BVF Fallströmer

Der spezielle Bereich für Vergaser und und ihre Tücken

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bic
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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon bic » Samstag 7. Juli 2018, 00:44

torei hat geschrieben:bic vom 40er (hab grad mal grob mitm Zollstock gemessen) ist der Bolzenabstand 73mm und das Mittelloch ist 43mm. Das könnte ich dir schicken. Ein 36er hab ich auch, aber das müßte ich morgen erst ausbauen um zu messen.

Gruß torei

Hallo Torei, der Bolzenabstand beim Solex beträgt 72mm für 8mm-Bolzen und es ist ja auch ein 40er-Veragser. Die Maße passen daher insoweit, mir geht es zur Hauptsache darum, ob ich mit dieser Kante:

Blech2.JPG

irgendwie klar komme - unter Umstände durch Materialabnahme an den Isolierstücken. Außerdem muss ich auch schauen, ob es mit der Hebelei keine Kollision gibt. Ein Teil zum Prüfen ist daher schön, eine PM habe ich Dir geschickt - Danke schon einmal!

PS. das Blech für den 36 brauchst Du nicht extra abzuschrauben, hier dürfte die Sache mit der Kante ja noch enger werden.
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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Samstag 7. Juli 2018, 06:05

Die Bypassbohrungen für den II. Vergaser werden im Übergang I. zum II. Vergaser gebraucht. Bis das Hauptdüsensystem einsetzt würde das Gemisch abgemagert werden.
Ist bei JIKOV als Übergangssystem II. Stufe bezeichnet.

JIKOV_Uebergangssystem.JPG

Hier im Bild als Position ( 8 ) bezeichnet.
Ich würde auch beide Leerlaufsysteme nutzen. Man kann dann einen runderen Leerlauf des Motors einstellen.
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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon bic » Montag 9. Juli 2018, 01:15

WABUFAN hat geschrieben:Die Bypassbohrungen für den II. Vergaser werden im Übergang I. zum II. Vergaser gebraucht. Bis das Hauptdüsensystem einsetzt würde das Gemisch abgemagert werden.
Ist bei JIKOV als Übergangssystem II. Stufe bezeichnet.

Danke für den Hinweis Andreas! Ich werde es genau so machen - also die beiden Leerlaufdüsen erhalten und lediglich die Regulierschraube kpl. schließen. Damit bleiben diie Übergangsbohrungen in Funktion aber ein eigentliches Leerlaufgemisch gibt es nicht mehr. Vielleicht haben die Jungs in der AMS diese auch nur so gemeint, wenn es heißt, dass (neben dem Startsystem) das Leerlaufsxstem außer Betrieb gesetzt wurde.
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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon bic » Dienstag 10. Juli 2018, 00:50

Ach ja, ich wollte doch schon mal gezeigt haben, warum mich die Express-Anlage so begeistert, daher hier einmal der direkte Vergleich zu einer BVF-Zweivergaseranlage:

DSC07282.jpg

Letztere hatte ich mir schon vor ein paar Jahren fertig gemacht, jedoch nie eingebaut, da mir im F9 ca. 1/2 bis 1 cm an Einbautiefe fehlen - die Anlage stößt so an die Motorraumseitenwand. Die Wand zu ändern kam nicht in Frage und zu der Alternative, den Motor um das fehlende Maß zu versetzen, habe ich mich nicht durchringen können. Die Express-Anlage baut aber dermaßen flach auf, dass ich auch weiter oben, wo der Motorraum nochmals weiter eingezogen ist, genügend Platz zum Einbau habe. So in etwa verläuft die Oberkante des Kotflügels:

DSC07281.jpg

Damit komme ich zurecht und es wird klar, warum man damals bei Hermann Knust & Co. die Vergaser so versetzt angeordnet hat, denn beim F93/F94 wird es wohl ähnlich aussehen.

Naja, das so nur am Rande.
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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon bic » Donnerstag 12. Juli 2018, 00:25

So, das Tropfblech von Torei war heute schon in der Post (vielen Dank!) und ich habe es gleich einmal "drangehalten". Und siehe da, am vorderen Vergaser passt es wie dafür gemacht, wenn man es zu­un­terst einbaut, eine Anpassung/Änderung ist nicht erforderlich:

DSC07285.jpg

DSC07286.jpg

Am hinteren Vergaser stört tatsächlich dann die Hebelei, hier werde ich das Blech so um ca. 1,5cm kürzen müssen. Ich werde also solche Bleche erst einmal verwenden, auch wenn sie etwas größer als original sind. Vielleicht lasse ich mir dann irgendwann noch einmal an die Originale angelehnten Bleche schneiden, nur wie dann der Rand ausgeformt werden soll, weiß ich noch nicht. Na, mal schauen.
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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon bic » Freitag 13. Juli 2018, 01:06

Und weiter im Text. Heute habe ich die Expressanlage noch einmal an einen Motor gehängt:

DSC07289.jpg

Dies vor allem um sehen, ob es irgendwo kneift und um dann die Kraftstoffleitung an die Lage der Benzinpumpe anzupassen. Wie ich es aber schon vermutete, kollidiert beim 353-Zylinderkopf die Betätigung des hinteren Vergaser mit den Schlauchanschlüssen der Wasserpumpe. Daher habe ich gleich einmal so einen Kopf aufgesetzt, wie ich diesem auch im Auto fahre:

DSC07292.jpg

Damit gibt es nun keine Engstellen mehr und mit spitzen Fingern kommt man auch an das Gasgestänge und die hinteren Muttern der Vergaserflansche an. Eng wird es jedoch an anderer Stelle:

DSC07291.jpg

DSC07295.jpg

die Benzinpumpe passt gerade so. Ursprünglich hatte ich sogar überlegt, eine UP0 anzubauen und die Kraftstoffleitung zu den Vergasern auch an der Pumpe mit einem Banjo anzuschließen. Die Pertinax-Pumpe passt da aber auf keinen Fall hin, so wird es nun bei der 60pp bleiben müssen. Am WE werde ich mich nun dann mal am Löten der Kraftstoffleitung versuchen, mal schauen, wie das klappt.

