Hans Fleischer - Gestalter des Wartburg

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Tom
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Re: Hans Fleischer - Gestalter des Wartburg

Ungelesener Beitragvon Tom » Mittwoch 1. Oktober 2014, 22:43

Konstrukteur Hans Fleischer formte die Karosserie vom Wartburg

Eisenach. Die Ehrung für den Chemnitzer Gestalter Karl Clauss Dietel mit dem Bundesdesignpreis stößt in Eisenach auf Widerspruch.

Mit dem Bundesdesignpreis 2014 soll das Lebenswerk des Chemnitzer Gestalters Karl Clauss Dietel geehrt werden, doch ein Teil dieses Werkes bleibt in Eisenach nicht unwidersprochen. Verliehen wird der Preis vom Bundeswirtschaftsministerium.

In der Würdigung des Lebenswerkes Karl Clauss Dietels wird benannt, dass er neben vielen anderen Produkten auch den Grundentwurf für den Wartburg 353 gestaltete, was in der Öffentlichkeit dazu führt, dass der Chemnitzer als "Erfinder und Gestalter des legendären Wartburg 353" gewürdigt wird.

Hans Fleischer kannte sich in der Fertigung aus

Zeitzeugen aus der Entwicklungszeit des Wartburg W 353 widersprechen dem. Konrad von Freyberg war in den 1960er-Jahren im Automobilwerk Eisenach Leiter des Bereiches Motorenbau. "Wenn wir schon einen Vater für den Wartburg benennen wollen, dann müsste das der Hauptkonstrukteur Gerhard Roth sein. Aber die Karosserie gestaltete Hans Fleischer", erzählt Konrad von Freyberg.

Hans Fleischer war im AWE zunächst als Schlosser tätig und entwickelte sich beruflich über den technischen Zeichner bis hin zum Karosseriekonstrukteur weiter und prägte die Eisenacher Nachkriegsentwicklung beim Pkw-Bau. Für die 311-Typenreihe bekam er internationale Preise verliehen.

Konrad von Freyberg erinnert sich noch gut, dass Hans Fleischer eine besondere Gabe hatte: Dank seiner Schlosserausbildung wusste er am Reißbrett genau, welche Formen sich auch mit den Maschinen im Werk verwirklichen ließen.

Blattfedern mussten aus dem Auto raus

Als Assistent des Direktors für Technik nahm Horst Ihling an den Entwicklungsberatungen teil und protokollierte diese. "Mir steht es nicht zu, über das Lebenswerk von Clauss Dietel zu befinden. Ich fühle mich aber im Namen aller ehemaligen Eisenacher Automobilbauer verpflichtet richtigzustellen, dass zu dessen Lebenswerk die Erfindung und Gestaltung des Wartburg 353 auf keinen Fall gehört", schreibt Ihling in einem Brief an das Bundeswirtschaftsministerium.

Aus seinen Erinnerungen heraus und nachweislich auch mit Dokumenten belegt Horst Ihling, dass bei der Entwicklung des neuen Wartburgs, der am 1. Juli 1966 in Serie ging, der Diplom-Formgestalter Clauss Dietel mit Aufträgen des Karosserieinnenraumes wie Armaturentafel und Türseitenteil beauftragt war. "Als Clauss Dietel nach Eisenach kam, war der Wartburg bereits erfunden", berichtet Horst Ihling, der über ein umfangreiches Archiv zur Automobilgeschichte verfügt.

Karl Clauss Dietel lebt noch immer in Chemnitz. Er ist der Ansicht, dass der Wartburg auf dem Grundentwurf seiner Diplomarbeit basiert, die er 1962 anfertigte.

"Wer den Wartburg erfunden hat, das ist wie die Frage was zuerst da war: Huhn oder Ei. Ich zeichnete eine Vollheckvariante, die abgelehnt wurde. Hans Fleischer gestaltete dann die Limousine. Formsymantik und Anmutung der Diplomarbeit von 1962 wurden erhalten", so die Sicht von Clauss Dietel.

Wie der Wartburg 353 überhaupt entstand, kann Konrad von Freyberg erzählen. Der Grund war nicht die neue Form, sondern die straffe Blattfederung des 311er. "Die Kundendienstleute bekamen immer mehr Probleme beim Verkauf der Wagen mit dieser Federung. Darum sollte eine Schraubenfederung her. Außerdem fiel bei der 311er-Karosserie sehr viel Verschnitt beim Blech an. Da das Material aus dem Westen importiert wurde, war das eine Kostenfrage. Und so wurde der Auftrag ausgelöst, eine neue Karosserie zu entwickeln."

