Umbau Autoradio Schönburg

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WABUFAN
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Re: Umbau Autoradio Schönburg

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Dienstag 9. Februar 2016, 05:19

Um es genau zu messen :

MV_71.jpg

Da wird der genaue Pegel über 0 dB ( A ) gemessen.
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bic
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Re: Umbau Autoradio Schönburg

Ungelesener Beitragvon bic » Donnerstag 11. Februar 2016, 00:37

@ Andreas - was Du so alles Schönes hast ! :sad: Aber warum steht auf dem Teil "dBu" drauf, dass ist doch eigentlich die Angabe eines Spannungspegels?

Aber mal weiter im Text, von der Idee, die Sprachausgabe meines alten VDO-Dayton-Navis auch auf das Radio aufzuschalten, habe ich mich getrennt. Dies wäre wohl nicht allzu schwierig geworden, denn die Festeinbaunavis haben/hatten üblicher Weise zum Audio- auch einen Schaltausgang, welcher zur Stumm-/Vorrangschaltung im Radio für die Navisprachausgabe genutzt wurde, ich hätte also nur den Schaltpegel herausfinden müssen. Aber in Absprache mit meiner besseren Hälfte lasse ich das Ganze sein, denn bei Nutzung des Navis müsste dann auch immer das Radio dudeln, das ist dann -sagen wir mal- etwas unglücklich. Also darf das Navi seinen eigenen Lausprecher behalten.

Bleibt also "nur" noch das Mikro für die Freisprecheinrichtung. Zwischenzeitlich habe ich mich nun ein bißchen mit dem Mini-Mikros befasst, und mit Erstaunen festgestellt, das weltweit über 90% der verwendeten Mikros Elektretmikrofone sein sollen, welche zu meine aktiven Elektronik-Bastelzeiten vor 30-35 Jahren teure Exoten waren. Aber ein Elektretmikrofon braucht eine Versorgungsspannung, damals so wie heute. Da diese Spannung auch über die Tonader geliefert werden kann, habe ich nun heute einmal gemessen, ob das BT-Board diese auch bereitstellt. Dabei habe ich dann zwei Sachen festgestellt, nämlich

  1. hatte ich neulich das Mikro verpolt angeschlossen wobei es erstaunlich ist, das es trotzdem noch ein minimales Signal lieferte
  2. das Board stellt tatsächlich eine Versorgungsspannung von ca. 2,45V bereit
Also habe ich dann noch einmal das Mikro nun richtig angeschlossen und siehe da, es funktioniert erst einmal. Eine ausreichende Sprachverständigung ist bis ca. 50 cm Abstand vom Mikro gegeben. Das ist für eine Freisprecheinrichtung allerdings nicht ausreichend und ich habe dann in Erwartung eines besseren Ergebnisses nun das zwischenzeitlich eingetroffene und explizit als Mikrofon für KFZ-Freisprecheinrichtungen beworbene Teil ausprobiert, dies allerdings mit Enttäuschung, der für eine Verständigung erforderliche Abstand schrumpfte damit sogar auf die Hälfte. Da das alles wesentlich besser geht -man denke nur an die Freisprechfunktion der diversen Handys und Mobiltelefone- vermutete ich ein Anpassungsproblem Mikro/BT-Board und habe mal die Versorgungsspannung bei angeschlossenem Mikro gemessen

DSC05985.jpg

und tatsächlich brach dann die Versorgungsspannung von 2,45V auf 1,77V ein und mit dem Freisprecheinrichtungs-Mikro waren es dann nur noch ca. 1,2 V. Nun brauche ich eine Lösung, scheinbar ist die Impedanz der Mikros zu gering und zieht dadurch die Versorgungsspannung runter. Helfen könnte da vielleicht ein Spannungsteiler, welcher die Belastung für das BT-Board verringert und dem Mikro noch eine ausreichende Versorgungsspannung liefert. Da diese jedoch nach ersten Recherchen im Minimum zwichen 1V und 2 V liegt, wird das wohl schwierig werden, zumal ich die Impedanz der Mikros nicht kenne. Ich werde mich daher erst einmal nach hochohmigeren Mikros umsehen, immerhin reicht hier die Spanne von 600 Ohm bis 400 kOhm. Sollte die Sache so nicht gelingen, gibt es wunderschöne, einstellbare Mini-Vorverstärker für Elektretmikrofone, dann kommt eben so etwas zum Tragen - ich muss dann nur die Versorgungsspannung auskoppeln. Na, mal sehen.
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Re: Umbau Autoradio Schönburg

