Mal ein wenig über die Zukunft orakeln?

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lipsi
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Mal ein wenig über die Zukunft orakeln?

Ungelesener Beitragvon lipsi » Montag 24. Dezember 2018, 13:03

Hallo Foristen,

ich verfolge die Diskussionen und politischen Beschlüsse der letzten Zeit zum Thema "Mobilität der Zukunft" und "Elektro-Mobilität" mit steigenden Interesse. :-| Dabei stellen sich mir einige Fragen, die ich gern einmal im Forum zur Diskussion stellen möchte. Als Wartburgfahrer (oder generell als Ost-Auto-Fahrer) wird man meistens mit einem freudigen Lächeln begrüßt, es kommt aber auch vor, dass man darauf hingewiesen wird, dass man mit seinem Stinker so schnell wie möglich abhauen soll. :sad:
Wie die letzten 25 Jahre nach der Wende zum Thema Oldtimer abgelaufen sind, kann sicherlich jeder nachvollziehen. Aber wie werden die nächsten 25 Jahre?
- wie beeinflusst die Elektro- (oder Wasserstoff) Mobilität die Oldtimer- Szene?
- werden Oldtimer dadurch im Preis eher steigen oder fallen? Steigen, weil nur noch Oldtimer mit Verbrenner fahren dürfen oder fallen, weil auch Oldtimer mit Fahrverboten belegt werden.
- Fahrverbote für alte Benziner werden jetzt auch schon diskutiert, was wird aus den Zweitaktern oder Oldtimern?
- wird es in Zukunft nur noch erlaubt sein, mit seinem Oldtimer zu offiziellen Veranstaltungen zu fahren? (hab ich schon mehrmals gelesen {aergerlich} )
- wird in Zukunft ein Oldtimer erst nach 50 Jahren ein Oldtimer sein, damit viele alte Autos von den Straßen verbannt werden?
Ich weiß, es ist alles nur ein Blick in die Glaskugel, aber wir können dann ja diese Diskussion im Jahr 2045 noch einmal "hochholen" und mit den Ist-Werten vergleichen. :smile:

viele Grüße aus der Lausitz und allen ein frohes Weihnachtsfest!

lipsi

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mimi311
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Re: Mal ein wenig über die Zukunft orakeln?

Ungelesener Beitragvon mimi311 » Montag 24. Dezember 2018, 15:42

Vielleicht ist es nur eine Frage der Zeit die gelbe Weste rauszuholen.
Grüße Andreas

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Re: Mal ein wenig über die Zukunft orakeln?

Ungelesener Beitragvon berlintourist » Montag 24. Dezember 2018, 20:16

... wir haben das ende der welt durch das "waldsterben" überlebt, dem tod durch das "wir_werden_alle_sterben_ozonloch" sind wir unbeschadet entkommen... auch dieser unfug mit den abgasen wird sich verflüchtigen wie die hirne von politik und deutsche "umwelthilfe".

dieter nuhr hat da in seinem jahresrückblick auch was: https://www.youtube.com/watch?v=R62xt8jG9nM .. so ab min 19:24.

nette tage allen. (ich fahr jezt ne runde mit choke um den block :smile: )
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Tobias Yello' Thunder
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Re: Mal ein wenig über die Zukunft orakeln?

