Probleme mit dem Nachbarn. Rat gefragt

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jcd1992
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Probleme mit dem Nachbarn. Rat gefragt

Ungelesener Beitragvon jcd1992 » Dienstag 19. Juni 2018, 18:31

Mahlzeit :smile: , wie schon an der Überschrift zu sehen, habe ich Probleme mit meinen Nachbarn, zwecks meines Wartburgs.

Vielleicht kennt das ja jmd und kann mir ein paar Tipps geben, dafür wäre ich echt dankbar. {anbeten}

So nun zur kleinen Geschichte:

Mein Nachbar kam heute zu mir und verlangte von mir, dass ich mein Wartburg nicht mehr anmachen darf bzw. soll, da er stinkt!! {crazy} {crazy}
Ich habe natürlich zu ihm gesagt, dass ich das verstehe und er mir ruhig Bescheid geben kann, wenn es ihn mal stören sollte.

Daraufhin meinte er: Nein, nein, ich solle ihn gar nicht mehr laufen lassen, egal wann und wie lange. Ich solle in eine Werkstatt gehen und dort am Auto schrauben.

Naja rumdiskutiert habe ich nicht weiter, bringt ja auch nixs. Ich habe den Wartburg aber nie sinnlos oder lange laufen lassen. Wenn dann nur um mal den Vergaser einzustellen, oder um halt zu schauen, ob er vernünftig läuft. Also ich sage mal bis jetzt lief er vielleicht 2x eine halbe Stunde, sonst halt nur um aus der Garage rauszufahren und wieder reinzufahren.

Was meint ihr dazu? Ich traue dem Kerl leider alles zu, deswegen will ich mich ein bisschen absichern [smilie=hi ya!.gif] [smilie=hi ya!.gif]

Achso, der Wartburg wird nur auf meinen privat Grundstück bewegt, nicht auf einer öffentlichen Straße.
Angemeldet ist der Wartburg noch nicht, da er erst zu 95% TÜV fertig ist.

Um Hilfe wäre ich echt sehr dankbar.

Gruß {winken}

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Re: Probleme mit dem Nachbarn. Rat gefragt

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Dienstag 19. Juni 2018, 18:48

Das ist wohl ein klarer Fall von "Ich bin wichtig, höre auf mich!".

Ansonsten gillt sinngemäß: https://www.youtube.com/watch?v=dImqkEq_GMs (bei 6:58), sorry, aber ging mir nicht aus dem Kopf!

Mir ist keine Gesetzmäßigkeit gegen Geruchsbelästigung durch Handwerkstätigkeiten im Privatbereich bekannt. Sogar Lackierarbeiten im Freien sind privat völlig okay. :smile:

In so fern bleibt es bei dem Satz aus Polen am Bau.

Achten sollte man in dieser Situation vllt. auf die Lärmschutzbestimmungen achten, und auf Umweltgedöhns (vor allem Ölflecken usw!).

Darüber hinaus kann ich das Anschaffen eines Zweitaktrasenmähers sowie einer Gartenfräse mit EL150 empfehlen. Da macht die Gartenarbeit gleich viel mehr Spaß. :smile:

Sorry, aber für solch Wichtigtuerei habe ich NULL verständnis. NULL. Es tut mir ja leid, aber es will nunmal nicht jeder der versnobten Konsumgesellschaft angehören, die nichts praxistaugliches kann und selbst nichts machen will, aber alles machen lässt. Auch wenn das für unser wirtschaftliches System noch so wichtig ist.
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Re: Probleme mit dem Nachbarn. Rat gefragt

Ungelesener Beitragvon bic » Dienstag 19. Juni 2018, 19:42

Grundsätzlich erst einmal {top}, aber man sollte doch bedenken, dass solche Angelegenheiten schnell eskalieren können, zumal es in D nun einmal möglich ist, sich jemanden von der Straße zu greifen und diesen zu verklagen. Oft geht dann so etwas zwar aus wie das Hornberger Schießen, verursacht aber auf jeden Fall Streß, Kosten und beidseitige, nicht wieder gutzumachende Verbitterung und kann im Zweifel sogar zu gerichtlichen Auflagen führen (siehe z.B. auch § 326 StGB). Auch die Lärmschutzgesetze der Länder machen da Auflagen, so heißt es z.B. in NRW gem. §11a LImSchG: "Es ist verboten, Geräusch oder Abgas erzeugende Motoren unnötig laufen zu lassen", wobei dann über die Bedeutung des Wortes "unnötig" heftig gestritten werden darf. Den Nachbarn einfach zu ignorieren ist daher nicht der beste Ratschlag.

