Umbau Autoradio Schönburg

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Umbau Autoradio Schönburg

Ungelesener Beitragvon bic » Freitag 4. Dezember 2015, 02:17

Hier wurde vor nun ziemlich genau zwei Jahren diskutiert, welche Art von Autoradio denn nun für unsere Oldies am geeignetsten wäre. Ich hatte damals geschrieben, dass neben dem viel geschämten Retroradio für mich allenfalls ein versteckt eingebautes und komplett fernbedienbares Radio oder eben ein umgebautes altes Berlin oder Schönburg in Frage käme, hatte mir jedoch die Entscheidung noch offen gelassen. Zwischenzeitlich habe ich mich nun entschieden -na ja, eigentlich schon vor einem Jahr- und da mir für diesen Winter noch eine vernünftige Bastelaufgabe fehlt, baue ich nun schlicht und ergreifend ein Schönburg um

DSC04427.JPG

und dachte mir, dies mal hier zu zeigen, falls sich jemand mit ähnlichen Gedanken trägt. Viel Ahnung von Elektronik ist hierzu nämlich nicht nötig, allenfalls löten sollte man können und im allgemeinen "spitze" Finger besitzen.

Ehe sich aber nun über den vermeintlichen Frevel aufgeregt wird, das Radio habe ich so wie auf dem Bild zu sehen ist, bekommen - die separate Endstufe war nicht dabei, eine etwaige Reparatur damit sowieso nicht möglich und wozu auch, denn nächstes Jahr werden alle Mittelwellensender abgeschalten und auf Langwelle sendet jetzt schon kaum noch jemand. Ein repariertes Schönburg wäre dann eine lebende Leiche, da hauche ich diesem lieber mit moderner Technik neues Leben ein.

So nun aber zur Sache. Einen geeigneten und auch gelobten Umbausatz gibt es bekanntlich hier, und auch alles andere benötigte, wie z.B. Knöpfe, Scalen usw. ist da ebenfalls zu haben. Den Umbausatz kann man sich auch teilbestückt liefern lassen, so dass z.B. die Potentiometer und die LED nur beigelegt sind und man sich das Auslöten spart, denn so wie auf der Platine angeordnet, passen die Teile im Autoradio nie. Ebenfalls gibt es auf der Seite Umbaubeispiele, auch eines von einem Schönburg, wobei mir aber hier die handwerkliche Ausführung nun gar nicht gefällt, da werde ich mir etwas anderes einfallen lassen.

Ehe man nun an einen Einbau denkt, muss natürlich erst erst einmal Platz für die neue, wenn auch kleine Technik geschaffen werden. Dazu ist das Radio einmal komplett zu "entkernen"

DSC04430.JPG

DSC04431.JPG

DSC04433.JPG


wobei ich aber die ausgebauten Teile brav aufgehoben habe
DSC04432.JPG

denn man könnte ja nochmal was davon gebrauchen :shock:

Als nächstes gilt es einen geeigenten Montageort für den Umbausatz und das Abstimmpotentiometer festzulegen, so finde ich dies am einfachten und günstigsten gelöst, allerdings ist hierfür noch ein wenig Blech zu entfernen:

DSC05722.JPG

Als Kühlkörper für den Verstärkerbaustein nutze ich direkt das "Bodenblech" des Radio, die Platine wird jedoch zusätzlich noch über einen Winkel gehalten:

DSC05725.JPG

Das Abstimmpotentiometer sitzt auf einem Stück Universalleiterplatte genau an der Stelle eines der alten Variometer, wobei die Leiterplatte ebenfalls mit einem Winkel am Boden des Radio befestigt ist:

DSC05723.JPG

DSC05726.JPG

Durch den Montageort des Abstimmpotentiometer an Stelle eines der Variometer ist es möglich, die Funktionalität der Abstimmechanik inklusive der Tastenspeicher zu erhalten und weiter zu nutzen. Hierzu wird das Poti genau wie die Variometer mit einem Stück Federdraht angekoppelt

DSC05733.JPG

DSC05734.JPG

wobei es ziemlich günstig kommt, dass der Schiebeweg des Potis von 30mm genau mit den Hub der alten Variometer übereinstimmt.

Jetzt bleibt nur noch der Einbau des Lautstärkepotentiometers

DSC05724.JPG

welches den Platz des alten einnimmt. Die Umschaltmimik nebst dem zugehörigen Schalter bleibt dabei erhalten und kann weiter genutzt werden (eine Idee hiefür habe ich schon, dazu jedoch später mehr). Die LED zur Abstimmungs- und Stereoanzeige werden dann später ihren Platz an Stelle der MW/LW-Anzeige finden und einfach von hinten stramm in 3mm-Bohrungen in das Blech des Skalenhintergrundes gesteckt:

DSC05727.JPG

Da nun auch noch die originale Antennenbuchse und auch die Lötösenleiste (hierüber wird dann der originale Kabelanschluß wieder genutzt) passt

DSC05731.JPG

ist der mechanische Umbau zum reinen Radiobetrieb schon erst einmal abgeschlossen - als besonders schwierig empfand ich das nicht. Allerdings schwebt mir noch etwas anderes vor, doch dazu später mehr, für heute ist es erst einmal genug.
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Re: Umbau Autoradio Schönburg

Ungelesener Beitragvon bic » Montag 7. Dezember 2015, 02:23

So, nun heute mal ein bißchen gelötet:

DSC05740.jpg

Auf der Platine selbst ist alles drauf und dran, auch die Antennebuchse sitzt wie sie soll

DSC05736.jpg

und auch die Lötösenleiste ist wieder in Funktion:

DSC05737.jpg

Hilfreich zum Verdrahten ist ein geplündertes altes Computergehäuse, so gewinnt man fertig konfektionierten Pfostenstecker, welche man schon einmal für die Lautsprecheranschlüsse braucht. Zusätzlich habe ich noch beide Potentiometer mit Pfostensteckern angschlossen (falls die Potis falsch herum arbeiten sollten, muss ich nur die Stecker drehen), so brauche ich zum Ausbau der Platine nur die Spannungsversorgung auf der Lötösenleiste auslöten, die Antennenbuchse ist schnell herausgeschraubt und die LED-Anschlußleitungen sind lang genug um dann mit der Platine auch hantieren zu können.

Selbstverständlich hatte ich die Gehäusegrundplatte vor der Verdrahtung von innen etwas "nachgekupfert" und dieser von außen eine Ladung Hammerschlag verpasst

DSC05742.jpg

und auch den Skalenhintergrund und den Zeiger aufgehübscht

DSC05743.jpg

Jetzt muss ich nur noch den Schalter vom Lautstärkepoti verdrahten und die Abstimm- und die Stereo-LEDs in die Skala einbauen, wobei ich mir hier aber noch nicht über die Verlegung der Leitungen schlüssig bin - dann steht aber einem ersten Probebetrieb nichts mehr im Weg, ich bin jedenfalls gespannt. Sollte dann alles erst einmal wie gewünscht funktionieren, muss nur noch dieses Teil einen Platz finden, ein MP3 Jukebox Modul von Velleman - na mal schauen, dass wird ja noch eine Bastelei.
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Re: Umbau Autoradio Schönburg

Ungelesener Beitragvon carsten » Montag 7. Dezember 2015, 16:49

Sehr spannend. {beifall} Gibt es auch einen Line In ?
Viele Grüße

Carsten

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Re: Umbau Autoradio Schönburg

Ungelesener Beitragvon bic » Dienstag 8. Dezember 2015, 00:34

carsten hat geschrieben:Gibt es auch einen Line In ?