Ungelesener Beitragvon Tobias Yello' Thunder » Montag 24. Dezember 2018, 21:43

Hm.
Ich habe dazu eine eigene, dezidierte Meinung.
Der Berlintourist hat da ja schon ein paar Stichworte in die Diskussion geworfen.
Kurz gesagt - es wird in diesem Land immer wieder eine Sau durchs Dorf getrieben. Manche Säue, um wirkliche Problem bekanntzumachen (das "Waldsterben" würde ich ohne Zögern in diese Rubrik einordnen), manche aber auch um von den wirklichen Probleme abzulenken. Oft genug werden sogar Probleme erfunden, um diese dann mit möglichst großem Tamtam lösen zu können. Das ist auch einfacher, als wirkliche Probleme zu lösen. (Ich sage nur mal als ein Stichwort: Ausländermaut - löst keine finanziellen Probleme des Bundes, sondern wird am Ende mehr Aufwand verursachen, als Geld bei reinkommt. Acrylamide - redet heute auch keiner mehr drüber, war aber mal der große Aufreger. Ob die VW-Abgasaffäre auch so eine "Sau" ist, mag dann jeder für sich selber entscheiden!) Außerdem läßt sich mit solchen erfundenen Problemen wunderschön davon ablenken, daß man nicht fähig/willens/inderLage/wasauchimmer ist, die wirklichen Probleme zu lösen.
Das Problem für die Umwelt sind ja nicht wir paar Hansel, die mit einem Heidenaufwand hornbeinalte Fahrzeuge aus einem längst vergangenen Automobilwerke eines längst (mit Recht) untergegangenen Staates am Leben erhalten. In Deutschland gibt es 43 Millionen Pkw, davon sind rund 7500 Wartburg (und 33.000 und'n paar zerknirschte Trabant) - was soll das wirklich ausmachen?
Das Problem für die Umwelt sind auch nicht die Leute, die jeden Tag (weil es nicht anders geht, oder weil der Staat eben jahrelang Flexibilität bei der Arbeitsplatzwahl als das Maß aller Dinge gepredigt hat - und das auch noch steuerlich einigermaßen lukrativ gemacht hat) x-zig Kilometer auf Arbeit und zurück juckeln. Auch wenn diese Fraktion sicherlich mehr Umweltschaden verursacht als wie paar Wartburgfahrer.
Das Problem für die Umwelt sind eher die tausenden LKW, die jeden Tag Dinge von A nach B und wieder zurück (Krabben zu pulen nach Marokko zu schaffen ist ja nur die Spitze der Fahnenstange - mittlerweile hat ja kein Unternehmen mehr ein Lager, sondern läßt sich ja jeden Krempel "just in time" anliefern, und kollabiert, sobald da auch nur ein bisschen schiefgeht) transportieren. Aber auch das ist politisch gewollt, und nicht einfach mehr so abzustellen (Erst recht nicht, seitdem die Bahn unter dem Gesichtspunkt der Börsentauglichkeit das komplette Tafelsilber - Abstell- und Rangiergleise, Anschlußgleise, Güterzugsloks und- waggons etc. pp. - verhökert hat).
Ein Problem für die Umwelt sind weiterhin die Frachtschiffe, die zwar im Hafen mit Dieselöl fahren, aber auf hoher See mit HFO/MFO (Schweröl - das bleibt bei der Benzin- bzw. Dieselherstellung übrig und ist bei Zimmertemperatur so fest daß mans mit dem Spaten verladen muß). Der Containerverkehr nimmt weltweit zu - man fragt sich, wo das noch hinführen soll. Sicherlich transportiert so'n Eimer sicherlich mehr Kisten als ein Güterzug - aber die Emissionen sind auch nicht ohne. Die Schiffahrt verursacht 3% der globalen Kohlendioxidemissionen, aber 15 % der globalen Stickoxidemissionen und 13 % der Schwefeldioxidemissionen, Tendenz weiter steigend.
Ein weiteres Problem sind auch die Leute, die sich alle zwei Jahre ein neues, "noch umweltfreundlicheres" Alltagsauto zulegen - Autos müssen nicht nur mit einem recht hohen Energieaufwand hergestellt werden, sondern sie müssen auch entsorgt werden! Wo es früher noch gereicht hat, die Kiste zu quadern und in den Hochofen zu werfen, müssen heute teils hochkomplexe Stoffgemische zerlegt, getrennt und dann entsorgt werden. Daß es aus ökologischer SIcht sinnvoller ist, ein einmal hergestelltes Auto so lange wie möglich zu benutzen, wird allzuoft vergessen.
Aber die gelbe Weste anziehen? Ich weiß nicht, ob das was die Franzosen da momentan treiben, auch nur ein einziges Problem löst. Ich wär' nicht dabei (schon alleine deswegen, weil alle meine Westen neonpink sind...)! Das löst die Probleme auch nicht!
Letztenendes läuft es in darauf hinaus, daß der Staat "richtiges" Handeln belohnt und "falsches" handeln bestraft. Ob die Kriterien für "richtig" und "falsch" nachvollziehbar und richtig und gut sind, steht auf einem anderen Blatt. Darüber möge jeder selber nachdenken!

