F9-Scheinwerfer "Glasmalerei"

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bic
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F9-Scheinwerfer "Glasmalerei"

Ungelesener Beitragvon bic » Samstag 6. Januar 2018, 02:57

Vor ein paar Jahren war es mir gelungen, für den IFA ein paar Uralt-Streuscheiben mit "Knick" zu bekommen:

1.JPG

Zusammen mit neuen Innereien und Reflektoren

5.JPG

sowie geprüften 35/35W Halogen BA20d von Spahn erfreue ich seit dem an einer hervorragenden Fahrbahnausleuchtung - mein Gegenverkehr jedoch wohl nicht so sehr. Obwohl der TÜV bei der Prüfung der Scheinwerfereinstellung nicht nörgelde, scheinen die Teile doch erheblich zu blenden. Auf alten Fotos habe ich schon vor einiger Zeit gefunden, dass das auf dieser Art von Streuscheiben das sichtbare Dreieck früher schwarz ausgelegt war, wobei dies manchmal transparent und manchmal intransparent erscheint:

4.JPG

3.JPG

2.JPG

6.JPG

Ich würde jetzt gern einmal probieren, ob dies lichttechnische Auswirkungen hat, bzw. die Blendung des Gegegenverkehrs vermindert und auch bei meinen Streuscheiben das Dreieck schwärzen.

Leider habe ich nun überhaupt keine Idee, was für eine Farbe man damals verwendet hatte, bzw. welche man heute verwenden könnte. Die Temperaturbelastung ist ja schon ordentlich und gleichmäßig deckend soll das Ganze ja auch werden. Kennt sich hier jemand aus und kann einen Vorschlag machen? Denn auch heute noch werden ja Lampengläser (dekorativ) mit Farbe behandelt. Ich danke schon einmal.
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Re: F9-Scheinwerfer "Glasmalerei"

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Samstag 6. Januar 2018, 05:17

Ab besten vor eine Wand in 10 Meter Abstand stellen und über der Hell - Dunkelgrenze bei Abblendlicht sehen, wie hell dort die Scheinwerfer leuchten. Je dunkler um so besser.

Lichtnorm.jpg

Zur Orintierung hier die Beleuchtungstärken.
Oder im Nebel das Streulicht ansehen.

353er_Abblendlicht_Nebel_1.jpg

Hier von mir fotografiert.

viewtopic.php?f=9&t=11798

Man sollte auch die Anordnung der Glühfäden vergleichen.
Mit einer Pappe lässt sich auch der Lichtaustritt aus den Scheinwerfern beinflussen - eben vor einer weissen Wand.
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Re: F9-Scheinwerfer "Glasmalerei"

Ungelesener Beitragvon oldiedriver » Samstag 6. Januar 2018, 08:53

Das erste was mir bei Farben einfällt ist Lampentauchlack. Aber ob es den in schwarz gibt kann ich Dir nicht sagen. Über die Temperaturfestigkeit brauchst Du Dir da jedenfalls keine Sorgen machen. Eher über das saubere auftragen der Farbe..

PS. Mal im Künstlerbedarf nach Emalliefarbe schauen. Sollte auch gehen.
Viele Grüße
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Re: F9-Scheinwerfer "Glasmalerei"

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Samstag 6. Januar 2018, 09:24

Als ich "versuchen" las, kam mir sofort selbstklebende Fahrzeugfolie in den Sinn. Nicht für ewig, aber eben zum versuchen.
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Re: F9-Scheinwerfer "Glasmalerei"

Ungelesener Beitragvon bic » Samstag 6. Januar 2018, 12:02

Erst einmal vielen Dank an Euch! Und dann:

