Zylinderkopfdichtungen

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bic
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Re: Zylinderkopfdichtungen

Ungelesener Beitragvon bic » Freitag 12. Januar 2018, 19:50

Tomtom hat geschrieben:Doch die Berufenen werden Dich dereinst direkt befragen....

Oh, wie erhaben und so schön mystisch!

Aber nun weiter im Text - nur mal so aus Interesse habe ich mal geschaut, was es an metallenen Dichtungen für den Wartburg zur Zeit so gibt und da ist schon eine:

2.JPG
Quelle: Mobilitäten

Wie W311/58 schon schrieb, beidseitig Blech und dazwischen eine Weichstoffeinlage:

6.JPG
Quelle: Ebay

Die Dichtung gibt es bei verschiedenen Anbietern zum Preis zwischen 75,-- und 100,-- €.

Wie mir Rallye123-Lars versicherte, waren zu DDR-Zeiten diese Dichtungen DIE Lösung, wenn es bei hochverdichteten Motoren und normalen Dichtungen die Feuerstege heraus drückte. Wahrscheinlich wirken hier die Blechauflagen bzgl. der Feuerstege längsstabilisierend. Obwohl nun bei meinem 9.4:1 verdichtene Motor die (schon ganz vorn im Thread gezeigte) "abgespeckte" Ajusa-Dichtung hält

7.JPG

würde ich mir mal so eine Dichtung als "Problemlöser" hinlegen wollen. @W311/58, würdest Du so eine Dichtung mit möglichst kleinem Bohrungsdurchmesser abtreten?

Dann habe ich bei meiner Suche aber auch noch dieses Exemplar gefunden:

1.JPG
Quelle: Reich-Tunig

Eine massive Kupfer-"Dichtung" mit Feuerringen aus Stahlblech. Zu haben eben bei Reich-Tuning für knapp 30,--€ und wenn nicht vorrätig, dann innerhalb von 14 Tagen lieferbar. Irgenwie sieht das Teil ein bißchen nach Heimwerkerbastelei aus und wenn man an die Nachlieferbarkeit denkt, wird sie auch so etwas ähnliches sein. Warum nun da noch Blechringe angebaut wurden -nixwissen-.

Ebenfalls z.Z. zu haben:

5.JPG
Quelle: -nixwissen-

ist diese Dichtung. Ebenfalls eine Blechdichtung mit Weichstoffkern, aber diesmal mit Buntmetallblech. Reines Kupfer ist das jedoch nicht, die gelb/grün/braune Oxydfarbe lässt eher auf eine Messinglegierung mit hohem Kupferanteil schließen (von der anderen Seite ist das Ding regelrecht schwarz).

Also, wie man sieht, wer will der kann auch heute noch problemlos eine Metalldichtung bekommen. Ob man nun mit so einem Teil besser bedient ist, als mit einer modernen mit Spießblechträger -nixwissen-. Üblicher Weise bestehen die Spießbleche aus Edelstahl und sollten daher die Feuerringe ebenso gut abstützen, wie die Blechauflagen der oben gezeigten Dichtungen. Hinzu kommt dann bei solchen Dichtungen auch noch, dass diese von vornherein die notwendige Microabdichtung gewährleisten, was bei den Metalldichtungen wohl eher nicht der Fall sein wird. Ich würde hier immer noch eine zusätzliche Dichtmasse verwenden, davon gibt es etliche geeignete.

Wozu dann aber die massive Kupferdichtung mit den Feuerringen aus Stahlblech dienen soll, erschließt sich mir aber nicht recht. So wie jetzt weiß, hat Kupfer durchaus seine Berechtigung, da es über eine höhere Wärmedehnung verfügt, als z.B. Stahl. Saab hatte bei seinen 2T-Sportmotoren Reinzdichtungen mit Kupferfeuerring verwendet (und bei den 4T dann auch beibehalten), wiol man sich durch die höhere Wärmdehnung eine zusätzliche Einspannung der Ringe versprach, was dann auch funktionierte. Warum aber nun eine ganze Dichtung aus Kupfer? Kann mich da mal jemand aufklären?