Gruß

Tobias
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Re: Mal ein wenig über die Zukunft orakeln?

Ungelesener Beitragvon berlintourist » Montag 24. Dezember 2018, 21:58

ich war einfach viel zu faul, so viel zu schreiben, tobias.

wobei es durchaus noch mehr gäbe, was dazu zu schreiben wäre. was nämlich z.b. nicht erwähnt wird ist die verbesserung sagen wir
zu den 1980ern, die dankenswert erheblich ist. leider (für die spinner zum glück) gibt es kaum belastbare vergleichswerte aus dieser zeit zum beispiel von ruhrgebiet oder mitteldeutschland von damals zu heute...

eine ähnliche sache ists mit dem müll in den meeren (nicht allein plastik). wir vorbildlichen deutschen trennen und umweltsäubern wie die bestmenschen, zahlen auch noch gutes geld dafür .. und dennoch: alles zuwenig. "am deutschen wesen wird die welt genesen.." joa. und für jedes eingesparte milligramm NO2, für jedes vermiedene oder recycelte kg müll hier wird wo anders reichlich nachgelegt. *pah!*

letztlich werden wir nur kostenpflichtig verarscht.

was kostet eigentlich ein pferd so im jahr ?? :lol:
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Re: Mal ein wenig über die Zukunft orakeln?

Ungelesener Beitragvon Tobias » Montag 24. Dezember 2018, 22:26

@ Tobias:

So! Und zwar genau so wie du es schreibst hätte ich es auch geschrieben. Hier teile ich uneingeschränkt deine Meinung.

@Berlintourist. Je nachdem ob du das Pferdchen wo anders stehen hast oder zu Hause kostet es 40 bis 200€ im Monat.
Wir haben zwei Isländer.

Wenn ich mir als Kfzler die aktuelle Entwicklung und die aktuellen Automobile ansehe dann denke ich öfter drüber nach den Scheiss hinzuschmeissen und lieber Kutschen zu reparieren...
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Re: Mal ein wenig über die Zukunft orakeln?

Ungelesener Beitragvon berlintourist » Montag 24. Dezember 2018, 22:39

Tobias hat geschrieben:Wenn ich mir als Kfzler die aktuelle Entwicklung und die aktuellen Automobile ansehe dann denke ich öfter drüber nach den Scheiss hinzuschmeissen und lieber Kutschen zu reparieren...

so schliesst sich der kreis zum wartburg .. :lol:

:-|
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Re: Mal ein wenig über die Zukunft orakeln?

Ungelesener Beitragvon bic » Montag 24. Dezember 2018, 23:01

Tobias Yello' Thunder hat geschrieben:....Letztenendes läuft es in darauf hinaus, daß der Staat "richtiges" Handeln belohnt und "falsches" handeln bestraft. Ob die Kriterien für "richtig" und "falsch" nachvollziehbar und richtig und gut sind, steht auf einem anderen Blatt. ....


daumen-hoch.png


Irgendwie hoffe ich ja immer noch, dass die Säue mal ausgehen und man dann nichts mehr hat, was man durchs Dorf treiben kann - aber die Hoffnung trügt wahrscheinlich. Problematisch in all diesen Zusammenhängen ist auch die Symbiose zwischen Politik und Medien, mit was die einen sich profilieren oder Stimmen fangen wollen, das hypen die anderen und umgekehrt --> eine Hysterie jagt die nächste. An sonst bin ich ganz bei Nuhr, siehe o.a. Link ab 19:32: "denn wir haben ja auch bald kein Geld mehr, wir vernichten ja gerade alles, was irgendwie unserern Sozialstaat bezahlen könnte..." - es ist alles nur noch der reine Wahnsinn, nein der reinste Irrsinn. Ok, ich hatte eine gute Zeit, mir tut es nur leid um meine Enkel.
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Re: Mal ein wenig über die Zukunft orakeln?