Ungelesener Beitragvon bic » Sonntag 14. Februar 2016, 02:04

Langsam wird es ärgerlich, dass die Sache mit den Mikro sich als so schwierig erweisen wird, hätte ich nicht gedacht. Ich hatte ja neulich schnell noch zwei verschiedene bestellt und das erste war heute schon in der Post. Also schnell mal zwei Strippen drangelötet

DSC05988.jpg

und ausprobiert. Ergebnis --> funktioniert hervorragend, ist leider jedoch ab 50 cm Abstand immer noch zu leise :sad: Da es mir nun reichte und ich wissen wollte, was nun überhaupt für ein Pegel erforderlich ist um beim Gegenüber eine ausreichende Lautstärke im Hörer zu fabrizieren, habe ich einfach mal ein Audiosignal über einen Koppelkondensator in den Mikroeingang des BT-Boards eingespeist (wegen der Nerven Absolut relax über Web - sieht man ja schon an der Kurvenform :shock:) und gemessen:

DSC05986.jpg

Ab einem Pegel von ca. 100mV peak ist die Lautstärke beim Gegenüber hervorragend, darunter wird es zu leise und darüber nicht lauter --> aha, der Mikroeingang des BT-Boards hat also sogar eine automatische Pegelbegrenzung! Jetzt muss es mir also nur noch gelingen, die 100mV allein mit dem Mikro auch bei einem Abstand von ca. 1-1,5m zu erreichen. Einmal probiere ich das noch aus wenn das anderer bestellte Mikro da ist, dies soll mit -40 dB schon empfindlicher sein. Klappt dies dann auch nicht, muss halt tatsächlich noch ein Vorverstärker rein.
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Re: Umbau Autoradio Schönburg

Ungelesener Beitragvon bic » Donnerstag 18. Februar 2016, 00:06

Es wird wohl nun doch ein Mikrofonvorverstärker werden müssen, leider. Aber der Reihe nach, gestern war nun auch die zweite Mikronfonkapsel in der Post, welches ja immerhin eine Empfindlichkeit von -40 dB haben soll (wer hierzu etwas Genaueres wissen möchte, schlage nach beim Tontechnik-Guru Sengenspiel). Die Kapsel ist deutlich größer als die vorherige:

DSC05995.jpg

was bei mir schon eine vage Hoffnung aufkommen ließ. Diesmal habe ich aber dann gleich das Oszi angeschlossen und hier nun das Ergebnis bei normalen Sprechlautstärke in ca. 50cm Abstand zur Mikronfonkapsel :

DSC05997.jpg

Ca. 25 mVss Mikrofonausgangsspannung zeigt mir das Teil an, das ist unzureichend. Erst mit stark erhobener Stimme komme ich auf vielleicht ca. 40-50 mVss:

DSC05999.jpg

Das reicht für eine Verständigung, zerrt aber an meinen Stimmbändern und ist noch lange nicht das, was ich mir vorstelle.

Kurzzeitig hatte ich daher die Idee, das Mikro separat mit einer höheren Spannung zu betreiben, als diese vom BT-Board geliefert wird. Als ich mich dann aber ein bißchen belesen hatte, musste ich erkennen, dass dies Wurst ist, am Mikro stellt sich immer die Spannung ein, welche dem von der Konstruktion bestimmten Betriebsstrom entspricht, der Rest Versorgungsspannung fällt dann an dem immer notwendigen Vorwiderstand ab.

Gelernt habe ich dann dabei auch, dass die weiter oben im Thread gemessenen Betriebsspannungen von unter zwei Volt ebenso normal sind, wie die von mir gemessenen Pegel von 25-50mVss - eigentlich sind dies sogar schon ziemlich gut. Bleibt mir also nichts weiter als festzustellen, dass der Mikrofoneingang des BT-Boards eine unzureichende Verstärkung hat, ob dies nun ein Defekt ist, am Layout liegt, oder daran, dass das Teil nur mit ca. der Hälfte der zulässigen Betriebsspannung betrieben wird, -nixwissen-.