Ein Problem habe ich jedoch noch. Bei der originalen Anlagen waren die Schwimmerkammern beider Vergaser über eine Ausgleichsleitung miteinander verbunden:

express.JPG

wobei der Anschluß der Leitung am vorderen Vergaser am Platz der hier nicht benötigten Startkraftsoffdüse erfolgte.

vorn.JPG

Das sollte sich hier auch mittels einer doppelten Hohlschraube M8x1 und einer Ringöse relativ problemlos realisieren lassen (soweit ich eine 8er Ringöse zum Löten überhaupt bekomme). Im Ergebnis säße dann der Anschluß auf Höhe des Bodens der Schwimmerkammer.

Völlig anders war jedoch der Anschluß am hinteren Vergaser realisiert (klar, hier wird ja die Startkraftsoffdüse auch benötigt). Hier hatte man die Leitung am Sitz des bei der Zweitaktausführung des Vergasers nicht vorhandenen zweiten Ventils der Beschleunigerpumpe angeschlossen:

hinten.JPG

Das könnte ich nun ja auch so machen, aber gegenüber der Ausführung mit Beschleunigerpumpe (u.a. für Porsche 356 und 300er Benz):

Picb.JPG

besteht bei meinem Vergaser ab hier keine Verbindnung zur Schwimmerkammer:

hinten2.JPG

die hierfür erforderlichen Bohrungen sind nicht gesetzt. Natürlich könnte ich dies nun nachholen, scheue mich aber ein bisschen davor und würde daher die Ausgleichsleitung lieber "einsparen", zumal mir der Sinn der Leitung noch nicht so recht aufgegangen ist.

Da ich nun aber nicht weiß, ob das "Einsparen" auch wirklich gut ist, hier mal die Frage in die Runde der Experten, weiß denn zufällig jemand, welchen Sinn und Zweck die Ausgleichsleitung zwischen den beiden Schwimmerkammern hatte? Für einen Tipp oder eine Idee wäre ich dankbar!
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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Freitag 13. Juli 2018, 05:31

Ausgleichsleitung Schwimmerkammer :
Wenn man Bergauf fährt, wird der hinter Vergaser überflutet. Bei Bergab der vordere Vergaser - also ich würde diese Leitung weglassen.

Beschleunigungssystem : Beim plötzlichen Öffnen der Drosselklappe strömt die Luft schneller wie Benzin da Luft leichter ist. Das Gemisch magert ab. Daher die Beschleunigerpumpe.

Beim JIKOV wird sogar 4 mal eingespritzt mit 7 cm³ !
Tritt man aber das Gaspedal langsam, erfolgt keine Einspritzung von Benzin.

An beiden Vergasern sollten das System sein, da man die Einspritzmenge nicht um das Doppelte in einem Vergaser erhöhen kann.
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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon bic » Freitag 13. Juli 2018, 17:01

WABUFAN hat geschrieben:Ausgleichsleitung Schwimmerkammer :
Wenn man Bergauf fährt, wird der hinter Vergaser überflutet. Bei Bergab der vordere Vergaser - also ich würde diese Leitung weglassen.

Ja eben, die Leitung erhöht den Effekt, welcher schon bei den einzelnen Vergaser besteht - gut kann das nicht sein. Deshalb auch mein Unverständnis und die Frage, welche Aufgabe könnte diese Leitung haben? Irgend etwas müssen sich die Jungs von der Autotechnik KG ja dabei gedacht haben, Erfahrungen mit Zweivergaseranlagen hatten die ja zur Genüge. Naja, vielleicht fällt ja jemanden noch etwas - an sonst lasse ich diese tatsächlich weg.

Beschleunigungssystem : Beim plötzlichen Öffnen der Drosselklappe strömt die Luft schneller wie Benzin da Luft leichter ist. Das Gemisch magert ab. Daher die Beschleunigerpumpe.

Da hast Du mich jetzt falsch verstanden Andreas, die Aufgaben einer solchen Pumpe kenne. Ich wollte nur erklärungshalber bezüglich des Anschlusses der Ausgleichsleitung am hinteren Vergaser zeigen, dass man hierfür früher einen eigentlich für das zweite Kugelventil der Beschleunigerpumpe vorgesehenen Gehäuseanschluß verwendet hatte. Eine Pumpe selbst hatten die DKW-Vergaser nie, der hierfür vorhandene Ein-/Anbauraum war abgedeckelt und die für die Pumpe erforderlichen Bohrungen eben nicht gesetzt. Bei den späteren Versionen für den DKW waren dann die Angüsse für die Pumpe dann gleich ganz entfallen, dafür gab es dann auch Varianten mit Anschluß für die Getrenntschmierung.

