Beru Zündspule 353 W

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353 WR Monte
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Beru Zündspule 353 W

Ungelesener Beitragvon 353 WR Monte » Freitag 9. Juni 2017, 05:05

Hi an euch alle, habe mal eine für euch sicher einfache Frage {geschwärzt} . Bei der Warti Zündspule habe ich ja die
Kennzeichnung 1 und 15. Bei der Beru Zündspule sind die Anschlüsse mit + und - benannt. Was ist denn
bei der original Zündspule des Warti + bzw. - ? Grüsse Frank [Lenker]

Wartburgbauer
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Re: Beru Zündspule 353 W

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Freitag 9. Juni 2017, 08:18

15 - Zündungsplus
1 - Über den Unterbrecher "geschaltetes" Minus.
Suche ständig Schrauben M8 Schlüsselweite 14 und frühe ESKA-Schrauben!
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353 WR Monte
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Re: Beru Zündspule 353 W

Ungelesener Beitragvon 353 WR Monte » Montag 12. Juni 2017, 05:54

Danke für die Hilfe ! Die Zündspulen sind nun verkabelt !



bild-2.JPG


Grüsse aus dem Fläming
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bild-1.JPG

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Re: Beru Zündspule 353 W

Ungelesener Beitragvon micha1061 » Freitag 8. März 2019, 22:36

Welche Erfahrungen habt Ihr mit diesen Spulen? Diese oder DDR-Ware nehmen? Bisher habe ich nur ablehnende Worte gehört. Neue Spulen sind m.M.n. jedoch besser als alte Lagerware.

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Re: Beru Zündspule 353 W

Ungelesener Beitragvon bic » Samstag 9. März 2019, 02:32

micha1061 hat geschrieben:.... Diese oder DDR-Ware nehmen? Bisher habe ich nur ablehnende Worte gehört. ...

Ablehnende Worte wozu? Zu "diese" oder zu "DDR-Ware"?
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Re: Beru Zündspule 353 W

Ungelesener Beitragvon onkel_jens » Samstag 9. März 2019, 06:00

Ich habe im 311er auch Beru verbaut und fahre gut damit. Sie sollen von der thermischen Belastung doch standfester sein.
Bei den alten DDR Spulen hatte ich auch oft, daß die Vergußmasse auslief. Ich habe den ganzen alten Schrott entsorgt und ein mal alle 3 neu gemacht. Manchmal kann man Gebrauchtteile eben nicht mehr verwenden.

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MarkusH
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Re: Beru Zündspule 353 W

Ungelesener Beitragvon MarkusH » Samstag 9. März 2019, 11:37

Moin!
micha1061 hat geschrieben:Welche Erfahrungen habt Ihr mit diesen Spulen? Diese oder DDR-Ware nehmen? Bisher habe ich nur ablehnende Worte gehört. Neue Spulen sind m.M.n. jedoch besser als alte Lagerware.
Hier kannst Du Dich umfassend informieren
viewtopic.php?f=26&t=17709#p196285

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Re: Beru Zündspule 353 W

Ungelesener Beitragvon W311/58 » Sonntag 10. März 2019, 16:05

Bei mir, 900er Motor,6V mit Unterbrecherzündung verwende ich diese Spulen. Die haben die letzten ca.2000km ohne Mucken ihren Dienst versehen und das nicht nur bei Kirchturmtouren. Auch im letzten schönen Sommer bei der Fahrt nach Eisenach(über 400km) keine Probleme :smile:
Gruß Andreas
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Re: Beru Zündspule 353 W

Ungelesener Beitragvon bic » Sonntag 10. März 2019, 18:01

W311/58 hat geschrieben:...(über 400km) keine Probleme....

Wenn Du dann noch zwei Nullen dran machst und keine Probleme vermeldest, dann wäre das vielleicht ok, aber so -nixwissen-
Außerdem sind diese für Schwunglicht(primär)zündanlage und nicht für Batteriezündanlagen ausgelegt, es bleibt daher abzuwarten, wie sich sich auf Dauer verhalten - vor allem dann, wenn das Zündgeschirr nicht mehr brandneu ist.
Zu empfehlen sind daher tatsächlich die Beru ZS220 (12V), bzw. ZS215 (6V), diese sind für Batteriezündanlagen gedacht und zumindest z.Z. noch bei Beru gelistet (und funktionieren anstandslos im Rahmen ihrer Möglichkeiten).
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Re: Beru Zündspule 353 W