Das hatte ich auch erst überlegt, dann aber den Gedanken wieder verworfen. Irgendein MP3-Player oder Smartphone mit Kabel anschließen wollte ich nicht, dann weiß ich nicht, wohin mit dem Gerät und das Kabel hängt nur im Weg rum. Möglich wäre so ein kleiner Bluetooth-Adapter, aber auf meinen Telefon schleppe ich für gewöhnlich keine Musik mit mir rum. Freundlicher erschien mir dann doch ein Player für USB, ein Stick ist in handumdrehen mit Musik bestückt (im Moment habe ich knapp 30 Gbyte davon auf dem Server) und außerdem hat das Velleman-Teil noch einen SD-Slot, wenn man den verwendet, kragt noch nicht einmal etwas groß sichtbar aus dem Radio raus. Ein bißchen schwierig wird jedoch die Anschaltung, die Radioplatine besitzt keinen expliziten NF-Eingang (und einen Schaltplan habe ich auch nicht), daher werde ich wohl direkt an die Eingänge des TDA7057AQ gehen müsen, daher dessen Füßchen trennen und die Zupieler (Radio und MP3-Player) mittels eines Relais einschleifen - dazu bedarf es dann auch noch einer zweiten Eingangsbeschaltung, denn die vom Radio ist ja auf der Platine. Zum Umschalten des Relais will ich dann den Schalter verwenden, welcher ursprünglich für die "Klangblende" verwendet wurde und durch das Herausziehen des Lautstärkeknopfes aktiviert wird:

Unbenannt.JPG

Aber dass ist alles noch Zukunftsmusik, zumindest für die nahe Zukunft - denn zur nächsten Saison will ich ja fertig sein. Dafür gab es dann heute erst einmal Gegenwartsmusik. Nach dem ich dann doch noch die beiden LEDs eingebaut hatte, das Teil erst einmal provisorisch mit einer Meßstrippe als Antenne angeschlossen:

DSC05746.JPG

und so hört es sich nun an. Nicht zufrieden bin ich im Momnet noch mit dem Lauf des Abstimmpotis, der Federdraht hat hier

Unbenannt2.JPG

zu viel Spiel, so dass ein feinfühliges Abstimmen durch geringstes Drehen am Knopf im Moment noch nicht möglich ist. Außerdem scheint mir der Federdraht nicht steif genug zu sein, beim "Schieben" des Reglers wölbt dieser sich erst, bis sich schließlich das Poti bewegt. Aber das bekomme ich auch noch hin, ich bin erst einmal froh, dass das Teil überhaupt läuft.
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Re: Umbau Autoradio Schönburg

Ungelesener Beitragvon bic » Donnerstag 10. Dezember 2015, 00:50

War heute nun in der Post und habe ich mal gleich an einen möglichen Einbauort im Radio gelegt - das MP3-Modul:

DSC05751.jpg

In dieser Art werde ich es wohl einbauen und zwar tatsächlich so, dass die USB- dann mittig über der Antennenbuchse sitzt. Weiter nach hinten schieben geht nicht, dann kommen USB-Buchse und SD-Slot in einer Gewindebohrung des Gehäuses zu liegen und diese Bohrung werde ich voraussichtlich zur Befestigung des Radio im Auto brauchen. Eine derartige, seitliche Anordnung von Buchse und Slot ist bei mir sowieso nur deshalb möglich, weil das Radio später wieder unter dem Armaturenbrett montiert und hier das Retroradio ersetzen wird:

Wesenberg-20131013-00236.jpg

Baut man das Radio jedoch ins Armaturenbrett ein, sind USB-Buchse und SD-Slot so überhaupt nicht oder nur mit Verrenkung zu erreichen. Hier würde es sich anbieten, eine abgesetzte USB-Buchse zum Frontblendeneinau zu verwenden, Platz wäre gerade ausreichend dann hier unterhalb des Senderknopfes

DSC05752.jpg

aber der SD-Slot dann leider nicht mehr nutzbar.

Nachdem ich mir nun über die Einbaulage im Klaren war, wollte ich das MP3-Modul einmal im Zusammenspiel mir den Radio ausprobieren, wobei die Radioplatine leider keinen NF-Eingang besitzt. Um nun das Siganl aus dem Player in den TDA7057AQ hinein zu bekommen, habe ich die Beinchen dessen beider Eingänge aufgetrennt und per Strippe als Radioausgang und Verstärkereingang ins "Freie" gezogen:

DSC05755.jpg

Ohne jegliche weitere Beschaltung habe ich dann einfach mal das Playersignal in den TDA7057AQ eingespeist und so hört sich das dann an (mit Titelsprung vorwärts). Selbstverständlich bekommt dann der TDA noch seine Eingangsbeschaltung von Seiten des MP3-Players, diese soll dann gleich mit auf der Relaisplatine sitzen. Einen Montageort für das Relais habe ich mir schon ausgelauert, wenn dieses dann endlich mal in der Post ist, werde ich sehen, ob das klappen könnte. Aber erst einmal sind jetzt eher grobmotorige Aufgaben zu erledigen, der Player braucht eine Halterung, die Öffnungen für die USB-Buchse und den SD-Slot müssen ins Gehäuse und außerdem sind noch 3 Tasten zur Bedienung des Player und 2 zur Klangregelung des Radio unterzubringen - eine Idee habe ich schon, na mal sehen.

PS. der MP3-Player scheint tatsächlich zusätzlich einen NF-Eingang zu besitzen:

DSC05754.jpg

Ausprobiert habe ich diesen noch nicht, aber falls er funktionieren sollte, könnte ich ja tatsächlich noch eine LineIn-Buchse einbauen. Dokumentiert ist der Player übrigens besch..., es ist nicht einmal irgendwo beschrieben, ob/welche Dateinamen der MP3-Files erforderlich/möglich sind und ob das Teil mit Ordnern umgehen kann. Den 5 Probetiteln auf dem Stick hatte ich vorab schon einmal nur Ziffern als Dateinamen verpasst, das hat der Player dann so erkannt. Es bleibt also noch spannend.
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Re: Umbau Autoradio Schönburg

Ungelesener Beitragvon Krümel » Donnerstag 10. Dezember 2015, 13:27

Schön, was Du da machst ! :smile:
Aber Deine Aussage,daß man für den Umbau nicht viel Ahnung von Elektronik haben muß,würde ich nicht so unterschreiben.
Also,ich hatte ja beruflich auch oft einen Lötkolben in der Hand, trotzdem wüßte ich absolut nicht wo ich da was anschließen sollte.

Mir wäre das eine Nummer zu schwierig !

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Re: Umbau Autoradio Schönburg

Ungelesener Beitragvon 311CoupeKWD » Donnerstag 10. Dezember 2015, 20:50

Respekt bic! Für mich ist das unfassbares Fachwissen.
Ich lese fasziniert mit, wie & was Du Dir da baust.
Ich bin mir sicher, daß Du mit Deiner Lösung, bei vielen von uns, Begehrlichkeiten weckst.

Gruß Kay
Nicht das Erzählte reicht. Das Erreichte zählt.

Dreizylinderzweitaktgrüße
Kay

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Re: Umbau Autoradio Schönburg

Ungelesener Beitragvon bic » Freitag 11. Dezember 2015, 00:17

@Krümel, @Kay, vielen Dank! Aber das alles sieht vielleicht komplizierter aus, als es ist und als Fachmann würde ich mich nun selbst nicht bezeichnen wollen. Der Vorteil der Bausteine besteht ja gerade darin, dass diese im Prinzip betriebsfertig geliefert werden und es hierfür entsprechende Anschlußpläne/-vorgaben gibt. Befolgt man diese mit etwas Sorgfalt, funktioniert das Ganze nachher auch - Kenntnisse über die Funktion der Teile selbst sind vielleicht von Vorteil aber prinzipiell nicht nötig. Natürlich sollte man schon soweit über elektrotechnisches Wissen verfügen, dass man + und - unterscheiden kann, aber an sonst reicht Blackbox-Denken völlig aus (ich selbst habe auch nur eine vage Vermutung, wie die Teile wirklich funktionieren). Und für solche Sachen, wie die abgesetzt von der Platine montierten Potis und LEDs reicht es aus, wenn man die ursprünglich auf der Platine vorgesehenen Lötpunkte mittels Strippen mit den Beinchen dieser dann entfernt montierter Teile verbindet. Selbst solche Sachen, wie einen zusätzlichen Eingang für den Verstärkerbaustein zu schaffen, ist eher ein feinmotorisches als ein elektronisches Problem (ich bin selbst froh, dass ich bei der ganzen Löterei nicht irgend ein Bauteil durch übermäßige Hitzeeinwirkung ins Jenseits befördert habe). Die Datenblätter solcher Bausteine sind im WEB frei verfügbar, hier erfährt man dann auch welche Beinchen des Teils man massakrieren muss und auch welche Außenbeschaltung (also welche zusätzlichen Bauteile) dann die Eingänge brauchen - auch hier reicht einfach nachbauen, wie es wirklich funktioniert, muss man nicht unbedingt wissen. Der Rest, also z.B. der Einbau des (noch nicht gezeigten) Umschaltrelais sind dann eher rein elektrische und mechanische Aufgaben, welche man mit spitzen Fingern lösen kann. Ich kann ja mal -wenn alles fertig- einen kompletten Schaltungs-/Verdrahtungsplan veröffentlichen, also Jungs - traut Euch!