@ Andreas - Scheinwerfereinstellung mache ich immer mit für 2,5m Abstand verkürzten Werten an meiner Carport-Stirnwand. Ich weiß, das ist nicht sooo genau (und die Bleistiftmarkierungen muß ich immer wieder wegradieren :oops: ), hat aber immer gelangt. Das Problem ist, dass sich mit diesen Streuscheiben überhaupt keine deutliche Hell-/Dunkelabgrenzung einstellt, die streuen einfach irgendwie in der Gegend rum. An den Halogen-B20d kann es nicht liegen, die Filamente sitzen genau so wie bei der gewöhnlichen Glühlampenausführung (die Dinger haben sogar ein E-Zeichen) und mit "normalen" symetrischen Streuscheiben hatte ich damit auch kein Probleme. Deshalb nehme ich an, dass die früher das Dreieck nicht nur so zur Zierde geschwärzt haben. Die Auswirkung hätte ich eben gern einmal getestet und ggflls. dann die Dreiecke dauerhaft geschwärzt.

@ oldiedriver - das es so etwas noch gibt, wusste ich gar nicht - früher haben wir damit Partylampen gebastelt :smile: . Aber einmal gegoogelt und Trara! es gibt so etwas auch in schwarz:

7.JPG

für was immer man auch völlig schwarze Glühlampen braucht -nixwissen- Auf jeden Fall dürfte das Zeug die Option für eine dauerhafte Lösung sein.

@ York - genau so werde ich es machen, aber nicht von innen, sondern zum Versuch erst einmal von außen (warum kommen einen eigentlich oft die einfachsten Dinge nicht in den Sinn?).

Stelle ich dann keine, oder nur eine unwesentliche Verschlechterung der Fahrbahnausleuchtung fest, dann schwärze ich die Dreiecke auf jeden Fall dauerhaft (Gegenverkehr hin oder her), dies schon mal, weil es lustig aussieht (für den TÜV lege ich mir dann eins von den alten Fotos ins Handschuhfach). Den Glühlampenlack werde ich dann erst einmal an Deckeln von Einweckgläsern ausprobieren, mal sehen, ob sich damit die notwendige Gleichmäßigkeit für ein ordentliches Aussehen erreichen lässt, da bin ich aber hoffnungsvoll. Aber erst einmal muss Frühling werden - noch schläft das Auto.

Also, vielen Dank noch einmal an Euch - ich glaube, jetzt habe ich es.
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Re: F9-Scheinwerfer "Glasmalerei"

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Samstag 6. Januar 2018, 14:13

Ich kenne es nur vom Hörensagen, wenn man in einem Land mit Linksverkehr rumgurkt und asymetrisches Abblendlicht für Rechtsverkehr hat. Dann muss abgeklebt werden.

Ist ja in deinem Fall wenig anders.
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Re: F9-Scheinwerfer "Glasmalerei"

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Samstag 6. Januar 2018, 14:21

Wartburgbauer hat geschrieben:Ich kenne es nur vom Hörensagen, wenn man in einem Land mit Linksverkehr rumgurkt und asymetrisches Abblendlicht für Rechtsverkehr hat. Dann muss abgeklebt werden.

Ist ja in deinem Fall wenig anders.


Ich glaube auch, dass dies der Grund dafür sein wird. Ein Indiz dafür sind diese Messefotos, auch der F9 oben mit dem "komischen"
Kennzeichen.
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Re: F9-Scheinwerfer "Glasmalerei"

Ungelesener Beitragvon bic » Samstag 6. Januar 2018, 17:13

Thilo.K hat geschrieben: auch der F9 oben mit dem "komischen" Kennzeichen.

Das ist kein "komisches" Kennzeichen, sondern eins aus der Zeit 1948-1953. Wenn man genau hinschaut, erkennt man unter dem "S" nämlich noch ein "L":

8-1.jpg

"SL" steht dann für "Sowjetische Besatzungszone Sachsen (Leipzig)" und die "06" für Fahrzeuge der Industrieverwaltung. Das Schild befindet sich übrigens am F9 Roadster:

9.JPG

und soll nach Bach noch das Kennzeichen des Fahrversuchs sein - also nix Linksverkehr.