An sonst ist es ein Glücksfall, dass die Vergaser in der Pumpenversion u.a. für die frühen Porsche verwendet wurden. Dadurch sind eben noch fast alle Teile für die Vergaser zu haben und sei es wie die Drosselklappen und deren Welle als Nachfertigung. Für den DKW hätte sich sicher niemand die Mühe gemacht.
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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon berlintourist » Freitag 13. Juli 2018, 21:15

hey bic,
ich bewundere ja deine arbeiten, um so filigraner, um so engachierter scheinst du zu sein. und immer prima fotodokumentiert :smile: .

nur was ich mich grad bei dieser vergasersache frage: bringt das wirklich so viel (egal ob für auto oder boot), daß sich der aufwand
auch nur ansatzweise lohnt? -nixwissen-

gruß
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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon torei » Freitag 13. Juli 2018, 21:50

Hallo bic

Warum drehst du nicht das Pumpengehäuse um 60°? Beim 353-Frontkühler mußte es wegen der veränderten Auspuffhalterung ja auch gedreht zum Einsatz kommen.
Zu der Schwimmerkammerverbindungsleitung fällt mir jetzt auf Anhieb auch kein sinnvoller Nutzen ein. Die Bedenken des Betriebselektrikers diesbezüglich haben etwas.
Mach weiter so. Egal wie viel es bringt, es ist doch bei unserem Hobby der Spaß am Schrauben, Verbessern und Weiterentwickeln. Originalteile austauschen konnte meine Oma auch :smile:

Gruß torei

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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon bic » Samstag 14. Juli 2018, 10:49

berlintourist hat geschrieben:...nur was ich mich grad bei dieser vergasersache frage: bringt das wirklich so viel (egal ob für auto oder boot), daß sich der aufwand auch nur ansatzweise lohnt? -nixwissen-

Nun ja, jetzt mache ich auch mal so: -nixwissen- Aber sagen wir es mal derart - der 36er Flachstomvergaser (welchen ich noch fahre) stellt für den 353/1 Motor er­wie­se­ner­ma­ßen einen Drosselvergaser dar. Dies gilt im Übrigen nicht nur für diesen Motor, sondern bereits für die alten 900er, dazu hier mal ein Textauszug aus der KFT Nr. 11/58:

text.JPG
text.JPG (54.52 KiB) 1985 mal betrachtet

Die Vergrößerung des Einlassquerschnittes ist also Grundvoraussetzung dafür, dem Motor zumindest die Leistung zu entlocken, für welche er mal gedacht und konstruiert war und das hat das Werk mit dem 40er BFV und dem Jikov ja auch so gemacht. Ob ich nun mit der Express-Zweivergaseranlage die "Qualität" der beiden Originalvergaser erreiche, bleibt abzuwarten. Bezgl. des Einlassquerschnittes ist die Anlage deutlich im Vorteil (36er BVF = 1018 qmm / 40er BFV = 1256 qmm / Jikov insgesamt = 1608 qmm / 2xSolex = 2512 qmm) und der Liefergrad wird sich hoffentlich ebenso deutlich verbessern - vor der Abstimmung graut mir es jedoch ein bisschen (Gott sei Dank habe ich ja die Lambdsonde und einen EGT.). Gelingt diese jedoch halbwegs, ist eine Leistungssteigerung fast zwangsläufig, denn die für einen höheren Mitteldruck zweite Vorraussetzung, nämlich die Erhöhung der Verdichtung (von auf 7,5:1 auf 9,4:1) habe ich ja bereits realisiert (ohne das der Motor bisher zum Klingel neigt) und allein diese Erhöhung hat bereits einen spürbaren "Schub" bewirkt. Was dann am Ende insgesamt heraus kommt, werde ich zu sehen bekommen und bevor ich mit der Expressanlage überhaupt im Auto anfange zu experimentieren, muss sowieso noch die Auspuffanlage gegen eine mit größerem Durchlaß (wartet schon) getauscht werden und ich muss mir erst einmal drüber klar werden, wie denn die Luftfilter-/Ansauganlage überhaupt aussehen soll.

Die Frage, ob sich nun der Aufwand auch nur ansatzweise lohnt, beantworte ich einmal mit einem deutlichen JA. Diese sicher nicht unter wirtschaftlichen Aspekten -so wie die gesamte Oldtimerei-, aber unter dem Gesichtspunkt des Spaßes an der Freude. Das Basteln und Bauen verschafft mir Befriedigung und Entspannung, ist also ein herrlicher Ausgleich zum stressigen Büroalltag - der finanzielle Aufwand ist mir dabei beinahe egal. Und seien wir mal ehrlich, Hobbys kosten immer Geld, ich glaube nicht, das ein Pferd günstiger käme {Zahnlücke}.
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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon bic » Samstag 14. Juli 2018, 11:45

torei hat geschrieben:...Warum drehst du nicht das Pumpengehäuse um 60°? Beim 353-Frontkühler mußte es wegen der veränderten Auspuffhalterung ja auch gedreht zum Einsatz kommen.

Die Lage der Schlauchanschlüsse ist nicht das Problem, damit komme ich klar (um 60° drehen würde bei mir zudem die Verlegung des Schlauchs von der Tankleitung her erschweren), es ist der Durchmesser der Pumpe, welcher nicht größer als der von der 60pp sein darf:

Abstand.jpg

Die Bakelitpumpen oder die welche ich auch gern genommen hätte:

Pumpe.JPG

kollidieren wegen des größeren Durchmessers mit dem Ansaugkrümmer. Abhilfe könnte vielleicht so ein Zwischstück bringen:

zwischenstueck.JPG

Schauen wir mal, vorläufig bleibt es aber erst einmal bei der 60er.

