BVF Fallströmer

Der spezielle Bereich für Vergaser und und ihre Tücken

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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon bic » Sonntag 25. März 2018, 23:58

Butzemann hat geschrieben:Dann gibts noch http://www.di-michele.de/ hauptsächlich Teile für Weber, Pierburg und Solex dort habe ich schon öfter Zeug für den 1.3er Vergaser erworben, sehr zuverlässig und schnell.

Vielen Dank für den Tipp! Leider kannte ich die schon und hatte deren Shop durchforstet ohne jedoch so richtig fündig zu werden. Mittlerweile habe ich jedoch so ziemlich alles zusammen (Düsen nach Originalspezifikation auch) alles andere dann später. Trotzdem Dir noch einmal Danke!
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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon bic » Freitag 30. März 2018, 14:46

So, da es mit dem Lasern des Flansch noch nicht weitergegangen ist, habe ich mich noch mal ein bißchen in Trockenübungen versucht, schließlich muss ja auch noch das Problem der Betätigung der Vergaser gelöst werden.

Dabei bin erst einmal von der unumstößlichen Voraussetzung ausgegangen, dass das originale Gasstänge im Auto erhalten bleiben muß (ja, ich versuche die Express-Anlage nun doch in mein Auto einzubauen, meinem Boot-Kumpel wurde die Sache dann doch zu kostspielig). Im Ergebnis bedeutet dies, dass ich mit dem Hub des Gestänges zur Betätigung des Flachsstromvergasers auskommen muss. Dieser Hub beträgt dann je nach Leerlaufeinstellung am 362er ca. 60 - 64mm. Dieses Maß ist sodann auch für die Doppelvergaseranlage als fix anzusehen, daher, damit müssen sich die Klappen beider Solexe von Stand- auf Vollgas stellen lassen (ca. 78 Grd. Verstellwinkel).

So, im ersten Versuch kam dann dieses heraus:

Gestaenge.jpg

Basis für die "Konstruktion" waren die Drosselklappenhebel mit einer wirksamen Länge von 25mm

Hebel3.JPG

über welche ich verfüge, sowie die an der Express-Anlage vorhandenen Hebel an der Zwischenwelle mit einer wirksamen Länge von ca. 42mm. Wie man im linkem Teil in obigen Bild sieht, funktioniert das Ganze in Anlehnung an das Original

Express.JPG

mit einem 80mm Hebel zur Betätigung der Zwischenwelle auch ganz gut, wenn die Betägigungsrichtung nicht umgekehrt wäre. An den Leerlauf bei völlig durchgetretenen Gaspedal und Vollgas mit Fuß vom Pedal will ich mich nun aber wirklich erst nicht gewöhnen müssen :shock:

Daher nun der im rechten Teil des Bildes der Versuch, mit den 25mm und 42mm Hebeln eine zum 362er gleichlaufende Betätigung zu realisieren. Und siehe da, mit einem nun 85mm langem Zwischenhebel sollte dies auch erst einmal funktionieren.

Natürlich werden sich mit den Hebeln aus Tschechien (welche noch irgendwo im Postlauf hängen) sicher noch leicht geänderte Bedingungen ergeben können und auch die Anstellwinkel der Hebel können noch für eine höhere Gleichförmigkeit der Betätigung noch angepasst werden, aber grundätzlich ist klar, es wird funktionieren, ohne am Gasgestänge des Autos herumstricken zu müssen. Auch überlege ich noch, doch die linke, dem original ähnliche Version zu bauen und die Drehrichtung dann über einen zusätzlichen Zwischenhebel zu wechseln - ein solcher Hebel liese sich problemlos vorn am Ansaugstutzen montieren.

So, das war erst einmal die gleichlaufende Betätigung beider Vergaser, nun aber werde ich mich erst einmal einer Registerbetätigung versuchen, eine Idee habe ich schon, dazu dann später mehr.
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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon bic » Sonntag 1. April 2018, 13:38

So, da nun das Ostereiersuchen im Freien wegen geschlossener Schneedecke ausfällt (wer findet denn schon weiße Eier im Schnee [smilie=hi ya!.gif] ) und auch Goethe für dieses Jahr daneben liegt:

  • Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
    Durch des Frühlings holden, belebenden Blick;
    Im Tale grünet Hoffnungs-Glück;
    Der alte Winter, in seiner Schwäche,
    Zog sich in rauhe Berge zurück.

habe ich die gewonnene Zeit genutzt, um mal noch ein bißchen mit dem Gasgestänge herumzuspielen, dies auch deshalb, weil gestern nun noch die Hebelchen aus Tschechien in der Post waren und ich nun exakte Maße habe. Um es vornweg zu nehmen, die schon weiter oben gezeigten Klemmhebel für die Zwischenwelle werde ich verwenden, denn diese sind nahezu ideal

Hebel 1.JPG

denn der Mittenabstand der Bohrungen zu Welle beträgt 20, 30, 40 und 50mm, damit lässt sich schon etwas anfangen. Die eigentlich für die Drosselklappenwelle gedachten Hebel

Hebel 2.JPG

lassen sich jedoch leider nicht verwenden (Lochabstand übrigens 15, 23, 31, 39 und 47mm), denn gegenüber den BVF-Vergasern sind an den Solexen die Fasen an den Drosselklappenwellen gegenüber der Drosselklappe um 45 Grd. verdreht, so dass die Hebel nur entweder lot- oder waagerecht an die Vergaser angebaut werden können - leider komme ich damit nicht zurecht.

