Bilux H4 bei 6V?

Zündanlage, Lichtanlage, Instrumente, Lima, Anlasser

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WABUFAN
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Re: Bilux H4 bei 6V?

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Montag 12. Dezember 2016, 07:04

EMST hat geschrieben: ... Wieso will man eigentlich auf gedei und verderb bei 6V bleiben ? -nixwissen- ...

Es gibt ja auch eine Drehstromlichtmaschine für 6 V - Anlagen - siehe hier :

http://w311.info/viewtopic.php?p=6907#p6907

Wilfried hat geschrieben: ... Meine hat nach einer 8 Stundenfahrt und ohne Zusatzscheinwerfer abgekackt. Die Batterie war leer, gebrannt hat Gott sei Dank nichts. ...

Da würde mich der Fehler interessieren - Kohlendruck, Kollektor, Plusanschluss zum Lagerschild und Plusanschluss im Schaltkasten ...
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oldiedriver
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Re: Bilux H4 bei 6V?

Ungelesener Beitragvon oldiedriver » Montag 12. Dezember 2016, 07:05

Wieso will man eigentlich auf gedei und verderb bei 6V bleiben? -nixwissen-

Weil es original ist und einen erfreut wenn man den Motorraum aufmacht und eine originale Technik dort schlummert. Zudem habe ich den Zündspulenkasten drin und das dürfte dann auch ein Problem werden denke ich.
Im Alltag würde ich aber auch 12V fahren. Das ist aber kein Thema, da ich sowieso Dienstwagen fahren muß und daher gar nicht erst in Versuchung komme.
Viele Grüße
Jörg

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Wilfried
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Re: Bilux H4 bei 6V?

Ungelesener Beitragvon Wilfried » Montag 12. Dezember 2016, 09:05

Wilfried hat geschrieben: ... Meine hat nach einer 8 Stundenfahrt und ohne Zusatzscheinwerfer abgekackt. Die Batterie war leer, gebrannt hat Gott sei Dank nichts. ...


WABUFAN hat geschrieben: Da würde mich der Fehler interessieren - Kohlendruck, Kollektor, Plusanschluss zum Lagerschild und Plusanschluss im Schaltkasten ...


Ich glaube nicht, dass da ein Defekt vorliegt. Sämtliche Verbraucher waren an, nach meiner Rechnung bleibt einfach nichts mehr zum laden übrig. Wenn der 353 fertig ist, baue ich die Lima aus den 311 aus. Vielleicht prüfe ich noch mal die Ladespannung, ich hab allerdings keinen Drehzahlmesser.
Ich kann Dir aber gerne die Lima zukommen lassen. wenn das Deinen Forscherdrang befriedigt.
Lächle, das Leben ist einfach zu kurz.

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Spritti
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Re: Bilux H4 bei 6V?

Ungelesener Beitragvon Spritti » Montag 12. Dezember 2016, 20:29

EMST hat geschrieben:Wieso will man eigentlich auf gedei und verderb bei 6V bleiben? -nixwissen-


Ubestritten ist 12V moderner und oft unporblematischer. Aber mein Wati ist bisher sehr gut mit der 6V Anlage gelaufen und er ist, was die Elektrik angeht, im originalen Auslieferungszustand von 1964. Natürlich wurde mal was ausgetauscht weil es kaputt war oder überholt aber immer wieder mit Originalteilen. Insgesamt wurde die Elektrik offenbar über die Jahre immer sehr gepflegt. Sowas reißt man nicht einfach auseinander. Das hat schon einen gewissen Seltenheitswert. Zudem wäre eine Umrüstung auf 12V auch nicht ganz so unproblematisch, da manche Teile mittlerweile "Goldstaub" sind und wenn überhaupt zu bekommen, werden dafür utopische Preise verlangt (Silberpunktinstrument mit elktrischem Temperaturfühler). Außerdem habe ich mittlerweile einen ganz ordentlichen 6V- Ersatzeillagervorrat, was bei Umrüstung hin wäre. Dann hätte ich quasi nur was gerade im Auto ist. Ne ne, das bleibt mal schön so wie es ist. :smile:

Wabufan: Danke für den Link zur 6V Drehstromlichtmaschine bzw. deren Umbau. Leider bin ich auf dem Gebiet nicht so bewandelt, daß ich mir soetwas zutrauen würde. Da kommt dann wohl nur fertig kaufen (also Standard in Frage).

Nochmal kurz zu meiner Frage. Kann mir jemand sagen, ob es mit der 220W Lichtmaschine bei den oben aufgelisteten Verbrauchern und der möglichen Überlastung um 50% noch ok wäre oder muß die Batterie zusetzten und man bleibt irgendwann einfach liegen, wie es Wilfried beschrieben hat bzw. überansprucht die Lichtmaschine.

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WABUFAN
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Re: Bilux H4 bei 6V?

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Dienstag 13. Dezember 2016, 08:03

Spritti hat geschrieben: ... Wabufan: Danke für den Link zur 6V Drehstromlichtmaschine bzw. deren Umbau. Leider bin ich auf dem Gebiet nicht so bewandelt, daß ich mir soetwas zutrauen würde. Da kommt dann wohl nur fertig kaufen (also Standard in Frage).

Nochmal kurz zu meiner Frage. Kann mir jemand sagen, ob es mit der 220W Lichtmaschine bei den oben aufgelisteten Verbrauchern und der möglichen Überlastung um 50% noch ok wäre oder muß die Batterie zusetzten und man bleibt irgendwann einfach liegen, wie es Wilfried beschrieben hat bzw. überansprucht die Lichtmaschine. ...

Für grundsätliche Fragen zur Gleichstromlichtmaschine habe ich diesen Beitrag geschrieben :

http://www.wartburgpeter.de/te_lima4.htm

Bedingt durch den Einystemregler hat man Kompromisse bei der Spannungsregelung und Stromregelung. Das Ergebniss ist eine Kennlinie, die bei hohem Strom die Spannung verringert.
Nach der Formel P ( W ) : U ( Volt ) = A (Strom ) gelten für eine 12 V LIMA bei 14,4 V und 330 W ein maximaler Strom von 22,9 A und bei 12 V von 27,5 A.
Für eine 6 V LIMA bei 7,3 V und 330 W ein maximaler Strom von 45,2 A und bei 6 V von 55,0 A.
Da die Kohlen und der Kollektor bei den LIMA's gleich sind, ist ein Strom von maximal 55 A möglich.
Für die 6 V LIMA wären das bei 7,3 V und 55 A dann 401,5 W und bei der 12 V LIMA bei 27,5 A und 14,4 V = 396 W.
Der Anker wäre bei den LIMA's überlastet.

Daher ist ein Einsystemregler für die optimale Leistung eher negativ zu sehen - vom Aufbau einfacher und billig in der Herstellung.
Ein Regler mit 3 Systemen ist optimal - nennt sich Knickregler.
Er begrenzt den Strom mit einem System, er regelt die Spannung mit einem System und das 3. System dient als Rückstromschalter.
Selbst bei diesem Regler ist bei der Strombegrenzung auf die Spannung zu achten.
Auf keinem Fall dar die maximale Leistung von 330 W überschritten werden.
Herzliche Grüsse von Andreas aus Leipzig

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