PS, habe noch etwas gefunden:

4.JPG

Eine Albino-Dichtung, aus was ist die denn, Zeichenkarton?
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Re: Zylinderkopfdichtungen

Ungelesener Beitragvon W311/58 » Samstag 13. Januar 2018, 16:19

Na ja, die 2 Dichtungen mit oben und unten Metall haben die 80er Bohrung. Die kleineren sind alles die "normalen" Dichtungen. Ich hätte am liebsten eine davon gegen 900er Dichtungen getauscht
Gruß Andreas

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Re: Zylinderkopfdichtungen

Ungelesener Beitragvon frankyracing » Samstag 13. Januar 2018, 23:58

bic hat geschrieben:
Tomtom hat geschrieben:Doch die Berufenen werden Dich dereinst direkt befragen....

Oh, wie erhaben und so schön mystisch!

Aber nun weiter im Text...

Wie mir Rallye123-Lars versicherte, waren zu DDR-Zeiten diese Dichtungen DIE Lösung,


Nach meiner bescheidenen Erfahrung, stimmt das ohne wenn und aber und gilt auch noch heute. Ab 10:1 wird es mit normalen Dichtungen etwas eng. Schaut man sich neuere Dichtungen für hochverdichtete Motoren an, sind diese ähnlich aufgebaut.

Mit einigen Tricks und Kniffen, sind diese alten Dichtungen das beste was es gibt...und je nach Problem auch noch wiederverwendbar. Anscheinend ist das Kräftedreieck mit der Blechdichtung im optimalen Bereich. Na ja, manchmal gehört auch Glück dazu... :shock:

bic hat geschrieben:
Der Dateianhang 1.JPG existiert nicht mehr.

Eine massive Kupfer-"Dichtung" mit Feuerringen aus Stahlblech. Zu haben eben bei Reich-Tuning für knapp 30,--€ und wenn nicht vorrätig, dann innerhalb von 14 Tagen lieferbar. Irgenwie sieht das Teil ein bißchen nach Heimwerkerbastelei aus und wenn man an die Nachlieferbarkeit denkt, wird sie auch so etwas ähnliches sein. Warum nun da noch Blechringe angebaut wurden -nixwissen-.


Mir wird ganz schwindlig. Kupfer mag ja durchaus seine Berechtigung in der Welt haben, aber als Dichtung unter einem Alu-Zyinderkopf geht‘s halt auf Dauer nicht gut. Wer erinnert sich noch an dauernd defekte Moskwitch-Köpfe -roll- .

Richtig. Aluminium und Kupfer sind leider in der entgegengesetzten chemischen Reihe...

bic hat geschrieben: Warum aber nun eine ganze Dichtung aus Kupfer? Kann mich da mal jemand aufklären?

Das weiss nur der Konstrukteur ganz für sich allein... {smoker}

Fakt ist, die normale Dichtung ist unkompliziert zu montieren und hält - unter Beachtung einiger Grundlagen des Maschinenbaus - in einem Serienmotor ewig. Darf es etwas mehr an Verdichtung und somit Leistung sein :smile: , muss man nicht nur sehr präzise Arbeiten, auch die geringe Stegstärke am wasserpumpenseitig gelegen Bolzenloch - das zu allem Unglück auch noch 1mm größer ist - erfordert besondere Eingriffe die technische Mechanik...

562F7FB7-3D00-4B17-8109-8F055EF8A6BD.jpeg

Am Anriss kann man das Problem sehr schön erkennen...

Alles in allem darf man sagen, dass egal welches Benzin man fährt, die Serienverdichtung sich eher am untere Bereich bewegt. Doppelte Zyinderkopfdichtungen usw. gehören doch eher ins Reich der Legenden. Eine 180‘er Düse beim BVF war für Katalyt gut genug. Im Bereich der leistungsgesteigerten Motoren ist die Seriendichtung ab den erwähnten Verdichtungsverhältnissen eher nutzlos. Verschiedene Lösungsmöglichkeiten - wie es ORP mit beachtlichem Erfolg praktiziert - sind gut und haltbar. Aber RS, soll heißen „Reine Serie“, funktioniert auch.