Ungelesener Beitragvon mario68 » Dienstag 12. März 2019, 14:26

Holla, also ich fahre nach etlichen Unterwegsausfällen und Basteleien mit Gebrauchtteilen und alter Lagerware auch seit 2Jahren die Beru ZS 220.
Seit dem auch bei größter Hitze keine Ausfälle mehr.
Mario

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Re: Beru Zündspule 353 W

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Dienstag 12. März 2019, 18:18

W311/58 hat geschrieben:Bei mir, 900er Motor,6V mit Unterbrecherzündung verwende ich diese Spulen. Die haben die letzten ca.2000km ohne Mucken ihren Dienst versehen und das nicht nur bei Kirchturmtouren. Auch im letzten schönen Sommer bei der Fahrt nach Eisenach(über 400km) keine Probleme :smile:
Gruß Andreas

Diese verwende ich auch schon seit Jahren, funktionieren wunderbar bei Unterbrecher oder EBZA oder Steini.
Hast Du einmal etwas Gutes gefunden, mußt Du es pflegen!

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Re: Beru Zündspule 353 W

Ungelesener Beitragvon Tommy_OAL » Donnerstag 30. Mai 2019, 18:40

Tomtom hat geschrieben:Diese verwende ich auch schon seit Jahren, funktionieren wunderbar bei Unterbrecher oder EBZA oder Steini.

Auch mit EBZA funktionieren die ZS220 bestens; und sie gefallen mir optisch besser als "dicke" Spulen. – Auf die von bic geforderten 40 tkm kann ich damit noch nicht zurückblicken - aber 20 tkm habe ich jetzt etwa drin (im B1000 - aber da ist es eher noch kritischer, weil es etwa bei längeren Fahrten über Alpenpässe mit hoher Last und niedriger Fahrgeschwindigkeit im Motorraum des B1000 eher noch deutlich wärmer wird als in dem meines 353 MiKü, in dem sie erst ein paartausend km Dienst tun); seither keinerlei Zündungsausfälle mehr (naja, abgesehen von einem EBZA-Geberausfall, aber dafür können die Spulen nichts).

Gruß
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Re: Beru Zündspule 353 W

Ungelesener Beitragvon olaf » Freitag 31. Mai 2019, 14:05

Das liest sich ja eigendlich nicht schlecht, aber 50 bis 80€ und das mal 3 -roll- {kratz}
{geschwärzt}
{winken}
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Tommy_OAL
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Re: Beru Zündspule 353 W

Ungelesener Beitragvon Tommy_OAL » Freitag 31. Mai 2019, 14:40

olaf hat geschrieben:Das liest sich ja eigendlich nicht schlecht, aber 50 bis 80€ und das mal 3 -roll- {kratz}
{geschwärzt}
{winken}

Ja stimmt, das ist schon ziemlich erschütternd, was da so aufgerufen wird ... :oops: – Wobei ich als günstigsten Preis im Moment 32,50 gefunden hab – hier (ohne für den Laden werben zu wollen, faktisch kenne ich ihn gar nicht).

York, der Wartburgbauer hat übrigens inzwischen mal mit seinem DYI-Zündspulenprüfstand eine Reihe älterer und neuerer Spulen durchgemessen, und zwar warm und kalt; und dabei festgestellt, dass die Funkenlänge in kaltem Zustand eher mal GAR nichts aussagt über die bei warmer Spule. Kann man hier nachguggen (aber vielleicht postet er's hier auch noch) ...

Gruß
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Re: Beru Zündspule 353 W

Ungelesener Beitragvon mick » Freitag 31. Mai 2019, 23:18

Also im Alternativ-Universum 123er Forum hat Beru Zeugs einen sehr schlechten Ruf, es wird da empfohlen, es zu meiden, wo es nur geht. Dazu noch der doch echt happige Preis. Ich habe bei mir diese großen Simsonspulen als Neuware drin, noch nie Probleme damit gehabt. Und ich habe den Warti jahrelang im Alltag gefahren.

So ne Ungarn Elektronik Dings hat ich auch mal, Die lief nur so ca 5 km, dann wurde das Fahrzeug immer unfahrbarer. Mit den Unterbrechern dagegen hatte ich auch noch nie Probleme. Heut fährt doch eh keiner mehr mehr als 20000 km im Jahr. Elektronik, weiche von mir, sag ich nur.

