311 aus Brandenburg

Bitte ausführliche Darstellung in Wort und Bild, Besonderheiten, Ausstattung, Zubehör, Geschichte etc...

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mistermagoo
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311 aus Brandenburg

Ungelesener Beitragvon mistermagoo » Montag 19. September 2016, 16:04

Hallo Zusammen,

mein Name ist Enrico, ich bin fast 32 Jahre alt und wohne im beschaulichen Brandenburg. Ich habe am vergangenen Wochenende nun endlich meinen Wartburg 311 zu mir überführen können. Es handelt sich bei dem guten Stück um das Auto meiner Eltern. Das Auto wurde damals wegen mir angeschafft, da Reisen mit einem Baby auf einer MZ wahrscheinlich nicht optimal gewesen wären :smile:

Der Warti ist laut Papieren ein Baujahr 1957, hat allerdings mal einen neuen Rahmen von 1961 erhalten. Der gute wurde 1990 abgemeldet, zu gunsten eines W353 und fristete danach erst mal 2 - 3 Jahre ein trauriges Dasein vor unserem Mietshaus. Danach wurde der Warti in eine Garage verfrachtet und stand dort nun bis zum letzten Samstag.

Mein Ziel soll es nun sein das Fahrzeug mit einem überschaubaren finanziellen Aufwand wieder Straßentauglich mit H-Kennzeichen hin zu bekommen. Ich möchte mit dem Auto auch wirklich fahren und deshalb soll es kein "Museumsgeeigneter" Zustand werden, sondern man kann durchaus auch sehen das es, zumindest teilweise, ein fast 60 Jahre altes Auto ist. Ich habe zu dem Auto von meinem Vater noch jede Menge Ersatzteile dazu bekommen. Dazu gehören auch der vordere und der hintere Kotflügel sowie Getriebe, Motoren, Bremsen und vieles mehr. Ich hoffe deshalb nicht zu viel Teile kaufen zu müssen und das meiste Geld in die Karossiere investieren zu können. Mal schauen wie viel man von den Teilen noch benutzen kann und wie viel Blech verschweißt werde muss. Eigentlich will ich die Teile Sandstrahlen lassen, da ich der Meinung bin das man nur so eine wirkliche Aussage dazu treffen kann ob das Bleck noch nutzbar ist oder nicht.

Als ersten Schritt werde ich den Warti erst mal komplett in Einzelteile zerlegen. Danach kann man sicher schon viel mehr dazu sagen, was die Zeit mit dem guten Stück angerichtet hat. Da ich Vater von 2 Kindern bin und nach dem Aufbau immer noch ein verheirateter Mann sein möchte, wird das ganze wohl bis zu 5 Jahre dauern. Ich mache mir dabei auch keinen Stress, da ich auf dem Grundstück genug Platz habe und der Warti seine eigene Garage reserviert hat.

IMG_2156.jpg
Geschafft! Endlich auf dem Anhänger.


IMG_2160.JPG
Endlich kann es los gehen nach Hause!


IMG_2164.JPG
Den Motrorraum muss wohl mal ein Eichhörnchen für sich entdeckt haben. :-)


IMG_2175.JPG
Er sieht von innen eigentlich noch recht schick aus. Mal schauen wie es unten drunter ist.


IMG_2174.JPG


IMG_2177.JPG
Die Kopfstützen liegen im Kofferaum. Warum auch immer :-)


IMG_2187.JPG
Die Batterie war wohl tiefenentladen und hat einen Winter nicht überstanden.


Das war es erst mal von mir. Mal schauen wann ich mit dem Projekt starten kann. Erst mal will ich versuchen den Motor zu starten. Der ist das letzte mal vor ungefähr 10 Jahren gelaufen. Das er noch dreht haben wir beim schieben "heraus gefunden" da meine Tochter beim Schieben im Auto gesessen hat und den Gang eingelegt hat :-) Ich habe abends dann noch etwas WD40 in die 3 Zylinder gesprüht und früh den Motor versucht zu drehen und für mein Gefühl lies er sich leicht drehen.

Viele Grüße aus dem beschaulichen Brandenburg!