PS. Begehrlichkeiten zu wecken, war gerade auch meine Absicht. Ich finde es nämlich schade, dass die vielen noch existierenden Schönburgs, Berlins, etc. nur deshalb in irgendwelchen Kellern vergammeln oder allenfalls als Deko im Armaturenbrett eingebaut sind, weil diesen keine Töne mehr zu entlocken sind. Das haben die gestalterisch sehr schönen Geräte (hier stehen sie dem damaligen internationalen Stand in nichts nach und sind z.T. sogar besser) wirklich nicht verdient, was liegt also näher als ein Umbau, bei welchen das Äußere und die Mechanik erhalten bleibt?
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Re: Umbau Autoradio Schönburg

Ungelesener Beitragvon Wilfried » Freitag 11. Dezember 2015, 06:31

Ich hoffe ja eher, dass das in Serie geht.
Lächle, das Leben ist einfach zu kurz.

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Re: Umbau Autoradio Schönburg

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Freitag 11. Dezember 2015, 06:34

Wegen der NF - Umschaltung am Eingang des Endstufen - IC's :
Eine elektronische Umschaltung wurde in einigen Autoradios der A 300 - Serie verwirklicht.
Da muss ich danach suchen.
Denn jeder Kontakt fällt früher oder später durch Oxydation aus.

Die Lautstärkeregelung würde ich ausserhalb der Platine lösen.
Durch unsere Ohren werden tiefe und hohe Töne bei geringeren Lautstärken schlechter wahr genommen. Das kann man korrigieren.

Im Radio TOCCATA 940 HIFI sehr elegant gelöst :

_Tocatta_Werte_EXCEL.JPG

Sicherlich sehr aufwendig - aber wenn man die Lautstärke verringert, bleit das Klanggleichgewicht erhalten.

Die 12 V - Spannung von der Batterie sollte man durch ein Filter leiten.
Im KFZ - hat man viele Störquellen - die Drehstromlichtmaschine ist da bei hoher Belastung ein besonders störendes Gerät.
Herzliche Grüsse von Andreas aus Leipzig
2-Takter sind einfacher im Aufbau wie 4-Takter

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Re: Umbau Autoradio Schönburg

Ungelesener Beitragvon Wilfried » Freitag 11. Dezember 2015, 06:38

Andreas, warum hast Du noch nicht so ein modernes Zeug in ein passendes Radio gebaut? Ein paar Berlin könnte ich spendieren.
Lächle, das Leben ist einfach zu kurz.

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Re: Umbau Autoradio Schönburg

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Freitag 11. Dezember 2015, 12:50

Krümel hat geschrieben:Schön, was Du da machst ! :smile:
Aber Deine Aussage,daß man für den Umbau nicht viel Ahnung von Elektronik haben muß,würde ich nicht so unterschreiben.
Also,ich hatte ja beruflich auch oft einen Lötkolben in der Hand, trotzdem wüßte ich absolut nicht wo ich da was anschließen sollte.

Mir wäre das eine Nummer zu schwierig !


Rene hat sich wahrscheinlich wieder etwas zu kompliziert ausgedrückt.
Ganz simple Sache.

Die komplette Leiterplatte kann so wie sie ist, nicht betrieben werden. Alle Bauelemente
sitzen auf einem Haufen. = Also ohne weiteres unbrauchbar.

- Zuerst also die komplette Leiterplatte (bestückt, wie sie ist) an dem Platz montieren, wo
sie für immer sitzen soll.

- Danach die Bauteile (2x Leuchtdiode, 1x komb. Drehschalter mit Lautst.-Poti und 1x Poti für
Senderabstimmung) aus der Leiterplatte auslöten.

- Bitte diese Bauteile nicht alle auf einmal auslöten, sondern Stück für Stück nacheinander.

- Also bspw. mit einer der Leuchtdioden anfangen. Diese auslöten, Platz im Gerät dafür suchen,
dort positionieren und montieren. Danach die Leuchtdiode mit Draht oder Litze mit der
Leiterplatte verbinden.

- Das ganze mit den restlichen Bauteilen wiederholen.

- Wie gesagt, jeden Draht bzw. Bauelement einzeln auslöten und gleich danach wieder
einzeln, nacheinander mit Draht verlängern, also löten.
So kommt man nicht durcheinander und benötigt nicht mal einen Stromlaufplan dazu.
(evtl. max. eine handschriftliche Skizze vorher machen)

- Dadurch, daß die Leiterplatte und die einzelnen Bauteile zunächst fest montiert wurden,
läßt sich die Drahtlänge (des Drahtes, mit dem man beide Bauteile verbindet) besser
bestimmen.

- Beim Löten an Leiterplatten bitte nicht zuviel und zu lange Wärme einwirken lassen,
da sich sonst die Leiterbahnen von der Platte lösen können.
Also nur einige Sekunden lang die Lötspitze draufsetzen, besonders beim Anlöten.
Außerdem Lötkolben mit möglichst geringer Leistung verwenden (max. 30W)
und mit schmaler Lötspitze. Bei Lötarbeiten an Leiterplatten bitte kein Lötfett verwenden.

Gruß Thilo
"...Alles so mini hier...Ich bin Autoschlosser und kein Uhrmacher..."

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Re: Umbau Autoradio Schönburg

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Freitag 11. Dezember 2015, 13:32

Leider kann ich das letzte Posting nicht mehr weiter bearbeiten.
(viele Dinge fallen mir immer erst tröpfchenweise und nacheinander ein...)

- Bitte zum Auslöten der Bauteile eine Entlötpumpe benutzen.
Gibt es schon für kleine Beträge sogar im Baumarkt.
Entlötlitze ist zwar auch im Handel erhältlich, ist aber nicht so "idiotensicher"
wie die Pumpe.


Gruß Thilo
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Re: Umbau Autoradio Schönburg

Ungelesener Beitragvon bic » Freitag 11. Dezember 2015, 16:02

Thilo.K hat geschrieben:
Rene hat sich wahrscheinlich wieder etwas zu kompliziert ausgedrückt.

:oops: Ich drücke mich niiiiiiiiiemals zu kompliziert aus!

Die komplette Leiterplatte kann so wie sie ist, nicht betrieben werden. Alle Bauelemente
sitzen auf einem Haufen. = Also ohne weiteres unbrauchbar.


Kleiner Widerspruch - alles was Du schreibst ist so weit richtig, lediglich das Auslöten kann man sich sparen. Die Radioplatine kann man nämlich auch ohne aufgelötetete Potis und LEDs und sogar ohne aufgelöteten Verstärker (falls man einen anderen benutzen möchte) bestellen, die Bauteile werden dann lose mitgeliefert (hatte ich aber ganz am Anfang schon geschrieben). Das eigentlich auf die Radioplatine aufgelötete Abstimmpoti sollte man sowieso nicht auf Dauer verwenden, als Ersatz hierfür kann man gleich den im Schönburg oder Berlin passenden Schieberegler mit kaufen, selbst der Federdraht zum Ankoppeln ist dann dabei.

Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn meine Bastelei jemanden dazu anregen könnte, dies nachzumachen und @Wilfried, wird leider nix mit Serie - bin ja noch kein Rentner :shock: Aber bei dem Anbieter des Umbausatzes kann man auch fertig umgebaute Geräte kaufen oder eigene umbauen lassen. Aber da sind wir wieder beim Geld, so richtig preisgünstig ist dies nämlich nicht.

PS. Ein 30W-Lötkolben ist schon beinah zu viel, ich nehme 25W und bin damit vorsichtig.
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Re: Umbau Autoradio Schönburg

Ungelesener Beitragvon bic » Freitag 11. Dezember 2015, 18:24

WABUFAN hat geschrieben:Wegen der NF - Umschaltung am Eingang des Endstufen - IC's :
Eine elektronische Umschaltung wurde in einigen Autoradios der A 300 - Serie verwirklicht.
Da muss ich danach suchen.
Denn jeder Kontakt fällt früher oder später durch Oxydation aus.

Elektronische, also Solid-State-Relais gibt es ja fertig zu kaufen, allerdings nicht als Wechsler und gar als Doppelwechsler. Der Schaltungsaufwand um diese Dinger dann verwenden zu können, erschien mir zu groß, zumal ich auf Grund des vorhandenen alten Umschalters das Relais mit Masse schalten werden muß. Da finde ich ein mechanisches Kleinstrelais gleich mit zwei Wechslern viel praktischer und bei diesen gekapselten Dingern muss man auch auf viele Jahre keine oxydierten Kontakte befürchten - zumal ja auch keine Lasten geschalten werden.