Bleibt also nur der oben bereits gezeigte Hebel, welcher sich jeweils in 45 Grd. Schritten verdreht an der Drosselklappenwelle anbauen lässt,
Hebel3.JPG


aber durch die kurze wirksame Länge von 25mm einen ziemlich langen Hauptbetätigs(Mittel)hebel zur Folge hätte, ein etwaiger Ausgleich durch eine Längenänderung der Zwischenhebel (statt 40, dann 30 oder 50mm) ist nicht wirklich möglich.

Erfolg brachte dann aber dieser Hebel

s-l1600.jpg

mit welchen sich dann auch ein 50mm langer Hauptbetätigs(Mittel)hebel realisieren lässt (wobei ich den Hub des Gestänge im Auto mit dem BVF 362 nochmals nachgerechnet habe- nun tatsächlich ca. 53mm), ich erreiche damit ca. 51mm.

Man glaubt gar nicht, wie lange man sich mit diesem Hebelgedöns beschäftigen muss, damit dann auch eine erfolgversprechende Variante herauskommt, hier mal nur die halbwegs funktionierenen Varianten

alles.jpg

Erst hatte ich versucht, der Sache rechnerisch beizukommen, aber das ist eher eine Sache für Sisyphos, zeichnerisch ist man da schneller. Vor allem erkennt man dann gleich Problemstellen durch die vielen gegebenen Abhängigkeiten, schlägt ein Hebel irgdenwo an, sind die Anstellwinkel für eine vernünftige Betätigung nicht zu klein/zu groß, kommt man mit der baulichen Länge der Fausdigelenke hin usw.

Entschieden habe ich mich jetzt erst einmal für diese Variante

komplett.jpg

Da man nun hier nicht wirklich etwas erkennt, nochmal im einzelenen für den 1., als 1, Stufe fungierenden Vergaser

Solex 1.jpg

(hier mal mit Hebelchen)

Solex 1 Hebel.jpg

und für den als 2. Stufe fungierenden 2. Vergaser

Solex 2.jpg

Wie man sieht, habe ich auch gleich eine Registerbetätigung umgesetzt, der grüne, 50mm lange Hebel wirkt als Schlepphebel und beginnt ab knapp unterhalb der Halbgasposition des 1. Vergasers die Drosselklappe des 2. Vergaser zu öffnen, die Volllastposition erreichen beide Vergaser dann gemeinsam. Dargestellt ist der Hebel in 3 Positionen, durchgezogen = Standgas, strichpunktiert = Beginn Klappenöffnung, gestrichelt = Vollast. Um das Ganze ein bißchen solide zu machen, läuft der Schlepphebel gegen ein gekapseltes, 4mm breites Miniaturkugellager 684. Der gelbe Hebel dient übrigens der Zwangsschließung der Drosselklappe bei Gaswegnahme, über eine solche Vorrichtung verfügen alle mechanisch gekoppelten Registervergaser (z.B. auch der Jikov) um ein Offenbleiben der Klappe bei Bruch der Rückholfeder zu verhindern.

So, jetzt gilt es nur noch den Quark umzusetzen - ich bin ja mal gespannt.

An sonst - frohe Ostern Euch allen noch!
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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon bic » Freitag 13. April 2018, 00:17

Naja, nun trudeln so langsam alle noch benötigten Teile ein, eine schöne auf h9 geschliffene Edelstahlstange für das Hebelgedöns:

DSC07096.jpg

die hierfür (und für die Drosselklappenwellen) passenden Buchsen, innen teflonbeschichtet, die Drosselklappenhebelchen und auch die Miniaturkugellager für den Schlepphebel der Registerstufe:

DSC07093.jpg

Selbst ein DKW-Chokebowdenzug mit Raststellungen hat sich gefunden:

DSC07095.jpg

dieser wird erforderlich, weil die Solex-Vergaser kein stufenlos funktionierendes Startsystem haben. Aber auch das Wichtigste konnte ich heute abholen, der Flansch war fertig:

DSC07091.jpg

Die Gewinde geschnitten haben die Jungs gleich, aber die Senkungen konnten sie mangels Senkbohrer leider nicht machen, da muss ich halt selbst bei, ebenso, wie noch ein wenig an das "Endfinish". An sonst passt der Flansch so wie ich es mir vorgestellt hatte:

DSC07090.jpg

DSC07089.jpg

vor allem innen ist der Übergang zum DKW-Krümmer perfekt:

DSC07086.jpg

Als erstes wird der Flansch dann aber an den Wartburgeinlass angepasst, hierfür stehen mir ja die 12mm Materialstärke zur Verfügung. Außerdem ist noch das Einsatzstück zu bauen, welches ja den hier

DSC07088.jpg

entstandenen Absatz auffüllen soll. Wie ich das Teil dann dauerhaft befestige, darüber bin ich mir aber noch nicht völlig klar.

Auf jeden Fall sieht das Ganze schon erst einmal recht erfolgversprechend aus und ich könnte nun mit der Bastelei anfangen - soweit sich einmal Zeit findet :oops:
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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon ffuchser » Freitag 13. April 2018, 07:04

Das Einsatzstück kann man denke ich weglassen.
Bei meinem vorigen Dreivergaser waren die Zwischenstücke (der Verschluss zwischen den Zylindern) derart schlecht gemacht, dass es auf beiden Seiten massive Strömungsverwirbelungen geben musste. Ist aber ohne Auswirkung gewesen.
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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon bic » Freitag 13. April 2018, 08:40

ffuchser hat geschrieben:Das Einsatzstück kann man denke ich weglassen.
Bei meinem vorigen Dreivergaser waren die Zwischenstücke (der Verschluss zwischen den Zylindern) derart schlecht gemacht, dass es auf beiden Seiten massive Strömungsverwirbelungen geben musste. Ist aber ohne Auswirkung gewesen.