Zu der Schwimmerkammerverbindungsleitung fällt mir jetzt auf Anhieb auch kein sinnvoller Nutzen ein. Die Bedenken des Betriebselektrikers diesbezüglich haben etwas.

Hierzu werde ich einmal einen ausgewiesenen Vergaserfachmann befragen, wenn dem nichts einfällt, bleibt die Leitung halt weg.

.....Originalteile austauschen konnte meine Oma auch :smile:

Oha, Du kannst ja eine Oma haben! Meine -Gott habe sie selig- kam schon mit den Knöpfen am Gasherd nicht klar [smilie=hi ya!.gif]

So, an sonst habe ich mal mit der Verlegung der Benzinleitung angefangen:

DSC07299.jpg

Den Abzweig habe ich ein wenig anders gelegt als beim Original, schließlich muss ich ja am Tropfblech vorbei und auch noch die Pumpe anschließen. Verlötet ist erst einmal nur die Ringöse des linken Vergasers, mit Silberlot geht dies ganz gut. Dazu benötigt man nicht einmal Autogen-Geschirr, hier reicht die "Einflaschenlösung" (z.B. Rothenberger Maxigas 400), eine Schweinerei hat lediglich das Flußmittel verursacht, die Reste brennen derart fest, dass man um eine mechanische Nachbearbeitung nicht drumrum kommt. Hier werde ich wohl noch einmal ein anderes Mittel probieren. Das Rohr ist übrigens "Kupfer weich", um das in Form zu bringen, braucht man keine Biegezange o.ä., hier reicht eine Biegefeder aus dem Baumarkt und zwei kräftige Daumen.

Jetzt muss ich mir noch den Weg zur Benzinpumpe ausdenken, wobei ich ja aber noch einen Filter unterbringen will. Hier fehlt es mir noch an eine Idee, eigentlich dachte ich an so etwas:

Filter.JPG

allerdings mit Glasbehälter und nicht direkt zum Anschrauben an den Vergaser (gab es übrigens auch von der BVF). Aber alles was ich da so bisher gefunden habe ist zu groß, mehr als 10cm hoch sollte das Teil nicht sein. Hat hier vielleicht jemand eine Idee?
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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon berlintourist » Samstag 14. Juli 2018, 21:10

danke, bic, für deine antwort.

na klar steht der spass am basteln, schrauben, konstruieren im vordergrund und völlig ausser frage.
bin ja mal gespannt auf die erste testfahrt ...
vermutlich haste dann so nen 309-renner wie es der gewesen ist, der mich auf der bab mal überholt hat :lol:

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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon frankyracing » Samstag 14. Juli 2018, 21:52

bic hat geschrieben:
WABUFAN hat geschrieben:Ausgleichsleitung Schwimmerkammer :
Wenn man Bergauf fährt, wird der hinter Vergaser überflutet. Bei Bergab der vordere Vergaser - also ich würde diese Leitung weglassen.

Ja eben, die Leitung erhöht den Effekt, welcher schon bei den einzelnen Vergaser besteht - gut kann das nicht sein. Deshalb auch mein Unverständnis und die Frage, welche Aufgabe könnte diese Leitung haben? Irgend etwas müssen sich die Jungs von der Autotechnik KG ja dabei gedacht haben, Erfahrungen mit Zweivergaseranlagen hatten die ja zur Genüge. Naja, vielleicht fällt ja jemanden noch etwas - an sonst lasse ich diese tatsächlich weg.


...zu Ende denken Männers :idea: , dass ist doch nichts anderes, wie bei einem Rennvergaser mit zwei Schwimmern und drei Betätigungsplättchen... :smile:

Da läuft nüscht vor oder zurück, dem alten Pascalschen Prinzip sei Dank. Also Leitung anbauen...

Zur Erklärung: Schwimmerventil 1 + 2 ist offen, Pumpe pumpt, Niveau steigt in beiden Kammern, Schwimmer 2 macht zu (weil evtl. die Zunge nicht genau gleich zu Schwimmer 1 ist), Schwimmer 1 schließt, Druckausgleich in beiden Kammern...stell Dir einfach vor, Du hast einen Registervergaser vor Dir (etwas anderes ist die Anlage ja nicht), nur eben hintereinander...

Die Beschleunigerpumpe darfst Du weglassen, dass braucht beim Zweitakter kein Mensch. Als Bedüsung nimm mal bitte zuerst eine 135 HD und eine eine 180 LD. Eventuell musst Du - je nachdem wie die Vergaser geschaltet sind, beim zweiten Vergaser mit der Luftkorrektur runter.

Ansonsten, coole Arbeit... :shock:
...fährst Du quer, siehst Du mehr...

