60 Jahre Wartburg - in der Oldtimer Markt

Museen und Ausstellungen, Links und Internet-Fundstücke, Werkstatterfahrungen, Werkstattsuche

Moderator: ZWF-Adminis

Benutzeravatar
carsten
Abschmiernippel
Beiträge: 3191
Registriert: Dienstag 7. Juli 2009, 18:46
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg 311 Coupe Baujahr 1959
Wartburg 311 Kombi Baujahr 1962
Campifix Baujahr 1963
MZ ES 150 Baujahr 1969
Mazda 121 db Bj. 1991 (verkauft)
BMW E36 TC4 Bj. 1993/1994
Wohnort: Hamburg
Kontaktdaten:

60 Jahre Wartburg - in der Oldtimer Markt

Ungelesener Beitragvon carsten » Freitag 26. Februar 2016, 08:50

Aktuell in der Oldtimer Markt ein Artikel zum 60.

http://www.oldtimer-markt.de/sites/defa ... 0316_g.png
Viele Grüße

Carsten

Moderne Technik macht das Leben schön einfach, aber mein Wartburg macht das Leben einfach schön !

EMST
Ventileinsatzputzer
Beiträge: 182
Registriert: Freitag 28. August 2015, 13:47
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg 1.3 Tourist

Re: 60 Jahre Wartburg - in der Oldtimer Markt

Ungelesener Beitragvon EMST » Freitag 26. Februar 2016, 15:21

Wobei der Titel genau lautet : 60 Jahre Wartburg 311 Traumauto Ost

berlintourist
Haubenstütze
Beiträge: 471
Registriert: Samstag 23. August 2014, 23:24
Mein(e) Fahrzeug(e): 314 eckfrontcabriokombicoupé

Re: 60 Jahre Wartburg - in der Oldtimer Markt

Ungelesener Beitragvon berlintourist » Freitag 26. Februar 2016, 16:19

EMST hat geschrieben:Wobei der Titel genau lautet : 60 Jahre Wartburg 311 Traumauto Ost


nun ja, nimmt man 50 jahre 353 dazu sind es zusammen schon 110 .. :razz:

:-|

EMST
Ventileinsatzputzer
Beiträge: 182
Registriert: Freitag 28. August 2015, 13:47
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg 1.3 Tourist

Re: 60 Jahre Wartburg - in der Oldtimer Markt

Ungelesener Beitragvon EMST » Samstag 27. Februar 2016, 01:49

und die 28 Jahre Wartburg 1.3 nicht vergessen, bin ich bei 138 Jahren :D

Benutzeravatar
Friesentrabi
Ventileinsatzputzer
Beiträge: 164
Registriert: Donnerstag 2. April 2015, 20:08
Mein(e) Fahrzeug(e): Trabant 601 dL , EZ 1/90, Wartburg 353S, EZ 9/88, Camptourist CT 6-2, EZ 7/83

Re: 60 Jahre Wartburg - in der Oldtimer Markt

Ungelesener Beitragvon Friesentrabi » Sonntag 27. November 2016, 13:11

Und hier mal was zum 50. Jubiliäum vom 353er:

In der aktuellen Ausgabe 12/16 der Oldtimer-Markt ist ein absolut lesenswerter und schön illustrierter Artikel zum Thema 50 Jahre Wartburg 353. Naja, eigentlich sinds zwei. Erst kommt nämlich ein Reisebericht des Herrn Dirk Steffens, in dem er eine sommerliche Tour mit einem Wartburg 353 W (BJ 75) durch Sachsen an der Mulde entlang beschreibt. Fand ich schon mal sehr schön, da dieses schöne BL in der letzten Zeit viel zu einseitig betrachtet in schlechter Presse stand. Überlege schon, ob ich nächstes Jahr nicht auch mal einen kleinen Urlaub mit dem Otto im schönen Sachsen verbringe.

Der 2. Artikel befasst sich kurz aber informativ mit der Entwicklung des 353. Für den geneigten Liebhaber evt. ein wenig zu straff aber um dieses Fahrzeug vlt. auch mal mehr bekannt zu machen und andere dafür zu interessieren genau richtig dosiert. Ich liebe die klare und einfache Form des 353ers. Da hab ich bei trockenem Wetter gleich nochmal den Otto aus der Garage geholt und eine kleine Tour gemacht (die ersten 1000 km mit dem neuen Motor sind fast erfüllt). Und er durfte zu Hause im Carport übernachten.