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Re: 311 aus Brandenburg

Ungelesener Beitragvon olaf » Montag 19. September 2016, 17:09

Du Glückspiltz {blinzel}
Herzlich wikommen bei uns.
Und immer schön Fotos ein stellen -roll-
Schnöde Wessi Autos gibs wie Sand am Meer!Deswegen fahre ich 2x3Zylinder

die Volkspolizei dein Freund und Helfer

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Re: 311 aus Brandenburg

Ungelesener Beitragvon Ralf Schneider » Montag 19. September 2016, 22:23

Hi Enrico,

sehr schön.....freut mich, das auch die jüngere Generation "wartburginteressiert" ist. Schönes Projekt, hoffe das Blech ist noch nicht ganz so schlimm. Die Motorseitenteile sehen gut aus, gerade das rechte vorn am Luftkanal, dort sind die oft schon dick aufgeblüht. Beim Sandstrahlen passe auf, schnell sind die Bleche krumm. Hier nur die Kanten strahlen und das andere abkeksen. Unterboden und Antidrönmassen wenn notwendig vorher raus kratzen, mit Fön warm...nicht heiß...machen. Beim Strahlen das Rohr sehr sehr flach halten. Bin schon gespannt auf die Karosseriebilder.

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Re: 311 aus Brandenburg

Ungelesener Beitragvon Langer » Dienstag 20. September 2016, 07:54

Moin nach Brandenburg,

Flotte Kiste!, die ersten Bilder sehen erst einmal recht vielversprechend aus. Ich würde an Deiner Stelle, um die Kosten in einem überschaubaren Rahmen zu halten, erst einmal schauen, ob man die Karosse nicht zusammen lassen könnte. Es ist eh eine jüngere Ersatzkarrosse (312-er), die vielleicht noch recht ordentlich beisammen sein könnte. Das Auto repräsentiert die DDR Erhaltungsmentalität sehr gut und zeigt aufgrund der schon stattgefundenen "Sanierungsmaßnahmen" einen sehr reizvollen Wartburg der mit seinem Original von 1957 nicht mehr viel zu tun hat (Ersatzrahmen, Ersatzkarrosse, kleine Scheinwerfer, 1000-er Stoßstangen etc.) Wenn alles noch rostmäßig fit ist, kann man mit partiellen Reparaturen (auch schweißen) Polieren und Konservieren sehr viel erreichen. Die Technik und die Anbauteile würde ich komplett überarbeiten und schon hast Du ein "original" belassenes Auto, womit man gut fahren kann. Somit kann man sich auch mehrere Baustellen nach Priorität geordnet nacheinander vornehmen. Ich mache das seit über 23 Jahren mit meinem 312-er auch so, halte das Auto technisch absolut fit und spendiere Ihm wenn erforderlich ab und zu ein Neuteil oder was aufgearbeitetes und ansonsten wird das Auto einfach nur gefahren (bis zu 5000 km/Jahr). Wenn Du die Karosse einmal auseinander nimmst wird es eine teure Komplettrestauration mit Lackierung und allem was dann logischerweise dazu gehört. Sofern man das dann auch noch ordentlich macht, übersteigen die Restaurationskosten den Wert des Autos erheblich.

Viel Spass damit

Langer

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Re: 311 aus Brandenburg

Ungelesener Beitragvon mistermagoo » Mittwoch 28. September 2016, 17:36

Moin Moin Zusammen,

ich hatte am Wochenende mal die Gelegenheit mich ein paar Stunden dem Wartburg zu widmen. Als erstes habe ich mal versucht ob der Motor noch läuft. Also Vergaser ausgebaut, gereinigt, etwas Benzin in das Schwimmergehäuse, neue Batterie ran und nach kurzem "leiern" lief der Motor auch. Damit hab ich mir die Initialzündung/Motivation geholt um das ganze anzugehen. Als nächstes werde ich die ganzen Anbauteile einmal überholen. Als erstes kommt die Bremse an die Reihe. Mal schauen ob ich an diesem Wochenende dazu komme. Ich werde wahrscheinlich alles Stück für Stück abbauen und zerlegen um heraus zu finden wo Ersatz notwendig ist und was mit den bestehenden Teilen gelöst werden kann. Ich denke Schläuche und Dichtungen werden wohl alle ausgetauscht werden.

@Langer: Ich würde sehr gern um das Thema Sandstrahlen und Lackieren herum kommen, allerdings gibt es zumindest im Bereich des vorderen Kotflügels Handlungsbedarf. Ich habe den vorderen und hinteren Kotflügel als Original Ersatzteil da liegen. Ich würde auf jeden Fall den vorderen Kotflügel tauschen wollen, da er an mehreren Stellen Stark ver- oder durchgerostet ist.