Hallo Ffuchser, auf dem Bild täuscht das ein wenig und sieht aus, als betrüge der Versatz nur ein paar Millimeter. Tatsächlich sind es aber ca. 1,5cm, siehe hier den roten Pfeil:

Zwischenflansch2.jpg

Das ist ein bißchen derb und das möchte ich auf keinen Fall so lassen.
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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon ffuchser » Freitag 13. April 2018, 09:30

Ah ok,
zB Haftstahl und noch ne Schraube rein, damit es um Gotteswillen nicht herausfallen kann.
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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon bic » Freitag 13. April 2018, 14:22

ffuchser hat geschrieben:.... zB Haftstahl und noch ne Schraube rein, damit es um Gotteswillen nicht herausfallen kann.

Haftstahl traue ich nicht, das ist doch lediglich mit Feilspänen versteztes Epoxidharz :shock: Ich werde wohl das Einsatzstück aus Aluminium schnitzen und nicht nur eine, sondern gleich zwei Schrauben verwenden und auch noch zusätzlich kleben. So nach dieser Schnittskizze habe ich es mir gedacht:

Zwischenstueck.jpg

Das Einsatzstück soll lediglich auf dem Zwischenflansch, gern unverrückbar befestigt werden, da ich den DKW-Ansaugkrümmer möglichts unverändert lassen will (könnt ja sein, ich verkauf das Teil wieder, weil bei mir nicht ans Laufen zu kriegen). Daher nicht nur die Senkschraube von unten, sondern hier auch noch die Verklebung. Der DKW-Krümmer wird dann einfach drüber gesetzt. Die Linsenkopfschraube dient dann zur Hauptsache zum kontern und zur Kontrolle, ob alles noch fest ist (die Bohrung ist ja für die Verwendung am DKW-Motor ggflls. schnell wieder verschlossen).

So sollte es jedenfalls gehen, schon aus der Geometrie heraus ist ein Herausfallen des Zwischenstücks unmöglich, hierzu müsste die Senkkopfschraube verlustig gehen, was aber nicht passieren kann, da diese gegen den Motorblock sitzt. Zwischen dem DKW- und dem Zwischenflansch werde ich dann schon aus Passungsgründen keine Papierdichtung verwenden, sondern eine wärmeleitfähiges Dichtmittel - hier bin ich aber noch am Suchen.
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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon bic » Freitag 13. April 2018, 15:06

So würde es natürlich auch gehen:

Zwischenstueck2.jpg

Durch das Füllstück durchgeschraubt - müsste ich nur noch so ein Auflagestück für die Kontermutter basteln, na mal sehen.
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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Samstag 14. April 2018, 05:18

bic hat geschrieben: ... Zwischen dem DKW- und dem Zwischenflansch werde ich dann schon aus Passungsgründen keine Papierdichtung verwenden, sondern eine wärmeleitfähiges Dichtmittel - hier bin ich aber noch am Suchen. ...

In der Computertechnik gibt es Wärmeleitpaste oder in der Leistungsverstärkertechnik.
Ob die Paste ölresistent ist kann ich nicht sagen. In meinen Leistungsverstärkern ist nur eine Luftkühlung verbaut ...
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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon Hanner » Samstag 14. April 2018, 20:49

Hallo,

im Heizungsbau gibt es Pasten zum Öfen abdichten. Die sind auch ölfest.
Freundliche Grüße
Hanner



Man kann nur gewinnen, wenn man schon verloren hat.

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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon bic » Samstag 21. April 2018, 00:37

Hanner hat geschrieben:Hallo,

im Heizungsbau gibt es Pasten zum Öfen abdichten. Die sind auch ölfest.


Danke für Tipp Hanner, aber mittlerweile bin auch fündig geworden. Allerdings habe ich mich noch nicht entschieden, die Produktvielfalt ist so groß, da werde ich mich nochmals beraten lassen müssen. Aber wahrscheinlich wird es eine (oder doch beide) Flachdichtung aus wärmeleitfähigen Silikonmaterial.

An sonst habe ich das Problem mit dem Einsatzstück gelöst, ganz einfach, indem ich es doch nicht baue. Der Gedanke, das Teil könnte sich doch einmal losröteln und der Motor sich daran verschlucken, hat mir keine Ruhe gelassen. Also habe ich die Lücke per Auftragsschweisen gefüllt, damit ist zwar die Verwendung des Ansaugflansches am DKW perdu, aber sollte das dann doch einmal erforderlich werden, muss man halt zu biegsamen Welle greifen und ein wenig fräsen.

So sieht es daher im Moment aus:

DSC07110.jpg

DSC07111.jpg

DSC07109.jpg

DSC07112.jpg

geplant ist der Flansch schon und auch Innen ein wenig verputz. Endgültig bearbeitet wird die Stelle gemeinsam mit der Anpassung der Kontur des Zwischenflansches. Aber ehe ich damit nun weitermachen kann, muss ich erst einmal auf die Stehbolzen warten, um zu schauen, wieviel Spiel dann zwischen Ansaug- und Zwischenflansch besteht. Ist dieses mit allen Bolzen dann noch zu groß, werde ich wohl mit Passbolzen die beiden Flansche positionieren müssen.