Im ersten Artikel hab ich mich allerdings darüber gewundert, dass da in einem Kästchen steht: "1:33 lautet das Mischungsverhältnis von Öl zu Kraftstoff beim 2-taktenden Wartburg 353". Der Autor beschreibt dabei auch im Text, dass er sein Tourfahrzeug BJ 75 mit 1:33 tankte. Kann ja sein, dass der Motor dieses W's keine Nadellagerung hatte. Aber die grundsätzliche Aussage ist natürlich nicht richtig: Nadellager gabs ab 1973 - dann ist mit 1:50 zu betanken.
Bild

Benutzeravatar
Mossi
Abschmiernippel
Beiträge: 1652
Registriert: Donnerstag 9. Februar 2006, 19:50
Mein(e) Fahrzeug(e): viele
Wohnort: DichtBeiRostock - jetzt neu: LRO

Re: 60 Jahre Wartburg - in der Oldtimer Markt

Ungelesener Beitragvon Mossi » Mittwoch 30. November 2016, 11:36

33,3:1 ist natürlich totaler Quatsch!

Der Kenner fährt natürlich 25:1. Gute Schmierung ist das Allerwichtigste!

Unter uns: EInfahren würde ich selbst den Frontkühler auf den ersten 5000 km natürlich nur mit 20:1 (sicher ist sicher)......
Seitenneigung ist kein Zeichen von Fahrunsicherheit!


Seine Freunde nennen ihn Mossi, seine Gegner sprechen nur vom "dicken Typ mit der Zigarre".

Benutzeravatar
coolmodie
WHIMS-Student
Beiträge: 1425
Registriert: Donnerstag 9. August 2007, 21:05
Mein(e) Fahrzeug(e): 311, 2 x 353
Wohnort: berlin 90210

Re: 60 Jahre Wartburg - in der Oldtimer Markt

Ungelesener Beitragvon coolmodie » Mittwoch 30. November 2016, 12:41

{eyedisco} :shock: {top}
------------------- Klug war's nicht....Aber Geil! ------------------

Armut is so wiederlich........im Wartburg geht der Jikov nicht

Benutzeravatar
ffuchser
Verzinker
Beiträge: 357
Registriert: Mittwoch 29. März 2006, 20:29
Mein(e) Fahrzeug(e): W353 Limo Bj 69
A6 Avant 3.0TFSI Bj2012
Gruppe / Verein: IGWTB - Interessengemeinschaft Wartburg Trabant Barkas
Wohnort: Berlin

Re: 60 Jahre Wartburg - in der Oldtimer Markt

Ungelesener Beitragvon ffuchser » Mittwoch 30. November 2016, 15:16

1:33 :evil:

@Mossi {beifall}
Genetischer Wartburgfan

berlintourist
Haubenstütze
Beiträge: 471
Registriert: Samstag 23. August 2014, 23:24
Mein(e) Fahrzeug(e): 314 eckfrontcabriokombicoupé

Re: 60 Jahre Wartburg - in der Oldtimer Markt

Ungelesener Beitragvon berlintourist » Mittwoch 30. November 2016, 18:26

nun, aus heutiger fernsicht und mit der erfahrung des reifen alters lässt sich gut lästern.
ich kann mich aber durchaus an die endsiebziger entsinnen, da hat an der zapfsäule kaum mal einer den drehgriff
für die gemischumstellung von 1:33 geändert ...

Benutzeravatar
Mossi
Abschmiernippel
Beiträge: 1652
Registriert: Donnerstag 9. Februar 2006, 19:50
Mein(e) Fahrzeug(e): viele
Wohnort: DichtBeiRostock - jetzt neu: LRO

Re: 60 Jahre Wartburg - in der Oldtimer Markt

Ungelesener Beitragvon Mossi » Mittwoch 30. November 2016, 18:48

Es fehlt aber noch:

".......durch Neurerleistungen hinsichtlich der Zusammensetzung der Vormischkomponente und dem brüderlichen Kampf mit der Sowjetunion um eine höhere Qualität des Ölraffinates ließ sich da neue HyZet 1000XPlus erstmals in Konsistenz, Zusammensetzung und Fähigkeiten vom gemeinen Braunkohleteer unterscheiden....."
Seitenneigung ist kein Zeichen von Fahrunsicherheit!


Seine Freunde nennen ihn Mossi, seine Gegner sprechen nur vom "dicken Typ mit der Zigarre".