Aber Bilder sagen mehr als 1000 Worte:

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Ich denke irgendwie das ich zumindest in dem Bereich um das Lackieren nicht herum komme. Rahmen und Anbauteile traue ich mir selbst zu Der Ersatzkotflügel ist halt "Orange" und das passt ja so gar nicht :D

Nur mal so zur Orientierung: Mit was kann man denn so über den Daumen rechnen. Also Sandstrahlen + Lackieren für die Karosse? Klar hängt das vom verwendeten Lack ab und die Arbeitszeit bzw. der Lohn dafür ist natürlich entscheidend, aber eine grobe Orientierung würde mir schon mal reichen.

Dann habe ich natürlich noch 2 kleine Fragen:

- Ich suche gerade nach einem Keilriemen für das Gute Stück. Die Nummer vom Motor beginnt mit: 353 1 01 001 01. Kann mir da jemand eventuell was dazu sagen ? - Keilriemen 13x1030 oder Keilriemen 13x1060

IMG_2166_web.JPG


- Der Choke lässt sich zwar ziehen, aber nicht mehr in die Grundstellung zurück bringen. Gibt es irgendwo eine Stelle, an der eine art Aretierung sein sollte? Oder muss der Choke sehr leichtgängig sein, damit es funktioniert?

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Re: 311 aus Brandenburg

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Mittwoch 28. September 2016, 22:16

Hübsches Projekt!

Also die vorderen Kotis sind für meine Begriffe unterdurchschnittlich schlecht, passen so auf den ersten Blick gar nicht zum Rest vom Auto. Ich nehme an, dass die schonmal getauscht wurden und dabei von innen nicht oder nur schlampig konserviert wurden.

Die 353-er Gussnummer sagt, dass es ein sogenannter Einheitsblock ist, aus dem sich Motoren für alle möglichen Autos herstellen lassen, für den Ersatzteilbedarf.
Mehr dazu: http://wiki.w311.info/index.php?title=Motorblock

Von 1957 ist an dem Auto ziemlich sicher keine einzige Schraube mehr. Das ist recht oft so, macht aber nichts. Einzig sollte man sich im Klaren sein, dass aus dem, was Du da hast, keinesfalls mehr ein originaler 57er wird - es sieht erstmal alles ähnlich aus, letztlich ist ALLES anders - von der Bodenblechsickung bis zum Kofferklappengriff.

Was genau hast Du denn vor mit dem Auto? Du schreibst, dass Du mit dem Auto fahren willst. Das kann man auch mit einem Musemumsreif restaurierten Auto, wenn man auf ein paar Sachen achtet.
Soll es ein (Sommer-)Alltagsauto werden? Oder ein Sonntagsauto, Urlaubsmobil?

Wenn er Wetterunabhängig und relativ viel bewegt werden soll, ist das Thema Korrosionsschutz die absolute Nummer 1 und braucht dann auch wirklich viel Zeit (Nahtversiegelung usw.). Gerade dann ist es auch wirklich sinnvoll, den Unterboden komplett sauberzustrahlen und mit einer (möglichst 2K-)Grundierung zu versehen, auf der dann Nahtversiegelung auch ordentlichen Halt findet.

Viel Spaß!
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Re: 311 aus Brandenburg

Ungelesener Beitragvon carsten » Donnerstag 29. September 2016, 08:41

mistermagoo hat geschrieben:- Der Choke lässt sich zwar ziehen, aber nicht mehr in die Grundstellung zurück bringen. Gibt es irgendwo eine Stelle, an der eine art Aretierung sein sollte? Oder muss der Choke sehr leichtgängig sein, damit es funktioniert?


Hallo und Glückwunsch zum Wagen deiner Kindheit.

Der Choke sollte eigentlich in beide Richtungen gleich gehen. Auf dem Foto von Dir ist er ja zu (aus). Hast Du das Foto vorher gemacht oder den Choke von Hand am Vergasser geschlossen ?

Du kannst den Choke auf einfach mal vom Bowdenzug trennen (Schraube rechts auf dem Bild) und prüfen, ob der Bowdenzug freigängig ist.
Wenn das so ist, dann kannst den Schieber des Chokes mal von Hand bewegen und schauen, ob es hier klemmt.
Viele Grüße

Carsten

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Re: 311 aus Brandenburg

Ungelesener Beitragvon mistermagoo » Donnerstag 29. September 2016, 11:19

@Wartburgbauer:

Das an dem guten Stück nix mehr von 57 dran ist, trifft meine ich auf die meisten Fahrzeuge zu und ist für mich auch überhaupt kein Thema. Der Warti hatte ja auch 6 oder 7 Besitzer gehabt und es ist ja auch Normal das in 60 Jahren viel passieren kann (Unfall, Defekte, etc.). Und dann wird einfach verbaut was gerade günstig beschafft werden kann. Damit kann ich sehr gut leben :smile:

Dann scheint es wohl ein 1000er Motor zu sein. Der Block wurde ja anscheinend erst ab 1965 in der Form gegossen und ab 1962 gab es ja die Hubraumerweiterung. Genaueres sagt mir dann die komplette Motornummer. Da schaue ich heute Abend mal genauer unter die Haube. Auf dem Foto ist die Nummer nicht wirklich zu erkennen.