Na, wir werden sehen, als nächstes sind dann erst einmal die Vergaser dran. Erst mit der chemischen Keule (habe mir das Zeug mal zum Ausprobieren gekauft):

Reiniger.JPG

und wenn das dann nicht reicht, dann werde ich sie mit Soda strahlen.
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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Samstag 21. April 2018, 07:47

Zur Vergaserreinigung hier bei WartburgPeter zum lesen :

http://www.wartburgpeter.de/tm_vergaser_jikov_3.htm
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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon oldiedriver » Samstag 21. April 2018, 08:55

Ich habe solche Aktionen schon des öfteren durch. Bisher hat das immer mit Breff (grüner Sprühkopf) und einem kurzhaarigen Pinsel sehr gut funktioniert. Die Teile sahen danach auf jeden Fall besser aus als bei Wartburg - Peter. Und das funktioniert auch bei den Düsen wenn man es nicht übertreibt.
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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon bic » Samstag 21. April 2018, 11:39

oldiedriver hat geschrieben:Ich habe solche Aktionen schon des öfteren durch. Bisher hat das immer mit Breff (grüner Sprühkopf) und einem kurzhaarigen Pinsel sehr gut funktioniert. Die Teile sahen danach auf jeden Fall besser aus als bei Wartburg - Peter. Und das funktioniert auch bei den Düsen wenn man es nicht übertreibt.

Also mit Haushaltsreinigern habe ich bisher nicht die besten Erfahrungen gemacht, die sind heutzutage meist zu schwach, aber das Breff kann ich ja mal probieren.

Zum puren Reinigen hatte ich früher in Kombination Petroleum, Benzin und auch Bremsreiniger verwendet, das ging/geht problemlos, beseitigt aber nicht die Oxydschicht, das machte dann aber die Reinigungsflüssigkeit für Vergaser ME-2 von Yamaha. Über Nacht darin eingelegt, sahen die Gaser dann aus wie aus dem Laden, selbst die Düsen waren dann wieder hell-messingfarben.

Leider hat Yamaha das Zeug schon vor Jahren vom Markt genommen, weil u.a. hoch giftig und vetreibt nun auch das oben gezeigte Zeug. Da mein ME-2 nun leider alle ist, probiere ich dies erst einmal aus.
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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon oldiedriver » Samstag 21. April 2018, 16:12

Versuch das ruhig mal. Breff ist alles, aber kein schwacher Haushaltsreiniger. Mit dem Zeug löst Du Farbe etc von Gehäusen wenn es darauf ankommen soll.
Als Hobby bin ich auch im Restaurieren alter Technik unterwegs. Da wird das Zeug als Geheimtip benutzt um alte Radiochassis wieder sauber zu bekommen.
Zinkdruckguß ist in dem Hobby leider auch ein Thema und leider auch bei den von mir bevorzugten Hersteller. Der hat ZDG verstärkt in Vorkriegsgeräten verbaut, was sich leider rächt durch Selbstzersetzung des Materials. Aber das ist hier weniger das Thema. Allerdings reinige ich ZDG seit Jahren mit Breff und kann Dir sagen das ich damit 80 Jahre alten Dreck, der teilweise richtig eingebrannt ist, innerhalb kürzester Zeit runterhole.
Kleiner Tip.
Lieber zwei oder mehr Durchgänge machen und dabei zwischendurch mit heißen Wasser spülen.
Wenn alles fertig und sauber ist zum Schluß nochmals mit Glasreiniger neutralisieren und am Ende alles mit richtig heißen Wasser abspülen. Letzteres hat den Vorteil das die Teile sehr schnell trocknen und damit keine Wasserränder entstehen.
Viele Grüße
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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon bic » Montag 23. April 2018, 01:20

Tja, wollte ich doch gestern gleich das Breff kaufen, hatten die es im Supermarkt jedoch nicht im Sortiment. Muss ich nochmal woanders schauen, ausprobieren werde ich es jedenfalls einmal.

Aber satt Breff kamen dann doch noch die Stehbolzen und der passende Senker, so dass ich es mir nicht verkneifen konnte, mal zu probieren, wie die Anlage an einen Wartburgmotor aussieht:

DSC07114.jpg

Der Zwischenflansch passt erst einmal (und ist innen natürlich noch nicht bearbeitet) und meine schnell aufgetauchte Vermutung, es könnte Schwierigkeiten mit der Benzinpumpe geben, hat sich dann glücklicher Weise nicht bestätigt, auch der Express-Flansch passt:

DSC07116.jpg

Die Solexe haben ich dann auch schon einmal probehalber (und noch dreckig) drauf gesteckt, vor allem um einmal messen zu können, ob ich mit der Baubreite hinkomme, da der F9-Motorraum nicht nur vorn sehr schmal, sondern dazu auch noch oben eingezogen ist:

DSC07118.jpg

Nach dreimal hin- und hermessen bin ich jetzt überzeugt, dass die Sache passt, wenn ich am vorderen Vergaser so wie beim Original die Kaltstarteinrichtung entfallen lasse, da bleiben dann sogar noch 1-2cm Reserve. Endgültig werde ich es aber erst dann wissen, wenn ich das Teil mal an den Motor im Auto gehängt habe.

Auf jeden Fall ist die Angelegenheit ziemlich viel "Gasfabrik" für so einen kleinen Motor.