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Re: Zylinderkopfdichtungen

Ungelesener Beitragvon torei » Sonntag 14. Januar 2018, 10:31

Franky, genau mit diesem pumpenseitigen Stehbolzen haben wir derzeit ein riesiges Problem. Der 1150er hat da einfach zu wenig Fleisch. Wir haben schon mehrere in verschiedenen Stärken nachgefertigte Blechdichtungen probiert, aber alles ohne Erfolg. Wenn der Motor auf die Mütze kriegt ist nach ca. 1 bis 2 Rennkilometern die Dichtung komplett raus. Mein Motor geht in der derzeitigen Ausbaustufe mit einer Kopfdichtung definitiv nicht mehr zu betreiben.
Wir sind am Knobeln wie der Motor dicht zu kriegen ist. Für den Umbau auf Schneidringe ist uns der Platz auch zu knapp, d.h. im Moment harren wir noch auf eine standfeste Lösung.

Gruß torei

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Re: Zylinderkopfdichtungen

Ungelesener Beitragvon frankyracing » Sonntag 14. Januar 2018, 16:03

torei hat geschrieben:Franky, genau mit diesem pumpenseitigen Stehbolzen haben wir derzeit ein riesiges Problem.

Das hatte ich auch... -roll-

torei hat geschrieben:Der 1150er hat da einfach zu wenig Fleisch.

Das stimmt leider, wobei das Problem der Zylinderkopf ist.

Zwei Möglichkeiten hat man.

1. Wenn ich den Kopf zuschweiße, damit ich neue Brennräume fräsen kann, schweiße ich das Bolzenloch gleich mit zu und bohre dann neu. Das allerdings sehr aufwändig und nur bei einer kompletten Bearbeitung zu empfehlen.

2. Zentrierhülsen

Das Bolzenloch hat an der Stelle ja einen Durchmesser von 12,1 mm und ist ca. 20 mm tief mit diesem Durchmesser bearbeitet. Hintergrund dafür ist die Werkstückaufnahme in der Serienfertigung.Die Bohrung in der Kopfdichtung hat einen Durchmesser zwischen 11,1 und 11,3 mm. Die Blechdichtungen haben im gepressten Zustand eine Dicke von 1,0 bis 1,1 mm.

Dreht man sich jetzt eine Zentrierhülse (oder besser zwei für die Bohrung, diagonal gegenüber am Zylinder drei) ist's vorbei mit defekten Kopfdichtungen an dieser Stelle. Die Maße vom unteren Ansatz der Hülse ergeben sich aus der Kopfdichtung. Z.B., 11,1 mm, 1,2 mm hoch und oben dementsprechend 12,1 mm, Höhe ist Freimaß.

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Machst Du das alles ordentlich und präzise, brauchst Du Dir keine Sorgen mehr machen. {smoker}
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Re: Zylinderkopfdichtungen

Ungelesener Beitragvon bic » Montag 15. Januar 2018, 02:54

frankyracing hat geschrieben:......Anscheinend ist das Kräftedreieck mit der Blechdichtung im optimalen Bereich....

? welches Kräftedreieck meinst Du Frank? Einmal davon abgesehen, dass ich Eure Erfahrungen mit den Blechdichtungen nicht bezweifeln mag und auch von dem besonderem Problem mit dem "Wasserpumpenbolzen" abgesehen, meine ich immer noch, dass eigentlich eine "normale" Spießblechdichtung den Brennraumdrücken besser gewachsen sein sollte, als eine mit beidseitigem Blechbelag. Wie in dieser Prinzipskizze gezeigt:

zkd6.jpg

sollte ein Spießblech den Feuerring besser gegen ein Herausdrücken stabilisieren, als eine Dichtung mit beidseitigem Blechbelag. Während die beiden außenliegenden Bleche bei entsprechender Längsbeaufschlagung durchaus ausknicken können ohne die dazwischen liegende Weichstoffschicht großartig zusätzlich komprimieren zu müssen (rechts rot gestrichelt dargestellt), geht dies beim Spießblech nicht so ohne Weiteres. Hier wirken die Spieße als Stopper und halten das Blech und dieses sodann den Feuerring in Position. Oder liege ich hier völlig daneben?

Das die Spießbleche durchaus eine hohe Stabilität haben können, habe ich selbst erfahren, als ich die Ajusa-Dichtung "erleichtert" habe - eigentlich war dem Teil nur mit einem Hartmetallfräser beizukommen.