Daher muss nun ein Vorverstärker her, umgeschaut habe ich mich hierzu schon und falls Interesse besteht - später dann dazu mehr. Das Handtuch schmeißen werde ich aber nicht, schließlich gibt es ja noch immer die Mems-Mikrofone (ruhig mal googeln), so ein Teil implantiere ich mir dann halt direkt am Kehlkopf :shock:
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Re: Umbau Autoradio Schönburg

Ungelesener Beitragvon 311CoupeKWD » Donnerstag 18. Februar 2016, 11:23

Hallo bic,

natürlich besteht Interesse! Nicht aufgeben. Ich lese immer fasziniert mit, was Du drauf hast...
Ich bin sicher, Du findest auch hier eine überzeugende Lösung :idea: .

Beste Grüße Kay
Nicht das Erzählte reicht. Das Erreichte zählt.

Dreizylinderzweitaktgrüße
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Re: Umbau Autoradio Schönburg

Ungelesener Beitragvon bic » Samstag 20. Februar 2016, 15:47

@ Kay, also "drauf" habe ich im Moment scheinbar überhaupt nichts, aber mal wieder der schön der Reihe nach:

Nachdem Conrad den von mir ausgewählten Vorverstärker superschnell geliefert hatte, habe ich diesen ebenso schnell zusammengebraten {sehrfreuen} :

DSC06001.jpg

Dieses Teil hat Conrad immerhin seit mindestens 1999 im Programm (jedenfalls nach Bauanleitung) und ausgesucht hatte ich mir diesen weil:

  1. die zulässige Betriebsspannung bis 15V reicht und ich mir dadurch die Bastelei eines Spannungsbegrenzers zu sparen hoffte
  2. sich bei dem Teil die Mirofonanpassung und die Gesamtverstärkung getrennt einstellen lassen
  3. die Spannungsversorgung für das Elektretmikrofon bereit gestellt wird (durch Umpolung des Eingang-Koppelkondensator und Bestückung eines Widerstands
  4. der Abstand der Befestigungsbohrungen genau mit denen des MP-3 Players übereinstimmt, so dass ich den das Teil einfach huckepack draufmontieren kann

Also dann denn Verstärker einmal an- und das Oszi gleich drangeklemmt und siehe da

DSC06002.jpg

So ne Schiete, was ist da los, das Teil schwingt mit ziemlich genau 250Hz - so einen schönen Rechteckgenerator wollte ich schon immer mal haben {kratz}
Dann gleich erst einmal - nein 10 mal nach Bestückungs und Anschlußfehlern gesucht, aber da ist alles i.O. Das der OP hin ist glaube ich nicht und am Schaltungslayout wird es auch nicht liegen, denn schließlich verkauft Conrad die Dinger schon eine halbe Ewigkeit (siehe oben). Bleibt eigentlich nur die Betriebsspannung, welche bei mir im Probetrieb etwas oberhalb der zulässigen 15V liegt, das werde ich dann mal als Nächstes probieren - für heute haue ich aber alles erst einmal hin. Sollte es dann doch nicht an der Spannung liegen, dann -nixwissen- und der Mülleimer bekommt Futter, denn die Mühe, mir den OP nochmal einzeln zu besorgen, mache ich mir nicht. Eine deutlich moderner Alternative habe ich mir nämlich schon ausgeguckt:

Micro.JPG
Quelle: Adafruit Industries NYC

Darüber aber erst dann mehr, wenn ich es tatsächlich brauchen sollte.

PS. gibt es übrigens noch kleiner als mems-Mikro:

Micro2.JPG
Quelle: Adafruit Industries NYC
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Re: Umbau Autoradio Schönburg

Ungelesener Beitragvon bic » Mittwoch 24. Februar 2016, 00:37

Tja, was soll ich sagen, auch eine verringerte Spannungsversprgung des Conradverstärkers hat nicht gebracht, dies Ding schwingt eben. Im Web gibt es gute Tipps was man dagegen machen kann, wenn ein OP-Verstärker schwingt, das alles auszuprobieren, wäre mir dann doch zu mühselig.