Ich möchte mit dem Auto an schönen Wochenenden kleinere Ausflüge machen. Es wird also in jedem Fall kein Altagsfahrzeug sein. Eher ein Schönwetter Auto was nicht im Regen bewegt wird. Der Standort wird entweder die Garage oder eventuell auch das Carport. Wobei ich eher zum Carport tendiere, da die Garage eine Blechgarage ist und die Feuchtigkeit mir da etwas zu hoch ist. Das steht aber auf einem anderen Blatt :smile:

So oder so bin ich der Meinung das ich mich dem Thema Rost im Bereich der Karosse stellen muss. Und wie langer richtig gesagt hat: Wenn man erst mal anfängt die Karosse abzunehmen, kann es ein Fass ohne Boden werden. Deshalb auch die Frage nach einer Orientierung zu den Lackierarbeiten.

@Carsten:
Den Vergaser hatte ich in Einzelteile zerlegt gehabt und dabei auch das Gehäuse des Choke gereinigt. Er geht "relativ einfach" aber ich habe noch einen zweiten Vergaser wo es noch deutlich leichter geht. Ich muss ja sowieso noch mal den Vergaser abnehmen um ihn richtig zu reinigen. Mir war nur Wichtig ob es eine Aretierung gibt, aber das ist wohl nicht der Fall wenn ich mir andere Fotos ansehe. Wahrscheinlich ist wirklich, wie du sagst, der Bowdenzug einfach zu schwergängig und das in Kombination mit dem etwas schwerer gehenden Choke kann ja schon reichen. Das lässt sich ja sehr einfach lösen und wird gemacht. :smile:

Ich werde den guten mir Heute oder Morgen Abend in die Garage verfrachten und dann mal zu erst eine kleine Fotodokumentation für mich machen und dann anfangen die Anbauteile abzunehmen und zu überholen. Damit bin ich sicher eine ganze Weile Beschäftigt. Aber dafür mache ich das ganze ja auch. Der Weg ist das Ziel, wie man so schön sagt.

Ich danke schon mal allen! :smile: Vielleicht findet sich ja noch der ein oder andere der etwas zu den groben Kosten sagen an und vielleicht sogar eine Werkstatt empfehlen kann mit der er gute Erfahrungen beim Sandstrahlen und lackieren gemacht hat.

Viele grüße!

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Re: 311 aus Brandenburg

Ungelesener Beitragvon bic » Donnerstag 29. September 2016, 13:23

mistermagoo hat geschrieben:Dann scheint es wohl ein 1000er Motor zu sein....

Nicht zwingend, dieser Block wurde auch als 900er konfektioniert. An der Guß- und/oder Motornummer ist dies jedoch nicht abzulesen, hier muss man schon einmal messen. Ein Anhaltspunkt könnte die Teilenummer des Zylinderkopfes sein, beginnt diese mit 309 oder 311 ist es ein 900er Kopf. Allerdings hat man auch schon 900er Köpfe auf 1000er Motoren gesehen und umgedreht.

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Re: 311 aus Brandenburg

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Donnerstag 29. September 2016, 13:28

Nunja,
grundsätzlich könnte ein Einheitsblock sogar ein 900er sein, die gab es wohl z.B. für den Framo, weil dort das Eintragen eines 1000ers wohl nicht möglich war.
Aber ich gehe davon aus, dass es sich im dem Fall um einen 1000er handelt.

Je nach dem, wie viele Teile Du bei welchem Strahler abgibst, kommst Du fürs Strahlen zwischen 300 und 1000 raus, denke ich so.
Grundsätzlich gebe ich gerne "bis zur letzten Schraube" alles zum Strahlen ab, einfach weil es unglaublich viel Arbeit spart und - je nach Strahler - im großen Posten nicht sonderlich teuer ist.
Damit meine ich Teile wie:
-Karosserie und sämtliche Blechteile (wobei von den größeren, glatten flächen wie Türen, Haube und Dach nur die Ränder gestrahlt werden sollten)
-Rahmen
-Kleinkram: Motorhalter, Querlenker, Hinterachse, AHK, Auspuff, Pedale (Lagerstellen vorher mit Schraube und Karosseriescheiben verschließen), Ansaugtöpfe, Kühler, Heizungskasten, Lenksäulenblechteile,....