Schaut man sich neuere Dichtungen für hochverdichtete Motoren an, sind diese ähnlich aufgebaut.

Meinst du damit die Mehrlagenstahldichtungen ? Dies funktionieren aber nun ganz anders - den alten DDR-Blechdichtungen fehlen hier die erforderlichen Sicken, Stopper, etc., ich glaube nicht, dass die beiden Dinge vergleichbar sind.

Mir wird ganz schwindlig. Kupfer mag ja durchaus seine Berechtigung in der Welt haben, aber als Dichtung unter einem Alu-Zyinderkopf geht‘s halt auf Dauer nicht gut. Wer erinnert sich noch an dauernd defekte Moskwitch-Köpfe -roll- .... Richtig. Aluminium und Kupfer sind leider in der entgegengesetzten chemischen Reihe...

Das Ganze gilt übrigens gegen Grauguß auch, aber es bedarf immer der Anwesenheit eines Elektrolyten, damit sich da etwas tut. Normales Leitungswasser ist schon ein solcher Kanditat, durch darin gelöste Mineralien erreicht es eine Leitfähigkeit von ca. 300 bis 800 µS/cm. Die elektrolytischen Eigenschaften verringern kann man dann durch destilliertes Wasser, dieses weist nur noch einen Wert von bis zu 20 µS/cm auf (es geht noch besser -> hoch reines Wasser hat nur 0,1-0,05 µS/cm). Kippt man dann noch den richtigen Frostschutz oben drauf, wird das "Kühlwasser" quasi zum Nichtelektrolyten, eine elektrochemische Korrosion kann nicht mehr stattfinden.

Mit der richtigen Kühlflüssigkeit sehe ich also die Verwendung einer Kupferdichtung zumindest in diesem Zusammenhang als unkritisch an, zumal in unseren alten Kisten Kupfer im Kühlkreislauf so oder so vorhanden ist. Hier einmal die Lochfraßkorrosion an einem alten Zylinderkopf ohne dass dieser mit einer Kupferdichtung verwendet wurde:

DSC04610.jpg

Wahrscheinlich wurde hier zeitlebens lediglich Leitungswasser als Kühlmittel gefahren.
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Re: Zylinderkopfdichtungen

Ungelesener Beitragvon torei » Montag 15. Januar 2018, 14:24

Franky , danke für den Tip mit den Buchsen. Damit ist auch eine exakte Deckung beim Aufsetzen gewährleistet. Im Normalfall lässt sich die ZKD ja immer etwas in alle Richtungen verschieben, womit ja keine exakte Deckung vorgegeben ist.

Gruß torei

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Re: Zylinderkopfdichtungen

Ungelesener Beitragvon Tomtom » Montag 15. Januar 2018, 15:01

Die Idee mit den Buchsen finde ich extrem charmant! {top}
Hast Du einmal etwas Gutes gefunden, mußt Du es pflegen!

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Re: Zylinderkopfdichtungen

Ungelesener Beitragvon bic » Montag 15. Januar 2018, 15:58

frankyracing hat geschrieben:Dreht man sich jetzt eine Zentrierhülse (oder besser zwei für die Bohrung, diagonal gegenüber am Zylinder drei)...

Handelt man sich da bei zwei Hülsen nicht Probleme wegen der unterschiedlichen Wärmedehnung von Block und Kopf ein (immerhin bis zu 1mm) ? Wäre es da nicht besser, die Abstände und damit die Differenz bei der Wärmedehnung zu verringern und z.B. die Hülsen diagonal über der 2. Bohrung anzubringen?
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Re: Zylinderkopfdichtungen

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Montag 15. Januar 2018, 21:34

Manchmal komisch im Leben, auf viele Sachen kommt man immer erst hinterher. Und meistens erst zu dem Zeitpunkt, an dem diese Information
für einen selber keinen grossartigen Wert mehr darstellt, da nicht mehr benötigt.

Habe vorhin 2 Köpfe aus meinem Fundus, bzw. dessen Stehbolzenbohrungen miteinander verglichen. Beide hatten die 2 diagonal
liegenden, grösseren Bohrungen. Also Bohrung Wasserpumpe/Bohrung Keilriemenscheibe, Fahrtrichtung rechts. Durchmesser hierbei:
ca. 11,5mm, anstatt der "normalen" 10,5. Nach dieser Theorie dürfte dieser Umstand Undichtigkeiten der Zylinder 1 und 3 begünstigen.
Im Nachhinein kann ich das so unterschreiben.

