312 Die Frage nach der richtigen Nummer (zusammengeführt)

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Wartburgbauer
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Re: 312 Die Frage nach der richtigen Nummer (zusammengeführt

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Samstag 23. März 2013, 21:29

Mossi hat geschrieben:"...Ich denke, man fährt mit der Benennung 311, 311-1000 und 312 nicht sonderlich verkehrt. Sofern die böse Schrägstrichformulierung 312 + irgendwas nicht fällt. Danach weiß meistens keiner mehr, worum es geht.... spätestens wenn ich sage, ich habe einen 312-108 kuckt der bewanderte Besserwisser immer komisch....


312 Limo deluxe mit SSD. Schon von der selteneren Sorte... {eyedisco} {beifall}

Grünau. So sehe ich das auch.

Andere Vermutung für die Ursache des Zurückziehens der "312" 1963 (falls das so geschah):

Kein Entwicklungsauftrag, Rüge aus Berlin, warum gleich ein neues Auto draus geworden ist? -nixwissen-
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Erfahrung mit 312 Restaurierung in Ungarn

Ungelesener Beitragvon 353-Heinz » Montag 29. September 2014, 23:01

Mattse hat geschrieben:Die Rückleuchten sollten mit Chromrand-Unterteil und die "Gläser" in den Farben gelb-rot-gelb sein.
Den Schriftzug "312" gab es bereits mit Einführung des 1000ccm Motors im Jan. ´62. Dies wurde ziemlich genau ein Jahr später in "1000" (Wartburg 311-1000) geändert!

Nein. Da hatten alle noch 311.
Typ-312 und Motor 312 sind zwei paar Schuhe.

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Re: Erfahrung mit 312 Restaurierung in Ungarn

Ungelesener Beitragvon 353-Heinz » Montag 29. September 2014, 23:02

Mattse hat geschrieben:
Wartburg-37073 hat geschrieben:Heißt das also, dass der 'eigentliche 312', also Bj.65 und 66 niemals den Schriftzug '312' trug, sondern den Schriftzug '1000'? Und nur der 311 (Typ 312) kurz in den Jahren 62 und63?

Genau DAS! Nachzulesen: u.a.: Ihling- "Autos aus Eisenach", Schrader-Motor-Chronik "Wartburg 311-312", Lisse "Fahrzeuglexikon-Wartburg". In dem Buch "Wartburg 311 ´56-´66 von Michael Stück, schreibt er von einer "voreiligen Typenbezeichnung" als Wartburg 312. Auch ist darin ein Prospekt von ´62 mit der Bezeichnung Wartburg 312 abgebildet.
Ich glaube auch, das dazu in "Plaste Blech und Planwirtschaft" etwas geschrieben steht. Desweiteren, das die Vorstellung des Wartburg mit 1000er Motor, 1962 zur Leipziger Frühjahrsmesse, als Wartburg 312 erfolgte. Dies müsste also auch in den entsprechenden Publikationen z.B. "Der deutsche Straßenverkehr" des Jahres zu lesen sein.
Ob der 312 ab Bj. ´65 überhaupt mal den Schriftzug "312" ab Werk erhalten hat -nixwissen-
Übrigens, auch der 353 trug in den ersten Jahren noch den Schriftzug "Wartburg 1000".

Der Prospekt war ein Fehldruck.

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Re: Erfahrung mit 312 Restaurierung in Ungarn

Ungelesener Beitragvon carsten » Dienstag 30. September 2014, 00:59

353-Heinz hat geschrieben:
Mattse hat geschrieben:
Wartburg-37073 hat geschrieben:Heißt das also, dass der 'eigentliche 312', also Bj.65 und 66 niemals den Schriftzug '312' trug, sondern den Schriftzug '1000'? Und nur der 311 (Typ 312) kurz in den Jahren 62 und63?

Genau DAS! Nachzulesen: u.a.: Ihling- "Autos aus Eisenach", Schrader-Motor-Chronik "Wartburg 311-312", Lisse "Fahrzeuglexikon-Wartburg". In dem Buch "Wartburg 311 ´56-´66 von Michael Stück, schreibt er von einer "voreiligen Typenbezeichnung" als Wartburg 312. Auch ist darin ein Prospekt von ´62 mit der Bezeichnung Wartburg 312 abgebildet.
Ich glaube auch, das dazu in "Plaste Blech und Planwirtschaft" etwas geschrieben steht. Desweiteren, das die Vorstellung des Wartburg mit 1000er Motor, 1962 zur Leipziger Frühjahrsmesse, als Wartburg 312 erfolgte. Dies müsste also auch in den entsprechenden Publikationen z.B. "Der deutsche Straßenverkehr" des Jahres zu lesen sein.
Ob der 312 ab Bj. ´65 überhaupt mal den Schriftzug "312" ab Werk erhalten hat -nixwissen-
Übrigens, auch der 353 trug in den ersten Jahren noch den Schriftzug "Wartburg 1000".