jcd1992 wäre eher sehr zu empfehlen, sich vorab gütig mit seinem Nachbarn zu einigen -und sei es, indem man nachgibt-, zumal wir alle nicht wissen, ob es mit dem "vielleicht 2x eine halbe Stunde" und dem "sonst halt nur um aus der Garage rauszufahren und wieder reinzufahren" tatsächlich getan war. Außerdem kann ich keinen Grund erkennen, warum man den Motor eine halbe Stunde laufen lassen sollte, selbst das Warmlaufen auf Betriebstemperatur -vielleicht um zu schauen, ob der Thermostat öffnet- ist in kürzerer Zeit erledigt und vor allem kann ich keinen Grund erkennen, warum der Wartburg heutzutage noch stinken muss - hier wurde wohl bei der Wahl des Öls zu kurz oder bei der Mischung zu lang gegriffen.

Ich weiß, dass das jetzt alles nicht das ist, was mancher hören will, aber man muss eben immer beide Seiten sehen und wer weiß, vielleicht fühlt sich der Nachbar auch zu Recht belästigt, wenn ihm die blauen Nebelschwaden um die Nase ziehen.
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Re: Probleme mit dem Nachbarn. Rat gefragt

Ungelesener Beitragvon stud_rer_nat » Dienstag 19. Juni 2018, 20:11

Ich muss ehrlich sein, als Nachbar kann sowas schon nerven. Unser Nachbar hat mal eine alte MZ aufgebaut und jedes Wochenende an dem Ding gebastelt. Ständig an, aus, Lärm, Gestank. Und das am einzigen Tag, wo man mal zu Hause im Garten entspannen konnte.
Lange hätte ich mir das damals auch nicht mehr angehört... Zum Glück ist er dann samt MZ weggezogen...
Also möglichst schauen in Zeiten zu schrauben, wo man Keinem "auf den Sack" geht...

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Re: Probleme mit dem Nachbarn. Rat gefragt

Ungelesener Beitragvon mick » Dienstag 19. Juni 2018, 21:12

ich würde den Nachbarn auch mäßig höflich, aber bestimmt, darauf hinweisen, daß er auf seinem Grundstück ja auch machen kann, was er will und ihm anbieten, immer im Einzelfall eine Lösung zu suchen. Das am besten unter Zeugen, dann bist du für eventuelle Verfahren gerüstet. Ansonsten weitermachen.

Gruß mick
der schon Besuch vom Ordnungs-, Bau- und Denkmalamt bekommen hat aufgrund freundlicher Nachbarn
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Re: Probleme mit dem Nachbarn. Rat gefragt

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Dienstag 19. Juni 2018, 22:33

Im Zweifel steht solch Mimöschen immer der Umzug in den Urwald frei. :smile: Dort allerdings ist mit Lärmbelästigung durch Tiere und Wind zu rechnen.

Es ist doch schon lange so: Auf einen, der was macht, kommen 10, die alles besser wissen, sich an den kleinsten Kleinigkeiten stören und sowieso und überhaupt ihre Hauptaufgabe darin sehen, andere zu überprüfen und reglementieren.

Meine Schwester hat vor zwei Jahren ein Haus gekauft, und ihr Freund macht gern Feuer. So war dann eben mindestens einmal die Woche ein Lagerfeuer an, mal wegen einer Feier, mal einfach so zur Flasche Bier. Die meisten Nachbarn haben einfach die Windrichtung beobachtet und die Fenstern nötigenfalls geschlossen, einer musste unbedingt rumbrüllen und mit der Polizei drohen. Die Feuerstelle ist zulässig, die Maße stimmen, man darf das so. Er hat dann noch zweimal getobt, seither gibt es keine Probleme mehr, wohl aber regelmäßige Lagerfeuer. :smile: Manchmal suchen die Leute auch einfach einen Punkt, sich den Frust mal von der Seele zu Nörgeln. [smilie=hi ya!.gif]

Man kann nicht immer auf jeden achten, ein bissel Schwund ist nunmal immer.