Die Lautstärkeregelung würde ich ausserhalb der Platine lösen.
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Eine gehörrichtige Lautstärke ist sicher bei einer HIFI-Anlage unverzichtbar, aber in einem 60 Jahre alten Zweitakt-Cabrio vielleicht etwas zuviel des Guten. Außerdem dürfte der hierfür erforderliche Eingriff in die Schaltung schon erheblich werden, denn der TDA 7057 AQ besitzt von Hause aus eine Gleichspannungs-Lautstärkeregelung, ein Eingriff in den Signalweg findet hier nicht statt.

Die 12 V - Spannung von der Batterie sollte man durch ein Filter leiten.
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Diesen Hinweis werde ich auf jeden Fall beherzigen, ich weiß nur noch nicht, ob ich ein Filter selbst baue (hat vielleicht jemand einen Dimensionierungsvorschlag???) oder einen dieser fertigen Kästen oder Zylinder kaufe.
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Re: Umbau Autoradio Schönburg

Ungelesener Beitragvon bic » Sonntag 13. Dezember 2015, 02:52

Bei einem solchen Schietwetter wie zur Zeit, ist das Basteln am Radio doch ein recht netter und vor allem trockener Zeitvertreib :shock: - also habe ich mal ein bißchen weiter gemacht. Da man ein Autoradio auch ein- und ausschalten können und man im Dunkel auch die Skala erkennen sollte habe ich mich erst einmal auf die Verdrahtung des Schalters und der Skalenlämpchen gestürzt und dem Gehäuse des Radios einen Massestützpunkt verpasst:

DSC05757.jpg

Das ist nicht weiter schlimm, hierfür die Leitungen werden alle an den Lötstützpunkten der alten Lötösenleiste angeschlossen. An diese Leiste werden dann auch alle Leitungen zum/vom Auto gelötet, das erledige ich aber erst zum Schluß, denn im Moment würden diese nur das Hantieren mit dem Radio behindern.

Ein eigenes Problem sind jedoch die Skalenlämpchen. Original sind diese beim Schönburg so montiert, dass man die Lämpchen auch wechseln kann, ohne das Radio ausbauen oder gar öffnen zu müssen. Dafür sind die Lämpchen ähnlich wie bei einem Tacho einfach von außen in das Gehäuse hinein gesteckt, wobei es jedoch hierfür erforderlich ist, die Anschlußkabel außerhalb des Radiogehäuses zu verlegen:

Unbenannt.JPG

Dies stört bei einer Montage das Radios im Armaturenbrett überhaupt nicht, aber soll das Radio -so wie bei mir- unter dem Armaturenbrett angebaut werden, ergeben die beiden Kabelschlaufen kein schönes Bild. Daher und weil durch die verwendeten LED-Lämpchen ein Austausch wohl nie notwendig sein wird, habe ich die Anschlußkabel im Gehäuse verlegt.

Doof ist nur, dass ich hierdurch dann die Lämpchen nicht mehr von Außen herausziehen kann, was aber eigentlich zur Montage der Skalenblende erforderlich wäre:

DSC05758.jpg

So lässt sich das Teil nämlich nicht montieren, die komische Auswölbung der Blende stößt gegen die Lämpchen und ich werde mir daher hier noch etwas einfallen lassen müssen. Entweder schneide die Auswölbung so aus, dass die Lämpchen hindurch passen, oder ich befestige die Blende am Grundrahmen des Radios statt wie original

Unbenannt2.JPG

gemeinsam mit dem Skalenrahmen an der Frontplatte des Gehäuses - na mal sehen.

So, grundsätzlich wäre nun soweit elektrisch/elektronisch alles erledigt, wenn man so ein altes Gerät nur zum Radiobetrieb umbauen will. Es fehlen lediglich noch die Anschlußkabel vom/zum Auto und eventuell ein Entstörfilter. Alles was ich jetzt noch bauen werde, wird durch den Einbau des MP3-Player erforderlich - doch dazu später mehr, für heute ist es genug.
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Re: Umbau Autoradio Schönburg

Ungelesener Beitragvon bic » Sonntag 13. Dezember 2015, 12:14

Nachdem es gestern Abend doch schon ziemlich spät war und ich nicht mehr schreiben mochte geht es nun weiter.
Weiter oben hatte ich ja schon geschrieben, dass ich den ehemaligen Klangfilter-Schalter zum Einschalten des MP3-Player und zum Umschalten der Eingänge des Verstärker-ICs verwenden will, jedoch vermute, dass man damit nur die Masse schalten kann. Also habe ich mir das Teil mal genauer angesehen:

DSC05761.jpg

und tatsächlich, die lange Kontaktzunge schleift an der "Schaltscheibe" der Poti-Achse und bekommt hier beim Herausziehen des Knopfes Masse und zwar gemessen ziemlich sauber über den gesamten Drehbereich des Potis. Wozu es dann noch der zweiten Kontaktzunge und der Isolation des Schalters vom Gehäuse bedarf -nixwissen- . Erst dachte ich, es fehle irgendein Isolierstück, aber in eine zweiten Schönburg sieht die Sache genau so aus. Also dann werde ich eben halt nur die Masse schalten.

Dem Relais zum Umschalten der Verstärkereingänge wäre es vom Prinzip her egal, wenn da nicht die Freilaufdiode für die Relaisspule wäre, die braucht für ihre Funktion eine ungeschaltene Masse. Auch beim MP3-Player-Modul wäre es schöner die Betriebspannung zu schalten, denn bei geschaltener Masse holt sich das Teil diese dann irgendwo rückwärts. Bleibt daher nur, den "Schaltbefehl" irgendwie zu invertieren. Hierfür gibt es sicher wunderschöne vollelektronische Lösungen, hier müsste ich mir aber erst eine geeignete Schaltung suchen, die Bauteile besorgen und so weiter und so fort. Da bei mir in einer Schachtel noch so ein Baustein schlummerte

DSC05759.jpg

werde ich die Sache daher eher klassisch mittels Relais lösen, also Relais schaltet Relais, das überfordert mich dann auch nicht so sehr. Hier wird dann das Teil seinen Platz finden

DSC05766.jpg

um dann gleichzeitig den MP3-Player ein und aus und das Eingangswahl-Relais umzuschalten. Vorn unten rechts erkennt man dieses schon, alle benötigten Bauteile habe ich schon mal auf eine Universalplatine gebraten:


DSC05764.jpg

Die Platine ist natürlich noch unbeschnitten, so lässt sich diese zur Bestückung besser händeln. Da das Doppelwechsler-Relais schön klein ist, bekomme ich tatsächlich die Eingangsbeschaltung für den MP3-Eingang des Verstärkers mit auf die Platine ohne das diese für den vorgesehenen Einbauplatz zu groß werden müsste (die roten Striche kennzeichnen das mögliche Außenmaß). Alle Anschlüsse führe ich wie bisher steckbar aus, so dass ich später an dem Radio herumbauen kann, ohne allzuviel löten zu müssen. Bisher ist es dabei geblieben, dass ich z.B. zum Ausbau der Radioplatine nur deren Spannungsversorgung und die Anschlüsse vom Lautstärke-Poti auszulöten brauche.