An sonst stimmt es schon, die obigen Fotoauszüge stammen entweder von Messeautos oder Werkfotos, dies aber vor allem deshalb, weil ich keine Privatfotos aus der frühen Zeit kenne, wo das Auto auch noch von vorn gezeigt wird. Allerdings gibt es noch welche, die augenscheinlich weder Werks- noch Messefotos sind, jedoch das Auto ebenfalls mit diese Streuscheiben zeigen:

10.JPG
sehr frühes Auto mit augenscheinlich finnischem Kennzeichen

12.JPG
hier mit Zulassung in Großenhain

und selbst der Kübelwagen hatte diese Dinger:

11.JPG

Ich glaube daher nicht, dass das schwarze Dreieck etwa mit Rechts-/Linksverkehr zu tun hat, zumal dies bei dem damalig gebräuchlichen symetrischen Abblendlicht sowieso egal war, denn erst mit beim asymetrischen Abblendlicht reicht der Lichtkegel an der Straßenaußenseite weiter als in der Mitte, wodurch es dann beim Fahren auf der "falschen" Straßenseite zur Blendung des Gegenverkehrs kommt:

13.JPG
Quelle: Duden

Aber egal, ich werde es ausprobieren.
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Re: F9-Scheinwerfer "Glasmalerei"

Ungelesener Beitragvon zwinsch » Samstag 6. Januar 2018, 18:57

Hallo bic also glühlampen tauchlack funktioniert super. Hab ich auch schon mal gemacht. Ich würde dir dafür eine airbrush Pistole empfehlen.
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Re: F9-Scheinwerfer "Glasmalerei"

Ungelesener Beitragvon der Janne » Sonntag 7. Januar 2018, 09:50

Wie wäre denn erst einmal ein Schnellversuch?

Betreffende Stellen von Aussen mit dickem Panzertape o. Ä. abkleben und testen...Dann kannst du immernoch die Scheinwerfer zerlegen und "ausmalen"...
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Re: F9-Scheinwerfer "Glasmalerei"

Ungelesener Beitragvon bic » Sonntag 7. Januar 2018, 11:20

zwinsch hat geschrieben:Hallo bic also glühlampen tauchlack funktioniert super. Hab ich auch schon mal gemacht. Ich würde dir dafür eine airbrush Pistole empfehlen.

Danke für den Tipp! Ich hatte auch schon befürchtet, dass es bei einer "Hinterglasmalerei" mit Pinsel zu ungleichmäßig werden könnte. "Geairbrusht" habe ich jedoch noch nie und wüsste jetzt noch nicht einmal, welche Pistole ich bei der Unzahl von angebotenen nehmen sollte - hast Du da eine Empfehlung? Ein ölfreier Kompressor ist vorhanden, der bekäme dann noch einen Wasserabscheider, das müsste doch gehen oder benötigt man einen der speziellen Airbrushkompressor? Ich danke Dir schon einmal für die Antwort!
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Re: F9-Scheinwerfer "Glasmalerei"

Ungelesener Beitragvon bic » Sonntag 7. Januar 2018, 11:29

der Janne hat geschrieben:Wie wäre denn erst einmal ein Schnellversuch?

Betreffende Stellen von Aussen mit dickem Panzertape o. Ä. abkleben und testen...Dann kannst du immernoch die Scheinwerfer zerlegen und "ausmalen"...

Hallo Janne, das werde ich so auch machen und Panzertape ist sicher einfacher als mit Folie wie oben geschrieben - die müsste ich mir erst besorgen und Panzertape ist ja zum behelfsweisen Zusammenkleben des Autos ja immer vorrätig :shock: Wenn sich mit den abgeklebten Scheinwerfer dann keine allzu dramatische Verschlechterung der Lichtausbeute einstellt, werde ich die Streuscheiben aber auf jeden Fall ausmalen - mir gefällt das aussehen und irgendwie original ist es auch noch.
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Re: F9-Scheinwerfer "Glasmalerei"

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Sonntag 7. Januar 2018, 11:33