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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon bic » Sonntag 15. Juli 2018, 10:34

berlintourist hat geschrieben:...vermutlich haste dann so nen 309-renner wie es der gewesen ist, der mich auf der bab mal überholt hat :lol:

Naja, schneller wird er durch die Aktion nicht, nur schneller schnell :shock: Aber im Ernst, mit meinen 155er Reifen und 311er Limousinenübersetzung kommen bei max. Drehzahl (5000 U/min) mal gerade 124 km/h raus und überdrehen wollte ich den Motor nicht. Um schneller sein zu wollen bräuchte es dann schon die 312er Übersetzung (136 km/h) oder gar die 313er (143,5 km/h). Allerdings muss dann der Motor auch im oberen Drehzahlbereich eine deutliche Drehmomentsteigerung erhalten, sonst wird die Fuhre nur "müde" und die theoretisch mögliche Endgeschwindigkeit nicht erreicht (siehe 313er - da habe sie damals auch gekämpf). Mein 312er Getrieb habe ich genau deswegen vor 2 Jahren rausgeworfen - vielleicht könnte ich es mit der Express-Anlage ja wieder einbauen -nixwissen-
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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon bic » Sonntag 15. Juli 2018, 11:32

frankyracing hat geschrieben:
Da läuft nüscht vor oder zurück, dem alten Pascalschen Prinzip sei Dank. Also Leitung anbauen...

Zur Erklärung: Schwimmerventil 1 + 2 ist offen, Pumpe pumpt, Niveau steigt in beiden Kammern, Schwimmer 2 macht zu (weil evtl. die Zunge nicht genau gleich zu Schwimmer 1 ist), Schwimmer 1 schließt, Druckausgleich in beiden Kammern...stell Dir einfach vor, Du hast einen Registervergaser vor Dir (etwas anderes ist die Anlage ja nicht), nur eben hintereinander...

Hhhhm, Du meinst also, es ist dafür zu sorgen, dass der Kraftstoffstand in beiden Schwimmergehäusen und damit auch bei beiden Mischrohren unabhängig von den Schließverhalten der beiden Schwimmernadelventile gleich sein sollte? Nichts anderes erreicht man ja mit der Leitung und klar, beim Registervergaser ist dies schon konstruktiv so vorgesehen und ebenfalls klar, wäre das bzgl. der Gleichartigkeit der Gemsichbildung bei beiden Vergasern von Vorteil (verschärft aber auch die von Andreas benannte Situation bei Bergfahrt). Ich kann mir nur nicht so recht vorstellen, dass der fehlende Ausgleich gravierendere Folgen haben sollte, als geringfügige Unterschiede in der Gemischbildung beider Stufen (Vergaser). Nun ja, ich werde mir mal anschauen, wie ich den Anschluß am hinteren Vergaser hingezaubert bekomme. Wenn mir nun noch jemand verrät, wo ich 8mm Ringösen zum Löten bekomme :smile:

Die Beschleunigerpumpe darfst Du weglassen, dass braucht beim Zweitakter kein Mensch.

Also - die Beschleunigerpumpe hat Andreas ins Spiel gebracht, ich hatte nie die Absicht, eine solche anzubauen (so wie ein anderer nie eine Mauer bauen wollte :shock:)

Als Bedüsung nimm mal bitte zuerst eine 135 HD und eine eine 180 LD. Eventuell musst Du - je nachdem wie die Vergaser geschaltet sind, beim zweiten Vergaser mit der Luftkorrektur runter.

Laut der AMS war die Anlage für den 900er DKW-Motor mit 120 Hauptdüsen und 260(!) Luftkorrekturdüsen ausgestattet. Die HD erscheint mir ja noch glaubhaft die LKD jedoch sowieso schon arg groß - allerdings sind die Venturis mit 26mm im Verhältnis zur Ansaugweite von 40mm schon ziemlich "eng". Eine Kontinuität bei der Vergaserbestückung ist bei den einzelnen DKW-Motoren sowieso nicht ablesbar, hier mal meine gesammelten Werke:

Solex.JPG

Nimmt man die gängigen Formeln für die Vorauslegung von Vergaser zu Hand (z.B. von Müller/Müller oder Solex) dann ergibt sich für den 1000er Motor tatsächlich ein 40er Vergaser, aber auch ein Venturi von 32. Die HD wäre dann ca. eine 130er und LKD ca. eine 205er. Es bleiben also dann doch ein paar Unsicherheiten - ich werde daher dann mal Deinen Vorschlag aufnehmen, wo ich anfange ist sowieso egal - nach Murphy wirds schon schief gehen :shock: Allerdings muss ich mir erst noch 135er HDs und 180er LKDs besorgen, z.Z. habe ich als HD max. 132,5 und als LKD min. 210. Schön bei den Vergaser ist aber auf jeden Fall, dass man alle Düsen von außen wechseln kann, ohne den Vergaser abbauen oder gar demontieren zu müssen (naja, das Schimmernadelventil mal ausgenommen).

Es bleibt also noch genug zu tun.
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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon bic » Sonntag 15. Juli 2018, 23:40

Also das mit dem Kraftstofffilter vor den Vergasern habe ich jetzt gecancelt, eine Idee, was man da verwenden könnte muss nun keiner mehr haben :smile:. Ich hatte selbst etwas in der gewünschten Größe in einer meiner Wühlkisten:

DSC07305.jpg

Eigentlich eine pneumatisch angetrieben Benzinpumpe

DSC07306.jpg

aber nicht nur mit Filter, sondern auch noch mit einem Wasserabscheider. Nach Herausnahme der Ventile hätte das Teil einen passablen Filter abgeben können, nur leider findet sich nicht wirklich ein geeigneter Montageort (weiß eigentlich jemand, wo das Teil herstammt - sieht irgendwie russisch aus).

Ich habe daher dann die Idee, vor den Vergasern noch einen Filter anzuordnen verworfen, wenn überhaupt, kommt dann später ein Inline-Filter vor die Benzinpumpe. Die Kraftstoffleitung habe ich dann daher fertig machen können, so sieht jetzt der Anschluß an die Pumpe aus (Schellen fehlen natürlich noch):

DSC07308.jpg

DSC07302.jpg

Nun noch ein bißchen verputzen und ausrichten und ich kann da erst einmal einen Haken dran machen.