So, heute steht nun ein bißchen "Mechanik" an und dann werde ich das Teil mal endgültig verdrahten um auszuprobieren, ob alles so funktioniert, wie ich mir dies vorstelle. Später dann daher mehr.
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Re: Umbau Autoradio Schönburg

Ungelesener Beitragvon bic » Dienstag 15. Dezember 2015, 00:39

Langsam wird es eng im Radio und noch ist nicht alles verdrahtet:

DSC05774.jpg

DSC05771 (1).jpg

Heute habe ich aber erst einmal die vielen kleinen Platinchen fest eingebaut. Das MP3-Modul sitzt wie gedacht

DSC05772.jpg

und auch so stabil, das nichts wackelt, wenn ich einen Stick hineinstecke oder herausziehe. Allerding musste von der Antennenbuchse oben noch ein wenig Material ab. Auch das Relais zur Umschaltung der Eingänge hat seinen endgültigen Platz gefunden

DSC05773.jpg

und funkioniert sogar, wie ein kurzer Test zeigte - kein Knacken o.ä, die Pegel von Radio und Player sind sogar recht ausgeglichen. Jetzt noch die letzten Strippen verlegen und dann sind die "Innereien" erst einmal fertig. Bleiben nur noch die Tasten zur Bedienung des Player und zur Klangeinstellung .... und selbstverständlich das Äußere des Radio .... bis Weihnachten wird dies wohl nicht mehr :oops:
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Re: Umbau Autoradio Schönburg

Ungelesener Beitragvon bic » Mittwoch 16. Dezember 2015, 01:45

So, dann heute mal die "interne Erschließung" abgeschlossen, alle Strippen sind gelegt und eine halbe Handvoll Kabelbinder ordnen das Chaos

DSC05776.jpg

DSC05777.jpg

Die Kabel, welche da noch rechts und links aus dem Teil heraushängen, sind die für die Tasten zur Bedienung des MP3-Players und zur Klangeinstellung. Diese Tasten sollen dann als Microtaster seitlich rechts und links im Gehäuse sitzen, so sind diese dann kaum zu sehen und für die gelegentliche Bedienung ausreichend. An sonst hat das Radio nun ein paar Schräubchen mehr

DSC05775.jpg

schließlich musste ich ja alles irgendwie befestigen. Radio und Player funktionieren erst einmal einwandfrei, auch das Umschalten mit der Zugfunktion des Lautstärkeknopfes klappt problemlos. Der Player genehmigt sich dann zwar immer ein paar zehntel Sekunden ehe er loslegt, dafür habe ich aber festgestellt, dass er doch MP3 mit beliebigen Dateinamen und auch aus Ordnern abspielt, die Dateien müssen also nicht alle im Stammverzeichnis liegen. Selbst MP3s mit einem Coverbild im ID3-Tag spielt er klaglos ab - warum er Anfangs allerdings so gesponnen hat -nixwissen-.

Gern hätte ich über den Chip des Players etwas mehr gewusst, da ich mir vorstellen könnte, dass von Velleman bei weitem nicht alle Möglichkeiten dieses Teil dokumentiert sind (eigentlich ist ja gar nichts dokumentiert), so muss ich ja z.B. noch die Funktion des auf der Platine vorhandenen zusätzliche Eingangs ergründen. Aber googeln nach den Bezeichnungen auf dem Chip brachte erst einmal keine Ergebnisse, kennt jemand vielleicht das Teil:

Chip.JPG


So, als nächstes steht erst einmal das "Gangbarmachen" der Abstimmechanik ins Haus. Ich hatte ja zu Beginn hier alles ordentlich gereinigt und entfettet, dem entsprechend knirscht und quitscht der Kram im Moment beträchtlich. Etwas Uhrenöl der Sorte 3 und ein wenig Keramikpaste sollten hier alles wieder geschmeidig funktionieren lassen - na mal sehen.
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Re: Umbau Autoradio Schönburg

Ungelesener Beitragvon bic » Samstag 19. Dezember 2015, 12:06

Es ist schon erstaunlich, was so ein Tropfen Öl und ein bißchen Fett ausmachen, die ganze Tastensatz bedient sich auf einmal als wäre er neu - leichtgängig und exakt. Wegen der massiven Ausführung der Mechanik ergibt sich gegenüber der Tasten an heutigen Geräten eine wesentlich wertigere Haptik, wenn man das so sagen darf. Nachdem ich nun auch das Problem mit der Ankopplung des Abstimmpotis gelöst habe, indem ich den Federdraht am Poti festgesetzt

DSC05793.jpg


und der Nachgiebigkeit des Drahts durch eine übergeschobene Kanüle (nein ich bin kein Junkie :shock:) abgeholfen habe

DSC05797.jpg

funktionieren auch die Stationstasten einwandfrei, auch nach zigmal Hin- und Herschalten kommen die gespeichert Sender immer wieder gleich scharf eingestellt und in Stereo herein - sicher auch wegen der im DSP integrierten AFC. Die AFC ist übrigens bei der Handabstimmung etwas gewöhnungsbedürftig, denn sie packt recht kräftig zu und lässt sich leider nicht abschalten. Wenn aber erst einmal beide Lämpchen leuchten, ist der Sender auch nach dem Umschalten genaus so wieder da.

Langsam nähert sich nun die Elektrifizierung dem Ende, mit den "Tastensätzen" für die Bedienung des Player und der Klangeinstellung habe ich bereits begonnen:

DSC05789.jpg

Das Platinchen links ist schon mal dies für den Player, es funktioniert einwandfrei und wird dann von Innen in das Gehäuse geschraubt (und natürlich vorher noch auf Format gebracht). Da ich für die LED keinen vernünftigen Platz geunden habe, werde ich einfach entweder die Abstimm- oder die Stereo-LED gegen eine Bi-Color-LED austauschen.

Bleibt dann noch der Anschluß ans Bordnetz. Hier habe ich es aber relativ einfach, denn mein 60 Jahre altes Auto hat schon ISO-Stecker {sehrfreuen} , welche ich damals für den Anschluß des Retroradios eingebaut habe. Also bekommt das Schönburg ebensolche Anschlüsse. Ursprünglich wollte ich eigentlich die entsprechenden Buchsen fest im Radio einbauen, leider habe ich aber keine hierfür geeigneten Teile gefunden und mit dem Platz wäre es eher schlecht geworden. Daher muss es nun eine Kabelpeitsche tun

DSC05798.jpg

in welcher ich dann wahrscheinlich auch gleich den Entstörfilter integrieren werde. Bis Weihnachten sollte ich das Radio dann erst einmal voll betriebsbereit haben (natürlich ohne die Äußerlichkeiten), wenn mir nicht noch einfällt, einen Bluetooth-Audio-Receiver mit Telefonunterstützung als Freisprecheinrichtung einzubauen - der Platz wäre ja noch vorhanden :idea:
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Re: Umbau Autoradio Schönburg

Ungelesener Beitragvon bic » Samstag 26. Dezember 2015, 09:21

Also bis Weihnachten mit dem Radio fertig zu werden -mal abgesehen von den Äußerlichkeiten-, war wohl ein zu frommer Wunsch, wie jedes Jahr war dann doch noch die vorweihnachtliche Hektik ausgebrochen. Trotzdem habe ich noch ein bißchen Löten können und dies ist jetzt der Stand der Dinge:

DSC05814.jpg

Beide Tastaturplatinschen sind fertig und funktionieren auch, ein bißchen ungewohnt ist jedoch die Klangeinstellung nur mit den beiden Tasten. Drückt man die eine Taste, werden die tiefen Frequenzen abgeschwächt (in 8 Stufen) bis diese quasi nicht mehr da sind. Betätigt man dann die andere Taste kommen die Bässe wieder zurück und ist man dann über den "Nullpunkt" hinaus, geht es den Höhen ebenso an den Kragen. Es ist also keine aktive Klangreglung, das ist ein bißchen schade, aber für den vorgesehenen Verwendungszweck wird es mir langen. Möchte man mehr, könnte man ja in den Signalpfad zum Verstärker eine Klangreglung schalten.

Das Problem mit der dritten LED ist nun auch gelöst, leider wurde es jedoch nichts mit meinem Vorhaben, die Abstimm- oder Stereo-LED durch eine Bicolor Variante zu ersetzen und so den Zustand des MP3-Players anzuzeigen. Der Grund ist einfach - der Minusanschluß der LEDs der Radioplatine führt kein Massepotential, der des Players jedoch schon. Ich hätte also eine Bicolor-LED gebraucht, bei welcher beide Anoden und beide Kathoden getrennt herausgeführt sind, so ein Teil habe ich jedoch nirgends gefunden. Also musste ich noch einmal zum Bohrer greifen und Platz für eine dritte LED schaffen. Wer sich übrigens schon gefragt hat, warum die LEDs nicht auf einer Höhe sitzen, hier ist der Grund:

DSC05812.jpg

Für die gelbe Stereo-LED und die rote des MP3-Players nutze ich die auf unterschiedlicher Höhe in der Skalenblende vorhandenen Löcher der ehemaligen Skalenbezeichnung und damit man die grüne Abstimm-LED später auch sieht, liegt diese nun in Höhe der Aussparung für den Zeiger. Ganz rechts musste ich die LED übrigens deshalb einbauen, weil hier (vorgegeben durch die Mechanik) der Zeiger den größten Abstand zum Skalenhintergrund hat und damit über die LED laufen kann.