Neue Form half, Blech einzusparen

Die neue Form verminderte wesentlich die Ziehtiefe der Bleche und verringerte den Verschnitt. Allerdings gab es Probleme beim Serienstart. Es gelang nicht, die gesamte Produktionsstrecke auf einmal umzustellen. So wurden die Schraubenfedern und die alte Karosse zunächst im 312-1 verbaut.

Zurück zu Karl Clauss Dietel. Er selbst sandte im Dezember 1967 einen Neujahrsbrief an den Eisenacher Hans Fleischer und bedauert dort die "Störungen bei der Zusammenarbeit am 353".

Wörtlich heißt es in dem Brief: "...Und wir - Kollege Rudolph und ich - lediglich als gestalterische Mitarbeiter benannt würden."

Lutz Rudolph war ein weiterer Gestalter, der im Eisenacher Automobilwerk zeitweilig tätig war. Der Brief geht auf Dietels Ansinnen zurück, den W 353 auf der VI. Deutschen Kunstausstellung zu präsentieren. Dietel und Rudolph waren Mitglieder des Verbandes Bildender Künstler und hätten ausstellen können. Doch das Werk lehnte dies ab, da nach Eisenacher Sicht die beiden Künstler die Entwicklung des Wartburgs kaum beeinflussten, erinnert sich deutlich Horst Ihling.

Freyberg und Ihling wissen um verschiedene Anlässe, wo Karl Clauss Dietel als Schöpfer des W 353 erwähnt wird, was immer wieder bei den Eisenacher Automobilbauern aufstößt. Freyberg: "In der DDR-Zeitschrift Das Magazin war das auch mal zu lesen."

Für eine Richtigstellung sorgte im Jahr 2007 auch der inzwischen verstorbene Eisenacher AWE-Mitarbeiter und Buchautor Michael Stück. In der Juni-Ausgabe des Fachblattes "Oldtimer Markt" war Dietel als "Former des Volkes" bezüglich der Entwicklung des W 353 genannt worden, was Michael Stück in Rage brachte. Er verweist auf verschiedene Dementis seitens des Eisenacher Automobilwerkes. Als verwirklichte Dietel-Details am ersten W 353 werden von Stück neben der Farbgestaltung des Innenraumes noch der Türöffner innen erwähnt. Immerhin führte aber Dietels Arbeit später zum Wartburg-Tourist als Vollkarosse.

Die für den 25. September angesetzte Preisverleihung benennt aber , dass "Professor Dietel maßgeblich am Design des Wartburgs 353 beteiligt gewesen sei. Hat er doch den Grundentwurf für das Fahrzeug gefertigt." Horst Ihling hofft nun, dass sein Schreiben im Bundeswirtschaftsministerium noch berücksichtigt wird. Auch zu Ehren von Hans Fleischer..

Thüringer Allgemeine vom 21.09.14
Heiko Kleinschmidt / 20.09.14 / TA

Mit freundlicher Genehmigung der Thüringer Allgemeinen vom 30.09.14
Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist eine vorübergehende Erscheinung. Wilhelm II

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Re: Hans Fleischer - Gestalter des Wartburg

Ungelesener Beitragvon Tom » Mittwoch 1. Oktober 2014, 22:46

Herr Clauss Dietel hat auf diesen Zeitungsbeitrag mit einer öffentlichen Mitteilung (nachzulesen auf seinem facebook-Profil) reagiert, den ich hier ebenfalls wiedergeben möchte.
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Re: Hans Fleischer - Gestalter des Wartburg

Ungelesener Beitragvon Tom » Mittwoch 1. Oktober 2014, 22:48

Mitteilung von Karl Clauss Dietel, vom 21. September
ERKLÄRUNG & GEGENDARSTELLUNG

Unter dem Titel “Der Erfinder des WARTBURG” wurde medial meine bevorstehende Auszeichnung mit dem DESIGNPREIS DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND angekündigt. Die mir vorher dafür unbekannte und von mir nicht gebilligte Formulierung führte zu einer Entgegnung in der THÜRINGER ALLGEMEINE vom 20.9.2014 unter dem Titel “Konstrukteur Hans Fleischer formte die Karosserie vom Wartburg”. Über die berechtigte Kritik an der von mir niemals verwendeten Formulierung hinaus werden im Beitrag Behauptungen aufgestellt, die meine auch urheberschutzrechtlich abgesicherten Ansprüche auf von mir/uns objektiv erbrachte Entwurfsleistungen zur Gestaltung des WARTBURG 353 elementar und ehrenrührig verletzen.