Benutzeravatar
bic
Abschmiernippel
Beiträge: 2145
Registriert: Mittwoch 20. Februar 2013, 07:23
Mein(e) Fahrzeug(e): diverse
Wohnort: Meddewade

Re: 60 Jahre Wartburg - in der Oldtimer Markt

Ungelesener Beitragvon bic » Mittwoch 30. November 2016, 19:01

Zitat aus der Zeitschrift "Der Deutsche Straßenverkehr" 03/ 1973, Seite 84 + 85"
(Alle Rechte beim Urheber)

Neues Mischungsverhältnis 1:50
Das alte Sprichwort „Wer gut schmiert, der gut fährt" mag zwar in vielen Fällen zutreffen, nicht aber bei der Schmierung des Zweitaktmotors. Der weitaus größte Teil aller Wartburg-Fahrer hielt sich zwar an das bisher vom Automobilwerk Eisenach vorgeschriebene Mischungsverhältnis 1:33, trotzdem sollen nach Aussagen der Tankwarte noch verschiedentlich Fahrer darauf bestehen, daß für „ihr" Fahrzeug bzw. für „ihren" Motor das Mischungsverhältnis 1:25 eingehalten wird. Daß sie dabei weder besser schmieren noch fahren, sich dafür aber erhöhte Rückstandsbildung an den Zündkerzen und im Motor (festgehende Kolbenringe) einhandeln, mögen die folgenden Ausführungen beweisen.

Vom Automobilwerk Eisenach wurde ab Januar 1973 für alle Motore der Baumuster 353-1, 353-0, 312-1 und 312-0 ab Motor-Nr. 64167 92, d.h., ab Baujahr April 1964 (Einführung des nadelgelagerten Kolbenbolzens im kleinen Pleuelauge) das Mischungsverhältnis (Öl/ Kraftstoff) 1:50 freigegeben. Dieser Freigabe gingen jahrelange Motorversuche voraus, die den Nachweis erbrachten, daß die Wartburg-Motoren grundsätzlich ohne Schaden bei verschiedenen Vorteilen mit dem Mischungsverhältnis 1:50 betrieben werden können. Wenn sich auch die in bestimmten Betriebszuständen für den Zweitaktmotor charakteristische Abgasrauchfahne nie vollständig vermeiden läßt, so vermindert doch das geänderte Mischungsverhältnis diese Belästigungen. Die Verringerung des Ölanteils im Kraftstoff ist aber auch von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung, da durch den relativ hohen Anteil der Fahrzeuge mit Zweitaktmotoren jährlich Tausende von Tonnen hochwertigen Motorenöls eingespart werden können, dessen Grundstoffe importiert werden. Die Untersuchungen wurden sowohl auf Prüfständen, im Fahrversuch als auch auf breiter Basis in der Kundendienst-Abteilung, im Fuhrpark des Werkes und außerhalb durchgeführt, wobei zur Ermittlung der Verschleißwerte die Erprobung in der Versuchsabteilung bis 80.000 Fahrkilometer, bei den anderen Stellen als reine Funktionsprüfung in der Regel über 50.000 Fahrkilometer lief. Alle Versuchsreihen liefen mit Kraftstoff VK 88 und Hyzet-Zweitaktmotorenöl MZ22. Zum Vergleich bei der Ermittlung der Verschleißwerte liefen innerhalb der 80.000-km-Erprobung auch Motore mit dem Mischungsverhältnis 1:33, die ebenfalls vorher grundvermessen wurden. Nach positivem Abschluß der Versuche kam es zu folgenden wesentlichen Feststellungen:

Zylinderverschleiß
Die Zylinderverschleißwerte der Motoren mit MV 1:50 und MV 1:33 sind unabhängig vom gefahrenen Mischungsverhältnis und weichen voneinander kaum ab. Beim Vergleich mit früher durchgeführten Versuchen an Motoren 311 und 312 wurde festgestellt, daß der Motor 353-1 trotz seiner höheren spezifischen Belastung wesentlich verschleißfester ist. Diese niedrigen Verschleißwerte resultieren aus Weiterentwicklungsmaßnahmen (molybdänisierte Zylinderblöcke, verchromte Kolbenringe, Papierluftfilter mit hohem Entstaubungsgrad).

Kolbenringstoß
Ein Einfluß des Mischungsverhältnisses auf die Stoßspielvergrößerung konnte nicht ermittelt werden. Beim Vergleich lagen die absoluten Verschleißwerte erheblich unter den Werten der Motoren 311 und 312. Im Vergleich zur Stoßspielvergrößerung des verchromten Topringes weist ein unverchromter Graugußtopring den 5-fachen Wert auf, während die Graugußringe 2 und 3 beim 3,4 fachen Wert liegen.