Na, ich würde nicht gleich mit Kanonen auf Spatzen schiessen. Auch muss sich niemand eine Kuh kaufen, nur
um ein Glas Milch trinken zu können. Erstmal schwarzes Isolierband von aussen draufpappen, um festzustellen, ob sich
überhaupt was Positives ergibt. So dolle sieht das mit den geschwärzten Streuscheiben sowieso nicht aus.(Optik)
Im Falle eines Fehlschlages hättest du danach nur die doppelte Arbeit, zwecks Lack mit Verdünnung zu entfernen.
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Re: F9-Scheinwerfer "Glasmalerei"

Ungelesener Beitragvon bic » Sonntag 7. Januar 2018, 13:32

Thilo.K hat geschrieben:Na, ich würde nicht gleich mit Kanonen auf Spatzen schiessen. Auch muss sich niemand eine Kuh kaufen, nur
um ein Glas Milch trinken zu können. Erstmal schwarzes Isolierband von aussen draufpappen, um festzustellen, ob sich
überhaupt was Positives ergibt. So dolle sieht das mit den geschwärzten Streuscheiben sowieso nicht aus.(Optik)
Im Falle eines Fehlschlages hättest du danach nur die doppelte Arbeit, zwecks Lack mit Verdünnung zu entfernen.

Eh Thilo, sach mal! Ich hatte doch nun zweimal geschrieben, das ich es erstmal mit "aussen draufpappen" probieren werde! Und mit der Optik - über Geschmack lässt sich nun mal nicht streiten, mir gefällt das jedenfalls sehr, zumindest ist es etwas außergewöhnliches.
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Re: F9-Scheinwerfer "Glasmalerei"

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Sonntag 7. Januar 2018, 13:44

Sorry, eigentlich war mir "der Janne" schon zuvorgekommen, aber da ich dann doch schon die x - Zeilen eingetippt habe
(mit meinem derzeitigen Tablet ist das sowieso nicht soo mein Fall, eine richtige Tastatur ist mir da meilenweit lieber),
musste ich, um mich ein wenig selbst dafür zu belohnen, unweigerlich die "Absenden" - Taste betätigen...
{Zahnlücke} [Bier] .

Gruss Thilo
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Re: F9-Scheinwerfer "Glasmalerei"

Ungelesener Beitragvon bic » Sonntag 7. Januar 2018, 14:29

Thilo.K hat geschrieben:musste ich, um mich ein wenig selbst dafür zu belohnen, unweigerlich die "Absenden" - Taste betätigen...

Genehmigt, da zu 100% nachvollziebar!
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Re: F9-Scheinwerfer "Glasmalerei"

Ungelesener Beitragvon jockel » Freitag 16. Februar 2018, 19:02

Ich habe mich mit dem Erstbesitzer und ehemaligen IFA Testfahrer unterhalten. Der Roadster hatte die eingefärbten Streuscheiben nur in der Zeit als Testfahrzeug, ab 1953 waren normale Scheinwerfer eingebaut. Die ungenügende und streuende Fahrbahnausleuchtung der Originalscheinwerfer sollte verbessert werden. Hergestellt wurden diese von der Firma Riemann in Chemnitz - später bekannt als FEK.

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Re: F9-Scheinwerfer "Glasmalerei"

Ungelesener Beitragvon bic » Freitag 16. Februar 2018, 20:00

jockel hat geschrieben:Ich habe mich mit dem Erstbesitzer und ehemaligen IFA Testfahrer unterhalten. Der Roadster hatte die eingefärbten Streuscheiben nur in der Zeit als Testfahrzeug, ab 1953 waren normale Scheinwerfer eingebaut. Die ungenügende und streuende Fahrbahnausleuchtung der Originalscheinwerfer sollte verbessert werden. Hergestellt wurden diese von der Firma Riemann in Chemnitz - später bekannt als FEK.

Oh, danke Jockel, das ist ja mal eine wirklich gute Information! Da war ja meine Annahme, dass die Teile ziemlich streuen, soweit richtig. Also kommt nun dieses Jahr der "Schwarzkeil" hinter die Scheiben, denn ein Rückbau auf "normale" kommt wegen der außergewöhnlichen Form mit Knick nicht in Frage.