Als ich meinen ehemaligen Tourist, bzw. dessen überholten Motor vor über 5 Jahren zum Leben erweckte, hatte ich von Anfang
an Probleme, den Kopf dicht zu bekommen. Zylinderblock hatte letztes Schleifmass (75,50), Blockdichtfläche oben geplant,
Kopf gegen Werksneuen erneuert. Mehrere Dichtungen probiert. Auch Ausführung von Genentz aus Halle. Diese hielt dann
zum Glück dicht. Wenn nicht, wäre die "Barkaskonsum"-Dichtung zum Einsatz gekommen (Blechdichtringe hierbei etwas breiter).
Davor war das Ding nicht dicht zu bekommen. Ständig herausgluckerndes Kühlwasser aus einer der beiden o.g.Stehbolzenbohrungen.
Welche genau, weiss ich nach so langer Zeit nicht mehr. Zusätzlich auch noch heraustropfendes Kühlwasser aus dem Endrohr des
Zusatzdämpfers... :-(
Das war ganz, ganz, ganz grosser Mist. Und jetzt bin ich in der Lage, zu sagen, dass es wohl an einem minimal verdrehten Kopf,
in Verbindung mit den grossen Zylinderbohrungen lag. Durch Zufall ist der Kopf dann doch dicht geworden. Stehbolzen, Muttern und
Unterlegscheiben waren hierbei neue Originalteile, bzw. neu galvanisierte Altteile. Das "originale" Anzugsmoment von ca. 50 Nm
reichte hierbei aber nicht mehr aus. Ich musste da auf 70 Nm gehen. Mehr hätten die Gewinde rein gefühlsmässig nicht mitgemacht.
Die Bohrungen in den Kopfdichtungen sind übrigens alle gleich gross (kleinerer Durchmesser), Dichtung sitzt stramm auf den
Kopfstehbolzen. Lediglich der Kopf selbst kann in sehr geringem Masse verdreht werden.

Aber ok, gehört alles der Vergangenheit an, zumindest bis zum nächsten realen 353er Wartburg für mich :-)
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Re: Zylinderkopfdichtungen

Ungelesener Beitragvon frankyracing » Montag 15. Januar 2018, 22:25

bic hat geschrieben:
frankyracing hat geschrieben:......Anscheinend ist das Kräftedreieck mit der Blechdichtung im optimalen Bereich....

? welches Kräftedreieck meinst Du Frank?

...Du weißt doch, dem Inschenschör ist nüscht zu schwör... :D

Umgangssprachlich erklärt, wirkt das Anzugsmoment des Bolzens ca. im Winkel von ca. 45 Grad beidseitig und im Umfang, in Richtung Dichtfläche (die Betonung liegt hierbei auf umgangssprachlich und ca.). Deshalb hat man ja auch irgendwann die 12-Bolzen durch 8 ersetzt. :smile: Man käme auch mit weniger Bolzen aus, nur müsste die Motorhaube um etwa einen halben Meter höher sein... :idea:

bic hat geschrieben:Einmal davon abgesehen, dass ich Eure Erfahrungen mit den Blechdichtungen nicht bezweifeln mag und auch von dem besonderem Problem mit dem "Wasserpumpenbolzen" abgesehen, meine ich immer noch, dass eigentlich eine "normale" Spießblechdichtung den Brennraumdrücken besser gewachsen sein sollte, als eine mit beidseitigem Blechbelag.