Kolbenverschleiß
Die Mittelwerte des Kolbenverschleißes, die am zylindrischen Teil des Kolbens in Drehrichtung an zwei Punkten ermittelt wurden, lassen keinen Einfluß des Mischungsverhältnisses erkennen. In Fahrtrichtung wächst der Kolben infolge Verformung.

Kolbenlaufbilder
Die Kolbenlaufbilder wurden durch das Mischungsverhältnis nicht beeinflußt. Nach einer Laufleistung von 80.000 unterscheiden sich die Kolbenlaufbilder nicht mehr so deutlich wie nach der Zwischenkontrolle nach 50.000 km.

Zustand der Kolbenringe
Unabhängig vom verwendeten Mischungsverhältnis wiesen alle Kolbenringe gute
Tragbilder auf. Der prozentuale Anteil der leichtgängigen, schwergängigen, kaltfesten und festen Kolbenringe war bei den Mischungsverhältnissen etwa gleich.

Kolbentemperaturen
Bei parallellaufenden Untersuchungen durch den Kolbenhersteller, dem VEB Metallgußwerk Leipzig, konnten an Motoren mit dem MV 1:33 und 1: 50 keine Tendenzen zur Temperaturerhöhung oder -absenkung festgestellt werden.

Belagbildung
Bei den Belägen auf den Kolbenböden und in den Verbrennungsräumen der Motoren mit MV 1:50 und MV 1:33 bestanden keinerlei Unterschiede. Belagdicken und Beschaffenheit der Verbrennungsrückstände der untersuchten Motoren entsprachen untereinander vollkommen. Demgegenüber war die Belagbildung an den Hubscheiben der Kurbelwellen der Motoren mit MV 1:33 ausgeprägter als an den Hubscheiben der 1:50-Motoren.

Geräusche
Die Einschätzung der Motorgeräusche während der Erprobung erfolgte subjektiv durch die Versuchsfahrer. Dabei ergaben sich bezüglich der allgemeinen Motorgeräusche keinerlei Anhaltspunkte des Einflusses der verwendeten Mischungsverhältnisse, in Abhängigkeit von der Laufzeit wurde eine weniger schnell anwachsende Klingelneigung bei Verwendung des Mischungsverhältnisses 1:50 festgestellt. Nach Laufstrecken von 20.000 bis 30.000 km ist die Klingelneigung der Motoren beider Mischungsverhältnisse gleichzusetzen. Die Verbrennungsrückstände haben sich nach diesen Laufzeiten etwa gleichstark ausgebildet. Die Ölkohleablagerungen bauen sich nach den vorliegenden Erfahrungen beim Motorbetrieb langsam bis zu einer bestimmten Dicke auf, um sich danach zu lösen und wieder anzulagern, so daß dann die Stärke der Verbrennungsrückstände aber der weiteren Laufzeit annähernd konstant bleibt. Diese mittlere Belagdicke ist unabhängig vom Ölanteil im Kraftstoff, also dem Mischungsverhältnis. Lediglich die Laufstrecke bis zu dieser maximalen Belagdicke beeinflußt das Mischungsverhältnis, was gleichzeitig eine Verringerung der Klingelneigung beim MV 1: 50 bis etwa 20.000 km Laufzeit bedeutet.

Schmierfilm
An allen zu schmierenden Bauteilen war ein ausreichender Schmierfilm unabhängig vom gefahrenen Mischungsverhältnis vorhanden. Grundsätzlich wurde festgestellt, daß alle Motoren, die mit dem Mischungsverhältnis 1:33 und 1: 50 betrieben wurden, ab 30.000 km Laufstrecke nicht mehr
zu unterscheiden sind. Es gibt ab dieser Laufzeit keinerlei Unterschiede hinsichtlich der Schmierfilmdicke an allen zu schmierenden Bauteilen und auch der Rückstandsbildung.

Abgasrauchfahne
Nicht nur rein subjektiv feststellbar, sondern auch nach Messungen der Abgasprüfstelle Berlin mit einem Rauchdichtemeßgerät wird bei Anwendung, des Mischungsverhältnisses 1: 50 die Abgasrauchfahne gegenüber dem MV 1: 33 wesentlich vermindert. (Das bezieht sich nicht auf die Verminderung der Schadstoffemission, über sie liegen noch keine exakten Meßergebnisse vor. Es ist allerdings kaum mit einer wesentlichen Veränderung der Anteile Kohlenwasserstoffe, Stickoxide und. Kohlenmonoxid durch das veränderte Mischungsverhältnis zu rechnen).