PS. @ Jockel, wenn Du vielleicht noch einmal die Gelegenheit hast mit Herrn Linke zu sprechen, würdest du diesen mal nach der Doppelvergaseranlage fragen, welche der Roadster gehabt haben soll? Wäre toll!
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Re: F9-Scheinwerfer "Glasmalerei"

Ungelesener Beitragvon jockel » Freitag 16. Februar 2018, 21:37

Wir haben erst heute abend telefoniert, sobald Zeit ist steht steht wieder mal ein Treffen an. Soweit ich mich erinnere war laut Erzählung die Zweivergaseranlage montiert - was willst Du genau wissen?

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Re: F9-Scheinwerfer "Glasmalerei"

Ungelesener Beitragvon bic » Samstag 17. Februar 2018, 13:39

jockel hat geschrieben:...was willst Du genau wissen?

Naja, ich kenne bisher zwei unscharfe Fotos, auf welchen die Anlage abgebildet ist:

F9-1.JPG

F9-2.JPG

Klar zu erkennen ist hier, das zwei Solex-Vergaser auf einem gemeinsamen Kanal montiert wurden. Nicht zu erkennen ist jedoch, wie der Anschluß des Kanals an den Motor im Detail erfolgte (weiser Pfeil). Ich vermute, dass man hier den originalen Ansaugflansch des Flachstromvergaser entsprechend angepasst hatte, da dessen Gußdetails z.T. zu erkennen sind (blauer Pfeil). Wie hier tatsächlich vorgegangen wurde, ist das, was mich interessiert. Ebenfall ein Fragezeichen verursacht bei mir das Rohr, welches vorn an den gemeinsamen Kanal geschraubt ist (gelber Pfeil), ich nehme an, dass es sich hier um ein Resonanzrohr handelt.

Nun ist ja durchaus zu erwarten, dass sich der alte Herr nach so langer Zeit nicht mehr an diese Details erinnert (wenn es sie überhaupt je beachtet hat), aber eine Versuch der Nachfrage sollte es allemal wert sein. Und vielleicht existieren ja noch schärfere und detailiertere Fotos oder gar Zeichnungen - es sollen ja auch schon Wunder geschehen sein :smile:

Also, wenn Du einmal nachfragen könntest, ich wäre Dir sehr dankbar!
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Re: F9-Scheinwerfer "Glasmalerei"

Ungelesener Beitragvon jockel » Samstag 17. Februar 2018, 14:54

Ich hatte gleich den heutigen Vormittag genutzt und Harald einen Besuch abgestattet. Um nochmals auf die Scheinwerfer zurück zu kommen. Die Vorkriegsprototypen hatten andere Kotflügel und entsprechend standen die Scheinwerfer etwas senkrechter. Die Lichtstreuung der Serienfahrzeuge versuchte man ``geknickten`` Gläsern bzw. mit dem Schwarzkeil ebenen Gläsern zu verbessern. Der Roadster hatte ebene Gläser mit Keil.
Entgegen diverser Pressemitteilungen hatte der Roadster keine Zweivergaseranlage. Diese wurde lediglich, genauso wie die Einspritzvariante, in Versuchslimousinen getestet. Interessant dabei, dass die Einspritzversion mit einem Gemisch 1:100 auskam!

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Re: F9-Scheinwerfer "Glasmalerei"

Ungelesener Beitragvon Framo » Sonntag 18. Februar 2018, 23:36

Hallo, da sich hier ja einige Spezialisten gefunden haben habe ich mal eine Frage an die Runde:
Ich habe einen F9 Motor, der aus dem Roadster stammen soll.
Das kann ich leider nicht nachprüfen, aber er hat stark veränderte Steuerzeiten, eine erhöhte Verdichtung und einen für Serienfahrzeuge untypischen Brennraum. ( sehr kleine Halbkugel)
Bei Facebook soll es auch eine F9 Gruppe geben, aber da bin ich leider nicht aktiv.
Evtl.wisst ihr ja etwas näheres.....