Ich bin vor dem Führerscheinerwerb bei uns sehr oft Runden gefahren im Garten, mit dem scharfen Simson-Minimoped meines Vaters, mit relativ lautem Auspuff. Hat nie jemanden gestört. Zwei Grundstücke weiter waren Jungs, die etwas älter waren, die haben das vor mir getan, sind allerdings richtig Rennen gegeneinander gefahren. Zwei Grundstücke in die andere Richtung wohnt jetzt ein Simsonfreund, da ist auch immer mindestens eine im Testlauf, häufiger mal muss ich das Gesicht aus Mitleid zur Faust ballen, weil ein Moped deutlich zu mager in riesige Drehzahlen befördert wird, in der Hoffnung, dass sie dann doch noch richtig läuft. Aber warum, um alles in der Welt, sollte ich denen deswegen auf den Sack gehen? -nixwissen-
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Re: Probleme mit dem Nachbarn. Rat gefragt

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Dienstag 19. Juni 2018, 23:13

Hmm.
Einfach drauf scheissen kannst du jetzt nicht unbedingt, aber am simpelsten wäre es immer noch,
Probeläufe u.ä. nur dann zu tätigen, wenn diese gewisse Person ausser Haus ist, ohne davon Kenntnis zu haben.
Ist am stressärmsten. Und gross rumdiskutieren? Meistens einfach nur fruchtlos.
In der Nachbarschaft wissen ja alle untereinander, wie der Tagesablauf von dem und dem ist, welches Auto von wem
gefahren und abgestellt wird usw.
So kannst du ja ungefähr abschätzen, wann du mal wieder "sturmfrei" hast.

Ich persönlich habe bisher übrigens meist die Beobachtung gemacht, dass solche Streithälse einfach nur selbst
kein Hobby haben. Oder ich gehe mal weiter und behaupte, diese Leute haben kein eigenes, richtiges Leben (um mich
mal neudeutsch auszudrücken). Oder zumindest nur eines, welches komplett aufs Minimum runtergeschraubt ist,
ob jetzt sozial, materiell oder was weiss ich. Da wird dann schnell mal ein Anlass gesucht, um Dampf abzulassen.
Auch mir ist das ganze nicht unbekannt.
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Re: Probleme mit dem Nachbarn. Rat gefragt

Ungelesener Beitragvon Framo » Dienstag 19. Juni 2018, 23:48

Gibt es für solche Fälle nicht die freundlichen Problemlöser, die gegen eine Gebühr gebucht werden können?

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Re: Probleme mit dem Nachbarn. Rat gefragt

Ungelesener Beitragvon berlintourist » Mittwoch 20. Juni 2018, 06:06

Framo hat geschrieben:Gibt es für solche Fälle nicht die freundlichen Problemlöser, die gegen eine Gebühr gebucht werden können?

ich bin grad etwas unsicher, wen du da meinst: die grimmig schauenden lederjackenträger mit starkem russischem akzent?
oder eher einen mediator / schiedsmann?
:-|
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Re: Probleme mit dem Nachbarn. Rat gefragt

Ungelesener Beitragvon jcd1992 » Mittwoch 20. Juni 2018, 11:54

Hallo, erstmal herzlichen Dank für die Tipps, ich möchte aber noch ein bisschen was erzählen, damit das richtig dargestellt wird.

Wie gesagt, ich bin überhaupt nicht auf Zank aus und möchte auch keinen, aber ich will mir das schrauben nicht verbieten lassen. Ich möchte nur auf Nummer sicher gehen, falls ich mal Besuch bekomme.