Zündkerzenstandzeit
Die Zündkerzenstandzeit wird durch das Mischungsverhältnis 1:50 sehr positiv beeinflußt. Die Zündkerzen zeigten gegenüber dem Mischungsverhältnis 1:33 wesentlich sauberere Gesichter, Aussetzer und Bleirückstände wurden während der gesamten Erprobung nicht festgestellt, und der Abbrand war geringer. Die durchschnittliche Zündkerzenlaufzeit erhöhte sich von etwa 10.000 bis 12.000 km beim MV 1:33 auf 20.000 km bei Anwendung des MV 1:50. Die offensichtlichen Vorteile für die Kunden sind überzeugend:

- Senkung des Ölverbrauchs um 33%
- Erhöhung der Zündkerzenstandzeit auf das Doppelte
- Wesentliche Verminderung der Abgasrauchfahne

Jetzt müssen aber auch die Voraussetzungen für die möglichst kurzfristige Einführung des neuen Mischungsverhältnisses an allen Tankstellen geschaffen werden. Voraussetzung dafür ist die Umrüstung der Mischsäulen durch den VEB Minol, um Falschbetankungen durch Mischen von Öl/ Kraftstoff 1:25 und blanken Kraftstoff auszuschalten. Durch die Einsparung von Motorenöl im Vergleich zum Mischungsverhältnis 1:33 werden bei Anwendung des MV 1:50 für die in unserer Republik laufenden und für dieses Mischungsverhältnis in Frage kommenden Wartburg-Wagen etwa 3.100 t hochwertiges Motorenöl eingespart. Durch die laufende Fahrzeugproduktion erhöht sich diese Einsparung jährlich um weitere 170 t.
Noch geben nur wenige Tankstellen fertiges Gemisch 1:50 ab. Hier müssen sich Wartburg- und künftige MZ TS-Fahrer so helfen, daß sie halb "blank" und halb 1:25 tanken.

berlintourist
Haubenstütze
Beiträge: 471
Registriert: Samstag 23. August 2014, 23:24
Mein(e) Fahrzeug(e): 314 eckfrontcabriokombicoupé

Re: 60 Jahre Wartburg - in der Oldtimer Markt

Ungelesener Beitragvon berlintourist » Mittwoch 30. November 2016, 20:58

hmm.
nun stellt sich die frage: können wir, als nunmehr allseits, weit über POS und UTP hinaus, gebildete
zweitaktverfallene bürger, belehrt im richtigen umgang mit dieser wichtigen und teuren resource OEL durch einsparung von x-dezitonnen mineralöles die gewesene ddr nachträglich noch retten?

ich denke/hoffe: nein.

und: trotz "falschbetankung" laufen simsons, trabbis, wartburgs und co immernoch .. {Zahnlücke}

Benutzeravatar
bic
Abschmiernippel
Beiträge: 2145
Registriert: Mittwoch 20. Februar 2013, 07:23
Mein(e) Fahrzeug(e): diverse
Wohnort: Meddewade

Re: 60 Jahre Wartburg - in der Oldtimer Markt

Ungelesener Beitragvon bic » Mittwoch 30. November 2016, 22:54

berlintourist hat geschrieben:hmm.
nun stellt sich die frage: können wir, als nunmehr allseits, weit über POS und UTP hinaus, gebildete
zweitaktverfallene bürger, belehrt im richtigen umgang mit dieser wichtigen und teuren resource OEL durch einsparung von x-dezitonnen mineralöles die gewesene ddr nachträglich noch retten?

ich denke/hoffe: nein.

Willst Du es denn nicht wenigstens versuchen? :shock:

An sonst, wenn das nicht interessiert:

- Senkung des Ölverbrauchs um 33%
- Erhöhung der Zündkerzenstandzeit auf das Doppelte
- Wesentliche Verminderung der Abgasrauchfahne


ist die Quintessenz aus dem Text doch: es ist ziemlich Wurst, ob man 1:33 oder 1:50 fährt. Ändert man dann noch auf 1: braucht man zumindest nie wieder die Zündkerzen zu wechseln :smile:

Benutzeravatar
ffuchser
Verzinker
Beiträge: 357
Registriert: Mittwoch 29. März 2006, 20:29
Mein(e) Fahrzeug(e): W353 Limo Bj 69
A6 Avant 3.0TFSI Bj2012
Gruppe / Verein: IGWTB - Interessengemeinschaft Wartburg Trabant Barkas
Wohnort: Berlin