Ich weiß es wirklich nicht zu 100% :eek: . Meine Vermutung ist, dass durch das Umlegen des einen Teils der Dichtung zum Feuerring, eine bessere Stabilität gewährleistet ist. Eventuell spielt hier aber auch ein gaaanz klein wenig Oldschool-Denken eine Rolle [smilie=hi ya!.gif] . Vielleicht liegt es aber auch daran, dass im Laufe der Jahre - oder den Senior mit einbezogen -Jahrzehnten, einiges an verdammt teuren Erfahrungen gesammelt worden ist. {smoker}

Alles in allem und wie schon so oft erwähnt, bei Serienmotoren ist das alles völlig unkritisch und - unter Beachtung einiger Regeln des Maschinenbaus - leicht zu handhaben. Bewegt man sich im Grenzbereich der „Aktentasche voll Motor“ hinsichtlich Bohrung, Hub oder Verdichtung, helfen mitunter die gesammelten Erfahrungen und somit das Festhalten an bewährten Dingen, als auch unkonventionelle Lösungen, wie z.B. Zentrierhülsen oder Entlastungsstege.
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Re: Zylinderkopfdichtungen

Ungelesener Beitragvon frankyracing » Montag 15. Januar 2018, 22:30

bic hat geschrieben:
frankyracing hat geschrieben:Dreht man sich jetzt eine Zentrierhülse (oder besser zwei für die Bohrung, diagonal gegenüber am Zylinder drei)...

Handelt man sich da bei zwei Hülsen nicht Probleme wegen der unterschiedlichen Wärmedehnung von Block und Kopf ein (immerhin bis zu 1mm) ? Wäre es da nicht besser, die Abstände und damit die Differenz bei der Wärmedehnung zu verringern und z.B. die Hülsen diagonal über der 2. Bohrung anzubringen?


Das ist keine schlechte Idee, wahrscheinlich spielte hier der Faktor Zeit, als auch die Gegebenheiten eine wichtige Rolle... :shock: Bis jetzt - soll heißen - 2 x Monte Carlo historique, 2 x Rajd Polski, 2 x Volán-Rallye, funktioniert es. Du weißt ja „Never touch a running system“.... {Du Du}
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Re: Zylinderkopfdichtungen

Ungelesener Beitragvon Essi Hermann » Dienstag 16. Januar 2018, 19:32

Mal ne Frage,
Es scheiden sich daran die Geister.
Baut man ein Zylinderkopfdichtung trocken oder mit Öl benetzt ein.

Ich verwende Grafitöl, was mir ein alter Meister empfohlen hat.
Ein anderer sagt trocken einbauen.

Wer hat Recht? [smilie=happy.gif]
Viele Grüße

Hermann

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Re: Zylinderkopfdichtungen

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Dienstag 16. Januar 2018, 20:39

Essi Hermann hat geschrieben:Mal ne Frage,
Es scheiden sich daran die Geister.
Baut man ein Zylinderkopfdichtung trocken oder mit Öl benetzt ein.

Ich verwende Grafitöl, was mir ein alter Meister empfohlen hat.
Ein anderer sagt trocken einbauen.

Wer hat Recht? [smilie=happy.gif]


Ganz einfach. Niemand. {Zahnlücke}
Spass bei Seite. Entweder Trockengraphit, also Graphitpulver, oder eben gar nichts draufschmieren.
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Re: Zylinderkopfdichtungen

Ungelesener Beitragvon bic » Dienstag 16. Januar 2018, 21:07

frankyracing hat geschrieben:....Umgangssprachlich erklärt, wirkt das Anzugsmoment des Bolzens ca. im Winkel von ca. 45 Grad beidseitig und im Umfang, in Richtung Dichtfläche (die Betonung liegt hierbei auf umgangssprachlich und ca.).....

Aaaaah, jetzt weiß, was Du meinst:

Kegel.JPG

Ich traue mich jedoch anzunehmen, dass das Versagen der Dichtung da direkt am Bolzen wenig mit sub- oder optimaler Verteilung der Kräfte zu tun hat. Der Feuering (aus mehr als diesem besteht die Dichtung an dieser Stelle ja nicht) sitzt ja direkt am Bolzen, jedoch fehlt es ihm schlicht an wirksamer Fläche um mit der erzielbaren Pressung (der hat ja leider eine Umgebung) dem Verbrennungsdruck widerstehen zu können. Mit der Passhülse hat er nun ein Widerlager und bleibt daher nun, wo er hingehört. Aber sei es wie es sei, wichtig ist ja, dass es funktioniert, leider ist nun aber auch mein Vorschlag, die Passhülsen am mittleren Topf anzuordnen, obsolet geworden :oops:
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Re: Zylinderkopfdichtungen