Wenn Du es den Strahler grundieren lässt, wird es natürlich teurer, und es machen auch nicht alle. Ich bin kein Freund davon, weil man dann nicht sieht, was da so zulackiert wird. Blank ist ehrlich, und so will ich die Teile haben.

Lackierer...naja, je nach Vorarbeit und Farbwunsch (Zweifarblackierung usw.) und Stundenlohn schnell 2000 bis 3000€.
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Re: 311 aus Brandenburg

Ungelesener Beitragvon bic » Donnerstag 29. September 2016, 14:07

Wartburgbauer hat geschrieben:weil dort das Eintragen eines 1000ers wohl nicht möglich war.

Auch nunja, ich kann mich nicht erinnern zu DDR-Zeiten jemals irgendeinen Motor irgendwo eintragen zu lassen haben (im Gegensatz zum Einbauen) noch erinnere ich mich daran, dass dies irgendwann von irgendwem hinterfragt oder kontrolliert wurde. Woran ich mich aber erinnere, sind Framos mit 1000er-Motoren (habe ich selbst eine kurze Zeit lang gefahren) und ebensolche im F9 (fahre ich immer noch). Also, wenn man es genau wissen will, sollte man mal messen, glauben (oder Glauben) hilft da nicht :shock:

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Re: 311 aus Brandenburg

Ungelesener Beitragvon Ralf Schneider » Donnerstag 29. September 2016, 22:52

Enrico,

schönes Auto mit einer vielleicht guten Grundlage. Aber leider sieht man das erst, wenn die ersten Blechteile ab sind. Oft sind die äußerlich maroden Autos noch sehr gut im Blech gerade unten rum. Zum sandstrahlen, auf jeden Fall niemals die Flächen strahlen lassen, nur die kanten und Falze. den Rest abschleifen oder abkeksen. Sandstrahler, die mit Ihrer Arbeit ein Unternehmen am laben erhalten wollen, müssen 50-60 Euro die Stunde berechnen. Hier können dann für einen Wartburg schnell 1500 Euro zusammen kommen. Alleine für einen Rahmen braucht man schon ca. 4-5 Stunden. Ich selber habe für meinen HT ca. 1400 gezahlt, wobei hier Kofferbodenblech und Hauptbodenblech nicht dabei waren. Auch hängt es davon ab, wie viele Schichten Farbe und ob schlecht strahlfähige Medien, wie Antidrön. das geht so gut wie gar nicht ab. Hier muss man vorher schaben. Auch der Preis für eine Lackierung hängt von vielen Faktoren ab. Hier ist es wie bei einer Schiffsreise, man kann diese mit einem Ruderboot auf einem nahe gelegenen Tümpel machen oder 5 Sterne Luxuskabine auf einem Liner Richtung Karibik. Oldtimer machen immer viel mehr arbeit, als moderne Autos. Viel Spachtelarbeiten, Anpassen, aufwendiges grundieren und Abdichten. Nur Farbe rauf klecksen außen rum, das mag für 1500-2000 Onken möglich sein. Eine professionelle Lackierung (mit Unterboden, Steinschlagschutz, Innenraum usw.) schlägt wohl locker mit dem 3-4 fachen zu Buche.

Ich hatte auf der OMMMA einen wunderschönen originalen hellblauen 311 gesehen, der mit seinem wirklich alten Flair samt staub im Innenraum mein Herz höher schlagen lies. Den würde ich glaube sofort kaufen wollen. Vielleicht versuchst Du es so, putze alles, poliere...lass die Kratzer und Beulen. Schade nur, das die beiden Kotflügel so Sch... sind. Aber auch die könnte man, leider mit viel Aufwand ersetzen und neu lackieren und auf alt trimmen, so dass die zum restlichen Auto passen.