Das Einlöten des T-Stücks ist mir übrigens beinah misslungen. Das erste Rohr löten ging noch ganz normal, beim zweiten Rohr kam ich allein mit dem Rothenberger Maxigas 400 gerade noch so auf Temperatur. Beim dritten Röhrchen war es dann ganz vorbei, die 670 Grd., welche das Silberlot braucht um zu laufen anzufangen, habe ich nicht mehr erreicht - die "Kühlfläche" war einfach zu groß geworden. Erst ein zweiter Brenner zum zusätzlichem "Vorheizen" brachte dann den Erfolg. Also - wer so etwas auch mal vorhat, sollte gleich zum Kleinschweißgerät mit MAP-Gas und O2 greifen, ich werde mir jedenfalls mal so ein Teil anschaffen.

So, nun werde ich mal auf die Suche nach 8mm Löt-Ringösen machen, damit ich -wie von Franky empfohlen- auch die Ausgleichsleitung bauen kann. An sonst geht es nun weiter mit dem unteren Verschlußdeckel des Ansaugrohrs. Ich muss nur mal meine Laserbude fragen, ob die auch Hartpapier schneiden, wenn nicht, ist dann die Stichsäge gefragt.
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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Montag 16. Juli 2018, 03:24

Bei der Tabelle letzte Spalte fehlt mir die Angabe, ob die Düsenbestückung für jeden Vergaser oder nur für einen Vergaser angegeben ist.
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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon bic » Montag 16. Juli 2018, 09:21

WABUFAN hat geschrieben:Bei der Tabelle letzte Spalte fehlt mir die Angabe, ob die Düsenbestückung für jeden Vergaser oder nur für einen Vergaser angegeben ist.

Sorry Andreas, die Angaben gelten für jeden der beiden Vergaser. Eigentlich war die Tabelle auch nicht zur Veröffentlichung gedacht, sondern dazu mir einen Überblick zu verschaffen, was die da früher so gemacht haben und um vielleicht irgendwelche Abhängigkeiten zu erkennen. Aber Pustekuchen, so recht hilfreich ist die Aufstellung nicht. Da zur der Express-Anlage nur ein Vergaser verkauft und der bereist vorhandene weiter verwendet werden sollte (macht ja auch Sinn), nahm ich an, dass sich die in der AMS angegebene Düsenbestückung:

Duesen.JPG

an einem der Einzelvergaser wiederfindet. Dann hätte ich vielleicht rückschließen können, welche Luftfilter damals verwendet wurden (da gab es bei DKW etliche):

filter2.JPG

filter1.JPG

filter5.JPG

filter4.JPG

filter3.JPG

um zu schauen, was ich mir bauen muss. Aber leider unterscheidet sich die Bestückung der Express-Anlage von den Einzelvergasern.

Übrigens, irgendwann hat wohl auch DKW erkannt, dass man ohne Helmholtz-Resonator im Ansaugtrackt nicht auskommt. Das vorletzte Bild zeigt eine ähnliche Lösung wie beim 1000er AWE (und B1000) und bei dem Filter im letzen Bild erkennt man, dass hier im Gehäuse zwei Resonatoren integriert sind:

filter5-1.jpg

Was ich nun mit dem Ansaugtrackt und der Luftfilterei machen werde, da fehlt mir im Moment noch jede Idee, an wir werden sehen.
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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon ffuchser » Montag 16. Juli 2018, 12:11

Der Helmholzresonator dient ja nicht nur dem möglich gleichmässigem Lamdaverlauf sondern auch der Dämmumg des Ansauggeräusches.
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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon bic » Montag 16. Juli 2018, 15:45

ffuchser hat geschrieben:Der Helmholzresonator dient ja nicht nur dem möglich gleichmässigem Lamdaverlauf sondern auch der Dämmumg des Ansauggeräusches.

Jo! Zwei Fliegen mit einer Klappe quasi :smile: Die Dämpfung des Ansauggeräuschs wäre jetz aber bei mir nicht das ganz große Thema, im offenen Auto bekommt man dies sowieso nicht so dolle mit, wie im geschlossenen Fahrzeug - der Schall fliegt praktisch nach hinten weg :shock:
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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon WABUFAN » Montag 16. Juli 2018, 18:16

bic hat geschrieben: ... der Schall fliegt praktisch nach hinten weg ...

So zusagen dem Auspuffgas hinterher ...
... " Einholen ohne zu Überholen ... "
Herzliche Grüsse von Andreas aus Leipzig

2-Takter sind einfacher im Aufbau wie 4-Takter

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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon bic » Montag 16. Juli 2018, 22:28

WABUFAN hat geschrieben:
bic hat geschrieben: ... der Schall fliegt praktisch nach hinten weg ...

So zusagen dem Auspuffgas hinterher ...
... " Einholen ohne zu Überholen ... "

Dem Aupuffgas hinterher ist aber eher eine Fluchtbewegung, wahrscheinlich vor der dialektisch materialístischen Aufgabe des Überholens ohne Einzuholen. Ich würde da auch weglaufen :shock:
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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon Tobias Yello' Thunder » Donnerstag 19. Juli 2018, 20:37

Genau. Ab Mach 1.0 hört man die Auspuffgeräusche nicht mehr...