Re: 60 Jahre Wartburg - in der Oldtimer Markt

Ungelesener Beitragvon ffuchser » Donnerstag 1. Dezember 2016, 08:21

Das Wesentliche an 1:50 ist doch, dass die Kurbelwellen nicht so oft durch Ölmangel sterben. :idea:
Falsch gefahrene Zweitakter (Wenig Drehzahl viel Gas) in Verbindung mit zu viel und zu billigem Öl verkoken die schmalen Schlitze an den Hubwangen, so dass im Ergebnis die Kurbelwelle trotz zu viel Öl im Kurbelraum an zu wenig am Lager stirbt.

Vom pos. Nebeneffekt, der geringeren blauen Fahne mal abgesehen, hat es tatsächlich nur!!! Vorteile die richtige (1:50) Mischung zu fahren.
Genetischer Wartburgfan

Benutzeravatar
bic
Abschmiernippel
Beiträge: 2145
Registriert: Mittwoch 20. Februar 2013, 07:23
Mein(e) Fahrzeug(e): diverse
Wohnort: Meddewade

Re: 60 Jahre Wartburg - in der Oldtimer Markt

Ungelesener Beitragvon bic » Donnerstag 1. Dezember 2016, 09:43

ffuchser hat geschrieben:Das Wesentliche an 1:50 ist doch, dass die Kurbelwellen nicht so oft durch Ölmangel sterben. :idea:
Falsch gefahrene Zweitakter (Wenig Drehzahl viel Gas) in Verbindung mit zu viel und zu billigem Öl verkoken die schmalen Schlitze an den Hubwangen, so dass im Ergebnis die Kurbelwelle trotz zu viel Öl im Kurbelraum an zu wenig am Lager stirbt.

Vom pos. Nebeneffekt, der geringeren blauen Fahne mal abgesehen, hat es tatsächlich nur!!! Vorteile die richtige (1:50) Mischung zu fahren.

Sorry ffuchser, was ich geschrieben habe, sollte ein Scherz sein - ich wusste nicht, dass jemand das Ernst nehmem könnte. Und den Text aus dem "Der Deutsche Straßenverkehr" habe ich deshalb hier eingestellt, weil dieser zum einen interessant ist und zum anderen zeigt, dass im Oldtimer Markt nichts Falsches steht. Die hier gemachten Angaben beziehen sich nämlich auf das Erscheinungsjahr des 353 (siehe z.B. Kasten auf Seite 38) und für 1966 stimmt dann auch das Mischungsverhältnis 1:33.

Benutzeravatar
ffuchser
Verzinker
Beiträge: 357
Registriert: Mittwoch 29. März 2006, 20:29
Mein(e) Fahrzeug(e): W353 Limo Bj 69
A6 Avant 3.0TFSI Bj2012
Gruppe / Verein: IGWTB - Interessengemeinschaft Wartburg Trabant Barkas
Wohnort: Berlin

Re: 60 Jahre Wartburg - in der Oldtimer Markt

Ungelesener Beitragvon ffuchser » Donnerstag 1. Dezember 2016, 09:47

BIC das weiss ich doch, aber wenn ich die wenigen 2 Takter erfreut sehe, sehe ich eben auch relativ viele mit zu viel Öl. Hauptsache billig, aber billig ist heute immer noch 10x besser als DDR ÖL.
Gab es nicht eine Rückwirkende Freigabe für 1:50 bis Fahrgestell Nummer xxxxx
also alle nadelgelagerten??
Genetischer Wartburgfan

Benutzeravatar
bic
Abschmiernippel
Beiträge: 2145
Registriert: Mittwoch 20. Februar 2013, 07:23
Mein(e) Fahrzeug(e): diverse
Wohnort: Meddewade

Re: 60 Jahre Wartburg - in der Oldtimer Markt

Ungelesener Beitragvon bic » Donnerstag 1. Dezember 2016, 10:02

@ ffuchser, hier noch einmal ein Auszug aus dem Straßenverkehr-Text, hiernach ist die rückwertige Freigabe auf den Motortyp und die die Motornummer bezogen:

Vom Automobilwerk Eisenach wurde ab Januar 1973 für alle Motore der Baumuster 353-1, 353-0, 312-1 und 312-0 ab Motor-Nr. 64167 92, d.h., ab Baujahr April 1964 (Einführung des nadelgelagerten Kolbenbolzens im kleinen Pleuelauge) das Mischungsverhältnis (Öl/ Kraftstoff) 1:50 freigegeben.