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Re: 311 aus Brandenburg

Ungelesener Beitragvon 311CoupeKWD » Donnerstag 29. September 2016, 23:22

Der Vorschlag von Ralf, in seinem letzten Abschnitt, hat was. Ich würde es so angehen. Gerade wenn es "nur" ein Schönwetter-Gelegenheitsauto, mit trockener und luftiger Unterstellmöglichkeit, werden soll. Der andere Weg wäre so viel aufwändiger und wesentlich teurer und vor allem zeitlich elend lang. Das kannst Du später mal immer noch grundsätzlich angehen. So kommst Du erstmal zum Fahren und dem Grinsen im Gesicht. Nichts geht über fahren, fahren und fahren. Nur so wird man eins mit seinem Auto und lernt es richtig kennen und schätzen. Ich glaube, der Ralle würde Dir sogar beim farblichen anpassen und dem künstlichem Altern der Kotis fachgerecht helfen können.

Kay
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Dreizylinderzweitaktgrüße
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Re: 311 aus Brandenburg

Ungelesener Beitragvon oldiedriver » Freitag 30. September 2016, 07:36

Dem Vorschlag von Ralf kann ich nur unterstützen.
Ich komme sonst eher aus der Ecke "Restaurierung alter Radiotechnik" und bin da einer der bei der Optik eher auf Patina als auf alles neu setzt. Wenn Du diesen Weg beschreitest, hast Du im Endeffekt etwas authentischeres als ein völlig auf neu getrimmtes Auto (oder Radio). Solche Dinge sehen im Ganzen betrachtet besser aus als welche die komplett auf neu setzen. Das nur als grobe Richtlinie.

@Ralf
Ging es um dieses Gefährt?

CIMG1386.jpg
Viele Grüße
Jörg

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Re: 311 aus Brandenburg

Ungelesener Beitragvon EMST » Freitag 30. September 2016, 10:34

vielleicht bin ja farbenblind...aber ist das nicht eindeutig ein dunkeles Blau? [Bier]

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Re: 311 aus Brandenburg

Ungelesener Beitragvon oldiedriver » Freitag 30. September 2016, 17:55

{blinzel}
Alles eine Frage der Ausleuchtung {sehrfreuen} !

Na mal schauen was Ralf sagt.
Viele Grüße
Jörg

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Re: 311 aus Brandenburg

Ungelesener Beitragvon Ralf Schneider » Freitag 30. September 2016, 20:27

Ja, das ist der...denke ich jedenfalls, Wenn der bei der Omma so fast genau in der Mitte stand, als ich vorbei ging, war die Haube offen. Ja, kann auch dunkleres blau gewesen sein. Auf jeden Fall ein 56er oder 57er der sowas darum. habe da nach über 40 Jahren die Erinnerung bekommen, das ich oder mein Bruder immer den Tankhebel ziehen mussten. Das hatte ich total verdrängt, aber als ich den dann dort sah....schwubs war alles wieder da. Auch die Scheibenwischer und dann als da mal ein neues Gestänge rein kam...das hat gefetzt, beide immer in die gleiche Richtung. Man...da war ich 6 oder 7 Jahre alt...Dieses Auto ist der Hammer...würde ich im Lotto gewinnen, würde ich den kaufen...Summe total egal....der hat so ein geiles Flair...Dieser Oldtimerlack...Glanzgrad....sehr schwer, das heute so hinzubekommen. Viel zu speckig die modernen Lacke. Mattieren hilft hier nichts...hier muss man dann mit Kunstharz oder Nitro ran. 1K Basilack poliert, das sieht so aus...einen restaurierten mal so auf alt trimmen, alles neu, aber doch optisch alt...das wäre mal eine Aufgabe....

kauf die eine gute Politur oder einen Lackreiniger und zieh den Lack mal damit kräftig ab....das wird schön, glaub mir...

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Re: 311 aus Brandenburg

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Freitag 30. September 2016, 20:35

Also der blaue hier abgebildete Qualitätswagen ist dem Toni seiner, hier im Forum auch anwesend.
Hut ab Toni. Ich grinse noch immer, wenn ich das sehe und mich an die letzten Chats erinnere :smile:
Hast Du einmal etwas Gutes gefunden, mußt Du es pflegen!

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Re: 311 aus Brandenburg

Ungelesener Beitragvon mistermagoo » Freitag 30. September 2016, 20:59

Hallo Zusammen,

ich kann mich mit dem Gedanken sehr gut anfreunden "einfach nur" das Auto im wesentlichen äußerlich zu erhalten wie es ist, aber im inneren auf technisch vernünftigen Zustand zu bringen. Ich bin sowieso auch eher der Meinung das man es dem Auto auch gern ansehen darf, das es einfach schon ein gehöriges Alter auf dem Buckel hat, auch wenn das sicher nicht auf alle Teile zutrifft.