Aber kaum zu Glauben, aber die Alternative war nun schon heute in der Post, hier mal gleich ein Größenvergleich:

DSC06039.jpg

DSC06040.jpg

Montieren werde ich diesen -falls er hält, was ich mir von ihm verspreche- in etwa in dieser Art:

DSC06041.jpg
DSC06042.jpg

Der Verstärker soll ein wahres Wunderding sein, der winzige Chip auf der Rückseite enthält nicht nur einfach einen rauscharmen dreistufigen Verstärker, sondern auch eine automatische Verstärkungsregelung (mit festlegbaren Ansprechzeiten), um den Ausgangspegel trotz eines stark schwankenden Eingangssignal konstant zu halten - dies ist nun nicht gerade etwas für HIFI-Ansprüche (da ja dadurch jegliche Dynamik flöten geht), aber zur Sprachübertragung ideal, denn hierdurch wird auch für eine gute Verständlichkeit der Sprache bei vorhandenen Störgeräuschen gesorgt. Die Gesamtverstärkung des Teils ist in drei Stufen einstellbar, daher 40dB (100-fach), 50dB (316-fach) und 60dB (1000-fach).

Da ich nun ungeheuer neugierig war, habe ich den Verstärker mal schnell ein paar Pfostenstecker als Anschlüsse verpasst

DSC06043.jpg
,
und das Ganze zur Probe fliegend verdrahtet:

Entfernung.JPG

Ja, ja, ich weiß, das Bild könnte schärfer sein, aber was man dann doch auf dem Oszi erkennt, sind ca. 1,6 Vss bei eher leiser Gesprächslautstärke aus ca. 2m Entfernung! Selbst aus über 3m Entfernung (mehr gibt das Zimmer nicht her) ist der Pegel über jeden Zweifel erhaben - ich bin jedenfalls erst einmal begeistert! Sicher ist die Verstärkung im Moment unbeschaltet auf 60dB genagelt und damit sicher zu groß (wer weiß, wie sehr das im Moment rauscht), aber ich habe nun wieder Hoffnung geschöpft, dass mir die Freisprechanlage doch noch so gelingen kann, wie es mir vorschwebt. Jetzt heißt es aber erst einmal, dem Radio ca. 5V Betriebsspannung zu entlocken, den mehr als 5,5V verträgt der Verstärker nicht - aber ich da schon eine Idee. Dann kann ich endlich das "Zusammenspiel" aller Komponenten ausprobieren. Hier noch einmal der Vergleich des Teils mit dem Dinosaurier vom "blauem C":

DSC06045.jpg
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Re: Umbau Autoradio Schönburg

Ungelesener Beitragvon carsten » Mittwoch 24. Februar 2016, 08:08

bic hat geschrieben:Jetzt heißt es aber erst einmal, dem Radio ca. 5V Betriebsspannung zu entlocken, den mehr als 5,5V verträgt der Verstärker nicht - aber ich da schon eine Idee.


Wie wäre es denn mit einem Abgriff an dem USB-Modul, dass sollte doch spannungstechnisch passen.
Viele Grüße

Carsten

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Re: Umbau Autoradio Schönburg

Ungelesener Beitragvon bic » Mittwoch 24. Februar 2016, 16:26

carsten hat geschrieben:Wie wäre es denn mit einem Abgriff an dem USB-Modul, dass sollte doch spannungstechnisch passen.

Da hast Du vollkommen recht, nur leider ist das Teil bei Radiobetrieb stromlos geschalten [smilie=hi ya!.gif] Aber mal sehen, mir ist da an dem BT-Board etwas aufgefallen, aber wenn alle Stränge reißen, gibt es auch so klitzekleine fertig aufgebaute Spannungsregler (Step-Down-Wandler), welche man in die Zuleitung lötet und hier mit einschrumpft. Aber eigentlich würde ja auch eine Z-Diode 4,7V oder 5,1V und ein passender Widerstand reichen. Na ich guck mal.
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Re: Umbau Autoradio Schönburg