Ob es auch eine Freigabe auf die Fahrgestellnummer bezogen gab, weiß ich aber nicht.

Benutzeravatar
carsten
Abschmiernippel
Beiträge: 3191
Registriert: Dienstag 7. Juli 2009, 18:46
Mein(e) Fahrzeug(e): Wartburg 311 Coupe Baujahr 1959
Wartburg 311 Kombi Baujahr 1962
Campifix Baujahr 1963
MZ ES 150 Baujahr 1969
Mazda 121 db Bj. 1991 (verkauft)
BMW E36 TC4 Bj. 1993/1994
Wohnort: Hamburg
Kontaktdaten:

Re: 60 Jahre Wartburg - in der Oldtimer Markt

Ungelesener Beitragvon carsten » Freitag 2. Dezember 2016, 07:12

bic hat geschrieben:Ändert man dann noch auf 1: braucht man zumindest nie wieder die Zündkerzen zu wechseln :smile:


1: wird leider mathematisch nicht möglich sein, da die Spritmenge sowohl im Tank, als auch global endlich ist. {kratz}

Als Alternative wäre aber 0:n sicher genauso gut. :shock:
Viele Grüße

Carsten

Moderne Technik macht das Leben schön einfach, aber mein Wartburg macht das Leben einfach schön !

berlintourist
Haubenstütze
Beiträge: 471
Registriert: Samstag 23. August 2014, 23:24
Mein(e) Fahrzeug(e): 314 eckfrontcabriokombicoupé

Re: 60 Jahre Wartburg - in der Oldtimer Markt

Ungelesener Beitragvon berlintourist » Freitag 2. Dezember 2016, 21:58

hab heute mal den artikel gelesen und die bilder betrachtet ...
abgesehen von dem fauxpas mit dem mischungsverhältnis finde ich ja die "falschen" rücklichter an dem ansonsten schicken auto viel schlimmer, da hilft auch der chromrand nix. es ist ja nicht so, das es die passenden rückleuchten nicht gäbe.
bei den blinkern lasse ichs ja durchgehen :-| ...

gruß

Benutzeravatar
Friesentrabi
Ventileinsatzputzer
Beiträge: 164
Registriert: Donnerstag 2. April 2015, 20:08
Mein(e) Fahrzeug(e): Trabant 601 dL , EZ 1/90, Wartburg 353S, EZ 9/88, Camptourist CT 6-2, EZ 7/83

Re: 60 Jahre Wartburg - in der Oldtimer Markt

Ungelesener Beitragvon Friesentrabi » Samstag 3. Dezember 2016, 12:08

@berlintourist: Dazu kann man dann aber immer noch bemerken, dass ein jeder Fahrzeughalter sein Fahrzeug so gestaltet, wie er es gern möchte. Zumindest steht nirgendwo beschrieben, dass dieser Warti absolut original ist.

@bic: Deiner Theorie, dass es sich bei dem 1:33 auf das Erscheinungsjahr bezieht, kann ich nicht ganz folgen. In dem Fall hätte man zumindest einen Vor-73er als Schaufahrzeug nehmen müssen. Hier wird aber ein 75er gefahren und mit 1:33 betankt. Also kann ich nur auf einen allgemeinen Bezug schließen. Und demzufolge ist die allgemeine Aussage zu 1:33 falsch. Oder hab ich noch irgendwas im Text übersehen?
Bild

Benutzeravatar
bic
Abschmiernippel
Beiträge: 2145
Registriert: Mittwoch 20. Februar 2013, 07:23
Mein(e) Fahrzeug(e): diverse
Wohnort: Meddewade

Re: 60 Jahre Wartburg - in der Oldtimer Markt

Ungelesener Beitragvon bic » Samstag 3. Dezember 2016, 12:40

carsten hat geschrieben: 1: wird leider mathematisch nicht möglich sein, da die Spritmenge sowohl im Tank, als auch global endlich ist. {kratz}

Alter Erbsenzähler Du {sehrfreuen} {sehrfreuen}

PS. OT: Was machen wir nun eigentlich mit den Rädern und den Pokalen?