Gruß mick
desdewegen habe ich mir ja auch ne n 210 mit M119 angelacht :razz:
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Re: Beru Zündspule 353 W

Ungelesener Beitragvon berlintourist » Freitag 31. Mai 2019, 23:44

ich hab die bulgarischen spulen drin (angeboten vom hoffmüller - inzwischen auch in der kleinen grösse) in verbindung mit der sog. ungarn-zünung .... absolut problemlos. gut -mit 180t jahreskilometern kann ich freilich nicht dienen als erfahrung. aber ich hab den eisenacher als auto immerhin mit alleinstellungsmerkmal 8)

gruß
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Re: Beru Zündspule 353 W

Ungelesener Beitragvon Tommy_OAL » Samstag 1. Juni 2019, 04:18

mick hat geschrieben:Also im Alternativ-Universum 123er Forum hat Beru Zeugs einen sehr schlechten Ruf, es wird da empfohlen, es zu meiden, wo es nur geht.

Mag sein. Allerdings gebe ich zu, dass ich auf derlei Gerüchte nicht viel mehr gebe als auf den "guten Rat" der gern zitierten "alten Meister" (die in manchen Fällen auch ziemlichen Unfug verzapfen; sei es, weil sie's nie besser wussten oder weil es halt doch schon ziemlich lang her ist ... (Damit soll bitte explizit niemand persönlich angegriffen werden; aber wir kennen doch alle die netten älteren Herren – huch, ich bin ja auch nimmer soo jung! - die aufm Treffen gute Ratschläge verteilen ...)
Ich habe bei mir diese großen Simsonspulen als Neuware drin, noch nie Probleme damit gehabt. Und ich habe den Warti jahrelang im Alltag gefahren.

Finde ich interessant; das gleiche hab ich mir auch schon überlegt - weil die Dinger ja eher mal nicht so wirklich teuer sind ... – Klar sind die eigentlich für Schwunglichtmagnetzünder (erstmal egal, ob elektronisch oder nicht) "ausgelegt". - Aber: was ist denn daran wirklich "auf Wechselspannung ausgelegt" – also was ist da anders als bei einer Batteriezündung? - Soll keine Provokation sein, ich weiß es wirklich nicht. Kann es mir jemand erklären?

Gruß
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Re: Beru Zündspule 353 W

Ungelesener Beitragvon olaf » Samstag 1. Juni 2019, 07:36

Ein Bekanter von mir hat sich leztens in HH neue Z Spulen,Z Kabel und Stecker einbauen lassen die für 6-12v geeignet sind. {kratz}
Stückpreiß 10€
Wo er die heer hat hatte er mir nicht gesagt
IMG-20190408-WA0008.jpeg

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Re: Beru Zündspule 353 W

Ungelesener Beitragvon bic » Samstag 1. Juni 2019, 12:05

Tommy_OAL hat geschrieben: ... – Klar sind die eigentlich für Schwunglichtmagnetzünder (erstmal egal, ob elektronisch oder nicht) "ausgelegt". - Aber: was ist denn daran wirklich "auf Wechselspannung ausgelegt" – also was ist da anders als bei einer Batteriezündung?

Mal so ein klein wenig zur Zündungseite einer Schwunglichtmagnetzündung:

Bei jeder Umdrehung des Läufers/Polrads eines (Schwunglicht-)Magnetzünders werden die Spulenkerne der Spulenanker (Licht-/Zündungs-/Ladespule (mit Diode)) so oft in wechselnder Richtung vom Magnetismus durchflossen, wie das Polrad magnetische Pole hat. Wenn also das Polrad vier Pole hat, erfolgen auch vier Flusswechsel (Richtungswechsel des Magnetflusses) pro Umdrehung. Es entsteht somit in den Spulen eine Wechselspannung von zwei Perioden je Umdrehung.

Die größte Spannungshöhe wird hierbei in den Spulen erreicht, wenn die Polschuhe der Magnetanker der Spulen die Pole des Polrades überbrücken. Hier brechen dann die Kraftlinien der Polradmagnete um den Spulenkern zusammen, schneiden dabei die aufgewickelten Spulen und ein Maximum an Induktion entsteht. Da nun so viele Zündfunken pro Umdrehung erzeugt werden würden, wie das Polrad Pole hat, vermeidet man dies, indem der Unterbrecher offen gehalten (Unterbrechung des Primärstroms) und erst bei dem für die Zündung genutzte Polwechsel geschlossen wird.

Kommt also nun bei geschlossenem Unterbrecher die Zündspule in den Einflußbereich des für die Zündung genutzten Polwechsels wird in der primären Spule eine der Änderung des Magnetflusses analoge Spannung erzeugt, welche dann wegen des geschlossenem Unterbrechers einen Stromfluß durch die Spuel zur Folge hat (Primärstrom). Der magnetisierende Einfluss dieses Primärstroms hat denn zur Folge, dass der ursprüngliche, durch das Plorad erzeugte Magnetfluss in seiner Richtung noch aufrechterhalten wird, wenn er nach der Stellung des der Polrades diese schon geändert haben müsste.