Der Prospekt war ein Fehldruck.


Ich kann mir nicht vorstellen, dass DREI (bzw. vier) Fehldrucke durchgerutscht sind, zumal Prospekte auch in den Führungsetagen gern konsumiert werden. {kratz}

Zum 312 gibt es (mindestens) die

- Presseinformation des AWE von 1962, (Material für die Berichtersattung in der explizit auf den neuen Wartburg 312 hingewiesen wird). - Siehe auch Thread viewtopic.php?f=8&t=14342#p151889

- Den Prospekt für die Limousinen http://www.die-besten.de/wartburg/prosp ... n-62er.htm

- Den den Prospekt für die Sondertypen http://www.die-besten.de/wartburg/prosp ... n-62er.htm

- Und dann noch eine neuere Version von diesem Prospekt , der mit den folgenden Seiten neu aufgelegt wurde.

IMG_9615.JPG
IMG_9618.JPG
IMG_9621.JPG


....und aller Wahrscheinlichkeit nach gibt es dazu auch den passenden Sondermodell-Prospekt

Dies alles spricht gerade nicht für einen Fehldruck oder ein Versehen, da auf zwei Messen (Herbst 61- mit Presseinformation und dem abgebildeten Prospekt und Frühjahr 62 mit den o.g. 312 Prospekten) der Wartburg mit dem Namen 312 der Öffentlichkeit präsentiert wurde.
Viele Grüße

Carsten

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Re: Erfahrung mit 312 Restaurierung in Ungarn

Ungelesener Beitragvon 353-Heinz » Dienstag 30. September 2014, 06:14

Ist aber so. Es gab auch einen kleinen Beitrag dazu im "Motor". Die Zeichnungen haben auch alle die Nummer "311" und eben nicht "312" Der 312er kam erst 1965 und bezeichnet ausschliesslich den Zwischentyp 312 bzw. Wartburg 1000, Modell 312.

Allerdings gab es im Zeitraum 1969 - 1962 wahrscheinlich ein weiteres Projekt 312, welches mit dem bekanntem 312 nichts zu tun hat.
Einfach Abwarten, die Dokumente tauchen sicher noch einmal auf, wenn weitere Dokumente für das Wiki gescannt werden.

Übrigens: der Typ steht auch auf der Plakette im Motorraum. Auch da steht "311".

Im "Motor" las man 1962 vom 311er mit 1000er Motor oder 311er mit Motor 312.

Im Gegenzug heissen die 353 mit Getriebe 312 auch nicht Wartburg 312.

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Re: Erfahrung mit 312 Restaurierung in Ungarn

Ungelesener Beitragvon Wartburg-37073 » Dienstag 30. September 2014, 07:51

353-Heinz hat geschrieben:
Mattse hat geschrieben:Die Rückleuchten sollten mit Chromrand-Unterteil und die "Gläser" in den Farben gelb-rot-gelb sein.
Den Schriftzug "312" gab es bereits mit Einführung des 1000ccm Motors im Jan. ´62. Dies wurde ziemlich genau ein Jahr später in "1000" (Wartburg 311-1000) geändert!

Nein. Da hatten alle noch 311.
Typ-312 und Motor 312 sind zwei paar Schuhe.


Zunächst Danke, Andi und Tobias, für die freundlichen Glückwünsche. :smile: :smile: :smile:

Der gegenwärtig befestigte Schriftzug 1000 ist nach meinem Kenntnisstand für den 312 der Richtige. Mir sind keine Unterlagen bekannt, die das Gegenteil beweisen.
Ob irgendwann mal der Schriftzug 312 an einem 311er vorübergehend angebracht, kann ich nur mit Nichtwissen verneinen.
Ich finde aber die Diskussion, warum wurde dieser Schriftzug mal hergestellt wurde, durchaus interessant.
Ich kenne mittlerweile 4 Theorien, allerdings alle bisher unbewiesen. {kratz}

Das gute Stück ist auch noch nicht ganz fertig. Es müßten noch Tacho/Kombi-Instrument und der mittlerweile gefundene Exportgrill samt Blinkerunterlagen getauscht werden.

Die erwähnten Rückleuchten müßten wohl gelb-rot-gelb sein. Das würde ich noch ändern, habe aber bisher noch keine guten gefunden.
Es hat aber keine Eile.
Wer welche loswerden möchte, ich freue mich über wohlmeinende Angebote per PN. {blinzel}
.