Benutzeravatar
bic
Abschmiernippel
Beiträge: 2145
Registriert: Mittwoch 20. Februar 2013, 07:23
Mein(e) Fahrzeug(e): diverse
Wohnort: Meddewade

Re: 60 Jahre Wartburg - in der Oldtimer Markt

Ungelesener Beitragvon bic » Samstag 3. Dezember 2016, 13:04

Friesentrabi hat geschrieben:@bic: Deiner Theorie, dass es sich bei dem 1:33 auf das Erscheinungsjahr bezieht, kann ich nicht ganz folgen. In dem Fall hätte man zumindest einen Vor-73er als Schaufahrzeug nehmen müssen. Hier wird aber ein 75er gefahren und mit 1:33 betankt. Also kann ich nur auf einen allgemeinen Bezug schließen. Und demzufolge ist die allgemeine Aussage zu 1:33 falsch. Oder hab ich noch irgendwas im Text übersehen?

Na ja, hast Du auch wieder Recht. Da jedoch bzgl. der technischen Daten im Kasten auf Seite 38 explizit auf 1966 hingewiesen wird, hatte ich die 1:33 auch auf diese Jahresangabe bezogen.
Aber nüchtern betrachtet ist es eigentlich auch egal, der Artikel erhebt ja auch nicht den Anspruch einer wissenschaftlichen Arbeit. Wir wissen was wir fahren sollten und dem fremden, wartburgfernen Puplikum wird es dem einen Ohr hinein und dem anderen heraus gegangen sein, mit den Feinheiten der technischen Weiterentwicklung wird sich da niemand von befassen - oder weiß hier jemand genau, welches Mischungsverhältnis z.B. für die DKWs und Saabs wann vorgeschriebn war? Und wenn es jemand allzusehr stört, gibt es ja noch die Möglichkeit, in einem Leserbrief auf das korrekte Mischungsverhältnis für den gezeigten 75er hinzuweisen - mit großer Chance wird das dann auch veröffentlicht.

Benutzeravatar
Friesentrabi
Ventileinsatzputzer
Beiträge: 164
Registriert: Donnerstag 2. April 2015, 20:08
Mein(e) Fahrzeug(e): Trabant 601 dL , EZ 1/90, Wartburg 353S, EZ 9/88, Camptourist CT 6-2, EZ 7/83

Re: 60 Jahre Wartburg - in der Oldtimer Markt

Ungelesener Beitragvon Friesentrabi » Sonntag 4. Dezember 2016, 14:07

Ich finde das mit dem Mischungsverhältnis jetzt auch nicht super schlimm. Die Artikel als Ganzes bewerte ich eher positiv. Es springt einem als Wartburgfahrer nur sofort ins Auge. Wenn man zB nur dieses kleine Kästchen mit dem Hinweis auf 1:33 weggelassen hätte, wäre das gar nicht großartig aufgefallen. Aber Du hast Recht, man könnte ja einen Leserbrief schreiben.
Bild

Wartburgbauer
Abschmiernippel
Beiträge: 2805
Registriert: Samstag 10. Dezember 2011, 11:12
Mein(e) Fahrzeug(e): 190er Benz 1988 (Alltagsauto)
Jawa 555 1959 (Alltagsmoped)
Wartburg 312 Camping 1967
B1000 Bus im Aufbau
Wohnort: bei Dresden

Re: 60 Jahre Wartburg - in der Oldtimer Markt

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Sonntag 4. Dezember 2016, 21:02

Mischungsverhältnisse und Rücklichter hin oder her: Das Auto ist authentisch original und hübsch erhalten, der Artikel selbst ist liebevoll geschrieben - ich find´s gut!

Klar - besser geht´s immer - aber grade Artikel über Ost-Autos sind echt rar und in guter Qualtität wird die Luft noch viel dünner. Ich erinnere nur an die beiden letzten Wartburg-Artikel, in denen jeweils die vermurkste schwarz/weiße 312er-Limo mit 900er Stosta und Mickey-Mouse Zusatzscheinwerfern und der (immerhin DDR-typische) rot-weiße Ersatzkarossen-Camping, dem - der Natur der Ersatzkarosse folgend - ein großer Teile der besonderen Alleinstellungsmerkmale des Camping fehlen, zigfach abgebildet wurden.

Ich bin mit der Qualität und Wertungsfreiheit des Artikels sehr zufrieden :smile: - einfach, weil der Warti mal nicht singemäß mit "für DDR-Verhältnisse gut" beschrieben wird, sondern tatsächlich internationale Maßstäbe gerecht anlegt werden.
Suche ständig Schrauben M8 Schlüsselweite 14 und frühe ESKA-Schrauben!
Mein erstes Projekt: Der Camping!
Mein Barkas Bus im Aufbau


Zurück zu „Historie / Literatur / Geschichte“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Michael und 8 Gäste