Tobias
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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon bic » Freitag 20. Juli 2018, 11:14

Tobias Yello' Thunder hat geschrieben:Genau. Ab Mach 1.0 hört man die Auspuffgeräusche nicht mehr...

Dafür knallt es aber immer so komisch -nixwissen-

Aber nun mal weiter im Text -nicht zuletzt auch zur Überbrückung des Sommerlochs :lol: -, ich habe mir mal angeguckt, wie ich das mit der von Frank empfohlenen Ausgleichsleitung zwischen den beiden Schwimmerkammern machen kann, bzw. wie das mal im Original gelöst gewesen sein könnte. Am -in Fahrtrichtung- vorderen Vergaser, scheint der Anschluß erst einmal noch realtiv einfach:

1.jpg

Da dieser Vergaser der Starteinrichtung beraubt ist (blauer Pfeil) ist eigentlich auch die Startkraftstoffdüse (roter Pfeil) obsolet. Diese dient im Moment eigentlich nur als Verschlußschraube, nimmt man sie raus, kann man in die Schwimmerkammer gucken. Ersetzt man die Düse:

Starterduese.JPG

dann durch eine Hohlschraube M8x1 sollte dem Anschluß der Leitung nichts im Wege stehen und so war es augenscheinlich auch beim Original. Allerdings werde ich mit einer normalen Hohlschraube hier wahrscheinlich nicht klar kommen, das Gewinde im Vergaser beginnt zu weit hinten, mit einer Doppelhohlschraube sollte es jedoch vielleicht mit etwas Nacharbeit gehen. Das mit dem grünen Pfeil gekennzeichnete Teil ist übrigens das Startluftventil, welches dafür sorgt, dass sofort nach dem Anspringen des Motors (wenn er das dann mal macht :shock:) das Startgemisch abgemagert wird. Durch das Zuflanschen der Starteinrichtung ist nun aber auch das Ventil funktionslos und hätte ebenfalls geschlossen werden können. Da es aber beim Orignal erhalten geblieben war, lasse ich es nun auch.

Völlig anders sieht es nun beim hinteren Vergaser aus. Ein Anschluß der Ausgleichsleitung statt der Startkraftstoffdüse verbietet sich selbstredend, denn diese wird ja bei diesem Vergaser noch benötigt. Auf dem einzig bekannten Bild der originalen Anlage erkennt man aber, dass die Ausgleichsleitung an dieser Stelle angeschlossen wurde (schwarzer Pfeil):

2.JPG

Bei der Vergaservariante (40 PICB) mit Beschleunigerpumpe (blauer Pfeil):

3.JPG

ist dies eigentlich der Montageplatz des zweiten Pumpenventils (roter Pfeil). Bei der Zweitaktvariante des Vergasers (40 ICB) ist der Pumpeneinbauraum abgedeckelt (blauer Pfeil):

4.JPG

und statt dem Pumpenventil:

Pumpenventil.JPG

ist hier lediglich eine Verschlußschraube eingebaut. Auch dieses Ventil, bzw. diese Schraube hat ein Gewinde M8x1 und auch hier käme ich wohl mit einer Doppelhohlschraube zum Anschluß des Banjos der Ausgleichsleitung klar.

Soweit, so gut, wenn denn nicht ein anderes Problem wäre. Hinter der oben gezeigten Abdecklung ist zwar noch der originale Pumpeneinbauraum erhalten (zumindest bei dieser älteren Ausführungen, neuere Vergaser haben hier nichts mehr):

5.JPG

aber außer der Bohrung für das Ventil sind die nun benötigten Bohrungen für den Weg zur Schwimmerkammer nicht gesetzt. Neben der Bohrung für das Ventil ist lediglich der Weg zum Einspritzröhrchen oben im Vergaser (blaue Linie) gebohrt, allerdings dann oben mit einem Stopfen verschlossen, was so auch gut ist, denn dieser Kanal wird nicht benötigt. Die Bohrungen für die anderen Kanäle (rote Linien) und die Verbindung zur Schwimmerkammer (oranger Pfeil) sind jedoch nicht ausgeführt und müssten von mir nun hergestellt werden. Außerdem wäre dann noch der Einbauraum des ersten Pumpenventil zu verschließen (schwarzer Pfeil). Hier sieht man übrigens den originalen Weg des Kraftstoffes für die Beschleunigerpumpe noch einmal besser:

6.JPG

die grün eingekreisten Teile sind die beiden Pumpenventile.

Eigentlich graut es mir jetzt ein bißchen davor, am Vergaser herum zu bohren. Vor allem die relativ lange waagerechte Bohrung macht mir Sorgen, gelingt es mir nicht, hierfür den Vergaser vernünftig auszurichten, geht das im wahrsten Sinne des Wortes schief und der Vergaser ist hinüber. Ich werde also nochmal eine Minute darüber nachdenken, ob ich die Ausgleichsleitung unbedingt haben will [smilie=hi ya!.gif]

Achso, früher haben die ja die Anlage nur mit einem Vergaser verkauft (der vorhandene sollte ja weiter benutzt werden), dafür haben sie dann wohl gleich auf ein fertig gebohrtes Gehäuse der Pumpenausführung zurück gegriffen - die Bohrerei hätte man sicher keinem Kunden bei einer als "Plug and Play"-Lösung verkauften Anlage zumuten können. Schade, dass es überhaupt keine weiteren Informationen gibt.
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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon bic » Freitag 27. Juli 2018, 09:14