Den Tipp mit den ominösen Menschen, die ich mal vorbeischicken solle,lehne ich aber ab :lol: :lol: :lol:

Ich habe wie gesagt, den Wartburg in 1,5 Jahren vielleicht 2x eine halbe Stunde laufen lassen, sonst wird er nur aus der Garage raus (5m) und reingefahren. Und vielleicht noch 10m zur Hebebühne, aber mehr nicht.Und ein 2 Takter riecht nun mal ein bisschen. Da ich jetzt Urlaub habe, wird er halt früh mal kurz rausgefahren und abends wieder reingefahren, fast jeden Tag. Sonst bleibt er auch mal eine Woche stehen, da ich gar keine Zeit habe, mich um ihn zu kümmern.

Also in der Hinsicht kann man von Belästigung, das jedes Wochenende von früh bis abend die Karre läuft, gar nicht sprechen. Dann würde ich es ja noch oder besser auch verstehen, dass er sich beschwert, das kann ja wirklich nervig sein. :smile:

Da er aber auch Rentner ist, wird es auch schwierig an Zeiten zu schrauben, wo er nicht da ist. Er ist immer da {Zahnlücke}




Den Tipp, dass ich auf Ölverschmutzung achten soll, werde ich beherzigen und mir heute gleich Malervlies kaufen. Die Unterseite vom Malervlies ist ja undurchlässig, damit kann falls der Warti mal tropft nichts ins Erdreich gelangen.

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Re: Probleme mit dem Nachbarn. Rat gefragt

Ungelesener Beitragvon B1000-RTW » Mittwoch 20. Juni 2018, 12:06

Schnapp Dir ne Kiste Gerstensaft und geh rüber. Erzähle ihm von Deinem Vorhaben und begeistere ihn für die gute alte Zeit.

Macht Euch mal Zeiten aus für Probelauf etc., um nicht zu stören.

Ich bin immer für ne gütliche Einigung! Hatte sowas auch, bis tief in die Nacht lief die Flex. Gab auch Mecker vom Nachbarn. Gespräch gesucht, Fotos gezeigt, von alten Zeiten geschwärmt und gut wars! [Bier]
Viele Grüße vom Preußen aus Sachsen
Olli

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Re: Probleme mit dem Nachbarn. Rat gefragt

Ungelesener Beitragvon mimi311 » Mittwoch 20. Juni 2018, 13:49

Merke: "Der natürliche Feind des Menschen ist der Nachbar"

Ich denke daß es sich mehr um einen Generationskonflikt handelt. Der betagte Mann sieht auf dem Nachbargrundstück einen jungen Menschen (26?), der seine Interessen auslebt. Das ruft Neid hervor. Ähnliche Erfahrungen habe ich auch gemacht, im persönlichen Gespräch kam dann die Frage: Wovon willst du das bezahlen? Hatte mit dem ursächlichen Problem rein gar nichts zu tun. Auch wenn der Kollege dein Vater sein könnte: Gib ihm eine klare Linie, bleib ruhig und sachlich und erinnere ihn dezent an Sachen die dich vielleicht stören (bei mir waren es die geschlachteten Kaninchen auf der Wäscheleine die meine kleine Tochter bedauerte).
Wenn dein Wagen zugelassen und technisch korrekt ist, hat er rein gar nichts zu melden. Abtreten lassen.

PS: Hat er nicht eine Festbrennstoffheizung deren Gerüche dich belästigen?
Grüße Andreas

Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu handeln:
Erstens durch Nachdenken, das ist der Edelste, zweitens durch Nachahmen, das ist der Leichteste, und drittens durch Erfahrung, das ist der Bitterste.

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Re: Probleme mit dem Nachbarn. Rat gefragt

Ungelesener Beitragvon jcd1992 » Mittwoch 20. Juni 2018, 14:09

@B1000-RTW ja das mit dem Gerstensaft würde ich gerne machen , aber das bringt bei ihm nixs :?:

Ich bin ja auch nicht der einzige Nachbar mit dem er Ärger hat, bzw. Ärger haben möchte. Er ist halt so ein Typ Mensch, immer auf Krawall aus [smilie=hi ya!.gif]

@mimi311 Ja, das habe ich ihm auch gesagt, dass er auch auf seine eigenen Finger schauen soll. Zum Beispiel Sonntag Mittag um halb 2 Rasen mähen und da habe ich mich auch noch nie beschwert.