Zu den objektiven Fakten: Vom KFZ.-Entwicklungsinstitut Karl-Marx-Stadt/Chemnitz aus arbeitete ich 1962 längere zeit für das Automobilwerk Eisenach. Ausgehend von meiner 1960/61 entstandenen Diplomarbeit “Gestaltung eines Mittelklasse-PKW” erarbeitete ich im Werk einen gestalterischen Grundentwurf für das Projekt W312, später W353. Er entwickelte sich deutlich abgeleitet von meinem Diplommodell und abgestimmt mit der Abteilung Karosserie und einem seiner Konstrukteure, HANS FLEISCHER. Bestimmend für meinen Entwurf waren: Primärausführung als Kompaktfahrzeug, später als “Vollheck” bezeichnet, und eine Variante als Stufenheck. Die Kompaktvariante wurde vom AWE favorisiert. Weltweit erstmals entstand damit eine plastisch definiert abgerundete, tief abgesenkte und aerodynamisch günstige Bugpartie. Große Fensterflächen allseits, schmale Säulen und Fensterstege sowie hinterer Dachabschluß als Abrißkante, runde Radausschnitte und auf Knickkantenhöhe durchlaufender Stoßschutz von Stoßstangen bis Stoßschutzprofilen kennzeichneten den Entwurf. Des weiteren allseits plastischer Einzug des Wagenkörpers ab Knickkante nach unten, tendenziell konkave Prägung der Gürtellinie, in die Bugschürze integrierte Rundscheinwerfer, davon getrennte und außen liegende Blinkleuchten sowie zwei runde Heckleuchten prägten das Gestaltbild des Viertürers. Die damit entstandene Formsemantik und plastisch-konzeptionelle Anmutung war deutlich vom Anspruch des BAUHAUS beeinflußt, formal singulär und ist an Eisenacher PKW vorher und nachher so nicht feststellbar. Es entstanden zeichnerisch maßstäbliche Entwürfe in je vier Ansichten. Erster Entwurfsabschluß war der 24.8.1962. Nach Ablehnung der Kompaktvariante durch die Industriezweigleitung VVB Auto in Karl-Marx-Stadt/Chemnitz und deren Forderungen nach modischen Änderungen entstand eine Modifikation meines Grundentwurfs (Stufenheckvariante mit höhergelegter Knick- und Gürtellinie) durch Konstrukteur HANS FLEISCHER, wobei er meine grundlegende Formsemantik des Fahrzeugkörpers beibehielt. Die gesamte Innengestaltung des W353 mit Operativblock, Polsterteil vorn mit integriertem Haltegriff, erstmals großer Ablage, Seitenverkleidungen mit allen Bedienelementen bis zum Entwurf des Stoffbezugs für die Sitze gestaltete ich dann freischaffend zusammen mit LUTZ RUDOLPH 1963-1964. Dabei wurden Lenkrad und Walzentacho als vorhanden einbezogen. Der Entwurf wurde fast komplett in die Serienfertigung überführt. Kopien der Entwurfszeichnungen und Skizzen von mir und später von RUDOLPH sind erhalten, Fotos von Modellen mit Entwurfsvarianten von mir ebenfalls. Für Verletzungen der Urheberrechtschutzansprüche wie im Beitrag der THÜRINGER ALLGEMEINE besonders durch HORST IHLING sind dies wertvolle Belege für eventuell nötige juristische Einsprüche, da das Urheberrecht in Deutschland einen hohen, unantastbaren Schutz genießt. Meinen Anspruch darauf werde ich trotz meines Alters mir nicht nehmen lassen. Der Eisenacher HORST IHLING als Initiator auch des Beitrags der THÜRINGER ALLGEMEINE schreibt seit Jahrzehnten gegen mich gerichtet seine subjektiv verzerrte Sicht zur Gestaltung des WARTBURG 353 . Die objektiven Entwurfsprozesse hingegen verliefen wesentlich anders als von ihm dargestellt. Er schreibt damit beflissen fort, was von der staatlichen Leitung für Formgestaltung in der DDR in enger Tateinheit mit der DDR-Staatssicherheit ab Mitte der sechziger Jahre als Ausgrenzungspolitik gegen freischaffende Produktgestalter forciert wurde. Deren Leistungen sollten weitgehend totgeschwiegen und ihre soziale und kulturelle Existenz als Freischaffende in der DDR abgeschafft werden. Das Urteil zu geschaffenen Gestaltungen fällt letztlich die Geschichte, nicht die Wunschvorstellung einzelner von heute. Gestaltungsgeschichte muß deshalb historisch korrekt aufgearbeitet werden.