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Re: Erfahrung mit 312 Restaurierung in Ungarn

Ungelesener Beitragvon 353-Heinz » Dienstag 30. September 2014, 08:06

Eventuell gabs wegen dem Schriftzug keine Einigkeit und man wollte für alle Fälle beide Varianten in Petto haben? Es gibt ja auch die 1300er Schilder für die 1.3er Protoytypen, die eigentlich schon aus der Zeit von 1978 stammen, als der 353W mit 1,3 und 1,4 Liter Motor von Renault kommen sollten.

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Re: Erfahrung mit 312 Restaurierung in Ungarn

Ungelesener Beitragvon carsten » Dienstag 30. September 2014, 10:05

353-Heinz hat geschrieben:Ist aber so. Es gab auch einen kleinen Beitrag dazu im "Motor". .


Das ist spannend, da wäre natürlich der genaue Text interessant und warum, wann von wem dieser verfasst wurde und auf welche Quellen er sich bezieht. :smile: :smile:

353-Heinz hat geschrieben:Die Zeichnungen haben auch alle die Nummer "311" und eben nicht "312"


Ersatzteilnummern wurden soweit ich das aus den Ersatzteilkatalogen sehe nicht angepasst.
So gibt es auch im 311 und auch im 312 (also dem mit Schraubenfedern) reichlich Teile mit 309er Nummer.

Zeichnungen werden ja üblicherweise vor der Fertigung erstellt. Die Entscheidung den Wartburg mit dem 312er Motor als neues Modell einzuführen könnte demnach erst später erfolgt sein.

Der 312er kam erst 1965 und bezeichnet ausschliesslich den Zwischentyp 312 bzw. Wartburg 1000, Modell 312.

Das sehe ich ähnlich. Für mich ist der schraubengefederte 311 der Wartburg 312. Trotzdem dokumentieren die Druckerzeugnisse, dass der Wartburg 311 mit mit neuem Motor als Wartburg Typ 312 auf zwei Messen vorgestellt wurde. Warum man diese Namensgebung fallengelassen hat, darüber wurde ja schon mal philosophiert.


353-Heinz hat geschrieben:Im "Motor" las man 1962 vom 311er mit 1000er Motor oder 311er mit Motor 312.


Auch hier wäre die Zeit relevant, da der als 312 eingeführte Wartburg zur Herbstmesse als Wartburg 1000 präsentiert wurde.



353-Heinz hat geschrieben:Übrigens: der Typ steht auch auf der Plakette im Motorraum. Auch da steht "311".

So wie es auch im Brief vermerkt ist. :smile:

Einen Karosserietyp mit unterschiedlichen Motoren als unterschiedliche Modelle auf den Markt zu bringen und zu bewerben ist schon damals üblich gewesen, auch wenn die Karosserie die gleiche bleibt. In der Regel griff/greift man dabei auch den Hubraum zur Namensfindung zurück. Daher war die Bezeichnung 312 nicht wirklich geschickt gewählt.


353-Heinz hat geschrieben:Im Gegenzug heissen die 353 mit Getriebe 312 auch nicht Wartburg 312.

Würde auch wenig Sinn ergeben {kratz}


353-Heinz hat geschrieben:Einfach Abwarten, die Dokumente tauchen sicher noch einmal auf, wenn weitere Dokumente für das Wiki gescannt werden.

Ja, das wäre sehr schön, aber bis dahin muss man sich an die vorhandenen und erschlossenen Quellen halten. Und nach diesen halte ich die Aussage "Fehldruck" für falsch. -nixwissen- [Bier]

Ergänzend möchte ich noch hinzufügen, dass mir keine Richtigsstellung nach der Vorstellung des Wartburg 1000 als Wartburg 312 in der Presse bekannt geworden ist. Die wäre jedoch bei fehlerhafter Berichterstattung sicher zu erwarten gewesen.

Ferner waren die Eisenacher bei den Prospekten recht gründlich. So gibt es Prospekte in denen von Hand die technischen Daten durch überkleben korrigiert wurden. Darüberhinaus gibt es Prospekte, die durch Überdrucken von Texten aktualisiert/korrigiert worden sind.
Viele Grüße

Carsten

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Re: Erfahrung mit 312 Restaurierung in Ungarn

Ungelesener Beitragvon 353-Heinz » Dienstag 30. September 2014, 13:16

Ich glaube mich erninnern zu können, dass da was stand von "etwas voreilig..." u.s.w.
Werde ich sicher irgendwann finden.

Fakt ist:
Die Fahrzeuge mit Blattfedern sind eindeutig mit Plakette im Motorraum als 311 gekennzeichent und ausserdem so zugelassen.
Die Fahrzeuge mit Schraubenfedern sind eindeutig mit Plakette im Motorraum als 312 gekennzeichent und ausserdem so zugelassen.

312/0 versus 312/1:
Der Typenschlüssel wurde da bereits vereinfacht. Die "0" war als führende Ziffer im zweiten Zahlenblock nicht mehr dabei.