Ich halte auch die Ruhezeiten ein. Frühestens fange ich um 9 Uhr an und fahre das Auto spätestens um 21 Uhr wieder rein. Mittag arbeite ich gar nicht daran, egal ob unter der Woche oder am Wochenende. :smile:

Ich meinte ja auch zu ihm, dass er das ja früher auch hatte und das in Massen und da funktionierte das ja auch, warum er dann heute so ein Aufriß macht, verstehe ich nicht.

Naja, aber lange wird es nicht mehr dauern (3-4 Wochen) und dann geht er zum lieben TÜV und dann A...lecken {blinzel}

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Re: Probleme mit dem Nachbarn. Rat gefragt

Ungelesener Beitragvon Friedolin » Donnerstag 21. Juni 2018, 19:04

Also zunächst mal steht schon in der Bibel "Es kann der frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt" (Nee, war Spaß, steht da gar nicht, steht bei Schiller). Also auch Friedrich Schiller hatte schon Probleme, wenn er seinen Wartburg probelaufen ließ. Ein allgemeingültiges Rezept gibts natürlich nicht, denn es kommt a) auf den Nachbarn und b) auf Deinen Wartburg und die Umstände an. Ich habe z.B. noch nie einen Motor einfach so eine halbe Stunde im Leerlauf laufen lassen, geschweige denn, einen Zweitakter. Das ist die Pest für das Teil, es wird überfettet, nicht richtig warm und 90 Prozent des Verschleißes passieren in den ersten fünf Minuten nach dem Anlassen. Und mir fällt auch kein Grund ein, weshalb ich nen Motor ne halbe Stunde im Leerlauf rumtuckern lassen soll. Insofern ist auch das tägliche Anlassen, Rausfahren, Ausmachen, Basteln, Anlassen, Reinfahren, Ausmachen eigentlich für Deinen Motor viel schlimmer als für den Nachbarn. Schiebe den lieber raus, mach ihn fertig für die Zulassung und fahre dann vernünftig mit rum, das bekommt Mensch und Maschine einfach am besten.
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Re: Probleme mit dem Nachbarn. Rat gefragt

Ungelesener Beitragvon berlintourist » Donnerstag 21. Juni 2018, 22:01

jcd1992 hat geschrieben:Ich bin ja auch nicht der einzige Nachbar mit dem er Ärger hat, bzw. Ärger haben möchte. Er ist halt so ein Typ Mensch, immer auf Krawall aus

nun, wenn der liebenswerte mitbürger so gestrickt ist, ist er bei den entsprechenden "ordnungsbehörden" ja ggf schon einschlägig bekannt. da wäre ich mal ganz entspannt ... :-| ( das ist jaaa .... ein ... Querulant! ..)

hatte ich auch schon in ähnlicher form, mir wurde gar von anderen mitteilung gemacht, daß das ordnungsamt mich im (mini)-garagenhof gesucht hätte ..... nun ja, die beschwerdeführerin weiß vermutlich auch noch die telefonnummer des früher zuständigen ABV auswendig... :lol:
Zuletzt geändert von berlintourist am Donnerstag 21. Juni 2018, 22:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Probleme mit dem Nachbarn. Rat gefragt

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Donnerstag 21. Juni 2018, 22:21

Ja, das hatten wir auch schon. Irgendwer in der Nachbarschaft hat das Ordnungsamt gerufen, weil sie der Meinung waren, dass unsere Autos so nicht parken dürfen, wie sie es tun, gelegentlich.