Probleme könnte es aber mit den Anschlüssen der WAPU geben (diese würden mit dem Gasgestänge kollidieren):

DSC07120.jpg

aber Gott sei Dank verwende ich keinen 353er Kopf.

Also werde ich erst einmal weiter machen und mir nun wirklich die Vergaser vorknöpfen.
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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon bic » Donnerstag 7. Juni 2018, 16:32

So, nun bin doch einmal dazu gekommen, an der Anlage weiter zu arbeiten und habe mir erst einmal einen Vergaser zwecks Reinigung vorgenommen (den anderen brauche ich noch als Muster zum wieder zusammenbauen :shock:):

DSC07216.jpg

Da ich auf die Wirkung des Erc-Vergaserreinigers:

Bremse formeln.JPG

gespannt war, habe ich alle Teile bis auf das Gehäuse nach Vorschrift in einer Mischung 1:1 von Reniger und Benzin in einer Edelstahlschüssel "eingelegt" und über Nacht stehen lassen - vorgereinigt hatte ich jedoch nicht. Das Ergebnis ist dann durchaus positiv, an allen Teilen sind Dreck und Anlagerungen entfernt, lediglich in Ecken mit so richtigen Schmodderbatzen waren diese noch z.T. vorhanden. Allerdings sind die Batzen aber so aufgeweicht, dass einmal anstupsen mit dem Pinsel und einmal schwenken im Reiniger reichte, um auch diese verschwinden zu lassen. Insgesamt bin ich also mit dem Zeug zu frieden, bei den Kleinteilen spart es schon einmal eine Menge Handarbeit und Zeit. Was der Reiniger allerdings nicht kann ist die Entfernung der Oxidbeläge auf den Messingbauteilen. Will man diese nicht nur sauber, sondern auch rein haben, ist hier Nacharbeit angesagt - ich werde es wohl erst einmal mit Essigessenz und/oder Phosphorsäure probieren.

Ebenfalls gespannt war ich darauf, ob und inwieweit das Sodastrahlen im do it yourself und vor allem mit meinen bescheidenen Mitteln funktioniert. Gekauft hatte ich mir hierfür diese Strahlpistole:

s-l1601.jpg

mit welcher mein kesselloser Aktentaschenkompressor jedoch erst einmal in Knie ging. Abhilfe versprach ich mir dann von so etwas:

s-l1600.jpg

und siehe da es funktioniert! Einmal aufgepumpt auf 8 bar und die Abnahme auf 4 bar eingestellt reicht diese Kombination durchaus aus, um eben ein Vergasergehäuse zu "blastern". Das Ergebnis sieht dann so aus:

DSC07217.jpg

ein wunderschön sauberes Gehäuse.

Allerdings sollte man sich bei der Sodastrahlerei keine Illusionen machen, dies ohne Strahkabine irgendwie in Innenräumen machen zu können. Die Staubentwicklung ist enorm, ca. 1kg Soda geht für ein Gehäuse drauf und wird fein verteilt und obwohl ich sonst nicht so empfindlich bin, Schutzbrille und Atemmaske ist Pflicht. Ich habe im Freien an einer abgelegen Stelle auf dem Grundstück gestrahlt und anschließend den ganzen Staub mit dem Wasserschlauch weggespült, denn umweltschädlich ist das Zeug ja nicht. So wird jedenfalls die Handhabung möglich.

Auf jeden Fall war die ganze Sache ziemlich erfolgreich und ich werde nun auch zukünftig Vergaser und ähnliche Dinge auf diese Art "putzen", also Kleinteile in den Reiniger, größere Teile mit Soda strahlen und dann ggflls. auch nochmal in den Reiniger. Ausprobieren werde ich aber auch noch einmal das Glasperstrahlen mit der Pistole, dies soll damit auch möglich sein und mit mehr als 4 bar sollte man hier ohnehin nicht rangehen. Perlen sind jedenfalls schon gekauft, ich kann ja berichten.
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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon bic » Sonntag 10. Juni 2018, 11:37

Gestern habe ich nun einmal ein bißchen im "Freihandfräsen" versucht:

DSC07225.jpg

und den Zwischenflansch innen an das Expressteil und außen an den AWE-Einlaß angepasst (nicht wundern, der Einlass an meinem Motor ist etwas vergrößert, so dass das Ganze etwas anders aussieht, als beim Motor von der Stange). Dem Wolframkarbidfräser im Dremel hatte das Aluminium nicht wirklich etwas entgegenzusetzen, so war die Angelegenheit schneller als gedacht erledigt. Nun noch etwas verputzen und der DKW-Ansaugflansch zur Verwendung am AWE-Motor ist fertig.

Im Moment beschäftigt mich aber etwas anderes:

DSC07218.jpg

Wie man sieht, ist die Drosselklappenwelle des ersten Vergaser schon lustig eingelaufen (beim zweiten Vergaser wird es wohl ähnlich aussehen). Die Buchsen im Vergaser scheinen dagegen relativ unbeeindruckt:

DSC07219.jpg

Eine auf 8h7 geschliffene Welle (0 bis -15 µ) passt hier mit kaum fühlbaren Radialspiel. Da ich nun nicht weiß, mit welcher Maßtoleranz die Drosselklappenwelle gefertigt wurden (neue sind bereits auf dem Weg aus Italien) - könnte ja auch z.B. h8 oder gar h9 sein, stellt sich mir die Frage, welches Radialspiel nun üblicherweise bei Drosselklappenwellen zulässig ist. Alle Hersteller sprechen hier immer nur sinngemäß von "zu viel Spiel", bei welchen dann ausgebuchst werden soll, tatsächliche Maßangaben hierzu habe ich jedoch nie finden können. Ich hätte das jedoch gern schon einmal vorab gewusst, denn ich habe zwar neue Buchsen (Bronze zum Aufreiben, Stahlspannbuchsen mit PTFE-Beschichtung), um diese dann aber pass- und fluchtgenau einzubauen, fehlt mir im Moment das Rüstzeug - das müsste ich mir dann erst beschaffen.