So, nun wäre die "Elektronik" fertig, die Kabelpeitsche für den Anschluß baue ich erst ziemlich zum Schluß ein, da dann durch die Kabelausführung nach unten das Radio nicht mehr eben auf dem Tisch liegen kann. Als nächsten sind nun noch die Bohr- und Feilarbeiten für den USB-Anschluß und die Bedientasten am Gehäuse zu erledigen, dann kann es an die "Schönheit" gehen. Da werde ich mich wohl als erstes an den Nachbau dieses Teils machen:

DSC05808.jpg

Ein Stück Plexiglas in passender Stärke liegt schon bereit.

PS. den Gedanken an einen Bluetooth-Receiver habe ich noch nicht aufgegeben - prinzipiell passende Bausätze aus Fernost gibt es für ganz kleines Geld in Massen. Das Problem ist nur, aus den immer in einem hervorragendem Englisch :shock: geschriebenen Produktbezeichnungen herauszufiltern, ob die angepriesenen Teile überhaupt erst einmal das Bluetooth-Profil für schnurlose Telefonie im Auto unterstützen (nennt sich HFP - hands free profile) und dann noch über einen Ausgang verfügen, welcher sich zum Schalten verwenden lässt - schließlich soll sich das Teil dann ja automatisch in das laufende Programm einblenden. Außerdem wären dann auch noch ein paar weitere Problemchen zu kläre, so z.B. die Einbauorte von Mikrofon und Antenne - na, schauen wir mal.
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Re: Umbau Autoradio Schönburg

Ungelesener Beitragvon bic » Montag 28. Dezember 2015, 01:13

Oha, da habe ich doch gesehen, dass im vorigen Beitrag die beiden Fotos vertauscht sind! Nun ja, muss man halt umdenken, korrigieren kann ich das ja nun nicht mehr.

Heute habe ich dann doch die Zeit gefunden, ein bißchen am Schönburg weiter zu basteln und nun sitzen auch die Tasten dort, wo sie hin sollten, hier die rechte Seite mit den Tasten für die Klangeinstellung

DSC05843.jpg

und hier die linke Seite mit denen zur Bedienung des MP3-Players

DSC05842.jpg

und wie man sieht, ist auch schon die Aussparung für den USB-Anschluß im Gehäuse, den SD-Kartenslot habe ich verschlossen gelassen, da ich nicht vorhabe, solche Karten für den "Musiktransport" zu verwenden (übrigens, die Bohrung für den Antennenstecker ist ab Werk so deachsiert). Befestigt sind die Tastenplatinchen auf diese Art

DSC05827.jpg

und die Anschlußstrippen sind lang genug um das Gehäuse abzunehmen, nach hinten zu stellen und die Stecker der Kabel abzuziehen, bzw. aufzustecken

DSC05839.jpg

Viel zu sehen wird von Tasten nachher nichts sein, dies auch noch silbern zu machen erspare ich mir daher

DSC05845.jpg


So, nun werde ich erst einmal überlegen, wie ich weiter mache. Wahrscheinlich werde ich als Nächstes wohl erst einmal alle Schräubchen und auch noch die eine oder andere Leitung im Inneren sichern, denn vibrationsgedämpft wird das Radio später nicht aufgehängt sein. Dann werde ich mich wohl um die Front kümmern, daher die Stationstasten auf Vordermann bringen, die Skala anfertigen und dann alles montieren. Zuletzt kommt die Kabelpeitsche für den Anschluß, aber hierfür muss ich mich erst einmal um einen Entstörfilter kümmern. Auch will ich noch die beiden LEDs für die Skalenbeleuchtung tauschen, die jetzigen sind mir zu blau, hier muss etwas warmweißes her.

Auf jeden Fall ist jetzt schon einmal ein Ende abzusehen, mal abgesehen von meiner Bluetooth-Idee. Hier bin nach einiger Recherche auch weiter und habe mir ein Board ausgesucht. Einen Schaltausgang werde ich wohl nicht brauchen, denn üblich scheint bei den Dingern zu sein, ein Audiosignal durchschleifen zu können (das Teil käme dann als letztes Glied vor den Verstärkereingängen), welches dann bei einer Bluetooth-Verbindung unterbrochen wird. Klar ist mir nur noch nicht, wann diese Unterbrechung tatsächlich satt findet, schon nach dem Pairing oder erst dann, wenn z.B. ein Musikstream gesendet wird oder ein Anruf eingeht - ersteres wäre blöd, das zweite aber genial und würde mir ziemlich viel Bastelei ersparen. Naja - mal sehen, das werde ich aber auch noch herausbekommen - ich habe mir das Teil jetzt erst einmal bestellt.
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Re: Umbau Autoradio Schönburg

Ungelesener Beitragvon bic » Donnerstag 31. Dezember 2015, 01:46

Langsam nimmt das Ganze nun Form an, durch puren Zufall und viel Glück bin ich an ein Radio gekommen, dessen Front und Skala nach einer halbstündigen Behandlung mit der Schwabbelscheibe und ein bißchen Hammerschlaglack so aussieht:

DSC05854.jpg

Dieser Zustand erspart mir den Nachbau der Skala, was die ganze Sache natürlich beschleunigt. Bei der Montage der Front habe ich dann auch festgestellt, dass meine weiter oben im Thread geäußerte Sorge bezüglich der Montage der Front bei nicht von Außen wechselbaren Skalenlämpchen unbegründet war, denn das Gehäuse lässt sich auch bei angebauter Front öffnen

DSC05855.jpg

und die Sklalenlämpchen können problemlos montiert werden:

DSC05857.jpg

Insgesamt ist dies erfreulich und ich habe eine Sorge weniger.

Nicht ganz so problemlos geht es weiter, wie sich herausstellte, passen die von Sat-Schneider neu verchromten Verstellrädchen der Programmtasten nicht in die Wellen, diese haben bis zu einundhalb Zehntel Übermaß! Die Wellen haben eine Bohrung von ziemlich genau 4 mm und auch nach dem Aufbohren dieser auf 4,2 mm passt nur ein Rädchen knapp:

DSC05846.jpg

Da ich mich nicht traue, die Wellen noch weiter aufzubohren, muß eben der Schaft der Rädchen verjüngt werden. Dieses Unterfangen erwies sich jedoch erst einmal als schwierig, durch den Chrom war auf die naheliegende Weise nichts zu erreichen:

DSC05849.jpg

Erst der Einsatz eine neuen, scharfen Feile (nun ist diese es nicht mehr)

DSC05850.jpg

brachte den gewünschten Erfolg - nun passen alle Rädchen:

DSC05851.jpg


Aber kaum ist ein Problem gelöst, taucht das Nächste auf (na ja, dies schwirrte mir eigentlich schon lange im Kopf herum) - die Tasten:

DSC05859.jpg

So, oder so ähnlich sehen allen mir zur Verfügung stehenden Tasten aus, einen Einbau halte ich so für unmöglich. Ein allen Tasten gemeinsames Problem ist neben der Vergilbung das Einreißen der Tasten unterhalb der Bohrung für das Programmierrädchen - von den 12 Tasten welche ich habe, sind nur drei Stück ohne diesen Riß.

Ursprünglich hatte ich ja eigentlich gehofft, von Sat-Schneider nachgefertigte Tasten zu bekommen. Dies teilte mir aber Anfang des Jahres mit, dass die Tasten nicht mehr lieferbar seien, weil bei der von ihm bisher verwendeten Gießharztechnologie die Silikonformen nach 2 bis 3 Abgüssen verschlissen waren. Zu diesen Zeitpunkt war er dabei, irgend etwas mit RPT auf die Beine zu stellen, wie weit dies gediehen ist, weiß ich nicht, auf eine aktuelle Anfrage hat Herr Schneider bisher noch nicht reagiert.

Bleibt also nur, aus dem Vorhandenen das Beste zu machen. Daher habe ich erst einmal versucht zu ergründen, ob man mit Materialabtrag die Vergilbung beseitigen kann. Verschieden Arten des Schleifens, brachten mich jedoch zu der Erkentnis, dass dies reichlich aussichtslos ist, weil die Vergilbung ziemlich tief reicht - die Tasten würden deutlich kleiner, wenn endlich die Vergilbung herausgeschliffen wäre. Da das Material zudem thermoplastisch ist, muss man äußerst vorsichtig zu Werke gehen, an sonst schmilzt einem das Zeug gleich weg.