Die Gertrud vom Ordnungsamt kam, sah sich das larifari an, gab einen kurzen Text zur Mindestdurchfahrtsbreite ab und verschwand schnellstmöglich wieder in Richtug Kaffeetasse. :lol:
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Re: Probleme mit dem Nachbarn. Rat gefragt

Ungelesener Beitragvon berlintourist » Donnerstag 21. Juni 2018, 22:25

Wartburgbauer hat geschrieben:Ja, das hatten wir auch schon. Irgendwer in der Nachbarschaft hat das Ordnungsamt gerufen, weil sie der Meinung waren, dass unsere Autos so nicht parken dürfen, wie sie es tun...

erinnert an morlok motors .. :lol:
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Re: Probleme mit dem Nachbarn. Rat gefragt

Ungelesener Beitragvon berlintourist » Donnerstag 21. Juni 2018, 22:29

Friedolin hat geschrieben:Also auch Friedrich Schiller hatte schon Probleme, wenn er seinen Wartburg probelaufen ließ...

ich hab grad mal nachgeschaut - schiller fuhr keinen wartburgwagen :? - er hatte einen bestellt .....
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Re: Probleme mit dem Nachbarn. Rat gefragt

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Freitag 22. Juni 2018, 08:28

berlintourist hat geschrieben:
Wartburgbauer hat geschrieben:Ja, das hatten wir auch schon. Irgendwer in der Nachbarschaft hat das Ordnungsamt gerufen, weil sie der Meinung waren, dass unsere Autos so nicht parken dürfen, wie sie es tun...

erinnert an morlok motors .. :lol:


Ja, nee, so schlimm ist es nicht. Es ist eine kleine Straße, auf der wir manchmal unsere PKW parken, mehr nicht.

Ähnlichen Knatsch gab es schon als ich noch kaum sprechen konnte und wir übergangsweise in einer (Nachwende-)Plattenbausiedlung wohnten. Mein Vater nutzte in Ermangelung eines anderen Autos seinen damaligen LKW, einen 813er Mercedes aus den 70ern mit langem Möbelkoffer, Ladebordwand und Motorsportwerbung als Alltagsauto. Nicht selten musste er diverse Rentner unter Gewaltandrohung aus der Parklücke schubsen, weil sie der Meinung waren, dass er im Wohngebiet damit nicht parken dürfe, dass es im Haus deswegen dunkel werde, und so weiter. {kratz} {beifall}
Und wieder ist der, der was macht (und folglich entsprechende Fahrzeuge fährt), der blöde. Wie immer.
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Re: Probleme mit dem Nachbarn. Rat gefragt

Ungelesener Beitragvon bic » Freitag 22. Juni 2018, 11:26

Wartburgbauer hat geschrieben:Und wieder ist der, der was macht (und folglich entsprechende Fahrzeuge fährt), der blöde. Wie immer.

Jetzt tust Du dir aber ein bißchen selbst leid [smilie=hi ya!.gif]
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Re: Probleme mit dem Nachbarn. Rat gefragt

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Freitag 22. Juni 2018, 12:08

Ja, nöö, noch macht es mir Spaß, dagegen zu kämpfen. :smile: :lol:
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Re: Probleme mit dem Nachbarn. Rat gefragt

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Samstag 23. Juni 2018, 07:05

Ich kenne noch Zeiten, da hat man eine Wurst gegrillt, das Glas gehoben und sich über den Montagsfilm in der ARD unterhalten.
Und die Kinder haben friedlich miteinander gespielt.

Heute : mein Haus, mein Auto, meine Frau .... meine Schulden.
Da wird einer schon ninglich etc. ....

Es wird schwierig solche machthungrigen Möchtegerne in die Schranken zu weisen und auf den Pfade der Tolleranz zu führen.
Herzliche Grüsse von Andreas aus Leipzig
2-Takter sind einfacher im Aufbau wie 4-Takter

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Re: Probleme mit dem Nachbarn. Rat gefragt

Ungelesener Beitragvon Arndt Fritzsche » Montag 25. Juni 2018, 19:20

...vielleicht hilft das: Landgericht Nürnberg-Fürth, Urteil vom 29.07.1998 - 11 S 11191/97 -

https://www.kostenlose-urteile.de/LG-Nu ... ws3004.htm

Zitate: "Solange die Beklagte ihre Garage in ortsüblicher Weise benutze und ihre Umgebung nicht über Gebühr belästige, müsse dies der Kläger hinnehmen." und "Die kurzzeitige Beeinträchtigung, mit der eine normale Garagen-Benutzung nun einmal verbunden sei, müsse der Kläger als ortsüblich und unwesentlich hinnehmen."


oder das hier: Aktenzeichen: Amtsgericht Wiesbaden 92 C 4418/97 - 12.

http://www.sueddeutsche.de/geld/nachbar ... n-1.553345


mein Fazit: Eine halbe Stunde Laufenlassen würde zumindest die Gefahr in sich bergen, verklagt zu werden (wie auch immer dann das Urteil ausfällt). Ich würde es also nicht übertreiben.