Ist hier jemand schlauer?
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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon bic » Montag 11. Juni 2018, 00:17

bic hat geschrieben:Ist hier jemand schlauer?

Vielleicht bin ja etwas ungeduldig, aber weiß hier tatsächlich niemand etwas Genaueres? Ich habe nämlich noch ein paar Tage frei, eher ich wieder ins Büro muss und wollte die Zeit nutzen, mir das eventuell benötigte Geschirr zum Aufbohren/-reiben der Buchsen dr Drossselklappenwellen zu besorgen.

Da ich aber nun mit den Drosselklappenwellen im Moment nicht weiter komme, habe ich schon einmal mit der Vergaserbetätigung angefangen. Gott sei Dank habe erst einmal nur Vergaser zwecks Reinigung zerlegt, so das ich zumindest erst einmal mit dem schmutzigen Exemplar ausprobieren konnte, was ich mir dazu für den 1. Vergaser

Solex 1 Hebel.jpg

ausgedacht hatte. Komischerweise passt dies auch auf Anhieb:

DSC07227.jpg

wobei mir allerdings der recht großflächige Universalbetätigungshebel am Vergaser nicht gefällt. Mit diesem Hebelchen jedoch:

DSC07230.jpg

sieht das Ganze schon gefälliger aus. Auch mit dieser Variante erreiche ich dann am mittleren Hebel (roter Pfeil)

DSC07231.jpg

genau den Hub von 55mm, welchen ich für das Gasgestänge im Auto benötige. Außerdem ist bei dieser Variante der Drehwinkelunterschied zwischen Drosselklappen- und Hebewelle geringer, die Betätigung erfolgt gleichmäßiger. Daher werde ich das erst einmal so lassen und mich als Nächstes an der Registerbetätigung des zweiten Vergasers versuchen:

Solex 2.jpg

Vielleicht klappt dies ja genau so gut.

So - und nun können alle noch einmal überlegen, ob sie nicht doch etwas zu zulässigen Werten für das Radialspiel von Drosselklappenwellen wissen :shock:
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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon frankyracing » Montag 11. Juni 2018, 19:26

Hi bic,

dass ist eine Gleitpassung. Nimm h7/h8 zu H8 oder h8 zu H9. Mir fehlt zum Kopieren gerade die Zeit.

Gruß

Franky
...fährst Du quer, siehst Du mehr...

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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon bic » Dienstag 12. Juni 2018, 02:12

frankyracing hat geschrieben:Hi bic,

dass ist eine Gleitpassung. Nimm h7/h8 zu H8 oder h8 zu H9. Mir fehlt zum Kopieren gerade die Zeit.

Gruß

Franky

Vielen Dank Frank, Deine Aussage reicht mir, Du musst nichts kopieren, jetzt kann ich es mir selbst ausrechnen und da heute auch die neuen Drosselklappenwellen eingetroffen sind, werde ich ja sehen, ob bzgl. der Ausbuchserei Handlungsbedarf besteht. À propos eingetroffen, es kam mit selbiger Post noch ein wenig mehr:

DSC07241[1].jpg

nämlich so ziemlich alles was man braucht, um aus den 60 Jahre alten Vergasern quasi neue zu machen (Dichtungen etc. habe ich ja schon). Also sämtliche Düsen und Düsenstöcke, die Schwimmer und deren Ventile, die Mischrohre, die Einstellschraubchen und deren Federn, selbst die Schräubchen für die Drosselklappen sind dabei. Selbstverständlich hatte ich vor allem die Haupt- und Bremsluftdüsen, aber auch die Leerlaufluft- und kraftstoffdüsen gleich in verschiedenen Größen bestellt (im schwarzen Kästchen sind übrigens 4 Sätze verschiedene Hauptdüsen zu sehen) um nachher beim Abstimmen nicht erst nachkaufen zu müssen. Nun kann ich den gereinigten Vergaser wieder komplettieren und mich dann dem zweiten widmen.

An sonst habe ich weiter an der Vergaserbetätigung herum experimentiert und den Registerantrieb für den zweiten Vergaser mal versuchsweise aufgebaut:

DSC07235.jpg

Interessanterweise passt auch hier, was ich mir vorher aufgezeichnet hatte, hier mal die Situation bei der Leerlaufstellung des esten Vergasers:

DSC07237.jpg

hier der Beginn der Öffnung der zweiten Stufe (des zweiten Vergasers):

DSC07238.jpg

wobei der 1. Vergaser an diesem Punkt ca. zur Hälfte offen ist und hier die Vollgasstellung:

DSC07239.jpg

welche beide Vergaser zum gleichen Zeitpunkt erreichen.