Also habe ich es einmal mit Lackieren versucht, zumal ich damit schon anderer Stelle Erfolg hatte. So habe ich einfach mal ohne weiter Vorbereitung die "Schleifversuchstaste" mit einem Farbauftrag versehen und siehe da, so schlecht ist das Ergebnis nicht:

DSC05860.jpg

Also werde ich mir nun die vier besten Tasten heraussuchen und diese fein säuberlich lackieren, die Taten später mal gegen einwandfreie unlackierte auszutauschen, stellt dann ja nicht das Problem dar.

So, dieses Jahr werde ich nun aber nichts mehr weiter machen, morgen geht es zum Feiern nach Warnemünde auf die Strandpromenade. Ich wünsche allen Foristi und auch allen sonstigen Mitlesern einen guten Rutsch und ein erfolgreiches neues Jahr!
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Re: Umbau Autoradio Schönburg

Ungelesener Beitragvon MarkusH » Donnerstag 31. Dezember 2015, 11:52

Moin!
bic hat geschrieben:...Dieser Zustand erspart mir den Nachbau der Skala, was die ganze Sache natürlich beschleunigt. ...

Ein allen Tasten gemeinsames Problem ist neben der Vergilbung das Einreißen der Tasten unterhalb der Bohrung für das Programmierrädchen - von den 12 Tasten welche ich habe, sind nur drei Stück ohne diesen Riß...

? Du hast jetzt eine Lang-/Mittelwellen kHz-Skala für UKW? Wegen der Original-Optik? Stelle ich mir umständlich vor beim Sender suchen/einstellen nach Frequenz. Oder wird das noch geändert?

Wenn sonst nichts geht: Du könntest es an einer sowieso schon geplatzten/unbrauchbaren Taste mal mit Bleichen versuchen, z.B. mit Wasserstoffperoxid. Damit habe ich schon verschiedenes hell bekommen.
Oder selbst mit Silikon abformen und nachgießen. Wenn die Silikonform günstig gestaltet ist und beim Ausformen nicht stark gedehnt werden muß wegen Hinterschnitten o.ä. hält sie sicher auch länger als 3 Abformungen. Bohrungen oder Aussparungen usw. kann man bei Eigenfertigung ja auch nach dem Guß anbringen und spart sich u.U. extra Kerne. Guss dann in Epoxy mit Farb-Paste/-Pulver

bis dann
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Re: Umbau Autoradio Schönburg

Ungelesener Beitragvon bic » Samstag 2. Januar 2016, 14:28

Ich hoffe Ihr seid alle gut nach 2016 "reingerutscht" und wünsche allen ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr!

Und an sonst:
MarkusH hat geschrieben:? Du hast jetzt eine Lang-/Mittelwellen kHz-Skala für UKW? Wegen der Original-Optik? Stelle ich mir umständlich vor beim Sender suchen/einstellen nach Frequenz. Oder wird das noch geändert?

Da ich mich noch nie darum gekümmert habe, welcher Sender nun genau auf welcher Frequenz sendet, sehe ich für mich eigentlich auch keine Veranlassung, die Skala auf UKW zu ändern. Mir reicht es zur Orientierung aus, wenn ich weiß, das z.B. der Sender "ABC" knapp rechts neben der 1,4 und der Sender "XYZ" genau auf der 0,8 der Mittelwellenskala zu finden sind. So kann ich eben das originale Aussehen der Skala beibehalten, auch wenn dies nicht primär mein Ziel war. An sonst ließe sich eine "stilechte" UKW-Skala mit Hilfe einer CAD-Software leicht nachempfinden und auf transparenter Selbstklebfolie mit einem Farblaser dauerhaft lichtbeständig drucken. Der Aufwand, diese dann auszuwechseln, ist jedoch nicht zu unterschätzen, der der Skalenrahmen ist nämlich zusammen mit dem Skalenglas und der Skalenblende am Frontblech mit 4 St. Mininieten angenietet. Diese sind war leicht zu entfernen, müssen dann aber wieder ersetzt werden, denn z.B. für M2-Schräubchen samt Mutter reicht hier die Bautiefe nicht aus. Deshalb bin ich ja so froh, die sehr gut erhaltene Front bekommen zu haben, hierdurch erspare ich mir die Spielerei mit den Nietchen.

Wenn sonst nichts geht: Du könntest es an einer sowieso schon geplatzten/unbrauchbaren Taste mal mit Bleichen versuchen, z.B. mit Wasserstoffperoxid. Damit habe ich schon verschiedenes hell bekommen.

Die Idee ist gut, das kann ich ja mal mit einer Taste ausprobieren, wobei ich aber erst einmal annehme, dass dies -wenn überhaupt- nicht zu einem fleckenfreien Ergebnis führen wird - die Verfärbungen sind zu ungleich und gehen zu tief ins Material. Was für Teile aus welchem Material hast Du denn schon erfolgreich gebleicht? Die Tasten werden wahrscheinlich aus Polyamid oder Polyethylen bestehen, hattest Du hiermit schon einmal Erfolg?

Oder selbst mit Silikon abformen und nachgießen. Wenn die Silikonform günstig gestaltet ist und beim Ausformen nicht stark gedehnt werden muß wegen Hinterschnitten o.ä. hält sie sicher auch länger als 3 Abformungen. Bohrungen oder Aussparungen usw. kann man bei Eigenfertigung ja auch nach dem Guß anbringen und spart sich u.U. extra Kerne. Guss dann in Epoxy mit Farb-Paste/-Pulver

Das dies grundsätzlich funktioniert, kann man ja auch daran sehen, dass SAT-Schneider die Tasten so hat nachfertigen lassen. Allerdings wird man nicht um extra Kerne herumkommen, denn von unten sind die Tasten recht kompliziert aufgebaut, hier sind die Aussparungen für den Federring (welcher die Tasten auf der Welle hält) und für das Arretierblechlein nebst klitzekleinen Federchen (arretiert das Programmierrädchen) nötig (Bild folgt). Ich wüsste erst einmal nicht, wie ich diese mit meinen Möglich- und Fertigkeiten nachträglich herstellen sollte.

Insgesamt dürfte daher ein Lackieren der Tasten der praktikabelste Weg sein um zu einem brauchbaren Ergebnis zu kommen. So werde ich es nun auch machen und nebenher darauf warten, das SAT-Schneider die Nachfertigung der Tasten neu auflegt. Der Austausch ist dann relativ einfach.
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Re: Umbau Autoradio Schönburg

Ungelesener Beitragvon bic » Samstag 2. Januar 2016, 20:15

Hier mal nun ein Tastensatz von unten

DSC05862.jpg

Man erkennt, dass die Ausformung der Tasten nicht ganz so einfach ist. Vorn sind die Arretierbleche für die Progarmmierrädchen und mittig der Tasten die Sprengringe zu sehen. Die schmalen Schlitze, in welchen die Bleche und die Sprengringe sitzen und welche fast den geamten Querschnitt der Tasten einnehmen, sind in Heimwerkermanier nachträglich wohl kaum herstellbar - jedenfalls traue ich mir das nicht zu.
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Re: Umbau Autoradio Schönburg

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Samstag 2. Januar 2016, 23:55

Das ginge schon. Fräsen. Mit normalem Stahl-Spiralbohrer und biegsamer Welle.
Habe auch schon mal so was ähnliches gemacht und die Bohrerspitze dazu plan geschliffen.
Man kann dazu natürlich gerne auch richtige Fräser benutzen, nur improvisiere ich öfters,
wenn mal gerade was nicht im Hause ist.

Vermutlich hat man früher Formen genutzt, die ähnlich einer Eiswürfelform waren.
Nur eben mit so einem eingeschraubten Einsatz bzw. Kern.
Ich vermute auch, daß die Bohrung dann nachträglich, nach dem Herausnehmen aus der Form
gesetzt wurde. Der Kern dazu würde sonst zu kompliziert zu fertigen sein.
Außerdem sitzt die Bohrung in einem ganz anderen Winkel, als die 2 Schlitze.
"...Alles so mini hier...Ich bin Autoschlosser und kein Uhrmacher..."