Ungelesener Beitragvon bic » Donnerstag 25. Februar 2016, 01:35

Ha, es funktioniert!
Also, ich konnte es mal wieder nicht lassen und musste einfach mal das Zusammenspiel des Mikrofonverstärkers mit dem BT-Receiver ausprobieren. Ich habe also Carstens Idee aufgenommen und den Verstärker versuchsweise direkt aus der USB-Buchse des MP3-Players versorgt (Fotos habe ich von dem Kabelgewirr jedoch nicht noch einmal gemacht). Also, was soll ich sagen, im mit im Auslieferungszustand eingestellter Verstärkung von 60dB gleicht das Teil eher einem Abhörgerät, als einem Mikrofonvorverstärker, selbst Flüstertöne kamen auf der anderen Seite völlig übersteuert an. Die Reduzierung der Verstärkung auf 50 dB brachte schon einige Verbesserung, aber erst mit 40dB trat dann der erstaunliche Umstand ein, das egal wo ich mich in meinem 12 qm Bastelzimmer aufhielt und egal ob ich direkt ins Mikro, oder aus beliebieger Entfernung in Richtung Mikro oder abgewandt zum Mikro in eine Wandecke sprach, auf der Gegenseit kam eine immer konstante Lautstärke an. Ob dass nun die automatische Verstärkungsreglung des Mikrofonvorverstärker erledigte oder die des BT-Boards, oder eben auch beide zusammen -nixwissen- jedenfalls bin ich begeistert, genau so hatte ich mir dies vorgestellt!

Jetzt muss ich wirklich nur noch die Spannungsversorgung des Mikrofonvorverstärkers sicherstellen. Eigentlich hatte ich die vage Hoffnung, die benötigten 5V direkt dem BT-Bord entnehmen zu können. Dieses besitzt nämlich einen Anschluß für eine direkte 5V-Versorgung

DSC06060.jpg

und nach Adam Riese hätten die hier auch anstehen müssen, denn ich vermutete, das der Abgriff hier nach dem Step-Down-Wandler erfolgt, da das Board komplett mit 5V betrieben zu sein scheint. Eine Messung erbrachte jedoch Klarheit, hier stehen warum auch immer über 12V an - schade eigentlich. Nun warte ich auf den Mini-Step-Down-Wandler und vielleicht ist er morgen schon im Briefkasten, dann sehen wir weiter.

PS. @ Andreas, sag mal, Z-Diode 4,7V 500mW, minimale Z-Strom 10mA, Stromaufnahme Mikroverstärker typisch 3mA, Eingansspannung das, was ein Auto so hergibt, wie groß muss der Vorwiderstand sein - ich habe 680 Ohm bei einem Gesamtstrom für pessimistische 15mA überschlagen, passt das?
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Re: Umbau Autoradio Schönburg

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Donnerstag 25. Februar 2016, 06:25

Die Zenrdiode kann maximal 100 mA Strom vertragen.
Sind der minimal Strom 10 mA und die Schaltung benötigt 3 mA, hat man 13 mA Gesamtstrom.
Gehe ich von 15 V Eingangsspannung aus, ist der Vorwiderstand 792 Ohm.
Deine 680 Ohm sind richtig - besser aber ( 12 V gibt es ja auch ) 561,5 Ohm.
Normwert wäre dann 560 Ohm mit 0,25 W Belastbarkeit.
Von 12 V auf 15 V steigt der Strom durch die Z-Diode von 13 mA auf 18 mA.

Alles im grünen Bereich !
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Re: Umbau Autoradio Schönburg

Ungelesener Beitragvon bic » Freitag 26. Februar 2016, 14:52

WABUFAN hat geschrieben:Alles im grünen Bereich !

Ich danke Dir Andreas, am WE probiere ich dies mal aus, ist ja die platzsparenste Lösung.
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Re: Umbau Autoradio Schönburg

Ungelesener Beitragvon bic » Samstag 5. März 2016, 02:28

So, da ist er nun, der Mini-Spannungswandler

DSC06066.jpg

Also schnell mal ein paar Strippen angelötet, ausprobiert und gleich eingestellt

DSC06067.jpg

DSC06068.jpg

Genauer als auf die gezeigten 5,03 V bekomme ich die Spannung mit dem klitzekleinen Trimmer nicht hin, das Ganze gleicht eher einer mikrochiurgischen Operation als dem Bau eines Radios, aber ich bin zufrieden.

Nun muss nur noch das Mikro an Ort und Stelle gebracht werden, wozu jedoch noch ein Stück von der Front weichen musste

DSC06071.jpg

aber nun sitzt es auch, wie es soll

DSC06074.jpg

Die Verdrahtung war dann schnell erledigt, wobei ich auch gleich noch einen Filter aus Ferritperlen und einem Kondensator nach den Hinweisen des Chip-Herstellers eingebaut habe (der beige Kasten ist übrigens ein 0,47uF Koppelkondensator, welcher den Anschluß