Etwas unschlüssig bin ich mir mit dem Öffnungspunkt der zweiten Stufe, daher ob es richtig ist, diese schon auf die halbe Öffnung der ersten Stufe zu legen. Ruddies schreibt nämlich was von 2/3 Öffnung der 1. ehe die 2. Stufe beginnt aufzumachen. Allerdings habe ich diese Angabe weder in der Literatur noch sonst irgendwo bestätigt gefunden, ganz im Gegenteil, es ist überhaupt die einzige Angabe, welche ich finden konnte. Weiß hier irgendwer mehr - wie sieht es z.B. beim Jikov aus? Ein klein wenig könnte ich noch herausholen, 2/3 werde ich aber kaum schaffen, die diversesten Abhänigkeiten bei diesem ganzen Hebelgedöns lassen das leider nicht zu und wie das mal original gelöst war, lässt das einzig bekannte Bild leider nicht erkennen.

Insgesamt bin ich aber erst einmal zu frieden, natürlich muss noch alles hübsch gemacht und das Provisorium mit der 4er Schraube durch etwas stabileres ersetzt werden. Gedanken werde ich mir auch noch um die Drosselklappen-Rückstellfedern machen, die an den Vergasern vorhandenen Schlingfedern sind mir zu stramm, ich würde gern mit normalen Zugefedern arbeiten. Aber das wird schon werden.
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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Dienstag 12. Juni 2018, 07:19

Beim JIKOV öffnet die II. Stufe ab DK - Stellung 45° der I. Stufe.
Herzliche Grüsse von Andreas aus Leipzig

2-Takter sind einfacher im Aufbau wie 4-Takter

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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon bic » Dienstag 12. Juni 2018, 09:09

WABUFAN hat geschrieben:Beim JIKOV öffnet die II. Stufe ab DK - Stellung 45° der I. Stufe.

Oh Danke Andreas! Einmal davon ausgehend, dass auch beim Jikov wie üblich der Gesamtöffnungswinkel 78 Grd. beträgt, ist dies natürlich mehr als die Hälfte aber auch noch keine 2/3. Ich werde mal schauen, was ich bei mir noch so rausholen kann und werde es dann mal so ausprobieren.
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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon bic » Samstag 23. Juni 2018, 01:28

Obwohl im Moment mein Zeitmanagement nicht ganz i.O. ist -es bleibt halt fürs Hobby zu wenig an Zeit übrig- habe ich so peu à peu und stundenweise ein wenig weitergebaut. So habe ich es nun zwischenzeitlich geschafft, dem ersten Vergaser (eigentlich der zweite) neue Buchsen für die Drosselklappenwelle und auch gleich eine neue Welle, samt Klappe und Schräubchen zu spendieren:

DSC07251.jpg

Entschieden habe ich mich für Verbundbuchsen dieser Art:

Unbenannt.JPG

welche sich relativ leicht montieren lassen. Einziges Problem bei dieser Arbeit war meine Bohrmaschine so einzurichten, dass beide Lagerstellen von einer Seite und in einem Arbeitsgang mit der entsprechenden Genauigkeit aufgebohrt werden konnten. Aber auch das hat dann mit ein paar Tricks geklappt und das Ergebnis ist eine spielfreie und leichtgängige Drosselklappenwelle. Nachdem diese ein bißchen kritische Arbeit erledigt war habe ich mal alles zusammengesucht, was für den Zusammenbau des Vergaser erforderlich ist:

DSC07250.jpg

und schwups, ist dieser auch schon fertig:

DSC07254.jpg

DSC07259.jpg


Auch das Gestängegedöhns hat seine vorerst endgültige Fassung gefunden:

DSC07257.jpg

und hier sieht man mal den Hebel für die Zwangschließung der Droppelklappe in Funktion:

DSC07258.jpg

Bestückt ist der Vergaser erst einmal nach den in der alten AMS aus 1958 (siehe weiter oben im Thread) angegebenen Werten, wobei mir da schon böses schwant - aber egal, irgendwo muß man ja anfangen.

Totgelegt habe ich aber auf jeden Fall erst einmal den Startvergaser, den hierfür erforderlichen Deckel hatte ich mir lasern lassen:

Deckel.JPG

Noch unentschlossen bin ich aber beim Leerlaufsystem, welches gemäß dem Artikel in der AMS ebenfalls außer Betrieb gesetzt gewesen sein soll. Die Leerlaufgemischregulierschraube einfach ganz zu zu schrauben, wird nicht reichen, über die Bypass-/Progressionbohrungen wird dann immer noch Gemisch angesaugt:

Iddle.JPG

Wahrscheinlich werde ich dann die beiden zum Leerlaufsystem zugehörigen Düsen verlöten oder verstemmen müssen. Aber das ist vorerst egal, vielleicht lass ich ja das Leerlaufsystem auch einfach mitlaufen.

Jetzt ist dann erst einmal der zweite Vergaser dran, heute über Nacht kommen schon mal dessen Einzelteile ins Reinigerbad:

DSC07264.jpg
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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon bic » Donnerstag 5. Juli 2018, 10:00

Nach dem ganzen theoretisieren im DOT 5 Thread nun mal wieder etwas Praktisches. Vorab aber einmal eine Anmerkung zu dem oben gezeigten Erc-Vergaserreiniger. Das letzte Mal schrieb ich ja, ich wollte den zweiten Vergaser über Nacht "einlegen", nun - es daraus eine Woche geworden, die die Teile baden durften. Das Ergebnis kann sich dann aber sehen lassen, blitzblanck ist gar kein Ausdruck, denn nun ist selbst die Oxydschicht von den Messingteilen und -düsen verschwunden, diese sehen aus wie neu 8habe leider kein Foto gemacht). Auch das Vergasergehäuse ist bis in jeden Winkel sauber, ein Sodastrahlen ist nicht mehr erforderlich. Im Prinzip gleicht das Ergebnis dann dem mit dem alten Yamaha-Reiniger, nur das es eben bis hierhin ein paar Tage länger dauert. Aber wer Zeit hat, dem ist das Zeug empfohlen (zumal es ja wiederverwendbar ist).