Mein Grundentwurf zum WARTBURG 353 ist nur ein sehr kleiner Teil meines Lebenswerkes. Vor fünf Jahrzehnten am Anfang stehend und gegensätzlich zu vielen von DDR-Realität verhinderten Gestaltungen wurde er, wenn auch modisch leicht abgeschwächt, produziert und ist mir deshalb bis heute wichtig. Wer meine Arbeiten eines halbes Jahrhunderts mit etwas Gespür betrachtet, wird den vom BAUHAUS kommenden Anspruch am WARTBURG 353 an vielen Arbeiten späterer Jahrzehnte wieder entdecken.

Wem dies Gespür nicht eigen ist, der wird es auch nicht erjagen.

prof. karl clauss dietel / chemnitz/sachsen
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Re: Hans Fleischer - Gestalter des Wartburg

Ungelesener Beitragvon Tom » Mittwoch 1. Oktober 2014, 22:58

Ich selbst kann und möchte diese Beiträge nicht werten. Auf keinen Fall will ich die Diskussion darum noch einmal lostreten.

Ich denke, daß wir den Herren Fleischer, Roth, Dietel und Rudolph dafür dankbar sein sollten, daß sie Produkte geschaffen haben, die bis in die heutige Zeit Bestand haben.

Herrn Dietel gratuliere ich herzlich zum Bundesdesignpreis als ostdeutscher Designer, er hat so viele Artikel des täglichen Bedarfs geschaffen, die uns noch immer begleiten.

Viele Grüße
Tom
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Re: Hans Fleischer - Gestalter des Wartburg

Ungelesener Beitragvon MichaZ » Freitag 28. August 2015, 14:50

Hier noch eine zeitgenössische Ergänzung die m.E. die Gestaltungsleistungen von Hans Fleischer und Clauss Dietel / Lutz Rudolph klar benennt.
Im neuen Online-Katalog der Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) sind alte Ausgaben der Zeitschrift „form + zweck“ einzusehen. „form + zweck“ war eine Design-Fachzeitschrift in der DDR. U.a. wurden dort Produkte insbesondere in Bezug auf ihre Gestaltung vorgestellt. Die Vorstellung enthielt entsprechende Angaben zum Hersteller und dem Gestalter.
Die Ausgabe 1-1967 enthält einen Artikel „Der neue Wartburg 353“. Hier heißt es eindeutig:
- „Der Entwurf und die Entwicklung des PKW „Wartburg 353“ erfolgte im Herstellerbetrieb“; in Bezug auf die Gestaltung somit Hans Fleischer und
- „Gestalterische Mitarbeit: Lutz Rudolph/Zentralinstitut für Gestaltung, Clauß Dietel“.
Ich halte diese Aussagen für richtig. Warum? Die Zeitschrift ist eine Fachpublikation mit entsprechender Beachtung von Urheberrechten etc. und eine Verdrehung von Tatsachen wäre unter der damaligen Ordnung nicht möglich (volkseigener Betrieb vs. freie Gestalter).
Näheres könnte Ihr im Artikel nachlesen:
http://digital.slub-dresden.de/werkansi ... 0953/27/0/
Interessant ist natürlich auch die gestalterische Kritik an der Serienausführung, die klar die Sprache von Clauss Dietel und Lutz Rudolph spricht. Dies unterstreicht nochmals die Gestaltung durch Hans Fleischer.
Einen weiteren ergänzenden und hoch interessanten Artikel gibt es dann in der Ausgabe 1-1969 zum „Tourist“. Mir persönlich gefallen die ursprünglichen Vorschläge von Lutz Rudolph zur Gestaltung des Frontgrills und der Felgen sehr gut.
http://digital.slub-dresden.de/werkansi ... 0959/22/0/
Viel Spaß beim Lesen
Micha

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Re: Hans Fleischer - Gestalter des Wartburg

Ungelesener Beitragvon MichaZ » Freitag 28. August 2015, 20:08

Also es soll so heißen:
Interessant ist natürlich auch die gestalterische Kritik an der Serienausführung, eine Kritik die klar die Sprache von Clauss Dietel und Lutz Rudolph spricht. Dies unterstreicht nochmals die Gestaltung durch Hans Fleischer.
Micha

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Re: Hans Fleischer - Gestalter des Wartburg

Ungelesener Beitragvon carsten » Freitag 28. August 2015, 21:24

Vielen Dank für den tollen Link {beifall} {beifall} {beifall}
Viele Grüße

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Re: Hans Fleischer - Gestalter des Wartburg