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Re: Umbau Autoradio Schönburg

Ungelesener Beitragvon bic » Sonntag 3. Januar 2016, 01:00

So, nun habe ich es mit den Tasten dann doch anders gelöst. Als ich nämlich die erste mittels Anschliff zum Lackieren vorbereiten wollte, ließ sich komischer Weise die Vergilbung doch leicht entfernen. Vielleicht hatte ich ja mit der "Probetaste" doch ein besonders schlechtes Exemplar erwischt. Also habe ich mir ein Herz gefasst und erst mal vier Tasten geschliffen und poliert - die Möglichkeit zum Lackieren besteht ja immer noch. Auf jeden Fall sieht es nun so aus:

DSC05867.jpg

Die Risse in den Tasten unter den sind noch deutlich zu sehen (die drei Tasten ohne Riß habe ich erst mal beseite gelegt) aber insgesamt bin ich erst einmal zufrieden mit dem Ergebnis.

Bleibt jetzt nun die Montage, wobei diese Teilchen an ihren Platz gebracht werden müssen:

DSC05868.jpg

Links in der Mitte sind die Arretierbleche, rechts die Federchen dazu, welche so leicht sind, dass man beim Einatmen aufpassen muss, dass diese nicht gleich mit weg sind. In der Mitte untens sind übrigens drei der ausgebauten Stifte, welche die Programmierrädchen halten. SAT-Schneider liefert hierfür als Ersatz Gott sei Dank die daneben liegenden langen Stifte, welche sich wesentlich besser handhaben lassen. Zusammengebaut sieht das Ganze dann so aus

DSC05872.jpg

wobei die Stifte noch eingekürzt werden müssen, was mit dem Dremel und den zugehörigen Miniaturtrennscheiben aber problemlos funktioniert.

Nachdem die nun erledigt, bleibt ein weiteres Problem. Die Tasten sind und müssen ja auch auf den Wellen drehbar gelagert sein. Hierdurch stehen diese nicht immer in Waage, jedenfalls ist mir dies schon oft auf Fotos vom Schönburg aufgefallen und sieht dann unter Umständen so aus:

DSC05874.jpg

Relativ wenig Rost, das Nickel jedoch völlig korrodiert (ja richtig gelesen, die Teile am Schönburg waren z.T. nur vernickelt und nicht verchromt) und dann noch die falsche, weil spätere Ausführung. Aufarbeitbar wäre diese Blende sicher eher als meine alte oder das Teil welches ich von Schneider bekommen habe - aber welche Galvanik beschäftigt sich denn schon mit so einem Kleinkram?
Die Lösung ist aber einfach, ein Stück selbsklebender Filzstreifen unter jeder Taste stellt eine Führung zur Skalenblende her und beseitigt das Problem

DSC05875.jpg

Alle Tasten stehen dann in "Reih und Glied":

DSC05878.jpg

So sieht das schon mal ganz manierlich aus und ich könnte zufrieden sein, wenn ich denn auch eine Frontblende hätte, welche im Zustand in etwas dem Skalenrahmen entspricht:

DSC05883.jpg

Die hier gezeigte Blende erhielt ich im Austausch gegen meine eigene Blende von SAT-Schneider zurück, vom eigentlich auf der Website verprochenen Schleifen und Polieren ist nicht viel zu erkennen (auf dem Foto sieht es sogar noch gut aus). Der Versuch einer Reklamation blieb weitgehend erfolglos, allenfalls meine eigene Blende wollte mir Herr Schneider zurückgeben. Da diese aber im Ursprungszustand auch nicht gerade prickelnd aussah:

Blende.JPG

habe ich davon Abstand genommen, verbessert hätte mich hierdurch wohl nicht - es fehlt eben das Schleifen und Polieren.

Also suche ich nun eine Blende im möglichst guten Zustand, zumindest ohne Rost. Das Einzige was ich noch habe ist nämlich dieses Teil

DSC05885.jpg

Relativ wenig Rost, das Nickel jedoch völlig korrodiert (ja richtig gelesen, die Teile am Schönburg waren z.T. nur vernickelt und nicht verchromt) und dann noch die falsche, weil spätere Ausführung. Aufarbeitbar wäre diese Blende sicher eher als meine alte oder das Teil welches ich von Schneider bekommen habe - aber welche Galvanik beschäftigt sich denn schon mit so einem Kleinkram?
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Re: Umbau Autoradio Schönburg

Ungelesener Beitragvon bic » Sonntag 3. Januar 2016, 01:29

Thilo.K hat geschrieben:Das ginge schon. Fräsen. Mit normalem Stahl-Spiralbohrer und biegsamer Welle.
Habe auch schon mal so was ähnliches gemacht und die Bohrerspitze dazu plan geschliffen.
Man kann dazu natürlich gerne auch richtige Fräser benutzen, nur improvisiere ich öfters,
wenn mal gerade was nicht im Hause ist.

Deine ruhigen Hände möchte ich haben, die Schlitze sind keinen halben Millimeter breit! Wenn man dies tatsächlich selbst machen wollte, müsste man sich wohl schon eine ordentliche Führung für den Fräser herstellen. Freihand mit der biegsamen Welle kann ich mir das jedenfalls nicht vorstellen.

Vermutlich hat man früher Formen genutzt, die ähnlich einer Eiswürfelform waren.
Nur eben mit so einem eingeschraubten Einsatz bzw. Kern.
Ich vermute auch, daß die Bohrung dann nachträglich, nach dem Herausnehmen aus der Form
gesetzt wurde. Der Kern dazu würde sonst zu kompliziert zu fertigen sein.
Außerdem sitzt die Bohrung in einem ganz anderen Winkel, als die 2 Schlitze.

Vorstellbar ist es schon, dass die Bohrung später gesetzt wurde. Allerding glaube ich das kaum, zu aufwändig wäre wohl ein zweiter Arbeitsschritt gewesen, denn im Spritzguß lassen sich auch sehr anspruchsvolle Formen in einem Rutsch herstellen - der Aufwand für die komplizierte Form geht in der Massenproduktion unter. Aber vielleicht haben wir hier ja einen Spezialisten, welcher sagen kann, wie es gegangen sein könnte.
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bic
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Re: Umbau Autoradio Schönburg

Ungelesener Beitragvon bic » Montag 4. Januar 2016, 01:31

Auf der Lötösenleiste wird es nun langsam eng,

DSC05889.jpg

kein Wunder, denn die Kabelpeitsche für den Anschluß am Auto ist montiert:

DSC05887.jpg

DSC05891.jpg

Länger muss ich diese nicht machen, die Stecker am Auto reichen gut bis ran und die Anzahl der Leitungen habe ich auf die von mir benötigten reduziert. Als Kabelausführung habe ich wieder das alte Originalteil genommen, denn das dient gleichzeitig als Zugentlastung und damit hat sich eine weiteres Problem erledigt. Selbstverständlich bekommt das Teil später noch etwas Farbe, da die Tülle mit einer Zange zusammen gekniffen werden muss, hätte dies jetzt keinen Sinn gemacht - ein vorab aufgetragener Lack wäre hin gewesen.

Da nach dem Anbau der Kabelpeitche der Tag noch jung war, habe ich mir einmal Gedanken zum Netzfilter gemacht. Im Web findet man hier (zumindest ich) kaum konkrete Dimensionierungsvorschläge (jedenfalls nicht für die Verwendung im Auto), lediglich tausende Angebote, solche Teile fertig zu kaufen. Da diese fertigen Teile von der Größe her niemals vernünftig in meine Anschlußleitungen passen würden (vielleicht auf der Seite des Autos, aber da wollte ich nichts ändern, das Schönburg soll ja quasi "steckerfertig" einzubauen sein), habe ich mir mal angeschaut, wie der Filter original im Netz-/Verstärkerteil des Schönburgs aufgebaut war. Und da ist dieser nun als Versuchsaufbau, bestehend aus den zwei originalen und kräftig dimensionierten Drosseln und zwei -natürlich neuen- Elkos:

DSC05886.jpg

Ausgehend von dem Gedanken, dass der Filter gegen die von der Zündung und der LIMA ausgehenden Störungen ausgelegt wurde und sich prinzipiell an diesen Störern nichts geändert hat, werde ich nun den Filter genau so auch einbauen, schaden kann es ja nichts. Und hier sitzt nun auch schon die erste (eigentlich die zweite) Drossel nebst zugehörigem Kondensator:

DSC05892.jpg

Die andere Drossel wird analog hierzu ihren Platz unter dem Lautstärkepoti finden - nur heute nicht mehr. Unschlüssig bin ich mir im Moment noch, ob ich den Geräteschalter vor oder nach dem Filter einschleife, im Original saß er komischer Weise zwischen den beiden Drosseln. Naja, auch hierzu wird sich noch eine Lösung finden.
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