Mal was anderes: Schmiermittel für Zimmertürschlösser und Fensterriegel

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Wartburgbauer
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Mal was anderes: Schmiermittel für Zimmertürschlösser und Fensterriegel

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Mittwoch 2. August 2017, 08:56

Zur Zeit bin ich unter anderem mit dem Aufarbeiten alter Zimmertürschlösser und Fensterverriegelungen meiner Schwester beschäftigt. Die Teile sind alle gut 110 Jahre alt und haben es daher mal verdient. Faul wie ich bin, habe ich sie zum zerlegt, zum Entlacken getragen und nun beim Galvanikmann, der die ganzen Einzelteile (bis auf die handgeschmiedeten Federn) blau verzinken wird.
Nun stellt sich mir die Frage, mit welchem Schmiermittel ich die ganze Chose wieder zusammenbaue. Wichtig ist vor allem, dass es auch über eine zweistellige Jahreszahl hinweg möglichst nicht verharzt – die mechanische Belastung ist ja gering, und ausgewaschen oder so wird es auch nicht. Aber ich mag nicht alle zwei Jahre die ganzen Schlösser zerlegen, um sie nachzuschmieren – das ist mir bei 20 Innentüren und 25 Kastenfenstern einfach zu viel Aufwand…
Mein Gedanke ging Richtung Silikonfett, z.B. von Liqui Moly (Art. 3312), auch wenn es nicht gerade preiswert ist. Ist das sinnvoll? Graphitiertes Fett hält ja meist auch sehr lange ohne zu verharzen, ist mir aber an der Stelle etwas zu ekelig.
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Re: Mal was anderes: Schmiermittel für Zimmertürschlösser und Fensterriegel

Ungelesener Beitragvon oldiedriver » Mittwoch 2. August 2017, 09:10

Im Endeffekt ist aus meiner Berufspraxis Graphit das einzig sinnvolle.
Der Hintergedanke dabei ist ja kein Schmutz binden, nicht verharzen und gute Schmierung. Aus den letzten 30 Jahren Job ist bei mir nur Graphit bzw darauf basierendes übrig geblieben. Gibt es für die Schnelle als Spray (Flüssiganteil verdunstet) oder als Festschmierstoff.
Viele Grüße
Jörg

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Re: Mal was anderes: Schmiermittel für Zimmertürschlösser und Fensterriegel

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Donnerstag 3. August 2017, 10:17

Hmmm... aber Graphit mag ich an der Stelle wirklich nicht haben - nicht an einer weißen Zimmertür.
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Re: Mal was anderes: Schmiermittel für Zimmertürschlösser und Fensterriegel

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Donnerstag 3. August 2017, 10:30

Soll ja nur ins Schloss rein, sonst nirgendwo hin. Da alle Teile immer in Bewegung sind, kann auch nichts
verrosten, wenn man überhaupt nicht schmiert. Und das die Mechanik deshalb so stark verschleißt, glaube ich weniger.
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Re: Mal was anderes: Schmiermittel für Zimmertürschlösser und Fensterriegel

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Donnerstag 3. August 2017, 10:41

Hauptsächlich geht alles schwer, wenn es trocken läuft. Vor allem fällt die Tür dann mit einem heiden Lärm in die Falle, wenn sie nicht geschmiert ist. Und auch die Fenster gingen unabgeschmiert teils unangenehm schwer, zumal die Dresdner Olive zwar wirklich hübsch, aber definitiv nicht ergonomisch gestaltet ist. :-|
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Re: Mal was anderes: Schmiermittel für Zimmertürschlösser und Fensterriegel

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Donnerstag 3. August 2017, 10:53

Kenne das auch gar nicht, daß Schlösser von innen regelrecht abgefettet werden.
Im Innenbereich sowieso nicht. Mit Graphitpulver kommst du sicherlich am besten hin.
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Re: Mal was anderes: Schmiermittel für Zimmertürschlösser und Fensterriegel

Ungelesener Beitragvon maddin 77 » Donnerstag 3. August 2017, 15:02

Hallöchen, da auch ich in meinem Haus quasi alles allein bewerkstellige kann ich dir zum ölen/ fetten von Einsteck-Kastenschlössern Silikonfett empfehlen. Vor allem einen leichten Film auf den Riegel und Falle aufgebracht und die Schlösser schnappen leicht zu. Ich habe dafür noch 2 Tuben Cenupaste aus Friedenszeiten. Ob es heutzutage vergleichbares gibt entzieht sich meiner Kenntnis. -nixwissen-
Grüße Martin
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Re: Mal was anderes: Schmiermittel für Zimmertürschlösser und Fensterriegel

Ungelesener Beitragvon Hanner » Montag 21. August 2017, 10:38

Hallo,

habe das gerade durch. Schlösser müssen leicht gefettet werden. Pinsel in Fett(normales Abschmierfett
oder besser?!)tauchen und einpinseln. Die eigentlichen bewegenden Teile eventuell mit der Ölkanne
leicht ölen. Heutige Fenster und Türen haben ja Schieberiegel. Da wird sogar empfolen, jedes Jahr zu
ölen. Hatte das bei einem Dachkippfenster auch über Jahre nicht gemacht. Der Riegel ließ sich nicht mehr
bedienen. Mußte das ganze Fenster und dann den Riegel ausbauen. Dann die Bescherung gesehen. Alles
war total trocken und ließ sich dadurch nicht bewegen. Alles schön mit Fett wieder eingebaut. Seither
geht es prima. Meine restlichen Fenster hab ich dann auch gleich mit Spray versorgt. Dafür sind extra
Löcher vorgesehen, damit das Öl an die betreffenden Stellen kommt. Danach gehen die Fenster wie neu
auf.
Werde in Zukunft öfter ölen.
Freundliche Grüße
Hanner



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