VG Arndt

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Re: Probleme mit dem Nachbarn. Rat gefragt

Ungelesener Beitragvon jcd1992 » Montag 25. Juni 2018, 21:39

Danke, jaja also ich nehme mich schon sehr zurück. :smile: Ich muss aber dazu sagen, dass die halbe Stunde nur geschätzt ist. Es können auch 20 oder 25 oder auch 15 min gewesen sein, keine Ahnung. Ich habe ja keine Stoppuhr mit.

Aber ich bin auch, ich denke die Woche fertig und dann wird er sich zum Vollgutachten bewegen und dann hat sich das auch erledigt. :D

Naja und was dann mal als Reperatur ansteht, damit muss er leben. -roll-

Befi
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Re: Probleme mit dem Nachbarn. Rat gefragt

Ungelesener Beitragvon Befi » Mittwoch 27. Juni 2018, 07:31

Also ganz ehrlich,und wenn es 5min wären.Die sind einfach nicht i.O.Ich verstehe den Nachbarn.Den Vergaser oder sonstige Dinge kann ich auch einstellen wenn er TÜV fertig ist.Dann fährst irgenwo hin (Industriegebiet).Mein Nachbar stejt auch ständig mit seiner Karre da und schreibt bei laufendem Motor irgendwelche Wahtsapp bevor er losfährt oder aussteigt.Irgendwann stehe ich da auch mit ner AK 47.
Ich starte meinen Motor und fahre los.Mein Wartburg wurde komplet zusammen gebaut und grob eingestellt.Dann bin ich los gefahren und habe getestet.Mein Nachbar ist nicht sauer.Leider ich auf ihn.Fühle mich aber nicht wichtig sondern nur genervt.Warum muß ein Motor länger als 5s laufen bevor man losfährt?
Gruß Befi

Wartburgbauer
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Re: Probleme mit dem Nachbarn. Rat gefragt

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Mittwoch 27. Juni 2018, 08:21

Zunächst mal wird nach der Erstbefüllung des Kühlsystems IMMER im Stand warmlaufen gelassen, um zu beobachten, was da passiert. Spätestens, seit mein Campingmotor gleich auf der ersten Fahrt geklemmt hat (eben, weil ich das NICHT getan habe) mache ich das grundsätzlich. Auch das Einstellen der Ladespannung der Gleichstromlima erfordert längeren Betrieb im Stand, schonmal weil ich ihn gern etwas warmlaufen lasse, bevor ich bei 4500U/min im Stand ohne Last gucke, was die Lima in diesem Zustand so tut.

Vor dem täglichen Losfahren ist das natürlich nicht notwendig und auch auf Dauer nicht gut, klar. Was besonderes ist das trotzdem nicht, z.B. in der Betriebsanleitung von unserem Transporter steht ganz klar "Nicht gleich nach den ersten Motorumdrehungen losfahren!" (Stand 1985). Und wer schonmal einen LKW mit Durckluftbremse bedient hat, der sollte wissen, dass das Warmlaufenlassen eines PKW eigentlich gar nicht der Rede wert ist. Ich habe nicht erst einmal einen LKW 3...5min mit 2500 U/min laufen lassen, damit wieder Luft da ist. Die LKW haben dafür gleich einen Knopf am Lenkrad, damit man nicht die ganze Zeit das Gaspedal festhalten muss. :smile: DAS ist nervig, für alle Beteiligten, und zeigt auf, wie lächerlich das Aufregen über einen PKW ist. Man kann sich auch einreden, gestört zu werden.
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Re: Probleme mit dem Nachbarn. Rat gefragt

Ungelesener Beitragvon toppimoppi » Mittwoch 27. Juni 2018, 10:41

Also ich sage mal bis jetzt lief er vielleicht 2x eine halbe Stunde, sonst halt nur um aus der Garage rauszufahren und wieder reinzufahren.

