. Schwarzer Kunststoff, dem Zeitgeschmack angepasst und stark kostenoptimiert.
Leuchtenunterteil_Schwarz.jpg


Wenn meine Recherchen soweit stimmen, gab es bis zum Ende der 311/312er Bauzeit die Rückleuchtenunterteile in verchromt mit mittiger Soffitte und 15W Kugellampen für Brems- und Blinklicht, dazu das Leuchtenglas in gelb-rot-gelb.

Eine Besonderheit kann ich noch nicht zordnen. Komplett gelbe (oder orangefarbene, wie man´s nimmt) Leuchtengläser:
Leuchtenkappen_Orange.jpg

Wo gehören die denn hin?


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