RG28

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Wartburgbauer
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Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Sonntag 18. Dezember 2016, 22:26

Vielleicht ist das viel bekannter, als ich das denke, aber ich (oder besser gesagt meine Mutter) habe heute was entdeckt, dass mir sehr gefiel:

http://rg28.de/

Nicht nur dass ein solches Gerät seit über 25 Jahren jeden Sonntag Morgen den Plinsenteig zusammenrühert (allerdings in den letzten 5 Jahren mit zwei Pannen, einmal waren die Kohlen im Mehlstaub festgegangen, dann war das Anschlusskabel gebrochen), ich finde es auch Inhaltlich mehr als richtig. Es spricht mir aus der Seele - und lässt sich von Haushaltsgeräten meineserachtens auch auf Autos und jeden anderen "Gebrauchsgegenstand" erweitern.

Noch 6 Minuten Zeit?

https://www.youtube.com/watch?v=2RChiCYlbnk
https://www.youtube.com/watch?v=6FLMK6f8eXE

Fand ich mal so richtig klasse. :smile:
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Re: RG28

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Montag 19. Dezember 2016, 08:21

Vor dem Betreten des VEB ... jeden Tag gelesen :
Meine Hand für mein Produkt !

Und heute ... ?
Herzliche Grüsse von Andreas aus Leipzig
2-Takter sind einfacher im Aufbau wie 4-Takter

Butzemann
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Re: RG28

Ungelesener Beitragvon Butzemann » Montag 19. Dezember 2016, 18:30

Die Geräte sind unverwüstlich, ich habe meines schon 34 Jahre im Einsatz, einziger und selbstverschuldeter Defekt: das Kabel lag mal auf der heißen Herdplatte.
Heute geht es nach der Devise: "Was lange hält, bringt kein Geld"

mfg gert

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Tom
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Re: RG28

Ungelesener Beitragvon Tom » Dienstag 20. Dezember 2016, 15:59

Bei mir tut das RG25 meiner Großmutter noch immer hervorragenden Dienst.

Nicht ganz so windschnittig, aber genau so unverwüstlich wie das RG28.

Schöne Grüße
Tom
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Re: RG28

Ungelesener Beitragvon Martin Rapp » Dienstag 20. Dezember 2016, 16:29

Danke für den Link York - ein wunderschönes Beispiel für ein wertiges, funktionales Produkt. :smile:
Man muss aber auch kritisch dagegen halten, dass in den meisten Fällen der Markt genau das anbietet was der Kunde wünscht.
Wenn Geiz geil ist, dann passt sich die Industrie auch dieser gelebten Mentalität an. Umso besser, wenn man dann z. B. ein RG28 sein Eigen nennen kann und eben nicht auf ein ähnliches neues Produkt mit eingebautem Verfallsdatum reinfällt.

Gruß Maddin

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Re: RG28

Ungelesener Beitragvon bic » Dienstag 20. Dezember 2016, 17:13

Martin Rapp hat geschrieben:Man muss aber auch kritisch dagegen halten, dass in den meisten Fällen der Markt genau das anbietet was der Kunde wünscht.
Wenn Geiz geil ist, dann passt sich die Industrie auch dieser gelebten Mentalität an.

Zum Thema empfehle ich einmal hier nachzulesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Geplante_Obsoleszenz, Vorreiter ist eher die Industrie als der geizige Kunde, oder naja, es ist z.T. auch eine gegenseitige Befruchtung.
Lieber Old School als gar keine Erziehung.

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Martin Rapp
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Re: RG28

Ungelesener Beitragvon Martin Rapp » Mittwoch 21. Dezember 2016, 16:07

bic hat geschrieben:...oder naja, es ist z.T. auch eine gegenseitige Befruchtung.

Ja das zumindest, ich habe es vielleicht etwas überspitzt einseitig formuliert,
aber die Kaufentscheidung trifft in der Regel der Kunde selbst.
Das Thema aus dem von Dir verlinkten Wikipediaartikel ist mir durchaus bekannt René,
aber es ist eben nicht nur dieses eingebaute Verfallsdatum, wie man in dem Link als zitierte Meinung auch lesen kann:
...Andreas Hirstein bezeichnete im Jahr 2012 in der NZZ am Sonntag „geplante Obsoleszenz im Sinne einer gezielten Produkte-Selbstzerstörung zur Ankurbelung des Konsums“ als eine moderne Legende. Er argumentierte, dass Hersteller eine Abwägung zwischen Lebensdauer und Preis auf der einen und Zahlungsbereitschaft der Kunden auf der anderen Seite treffen müssten...