Den vorderen, linken Kotflügel und die Schürze habe ich als Ersatzteil da. Ebenso die beiden hinteren, wobei ich nur Schürze und vorderen Linken Kotflügel tauschen würde. Hier wäre tatsächlich die Frage ob man es hinbekommen würde, das es optisch dem Rest recht nahe kommt. Was sagt den der Lackierer Fachmann selbst dazu?

Ich meine aber trotzdem das es sinnvoll wäre die Karosse zumindest herunter zu nehmen um vernünftig an den restlichen Teilen die auf dem Rahmen sitzen zu arbeiten. Federn, Bremsen, etc. will ich ja auch vom Warti abbauen um sie zu überholen und das ganze ist vermutlich leichter, wenn der Rahmen unten ist. Die Frage ist halt ob es nicht zu viel des Guten ist und ob es nicht besser ist, die Karosse drauf zulassen und wie schon gesagt wurde einfach zu Polieren und die beiden Teile auszutauschen.

Ich werde als erstes mal einen Plan erstellen, was ich in welcher Reihenfolge vom Warti abbaue. Der Plan ist die Teile abzubauen, zu überholen und sie dann in das Regal zu packen.

Ich danke auf jeden Fall schon einmal für den regen Gedankenaustausch. Das hat mir wirklich schon sehr geholfen und die Idee gefällt mir auch wirklich richtig gut.

Viele Grüße,

Enrico

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Re: 311 aus Brandenburg

Ungelesener Beitragvon oldiedriver » Samstag 1. Oktober 2016, 07:31

Wenn der bei der Omma so fast genau in der Mitte stand, als ich vorbei ging, war die Haube offen.

Soweit ich mich erinnere stand der gegen Mittag in etwa in der Mitte. Wurde ja dann immer voller auf dem Platz und ich bin dann mit Kind und Frau auch langsam weg. Keine Ahnung wie voll das dann noch wurde.
Mit Deiner Betrachtung des Lacks gebe ich Dir Recht. Gut gepflegt und aufgearbeitet ist immer besser als neu. Nur ist eben das Problem beim auswechseln von Blechen diesen Touch wieder hin zu bekommen.
Baujahr sollte übrigens nach 1956 gewesen sein. Tippe auch so auf 1957.
Den originalsten Wartburg der alten Serie überhaupt habe ich vor ein paar Wochen in Britz gesehen. Der dürfte aber inzwischen auch weg sein.
Baujahr 1956 und Reimport aus Finnland. Da war alles noch original was der Sammler sucht und als heiliger Gral gedeutet wird. Innen die erste Ausstattung, Armaturenbrett in Hammerschlag, Türen innen mit Holzleisten um die ganze Tür rum, Fensterrahmen auf Gehrung etc. Motorraum original, Kofferraum ebenso.
Hätte ich den Platz wäre es meiner geworden. Frau hatte grünes Licht gegeben {kicher} .
An dem Wagen hat man den Unterschied zwischen Bj.56 (also dem Anfang der Produktion) und den Folgejahren deutlich gesehen. Meiner ist Bj. 57 und ich bilde mir ein recht original. Aber da konnte ich nicht mit mithalten.
Wie gesagt - das war mein persönlicher Hammer.
Viele Grüße
Jörg

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Ralf Schneider
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Re: 311 aus Brandenburg

Ungelesener Beitragvon Ralf Schneider » Mittwoch 12. Oktober 2016, 20:21

guckt mal, was mit mit einer guten Politur so hinbekommt. Das rechte blaue ist originaler Lack. Macht Arbeit das ganze Auto, aber wird vielleicht gut aussehen.

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mistermagoo
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Re: 311 aus Brandenburg

Ungelesener Beitragvon mistermagoo » Montag 17. Oktober 2016, 19:49

Was hast du denn da tolles verwendet? Auf einen Versuch kann ich es ja mal ankommen lassen.

berlintourist
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Re: 311 aus Brandenburg

Ungelesener Beitragvon berlintourist » Montag 17. Oktober 2016, 20:47

sowas geht mit lackreiniger und anschliessend mit politur.
eventuel auch einen gang mit 3000er nasschleifpapier vorlegen ...

dieser ist bis auf kotflügel vorn und brille "nur" geschliffen und poliert wurden:
viewtopic.php?f=84&t=16569&p=188376#p188376

veruch macht kluch ;o)

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Re: 311 aus Brandenburg

Ungelesener Beitragvon mistermagoo » Montag 4. Dezember 2017, 20:42

Hallo Zusammen,

nach langer Zeit habe ich mal wieder ein paarr Tage Zeit gefunden mich dem Wartburg zu widmen.