Ungelesener Beitragvon ffuchser » Dienstag 16. Januar 2018, 21:46

Versuch mach klug, Franky nimm ne Ajusa Dichtung mit zur Histo monte, ach die gibt's ja nicht mit 78er Bohrung.
Sachmal startest Du eigentlich in der 1000er Klasse? {kratz}
Ich werde mir mal sone Westdichtung besorgen und bei Gelegenheit testen. {smoker} falls es sich ergibt.
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Re: Zylinderkopfdichtungen

Ungelesener Beitragvon frankyracing » Dienstag 16. Januar 2018, 22:31

ffuchser hat geschrieben:Versuch mach klug, Franky nimm ne Ajusa Dichtung mit zur Histo monte, ach die gibt's ja nicht mit 78er Bohrung.
Sachmal startest Du eigentlich in der 1000er Klasse? {kratz}


... hier die Baujahresgruppen...

61B2F798-6293-4F80-B5ED-A7E34D156123.jpeg

und die Klassen nach Hubraum... -roll-

E8EC36BA-8BAC-4A8E-87AB-043AAF4DCA76.jpeg


Wie Du siehst, bei Bohrung und Hub sind jeweils noch 4 mm Platz... {anbeten}
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Re: Zylinderkopfdichtungen

Ungelesener Beitragvon W311/58 » Freitag 23. Februar 2018, 09:24

Hatte heute wieder mal die Kofdichtungen in der Hand. Auf der Dichtung für den 900er steht doch etwas drauf, ist mir vorher nicht aufgefallen.
Hier eine Nummer
Bild
Und hier ein eine Weltkugel mit dem Schriftzug, Kupferring, darum
Bild
Gruß Andreas

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Re: Zylinderkopfdichtungen

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Sonntag 25. Februar 2018, 10:29

Essi Hermann hat geschrieben: ... Mal ne Frage, es scheiden sich daran die Geister.
Baut man ein Zylinderkopfdichtung trocken oder mit Öl benetzt ein ?
Ich verwende Grafitöl, was mir ein alter Meister empfohlen hat.
Ein anderer sagt trocken einbauen.
Wer hat Recht ? ...

Die langjährige Praxis !
Ich habe alle Dichtungen gefettet und fahre jährlich im Durchschnitt um die 10.000 km.
Anziehen des Zylinderkopfes entsprechend der Vorschrift. Auch kein späteres nachziehen.
Herzliche Grüsse von Andreas aus Leipzig
2-Takter sind einfacher im Aufbau wie 4-Takter

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Re: Zylinderkopfdichtungen

Ungelesener Beitragvon Hanner » Sonntag 25. Februar 2018, 10:57

Hallo,
habe bisher nur per Hand angezogen. Kannte das Anzugsmoment garnicht. Nur als hier die
Diskussionen darüber liefen, habe ich einmal nach Vorschrift angezogen(hatte gerade
einen Motor in Arbeit). Fazit: es leckte. Habe dann wieder die Handmethode angewandt
und konnte die Schrauben eineinhalb mal nachziehen. War dann dicht, bis heute.
Freundliche Grüße
Hanner



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bic
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Re: Zylinderkopfdichtungen

Ungelesener Beitragvon bic » Sonntag 25. Februar 2018, 15:02

@ Andreas, @ Hanner - von Euren eigenen Erfahrungen einmal abgesehen, ist beides so nicht richtig und sollte nicht für andere als Vorbild dienen.
@ Essi Hermann, wenn Du diesen Thread hier einmal von Anfang an gelesen hättest, bräuchtest Du solche Fragen nicht zu stellen, denn diese waren schon beantwortet. An sonst Vorsicht bei Ratschlägen von "alten Meistern", denn einmal davon abgesehen, ob diese wirklich jemals welche waren/sind, lassen 30 Jahre so manche Erinnerung verblassen und nicht alles, was man früher so machte um sich die Arbeit zu erleichtern und/oder Engpässe oder Qualitätsmängel zu überbrücken, war auch richtig.
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Re: Zylinderkopfdichtungen

Ungelesener Beitragvon Hanner » Sonntag 25. Februar 2018, 17:27

Hallo Bic,

wenn der Kopf nach Vorschrift angezogen wird und leckt, was soll man dann deiner
Meinung nach tun?
Die alte Technik ist doch geblieben, also kann man doch auch die alten
Anwendungen weiter benutzen? Geändert hat sich doch nur die Zeit?!
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Re: Zylinderkopfdichtungen