Ungelesener Beitragvon berlintourist » Freitag 28. August 2015, 21:52

intereesante sache - nur frage ich mich, kann man eine site noch komplizierter machen?? ist für mich fast unmöglich, die site darzustellen.. :sad:
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Re: Hans Fleischer - Gestalter des Wartburg

Ungelesener Beitragvon 311CoupeKWD » Sonntag 30. August 2015, 10:54

Sehr interessante Quellen und Recherche! Es ist wichtig, solche Details möglichst zu Lebzeiten, im Rahmen einer fairen und unvoreingenommenen Streitkultur, mit allen Beteiligten zu klären. Leider ist das Hans Fleischer, im Gegensatz zu Prof. Claus Dietel, nicht mehr möglich. Ich halte es schon für sehr wahrscheinlich, dass die Eisenacher Autobauergemeinde gefühlt, in der rückblickenden, historischen Erinnerung , den gestalterischen Anspruch "Ihrem Hans Fleischer" zuordnet, da er vor Ort in der Abt. Forschung und Entwicklung erlebbar und damit für die Autobauer wahrnehmbar war (auch womit er sich beschäftigte). Im Buch "100 Jahre Automobilbau in Eisenach" von Michael Stück und Werner Reiche (Seite 132) wird, von den vorgenannten Autoren, auch Hans Fleischer als talentierter Konstrukteuer genannt, der die Karosserie des Wartburg 353 zu Papier gebracht habe. Wie gesagt, sicher spielt hier auch die erlebte Wahrnehmung aus Eisenacher Sicht eine wichtige Rolle.

Wer das schöpferische Lebenswerk und die Persönlichkeit von Prof. ClaussDietel kennt, (sofern das durch erlesen und Besuchen von Ausstellung überhaupt möglich ist, gerade lief auch eine sehr gute Doku mit Prof. Clauss Dietel im MDR hierzu), wird sich nicht vorstellen können, dass er sich fremde geistige Schöpfung zu Eigen machen würde. Er hat als "industrieller Formgestalter", unzählige, zeitlos schöne und vor allem funktional reduzierte Formen geschaffen, die auch in künftigen Generationen Anerkennung und Anwendung (!) finden werden. Auch wenn es in der historischen Aufklärung nicht um meine persönliche Meinung geht, ich halte es menschlich nicht für möglich, dass Herr Prof. Clauss Dietel fremdes Urheberrecht für sich reklamieren würde. Eher ist hier, in der unterschiedlichen, historischen Wahrnehmung/Erinnerung, die staatliche Steuerung, wer welchen Beitrag, zur Entstehung eines solchen komplexen Designs, wie eines völlig neuen Autos (Exterieur und Interieur), zu erbringen habe und damit auch häufig die Vermischung von "Designentwürfen und verschiedener Urheber" gerade in der praktischen, industriellen Umsetzung, eines zuvorigen Entwurfs, verantwortlich.
Nicht das Erzählte reicht. Das Erreichte zählt.

Dreizylinderzweitaktgrüße
Kay

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Re: Hans Fleischer - Gestalter des Wartburg

Ungelesener Beitragvon Tom » Mittwoch 2. September 2015, 18:15

Hallo Micha,

leider funktionieren Deine Links nicht mehr. Kannst Du bitte nochmal diese Beiträge einstellen?

Danke,
Tom
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Re: Hans Fleischer - Gestalter des Wartburg

Ungelesener Beitragvon MichaZ » Mittwoch 2. September 2015, 18:43

Hallo Tom,
tja, da man wohl auf der Homepage was geändert :-(
Ich habe die Artikel aber als PDF gespeichert; sind aber zu groß zum Laden ins Forum. Ich kann sie aber gerne mailen; vielleicht kannst Du sie einstellen.
Gruß Micha

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Re: Hans Fleischer - Gestalter des Wartburg

Ungelesener Beitragvon carsten » Montag 21. Mai 2018, 02:03

Doppelport hat geschrieben:Auf der Internetseite gibt es noch eine Zugabe zum Thema Urheberrechststreit Gestaltung 353.

https://www.79oktan.net/zugaben/urheber ... tburg-353/



Danke dafür :smile: Weil es so gut passt hänge ich den Link auch mal an den folgenden Beitrag an.

viewtopic.php?f=8&t=9204&p=186942

(Aus dem Thread: 79oktan - die neue Ost-Oldtimerzeitschrift ist da)
Viele Grüße

Carsten

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