Ich habe mich nun doch entschieden ihn komplett auseinander zu nehmen und von Grundauf neu aufzubauen. Ich denke ich werde so einfach über die Jahre mehr Freude an dem Auto haben und ich habe auch für das ein oder andere einen Sponsor gefunden, so dass es nicht ganz so sehr weh tut im Geldbeutel.

Ich finde natürlich je mehr teile von der Karosse abgebaut sind immer mehr stellen, wo man etwas tun muss. Da ich der Überzeugung „Schuster bleib bei deinen Leisten“ bin, werde ich die Karosserie und Lackier Arbeiten nicht selbst machen. Einen Lackierer habe ich günstiger weise im Dorf. Zu gegebener Zeit werde ich den mal kontaktieren ob es sich das Strahlen und lackieren zutraut. Den Hinweis, das nur die Falze und Kanten, nicht aber die Flächen, zu strahlen sind werde ich beherzigen.

Nun zu meiner eigentlichen Frage. Der gute man der unsere Heizung wartet hat mir ein paar Storys zu seinen bis jetzt 3 „verschlissenen“ Karosserieklempnern erzählt bei denen sich die Nackenhaare aufstellen. Zig tausend Euro ausgegeben, Zusagen nicht eingehalten und mehr kaputt als recht gemacht. Ich möchte sowas natürlich vermeiden.

Deshalb nun die Frage. Gibt es zuverlässige Karosserieklempner in Ostbrandenburg bzw. der näheren Umgebung, denen ihr euren Warti schon mal für solche Arbeiten gegeben habt oder geben würdet?

Ich würde versuchen noch ein paar Bilder in den nächsten Wochen zu machen, das man sich ein Bild von den Arbeiten machen kann. Aktuell ist noch nicht viel zu sehen, aber unter einer Falz im hinteren Berech unter denn kotflügel geht es gut auseinander und in Bereich des Radkadten ist hinten auch ein Loch drin.

Danke schon mal!

Schöne Grüße aus Brandenburg

Hartmut44
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und für den Alltag einen Ford Grand C-Max (1 Liter, 3 Zylinder, fast ein Wartburg)
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Re: 311 aus Brandenburg

Ungelesener Beitragvon Hartmut44 » Dienstag 5. Dezember 2017, 09:55

Hallo,
versuch es doch Mal bei Karosserie- und Autoservice Uwe Tautz (trabiuwe.de) in Hoppegarten. Habe da noch keine Karosseriearbeiten machen lassen, würde es aber jederzeit tun. Er (bzw. sein Motorenbauer) haben mir sowohl Trabi- als auch Wartburgmotor regeneriert und ich kann nix negatives berichten. Und Hoppegarten ist ja auch schon Ostbrandenburg (die im Impressum genannte Adresse in Berlin ist nicht mehr zutreffend).
Ich weiß aber nicht, ob er aktuell Kapazitäten hat, aber ein Anruf wird nicht schaden.
Schönen Gruß
Hartmut

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Re: 311 aus Brandenburg

Ungelesener Beitragvon calle » Mittwoch 6. Dezember 2017, 19:30

Feudner Karosseriebau

https://www.sebastianfeudner.de/

Kompetenter Mann, mal anrufen und Anliegen schildern.

Hat meinen 353 auch gemacht

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Re: 311 aus Brandenburg

Ungelesener Beitragvon mistermagoo » Donnerstag 7. Dezember 2017, 06:46

Top! Na das sind doch schon mal zwei richtig gute Ansätze! Hoppegarten und Köpenick sind perfekt.

Nicht das ihr mich falsch versteht. Ich fahr mit dem Wartburg auch gern nach Sachsen damit der gemacht wird. Schließlich komme ich ja auch selbst aus Sachsen :-) ich will nur nicht die Karosse durch die halbe Republik fahren. Ich denke nur das es hin und wieder gut ist mal vorbei zu schauen, falls es irgendwelche Fragen zu beantworten gibt und da ist Brandenburg, und Sachsen mit Abstrichen, eine gute Wahl.

Unser Monteur der die Heizung immer warten kommt hat seinen Barkas zu Massow nach Rüdersdorf gebracht. Der gute ist zwar noch nicht fertig gewesen aber hat wohl brauchbare Arbeit bisher geleistet. Kennt jemand hier im Forum ihn und kann was dazu sagen?

Ich versuche in dieser Woche mal Kontakt aufzunehmen in Hoppegarten und Köpenick um nach zu fragen.

Großes Dankeschön schon mal!

Enrico


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