Was die Marketingabteilung macht, ist letzendlich egal.

Beispiele zu vergleichbaren Dingen:

Die MDD MD-80 ist zulassungstechnisch eine DC-9-80.

Der EC-145 (Hubschrauber) ist weiterhin ein BK-117-C2.

Oder:

Die 747-300 war am Ende ihrer Fertigungszeit mit den Triebwerken der Nachfolgeversion 747-400 zu erhalten. Trotzdem blieb es eine 747-300.


Übrigens hätte der Wartburg 353W mit Motor BM-234 auch nicht Wartburg 234 geheissen, sondern weiter Wartburg 353W.
Der Typ 1.3 ist dann wieder Marketing, laut Plakette ein 353.


Übrigens: Herr I. bezeichnet auch den Kübelwagen als Wartburg 400. Auch das ist falsch. Der Kübel ist 353 Sonderaufbau und korrekt Wartburg 353-400. Untertyp -400 wurde meines Wissens nie mit weiteren Ziffern hinter der 4 ausgeliefert, sicher aus Geheimhaltungsgründen oder weil die verhältnismässig kleinen Baulose den Aufwand nicht rechtfertigten.

Vom echten Wartburg 400 bzw. Typ 400 gabs es meines Wissens nach nur Zeichnungen.
Ein Modell habe zumindest ich nie gesehen.

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Re: Erfahrung mit 312 Restaurierung in Ungarn

Ungelesener Beitragvon carsten » Dienstag 30. September 2014, 14:32

353-Heinz hat geschrieben:Ich glaube mich erninnern zu können, dass da was stand von "etwas voreilig..." u.s.w.
Werde ich sicher irgendwann finden.

Fakt ist:
Die Fahrzeuge mit Blattfedern sind eindeutig mit Plakette im Motorraum als 311 gekennzeichent und ausserdem so zugelassen.
Die Fahrzeuge mit Schraubenfedern sind eindeutig mit Plakette im Motorraum als 312 gekennzeichent und ausserdem so zugelassen

Was die Marketingabteilung macht, ist letzendlich egal.


Ich sehe das ganz ähnlich. Für mich sind die 311er mit 1000er Motor keine 312er im heute gebräuchlichen Sinne.

Das die Namensvergebung 312 voreilig war, daraus lässt sich aus der Abkehr von dieser Bezeichnug schließen.

Was die Marketingabteilung macht ist aber meiner Meinung nach in keiner Weise egal. Diese handelt normalerweise im Auftrage und für den Vertrieb. Das die Marketingabteilung eigenmächtig die Entscheidung über die Namensgebung trifft halte ich für extrem unwahrscheinlich.

Fakt ist:
Der modernisierte Wartburg des Baujahre 1962 wurde auf der Herbstmesse 1961 als Wartburg Typ 312 vorgestellt/beworben.
Dies wurde beibehalten bis einschließlich der Frühjahrsmesse 1962.

Fakt ist auch, dass danach die Bezeichnung 312 für den Wartburg 311 1000 fallengelassen wurde.

Und zu guter letzt wurde der Schraubenfeder 311er ebenfalls als 312 eingeführt. Dieses mal wurde jedoch die Bezeichung beibehalten und ist auch nachvollziehbarer, da es sich auf Grund der zahlreichen Änderungen um ein nahezu völlig anderes Fahrzeug (mit dem optischen Erscheinungsbild des 311) handelt.
Viele Grüße

Carsten

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Ungelesener Beitragvon majo » Dienstag 30. September 2014, 16:32

353-Heinz hat geschrieben: ...


..... Der Kübel ist 353 Sonderaufbau und korrekt Wartburg 353-400. Untertyp -400 wurde meines Wissens nie mit weiteren Ziffern hinter der 4 ausgeliefert, sicher aus Geheimhaltungsgründen oder weil die verhältnismässig kleinen Baulose den Aufwand nicht rechtfertigten.
....


Das Ihlingens Horst ooch nicht alles weeß, ist ja mittlerweile bekannt. ... aaaaaaber der Untertyp 400 bezeichnete doch auch die Werks-Rennfahrzeuge alá Rallye. Es bedeutete in erster Linie ein stabileres Fahrwerk mit stärkeren Stoßdämpfern, Stabis und Unterfahrschutz. Und der 353-412 war bis 1979 die Limo für Sonderbedarfsträger der bewaffneten Organe ( MdI, MfS ). Somit wurde hinter der 4 doch weiter gemacht.
Wir, die guten Willens sind, geführt von Ahnungslosen, versuchen für die Undankbaren das Unmögliche zu vollbringen! Wir haben so viel mit so wenig, so lange versucht, daß wir jetzt qualifiziert genug sind fast alles mit nichts zu bewerkstelligen!


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