Ungelesener Beitragvon wartifan » Sonntag 25. Februar 2018, 18:20

Der Gedanke kam mir auch sofort. Da leckende Zylinderkopfdichtungen damals kein Massenphänomen waren und sicher auch nicht jeder mit Drehmoment gearbeitet hat (ich vermute eher kaum Einer), ist es offensichtlich ein erprobtes und vor Allem praxisgerechtes Verfahren, es nach Vernunft, Gespür und Erfahrung zu handhaben. Ich zumindest habe noch nie Eine Überdreht. Übrigens auch keine Kerze, wo ja das Selbe gilt.

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Re: Zylinderkopfdichtungen

Ungelesener Beitragvon bic » Sonntag 25. Februar 2018, 19:46

Nun ja, da dachte ich, es wäre alles schon einmal durchgekaut, alles erklärt -was, wieso, warum-, da fängt es nun wieder von vorn. Alles, was es zum Thema zu sagen gibt, steht detailliert beschrieben und ausreichend bebildert weiter oben im Thread - ich fange definitiv nicht nochmal von vorn an.
An sonst, Eure eigene "Vernunft, Gespür und Erfahrung" in allen Ehren (wobei es ja eigentlich "Vernunft, Gespür und Glück" heißen müsste), aber wie will man bitte z.B. Hannes "Gespür" für das Anziehen von Bolzen ohne Drehmomentschlüssel als Handlungsanweisung weitergeben? Jeder hat doch einen anderen Knacks im Handgelenk! Jemanden auf diese Weise einen Rat zu erteilen, finde ich jedenfalls nicht seriös.
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Re: Zylinderkopfdichtungen

Ungelesener Beitragvon wartifan » Sonntag 25. Februar 2018, 19:59

Rat und Vorbild sind immer so große Worte. Ich würds eher eigene Erfahrung oder so nennen. Jeder muß eh immer was für sich draus machen. Gilt ja im Grunde für alle Themen hier und in allen Foren zu allen Themen und überhaupt.
Zum Thread hier, der ist ja nun schon ein Oldi mit laaaangem Bart. Da regiert man eher mal auf das "Bart"-Ende, auch wenns ähnlich schon mal oben irgendwo stand.

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Re: Zylinderkopfdichtungen

Ungelesener Beitragvon bic » Sonntag 25. Februar 2018, 20:09

wartifan hat geschrieben:...Zum Thread hier, der ist ja nun schon ein Oldi mit laaaangem Bart. Da regiert man eher mal auf das "Bart"-Ende, auch wenns ähnlich schon mal oben irgendwo stand.

Na klar und dann kaut man alles noch einmal durch, nur weil andere zu bequem zum lesen sind - vergiß es einfach.
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Re: Zylinderkopfdichtungen

Ungelesener Beitragvon wartifan » Sonntag 25. Februar 2018, 20:57

Manchmal kommen aber neue Forenten dazu, die den Thread noch nicht kannten und bringen Erhellendes hinzu. Insofern nicht ganz verkehrt. Aber nun gut, ich hab jetzt auch nix weiteres dazu.
Außer ein Berg Dichtungen aufm Dachboden, die irgendwann mal ihre Dichtigkeit beweisen müssen.... in diesem Sinne [Bier]

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Re: Zylinderkopfdichtungen

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Dienstag 27. Februar 2018, 16:36

wartifan hat geschrieben: ... Außer ein Berg Dichtungen aufm Dachboden, die irgendwann mal ihre Dichtigkeit beweisen müssen.... in diesem Sinne ...

Sehr gut alle Metallteile ein Ölen oder Fetten ...
Herzliche Grüsse von Andreas aus Leipzig

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Re: Zylinderkopfdichtungen

Ungelesener Beitragvon wartifan » Dienstag 27. Februar 2018, 17:41

Sehr gut alle Metallteile ein Ölen oder Fetten ...

Ja da muß ich auch nochmal ran. Da ists zwar auch trocken, aber nicht so warmtrocken wie damals im Berliner Keller.


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