Aber nun zur Sache selbst - auch weiter oben hatte ich ja geschrieben, dass mir die Schlingfedern der Drosselklappenwellen zu stramm sind und ich lieber normale Zugfedern verwenden werde. Für den ersten fertiggemachten Vergaser bin ich dann schon davon abgewichen, da ich eine "zarte" Schlingfeder gefunden habe, welche die einwandfreie Betätigung der Klappe auch mit der kurz übersetzten Hebelei zulässt. Bliebe der andere Vergaser und da habe ich dann trotz allerlei Versuche keine vernünftige Montageposition für eine Zugfeder gefunden, irgendwie wäre das alles etwas doof geworden und hätte mit zusätzlich erforderlichen wilden Halteblechen zu provisorisch ausgesehen. Dann also doch eine Schlingfeder, aber selbst gemacht und schwächer als original:

DSC07268.jpg

DSC07269.jpg

Damit funktioniert die Sache wie ich es mir vorgestellt hatte, die Feder ist nicht zu stramm, wäre aber im Zweifel auch in der Lage, beide Drosselklappen sicher zu schließen.

Da nun mittlerweile auch dieser Vergaser ausgebuchst ist und eine neue Welle samt Klappe erhalten hat, konnte ich auch hier die Betätigung endgültig montieren:

DSC07270.jpg

so das die Gesamthebelei nun fertig ist:

DSC07272.jpg

Die Justage des Hebel-"Systems" ist etwas spielig, schließlich sollen beide Vergaser gleichzeitig den Vollgasanschlag erreichen und auch sicher in die Leerlaufposition fallen, aber es funktioniert und lässt sich vor einem eventuellen Einbau ins Auto im Trocknen auf der Werkbank erledigen.

Bleibt nun noch die Bestückung des zweiten (eigentlich ja ersten) Vergasers, womit ich schon einmal angefangen habe:

DSC07274.jpg

Zu Ende komme ich leider im Moment damit noch nicht, mir fehlen z.Z. die komischen Vierkant-Deckelschrauben und die M4-Schräubchen mit kleinem Kopf für die Starteinrichtung - aber die sind bereits alle in der Post.

Aber fertig ist dann der ganze Kram immer noch nicht, weiter geht es dann mit dem Löten der Kraftstoffleitung, dem Verschließen der "Thermokammer" (eine Tafel 3mm Pertinax habe ich schon - kann man das Zeug eigentlich lasern ?), eventuell mit der Ausgleichsleitung zwischen beiden Schwimmerkammern (hier weiß ich Moment überhaupt noch nicht weiter) und schließlich mit der Luftfilteranlage. Hier juckt es mich wider besseren Wissens in den Fingern, solche schon einmal eingangs gezeigten Filter zu verwenden:

F9-2.JPG

zu haben ist ja so etwas noch in verschiedenen Ausführungen (und auch neu):

Knecht.JPG

nur leider für Versuche etwas zu teuer.
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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon W311/58 » Donnerstag 5. Juli 2018, 16:07

Sind das Luftfilter von der TS8 :?:
Gruß Andreas

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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon bic » Donnerstag 5. Juli 2018, 17:07

W311/58 hat geschrieben:Sind das Luftfilter von der TS8 :?:
Gruß Andreas

Nö Andreas, das sind Filter der Fa. Knecht oder auch Mann+Hummel (von Mann gibts die immer noch), bzw. entsprechende Nachbauten z.B. von Flat4. Die originalen sind Naßluftflter, die Nachbauten gibt es auch so, aber auch mit Filterfließ oder Papierpatrone. An die Filter von der Tragkraftspitze hatte ich noch gar nicht gedacht, wäre eine Möglichkeit, wenn ich den Anschluß von 50 auf 65mm vergrößere. Danke daher für den Hinweiß.

Hier mal die aktuell erhältlichen Filter von Mann+Hummel:

Mann.JPG


Will man es jedoch richtig machen, fehlt bei diesen Filtern dann noch der Einlauftrichter:

Knecht.JPG
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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon bic » Freitag 6. Juli 2018, 10:24

So, dann mal weiter mit den Selbstgespächen - die Gaser sind nun (vorerst) fertsch. Da gestern noch die Schräubchen in der Post waren, konnte ich den anderen Vergaser auch noch komplettieren:

DSC07281.jpg

DSC07278.jpg

DSC07277.jpg


Was neben den oben schon aufgezählten Dingen nun noch fehlt, sind die Tropfbleche unter den Vergasern, welche original mal vorhanden waren:

Blech.JPG

Vielleicht passen ja die vom BVF40, bzw. lassen sich anpassen. Da ich über solche jedoch nicht verfüge und diese auch nicht ungeprüft sinnloserweise kaufen will, hier mal die Frage in die Runde: Kann mir jemand ein solches Tropfblech leihweise zur Verfügung stellen? Würde mich freuen!
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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon torei » Freitag 6. Juli 2018, 20:30

bic vom 40er (hab grad mal grob mitm Zollstock gemessen) ist der Bolzenabstand 73mm und das Mittelloch ist 43mm. Das könnte ich dir schicken. Ein 36er hab ich auch, aber das müßte ich morgen erst ausbauen um zu messen.

Gruß torei


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