Gruß Maddin

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Re: RG28

Ungelesener Beitragvon bic » Mittwoch 21. Dezember 2016, 16:39

Jo, das Ganze ist ein gesellschaftliches Problem, kein Wunder, wenn Konsumieren zum beinah alleinigen Lebensinhalt wird.
Lieber Old School als gar keine Erziehung.

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Re: RG28

Ungelesener Beitragvon Butzemann » Mittwoch 21. Dezember 2016, 19:22

Allerdings läßt auch die Reparaturfreundlichkeit der meisten neuen Geräte sehr zu wünschen übrig.
Das fängt schon damit an, daß man kaum ein Gerät noch öffnen kann, entweder sind spezielle Sicherheitsschrauben verbaut, noch dazu so tief im Gehäuse das man mit normalen Werkzeugen nichts ausrichten kann, oder alles ist gleich verklebt damit man gar nicht erst auf die Idee kommt mal rein zu schauen.
Des weiteren sieht es nach ein paar Jahren sehr düster mit Ersatzteilen aus, gibts einfach nicht mehr. Oft wird nur die Form ein wenig geändert und schon paßt das Teil nicht mehr in ein älteres Gerät obwohl es von der Funktionalität her gleich ist.

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Re: RG28

Ungelesener Beitragvon Friedolin » Mittwoch 21. Dezember 2016, 20:22

Es wäre jetzt interessant, zu wissen, was ein RG28 unter heutigen Lohnbedingungen und gefertigt in Deutschland kosten würde. Und ganz schnell, vermute ich, hätten wir es nämlich: Der Kunde nimmt dann das halb so teure Wegwerfgerät. Schon "damals" war das Ding in der BRD nur dank der Herstellung im Billiglohnland DDR marktfähig. Den meisten Menschen geht es nämlich beim Kauf erstmal um den Preis. Der Industrie ist es ziemlich egal, ob sie ihr Geld mit lang- oder kurzlebigen Geräten verdient. Aber die meisten Hersteller haltbarer Geräte gibt es heute nicht mehr bzw. sie sind nur noch Markennamen.
Zitat des Prüfingenieurs: Ah, Wartburg! Die Perle der Landstraße!

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Re: RG28

Ungelesener Beitragvon majo » Samstag 24. Dezember 2016, 16:28

Friedolin hat geschrieben: .... Aber die meisten Hersteller haltbarer Geräte gibt es heute nicht mehr bzw. sie sind nur noch Markennamen.

.... Jenau ! .... das erste Opfer hieß " Heinrich Lanz Mannheim " ... Was ewig hält bringt kein Geld.
Wie der Glaser, der des Nachts seine Söhne losziehen und Fensterscheiben einschmeißen lässt, um am nächsten Morgen den Geschädigten ganz unverbindlich sofortige Hilfe anzubieten.

.... und die vielen Arbeiter in den jeweiligen Produktionsstätten wollen ja auch jeden Tag was zu tun haben. Wachstum und Produktivität sind eben die Götzen des Kapitals.
Wir, die guten Willens sind, geführt von Ahnungslosen, versuchen für die Undankbaren das Unmögliche zu vollbringen! Wir haben so viel mit so wenig, so lange versucht, daß wir jetzt qualifiziert genug sind fast alles mit nichts zu bewerkstelligen!

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Re: RG28

Ungelesener Beitragvon Friedolin » Samstag 24. Dezember 2016, 20:49

Tja, aber es machen halt auch alle -oder zuviele- mit. Wie sieht es z.B. mit handwerklich arbeitenden Bäckern aus? Die Leute nehmen lieber die aufgebackenen Fabrikteiglinge, statt ein ordentliches Brot und vernünftige Brötchen. Deswegen gibt es nur noch sehr wenige "richtige" Bäckereien. Die Beispiele ließen sich fortsetzen.
Zitat des Prüfingenieurs: Ah, Wartburg! Die Perle der Landstraße!


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