Wenn dann das resultierende (primäre) Magnetfeld seinen Höchstwert erreicht hat, soll der Unterbrecher öffnen. Hierbei bricht dann der primäre Stromfluß zusammen und es entsteht ein entgegengesetztes Magnetfeld, welches dann gemeinsam mit dem Polradmagnetismus den Spulenkern und die Wicklungen der Zündspule schlagartig in entgegengesetzter Richtung durchflutet. Durch den schnellen Wechsel des magnetischen Flusses wird dann in der mit höherer Windungszahl versehenen Sekundärspule die zur Zündung erforderliche (hohe) Spannung erzeugt. Der dem Unterbrecher parallel geschaltete Kondensator verhindert den Öffnungsfunken zwischen der Kontakten des Unterbrechers und beschleunigt hierdurch die Unterbrechung des primären Stroms.

So viel also zur Funktion des (Schwunglicht-)Magnetzünders - aber was lernen wir nun daraus? Ich meine dieses:

  1. Eine Magentzündung ist pysikalisch/eletrotechnisch um einiges komplizierter als eine Batteriezündung
  2. Auch die Zündspule eines Magnetzünders wird nicht mit Wechselstrom betrieben (dies wäre auch wegen der ständigen Umladung unsinnig). Die Ladung der Spule erfolgt lediglich durch den stetig ansteigenden Magnetfluß eines einzigen Poles bis zum Polwechsel (und darüber hinaus - siehe oben), also mit in gleicher Richtung induzierter Spannung.
  3. Durch die Ladung der Zündspule lediglich durch den stetig ansteigenden Magnetfluß eines einzigen Poles bis zum Polwechsel ist die Ladezeit der Zündspule extrem kurz, mit einem Schließwinkel von 130 Grd. wie beim Wartburg ist da nichts.
  4. Durch die extrem kurze Ladezeit ist eine völlig andere Bemessung der Zündspule/en erforderlich als bei einer Batteriezündung, so muss der Primärstrom schon eine ordentliche Höhe erreichen um überhaupt eine brauchbare Menge an Zündenergie zur Verfügung stellen zu können.

An der oben beschriebenen Funktionsweise änderts sich auch nichts grundsätzliches, wenn die Magnetzündung lediglich eine (primäre) Ladespule auf der Grundplatte und dafür eine abgesetzte Zündspule hat. Auch hier folgt der Ladestrom der Zündspule dem Spannungsanstieg der Ladespule, welcher genau so den oben beschriebenen Gesetzmäßigkeiten unterliegt. Bricht in der Ladespule die Spannung zusammen, macht diese es auch in der Zündpule und auch hier wird dann durch den resultierenden schnellen Wechsel des Magnetflusses auf der Sekundärseite der Zündspule die zur Zündung erforderliche Hochspannung erzeugt.

Da nun aber auch bei der Variante mit abgesetzte Zündspule sich die zur Verfügung stehende Ladezeit nicht ändert, daher extrem kurz bleibt, ist -wie schon geschrieben- ein hoher Primärstrom erforderlich um eine ausreichende Zündleistung zu erreichen. Diese Art Spulen sollte daher einen sehr geringen Primärwiderstand haben -jedenfalls geringer als bei Spulen für Batteriezündung- oder eben die Ladespule auf der Grundplatte liefert eine wesentlich höhere Spannung als die üblichen 12V.

Leider kenne ich mich nun bei den Simmen nicht aus, kann also auch nichts zur eventuellen (und vielleicht eingeschränkten) Eignung deren Zündspulen bei einer Batteriezündung sagen, aber vielleicht kann ja mal jemand messen (Ladespannung/Primärwiderstand), dann könnte man einiges an Klarheit erreichen.
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Re: Beru Zündspule 353 W

Ungelesener Beitragvon Tommy_OAL » Samstag 1. Juni 2019, 13:21

Ah - danke! {anbeten}
Tja, die grundsätzlich Funktion war mir schon klar. – Aber ich hatte mir das noch nie durchdacht, was das für die Auslegung der Zündspule bedeutet.
Demnach sollten also die Zündspulen für Magnetzündung eine deutlich dickere Primärwicklung haben (erkennbar m geringeren Primärwiderstand). - Was umgekehrt bedeutet, dass mehr Primärstrom fließt, der (je nachdem) den U-Kontakt stärker belastet und schneller abbrennen lässt - oder bei einer Elektronikzündung (etwa meiner geliebten EBZA) die Endstufe stärker belastet und diesen ins Jenseits schießt ... Interessant!
Na, mal sehen, vielleicht komm ich dazu, nachher schnell mal im Vergleich eine Wartburg-Zündspule (12V) und je eine 6V- und eine 12V-Simsonspule zu messen.
Ich werde ggf. berichten!