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Re: F9-Scheinwerfer "Glasmalerei" und Doppelvergaseranlage

Ungelesener Beitragvon bic » Montag 19. Februar 2018, 01:06

Erst einmal vielen Dank für Deine Mühe!

jockel hat geschrieben:Ich hatte gleich den heutigen Vormittag genutzt und Harald einen Besuch abgestattet. Um nochmals auf die Scheinwerfer zurück zu kommen. Die Vorkriegsprototypen hatten andere Kotflügel und entsprechend standen die Scheinwerfer etwas senkrechter. Die Lichtstreuung der Serienfahrzeuge versuchte man ``geknickten`` Gläsern bzw. mit dem Schwarzkeil ebenen Gläsern zu verbessern. Der Roadster hatte ebene Gläser mit Keil.

Nun, auf den bekannten Werksfotos hat der Roadster jedenfalls genau die gleichen "Knickscheiben" wie die oben gezeigten Autos:

roadster.JPG

Erst später, als der Wagen wohl im Besitz von Herrn Linke war, hatte das Auto die üblichen Streuscheiben für asymetrisches Abblendlicht bekommen:

roadster 2.JPG

Da ich auf keinen der nicht wenigen Fotos, wo der F9 diese eigenartige Form der Streuscheiben besitzt, keine ohne Schwarzkeil gefunden habe, bekommt mein Auto nun auch diese.

Entgegen diverser Pressemitteilungen hatte der Roadster keine Zweivergaseranlage. Diese wurde lediglich, genauso wie die Einspritzvariante, in Versuchslimousinen getestet. Interessant dabei, dass die Einspritzversion mit einem Gemisch 1:100 auskam!

Schade, dann wird man wohl auch nichts näheres mehr erfahren. Die oben gezeigten Fotos stammen dann wohl von den Tests. Das man aber um 1949/50 herum bereits eine Einspritzvariante des F9 Motors getestet haben soll, halte ich für ausgeschlossen. Es lief zwar Anfang der 50er eine diesbzgl. Entwicklung beim ZEK, aber zu Fahrzeugversuchen dürfte es kaum vor 56/57 gekommen sein - da war der F9 bereits Geschichte:

Einspritzung.JPG
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Re: F9-Scheinwerfer "Glasmalerei"

Ungelesener Beitragvon bic » Montag 19. Februar 2018, 01:29

Framo hat geschrieben:Hallo, da sich hier ja einige Spezialisten gefunden haben habe ich mal eine Frage an die Runde:
Ich habe einen F9 Motor, der aus dem Roadster stammen soll.

Da es nur einen Roadster gegeben hat, kann es ja auch nur einen Motor gegeben haben. Wenn Du tatsächlich ausgerechnet diesen Motor besitzen solltest, dann ist dies mehr als ein Glücksfall - aber für wahrscheinlich halte ich dies nicht.

Das kann ich leider nicht nachprüfen, aber er hat stark veränderte Steuerzeiten, eine erhöhte Verdichtung und einen für Serienfahrzeuge untypischen Brennraum. ( sehr kleine Halbkugel)

Och, da kann man schon einiges nachprüfen, mach doch mal ganz einfach ein paar Fotos und stelle diese hier ein, würde mich sehr interessieren. An sonst wurde mit den F9 ja auch Sport betrieben (hier z.B. bei der Monte):

1477778088.jpg

und da ist es nun überhaupt nicht ausgeschlossen, dass die Motoren auch "frisiert" wurden, vielleicht hast du ja so ein Teil. So hatten die beiden F9-Rennwagen, welche von 1950 bis 53 eingesetzt wurden, wohl sogar 3-fach-Vergaseranlagen (und Zündmagnet) - jedenfalls existiert ein Foto davon.

Bei Facebook soll es auch eine F9 Gruppe geben, aber da bin ich leider nicht aktiv.
Evtl.wisst ihr ja etwas näheres.....

Ich glaube, die Gruppe besteht aus genau einer Person :shock:
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