Anlasserschaden

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WABUFAN
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Anlasserschaden

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Freitag 14. April 2017, 19:45

Viel Krach beim anlassen und einen fürchterlichen Schlag :

ANLASSER.JPG

Und wie passiert so etwas ?

Was da für Kräfte gewirkt hatten ... ?

Ritzel ohne Schaden und der Zahnkranz auf der Schwungscheibe hat auch nichts abbekommen. Gott sei Dank - am Karfreitag ... !
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Re: Anlasserschaden

Ungelesener Beitragvon berlintourist » Samstag 15. April 2017, 10:26

WABUFAN hat geschrieben:Und wie passiert so etwas ?

ich vermute mal eine mies gelaunte steinlaus auf
irrwegen als ursache. ganz klar.
:-|
Wartburg - aus freude am schrauben ...

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Re: Anlasserschaden

Ungelesener Beitragvon bic » Samstag 15. April 2017, 12:27

Dann war die aber schon satt, an sonst wäre der Anlasser kpl. weg gewesen :shock:
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Re: Anlasserschaden

Ungelesener Beitragvon Friesentrabi » Samstag 15. April 2017, 17:12

Mag die gemeine Steinlaus auch Stahl und Gusseisen?
Bild

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Re: Anlasserschaden

Ungelesener Beitragvon bic » Samstag 15. April 2017, 19:06

Friesentrabi hat geschrieben:Mag die gemeine Steinlaus auch Stahl und Gusseisen?

Gelegentlich schon, aber es kann natürlich auch so ein niedlicher Nacktmull:

Nacktmull.jpg
Von Roman Klementschitz, Wien - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=252701

gewesen sein, der soll vor allem in Wien erhebliche Schäden anrichten!
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Re: Anlasserschaden

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Samstag 15. April 2017, 19:49

...wird wohl mal nen sehr harten Aufschlag oder Schlag abbekommen haben :idea:
Hast Du einmal etwas Gutes gefunden, mußt Du es pflegen!

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Re: Anlasserschaden

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Samstag 29. April 2017, 06:52

Hier weiter Bilder zum staunen :

Anlasser_2.JPG


Anlasser_3.JPG


Anlasser_4.JPG
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Re: Anlasserschaden

Ungelesener Beitragvon frankyracing » Samstag 29. April 2017, 19:34

WABUFAN hat geschrieben:Und wie passiert so etwas ?
... !


Normal kann so etwas doch nur vorkommen, wenn die vordere Lagerbuchse wirklich Kernschrott ist bzw. nicht mehr vorhanden ist oder der Anlasser nicht festgeschraubt war. Vielleicht ist er auch irgendwann einfach mal genau aufs Schild gefallen...

Ein Schaden durch eine Stein- oder bösartige Gusslaus halte ich für eher unwahrscheinlich :idea: Dazu war es Ostern einfach zu kalt... {smoker}
...fährst Du quer, siehst Du mehr...

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Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Mittwoch 10. Mai 2017, 04:32

Neuer Fall :

Beim anlassen wird der Anlasser nach ca. 5 Sekunden langsamer und die Spannung der Batterie bricht zusammen.
Da er mit der Hand leicht zu drehen war, ist das ein elektrischer Fehler.
Also den Anlasser an einen " 353er Prüfmotor " gebaut und gestartet. Eben nach ca. 5 Sekunden kommt eine Rauchwplke aus dem Anlasser !
Anlasser zerlegt und alle Teile auf Isolation und Durchgang gemessen. Ohne Befund.

Dann den Bürstenträger genauer angesehen.

Kohlen_6_Volt_Spitzkopf.JPG

Hier ein Bürstenhalter aus dem 6 V Anlasser mit Spitzkopf. Senkrecht die 2 Pluskohlen von den Feldwicklungen und waagerecht die 2 Minuskohlen.

Kohlen_12_Volt_Fehler_1.JPG

Der demontierte Bürstenhalter.

Kohlen_12_Volt_Fehler_2.JPG

Der Fehler - die Pertinaxisolation ist angeschmort. Kupferabrieb und Fett bilden einen Leiter. Ich messe einen Widerstand von 3,5 Ohm. Man sollte nichts messen ...

Kohlen_12_Volt_Fehler_3.JPG

Detailbild 1.

Kohlen_12_Volt_Fehler_4.JPG

Detailbild 2. Des Blech ist ausgeglüht ...

Kohlen_12_Volt_Spitzkopf_1.JPG

Oben rechts das Pertinaxisolierstück.

Eine Reparatur ? Wohl eher nicht.
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Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Mittwoch 10. Mai 2017, 20:14

Zum ausbrechen des vorderen Ankerstützlagers hat mir Gregor H. aus Cranzahl geschrieben. Mit seinem Einverständniss darf ich das hier veröffendlichen und bedanke mich bei Gregor.

Hallo Andreas,

Du hast ja den Bruch hervorragend eingeölt, da ist auf den Photos nicht mehr viel zu erkennen. Macht nix, hin ist er ja, egal warum. Auf dem zweiten Bild rechts siehst Du aber sehr genau, daß der Riß genau in der Ecke sitzt. So ein Querschnittssprung führt immer zu Kerbwirkungen, die teils exorbitante Spannungsspitzen verursachen. Selbst bei mir im Sondermaschinenbau in der Automatisierungstechnik an kleinen Dingen komme ich gelegentlich nicht umhin, so was auszurechnen, was von Hand allerdings nur bei Wellen und notfalls noch Stäben geht. Aufgrund dieses Bildes tendiere ich wirklich sehr dazu, daß Dir dort infolge einer erheblichen Überlastung ein Riß entstanden ist, der dann immer hübsch ungefähr auf Linie des höchsten Biegemomentes bzw. der höchsten Biegespannung auf die andere Seite gekrabbelt ist. Im Maschinenbau ist es bei kritischen Teilen sogar üblich, solche Stellen mit Kerbwirkung, wenn man den Kerbradius selbst mit allergrößten Kunstgriffen nicht vergrößern und dadurch die Spannungsspitzen herunterkriegen kann, im Extremfall sogar zu polieren um unter allen Umständen zu verhindern, daß durch Oberflächenunregelmäßigkeiten wie eben hier vorstellbar Ecken im Guß oder auch nur tiefe Bearbeitungsspuren den Anfang oder Ausgangspunkt eines Risses zu erzeugen. ( Die höchsten Biegspannungen liegen immer außen auf der Oberfläche. ) Siehst Du, Du versuchst mir das Strommännlein zu erklären und ich Dir die technische Mechanik ...

Nun wenn ich Dir nur auch mal bissl helfen konnte ... Wenn Du möchtest, kannst Du gerne das weitergeben, danke auch für die Beruhigung wegen meinem Dynastart. Das klingt ja so, als kann man, sollte es wirklich Probleme geben, diese auch in eingebautem Zustand lösen, wozu im schlimmsten Falle nur einige Drähte umzuklemmen wären, wenn's nich gar gleich so geht. 's grüßt zur Abwechslung aus dem recht sonnigen Cranzahl

der Gregor und wünscht eine recht erfreuliche neue Woche.
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