So, da habe ich mich nun einmal ein bißchen im Rohrbiegen versucht. Nachdem ich die 8mm Ringösen erhalten hatte und auch die doppelten Hohlschrauben in M8x1 in der Post waren:

DSC07311.jpg

und beides sich wie gehofft problemlos montieren ließ:

DSC07309.jpg

habe ich mich mal einfach an der Ausgleichsleitung versucht:

DSC07313.jpg

Während diese Seite noch halbwegs gelungen ist und dem originalem Leitungsverlauf gleicht, sieht es am hinteren Vergaser leider etwas anders aus. Hier musste ich feststellen, dass eine Montage der Ringöse nur mit dem Anschluß nach unten möglich ist, an sonst würde die Leitung quasi in den Vergaser hinein laufen müssen. Ein Blick auf die einzig vorhandene Abbildung der Express-Anlage zeigt, dass hier der Leitungsanschluß auf Abstand zum Vergaser gesetzt wurde:

original.JPG

Um dies Nachempfinden zu können, bräuchte ich eine noch längere Hohlschraube und irgendeine Abstandshülse oder eine Hohlschraube mit einem Kopf für wiederum eine Hohlschraube:

hohl.JPG

Da ich aber weder eine dreifache Hohlschraube, noch so eine mit Innengewinde in jeweils M8x1 gefunden habe, habe ich mich nun einfach einmal im Biegen versucht:

DSC07315.jpg

Das Ganze einfach über den Daumen und daher nicht so ganz knitterfrei. So gefällt mir das noch nicht, hier werde ich noch einmal üben müssen, wobei das ohne irgendeine Biegevorrichtung nicht viel besser werden wird. Ich habe schon mal geschaut, für den Modellbau gibt es ja dafür etwas Geeignetes:

Bieger.JPG

Ich scheue mich jedoch ein bißchen, mir für einen einmaligen Gebrauch extra so etwas anzuschaffen. Vielleicht veruche ich mich daher mal im Selbstbau - muss ja nicht so kompliziert werden. Oder ist vielleicht jemand von Euch auch im Modellbau unterwegs, hat so eine Vorrichtung und würde diese mir einmal für die zwei Bögen leihen? Ich würde mich freuen!
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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon W311/58 » Freitag 27. Juli 2018, 10:37

Na ja, über den Daumen wird das auch nicht so richtig, der Daumen ist zu weich 8) Aber wenn Du etwas Rundmaterial nimmst, das Rohr darüber biegst, die Enden lang genug läßt damit Du richtig anfassen kannst sollte das etwas werden. Nur wenn das Kupferrohr von der Wandung sehr dünn ist und der Bogen sehr eng wird das Rohr im Bogen so flach und sieht nicht schön aus.
Gruß Andreas
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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon bic » Freitag 27. Juli 2018, 15:22

W311/58 hat geschrieben:Na ja, über den Daumen wird das auch nicht so richtig, der Daumen ist zu weich 8)

Du kennst meinen Daumen nicht :shock: Aber im Ernst, das Biegen über ein Stück Rundmaterial funktioniert auch nur eingeschränkt, dies, weil das wichtigste fehlt, nämlich das "Ziehen" des Rohres um den Bogen. Das stellt aber eine Biegevorrichtung sicher, hierdurch wird der Außenradius gedehnt und nicht der Innenradius so sehr gestaucht - Knitter, Falten und Abplattungen bleiben weitgehends aus. Im Übrigen habe ich schon über ein Stück Rundmaterial gebogen, die zu sehenden "Unschönheiten" kommen durch das spätere Anpassen und Nachformen und vor allem durch das Verdrehen der Öse zur Längsachse des Rohres (beim nächsten Versuch verlöte ich erst zum Schluß). Was aber beim Biegen über ein Stück Rundmaterial gar nicht geht, ist die S-förmige Biegung ohne ein gerade Stück Rohr zwischen den Bögen. Die ist aber erforderlich, um mit der Leitung tiefer zu kommen und mit einer Biegevorrichtung lässt sich dies dann auch realisieren. Daher meine Frage nach so einem Teil.
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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon W311/58 » Freitag 27. Juli 2018, 16:11

Habe mir mal das Biegerät auf dem Bild angesehen. So richtig überzeugt bin ich nicht davon. Die Rollen müßten eine Nut haben, passend zu jedem Rohrdurchmesser. Sonst wird das Rohr auch nur platt gedrückt. :smile: die Rollen sollten so aussehen
https://www.ebay.de/i/392081533248?chn= ... 5dfffd8770
So ein Schwanenhals sollte sich auch ohne Biegegerät realisieren lassen, die Enden nur lang genug lassen und zum Schluß abschneiden.
Warum geht die Leitung erst im Bogen nach unten und nicht direkt an den Ringstutzen?
Und wenn alles fertig ist müßte die Leitung noch mal warm gemacht werden um die Spannung rauszunehmen. :smile:
Gruß Andreas

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Re: BVF Fallströmer

Ungelesener Beitragvon bic » Freitag 27. Juli 2018, 16:40

W311/58 hat geschrieben:Warum geht die Leitung erst im Bogen nach unten und nicht direkt an den Ringstutzen?

Weil bei einem waagerechten Anschluss das Vergasergehäuse im Weg ist ––> siehe meinen vorherigen Beitrag. Ich probiere heute mal noch was aus, berichte dann.

Mit den Rollen hast Du natürlich recht, aber besser als überhaupt nichts.
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