Sollte es in deinem Bundesland keine landesspezifische Regelung (wie bic bereits schrieb, z.B. ein LImSchG) bzw. in deiner Gemeinde keine Satzung/Allgemeinverfügung o.ä. geben, in welcher die Benutzung eines Kfz u.a. auf dem Privatgrundstück explizit geregelt ist, so ist die Rechtsgrundlage aus meiner Sicht ganz klar in § 30 der StVO (Vgl.: https://dejure.org/gesetze/StVO/30.html) zu finden und kann so auch geahndet werden: http://www.bussgeldkatalog.net/umweltsc ... rigkeiten/ .

Aus immissionsschutzrechtlicher Sicht sehe ich hier keinerlei Verquickung zum BImSchG, da im vorliegenden Fall sowohl ein gewerblicher Charakter als auch ein „Anlagenbezug“ (i.S. des BImSchG) fehlt.

Privatrechtlich kann man sich hier natürlich auf beiden Seiten so richtig austoben - über Sinn oder Unsinn dieser Option lässt sich auch wieder streiten. {Ärgern}

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Re: Probleme mit dem Nachbarn. Rat gefragt

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Mittwoch 27. Juni 2018, 12:04

So lange du diese Geräuschbelästigung nur sporadisch verursachst, sollte dir niemand was können.
Du lässt den Motor ja nicht regelmässig von Montag bis Sonntag von um 13 - 15 Uhr laufen, vermute ich mal.
Liegen ja eh nur selten Arbeiten an, die den Motorlauf erfordern.
Ich glaube, bis ca. 20 Minuten am Stück sind da noch vertretbar. Du lässt ja den Motor bestimmt nicht unbeaufsichtigt
ewig warmlaufen, sondern arbeitest daran.
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Re: Probleme mit dem Nachbarn. Rat gefragt

Ungelesener Beitragvon Wilfried » Mittwoch 27. Juni 2018, 12:19

Ich habe zwar keine Probleme mit meinem Nachbarn, aber sollte es tatsächlich einmal notwendig sein, den Motor laufen zu lassen, benutze ich einen sehr langen Schlauch und leite die Abgase so in meinen Garten, dass sie keinen Nachbarn belästigen. Wenn man Rücksicht nimmt, klappt es auch mit dem Nachbarn.
Lächle, das Leben ist einfach zu kurz.

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Re: Probleme mit dem Nachbarn. Rat gefragt

Ungelesener Beitragvon bic » Mittwoch 27. Juni 2018, 12:40

toppimoppi hat geschrieben:Also ich sage mal bis jetzt lief er vielleicht 2x eine halbe Stunde, sonst halt nur um aus der Garage rauszufahren und wieder reinzufahren.

Sollte es in deinem Bundesland keine landesspezifische Regelung (wie bic bereits schrieb, z.B. ein LImSchG) bzw. in deiner Gemeinde keine Satzung/Allgemeinverfügung o.ä. geben, in welcher die Benutzung eines Kfz u.a. auf dem Privatgrundstück explizit geregelt ist, so ist die Rechtsgrundlage aus meiner Sicht ganz klar in § 30 der StVO (Vgl.: https://dejure.org/gesetze/StVO/30.html) zu finden und kann so auch geahndet werden: http://www.bussgeldkatalog.net/umweltsc ... rigkeiten/ .

Aus immissionsschutzrechtlicher Sicht sehe ich hier keinerlei Verquickung zum BImSchG, da im vorliegenden Fall sowohl ein gewerblicher Charakter als auch ein „Anlagenbezug“ (i.S. des BImSchG) fehlt.

Privatrechtlich kann man sich hier natürlich auf beiden Seiten so richtig austoben - über Sinn oder Unsinn dieser Option lässt sich auch wieder streiten. {Ärgern}


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