Gruß
Tommy
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Re: Beru Zündspule 353 W

Ungelesener Beitragvon bic » Samstag 1. Juni 2019, 13:42

Tommy_OAL hat geschrieben: .... Demnach sollten also die Zündspulen für Magnetzündung eine deutlich dickere Primärwicklung haben (erkennbar m geringeren Primärwiderstand). - Was umgekehrt bedeutet, dass mehr Primärstrom fließt, der (je nachdem) den U-Kontakt stärker belastet und schneller abbrennen lässt - oder bei einer Elektronikzündung (etwa meiner geliebten EBZA) die Endstufe stärker belastet und diesen ins Jenseits schießt ... Interessant! ...

Es sei denn, die Ladespule liefert halt eine höhere Spannung und/oder man gibt sich mit einer relativ geringen Zündleistung zu frieden - aber das macht man ja sowieso. Zu den Zusammenhängen --> hier nochmal nachlesen.
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Re: Beru Zündspule 353 W

Ungelesener Beitragvon mick » Samstag 1. Juni 2019, 15:19

Tommy_OAL hat geschrieben:Mag sein. Allerdings gebe ich zu, dass ich auf derlei Gerüchte nicht viel mehr gebe

nu ja, des sind weniger Gerüchte als mehr Erfahrungswerte. Sind ja alles Selberschrauber da, keine so Hochglanzabernixkönnen-Typen. Der Standardsatz lautet: frag nicht ... woher ich das weiß [smilie=hi ya!.gif]

gruß mick
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Re: Beru Zündspule 353 W

Ungelesener Beitragvon Tommy_OAL » Samstag 1. Juni 2019, 22:26

Naja - wie gesagt, ich wollte da niemanden angreifen; allerdings hab ich zugegeben immer meine Problem mit so Pauschalurteilen :|
Oder anders gesagt: ich probier das lieber gern selbst aus – konkret, nicht so allgemein im Stil von "Blondinen sind generell alle doof" - wenn Du verstehst, was ich meine. (Manchmal, gebe ich weiter zu, mach ich's sogar gerade DESHALB: eben WEIL alle sagen, es geht nicht ... :-| )

Gruß
Tommy

PS: Vierauge mit Achtzylinder stell ich mir vergnüglich vor. Gerade als T ziemlich cool. Die aus Affalterbach sind mir immer zu auffällig - auch akustisch.
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Re: Beru Zündspule 353 W

Ungelesener Beitragvon olaf » Donnerstag 11. Juli 2019, 18:08

Ich weis nicht ob es der Sache dienlich ist,aber als ich die Tage von Pütnitz zurück gekommen bin hatte ich diese Aussetzer wieder.
Das hatte ganz schön genervt. {anbeten}
Die letzten 30 km bin ich dan einfach so weiter gefahren -roll-
Als ich dan in meiner Werkstatt an gekommen bin schaute ich noch mal nach den Kerzen. -roll-
Wartburg 353  1.jpeg

Alle waren guht. {kratz} -nixwissen-
Heute bin ich der Sache noch mal auf dem Grund gegangen {goodidea}
Es war der Versager {blinzel}
Trotz Vorfilter war in der Schwimmerkammer ein haufen Dreck drin -roll-
Wartburg 353  2.jpg

Nun läuft er wieder wie es soll. {beifall} {blinzel} {winken}
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Re: Beru Zündspule 353 W

Ungelesener Beitragvon ffuchser » Donnerstag 11. Juli 2019, 23:51

ist das Zeug grün? Dann fährst Du E10? Das darf nicht länger stehen als 1/4 Jahr.
Wir haben komplett zugesetzte schwimmerkammern bei den Bootsmotoren mit E10. selbst E5 ist ungeeignet wenn die Dinger zu selten laufen.
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Re: Beru Zündspule 353 W

Ungelesener Beitragvon olaf » Freitag 12. Juli 2019, 09:28

Moinsen

Ich fahre ganz normalen Super, E 10 kommt mir nicht in den Tank.
Auch bei Super ist ja ein Anteil an Bio drin. -roll-
Nein das ist nicht Grün das sind richtige Krümel/Dreck. {kratz}
Im Zuge der Säuberung hab ich natürlich auch gleich die Pumpe gereinigt und den Vorfilter gewechselt. {blinzel}

{winken}
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