Ungelesener Beitragvon berlintourist » Montag 24. Dezember 2018, 23:12

bic hat geschrieben:..mir tut es nur leid um meine Enkel..

die kinder und enkel haben es in der hand etwas zu tun. ich habe schon getan (und bezahlt) .. aber erfolgreich ;o).
wohlan, generation enkel! "der worte sind genug gewechselt! lasst uns endlich taten sehn!" (zitat warstein ..ähm wallenstein)
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Re: Mal ein wenig über die Zukunft orakeln?

Ungelesener Beitragvon Tobias Yello' Thunder » Dienstag 25. Dezember 2018, 18:47

der andere Tobias hat geschrieben:denke ich öfter drüber nach den Scheiss hinzuschmeissen und lieber Kutschen zu reparieren...

Womit wir dann beim alten Kaiser Wilhelm II angelangt wären:
Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist eine vorübergehende Erscheinung.

Und eigentlich die Diskussion abschließen können.
Wir sind uns über die Lage einig - nur haben wir keine Idee, wie's besser werden sollte (Anders gesagt: das was der alte K. Marx vor 150 Jahren im "Kapital" festgestellt hat, stimmt halt immer noch - seine Utopie, wie's besser werden soll - auch als "kommunistisches Manifest" bekannt - hat sich ja als untauglich erwiesen).
Letztenendes bleibt dann nur, daß jeder für sich entscheiden muß, wie weit er den Wahnsinn der heutigen Zeit mitmachen mag/kann/will.

Gruß

Tobias
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Re: Mal ein wenig über die Zukunft orakeln?

Ungelesener Beitragvon berlintourist » Mittwoch 26. Dezember 2018, 00:13

o.t.
nur der richtigkeit halber:
"das kommunistische manifest" und "das kapital" sind zwei verschiedene paar schuhe.
ersteres wurde von marx und engels verfasst und erschien 1848, zweiteres war von marx "gestartet" worden und erschien
als anfang um 1867. weiterführung nach marx´ tod dann von engels.
*klugscheissermodusaus*


:-|

sowas muss aber eigentlich sitzen *tztz* :lol:
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Re: Mal ein wenig über die Zukunft orakeln?

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Mittwoch 26. Dezember 2018, 23:33

Ich bin positiv überrascht, dass hier allen klar zu sein scheint, dass eine Trennung der Diskussion um die tatsächlichen Zusammenhänge von der politischen Diskussion notwenig ist. Es gibt einfach so gut wie keine Zusammenhänge. Das ist zwar traurig, aber wohl auch - zumindest teilweise - notwendig für den Erhalt unseres Wirtschaftssystems.

Ich orakel´mal über die politsche Entwicklung:

Bisher sind nur wenige Gesetze entstanden, die die Freiheiten und Vermögensmehrungsmöglichkeiten der gut bis sehr gut Situierten erschweren oder einschränken. Da genau diese Leute maßgeblich an der Gesetzeserstellung beteiligt sind, ist das auch durchaus logisch.
Glücklicherweise gehört das Sammeln von Oldtimern als Wertanalage und abnehmbare Penisverlängerung durchaus zu den Hobbys dieser Leute. Von dieser Seite her betrachtet ist es also kaum zu erwarten, dass man sich den Wert der Wertanlage durch Fahrverbote mindern lässt. Ich hoffe also, dass wir mit unseren Brot- und Butter-Oldtimern da als politisches Abfallprodukt mit davon profitieren.

Eine Erhöhung des H-Kennzeichen-Alters hingegen sehe ich durchaus als Gefahr an. Da trifft meine obige Theorie nämlich nicht zu, und es gibt ein ganz objektives Argument dafür: 30 Jahre schafft ein Auto heute mit nur leicht überdurchschnittlicher Pflege problemlos. Und auch wenn mir diverse Leute diese immer wieder einreden wollen: Einen wirklichen Nachteil haben viele 30 Jahre alte Autos gegenüber aktuellen Autos heute nicht mehr. Ich kann den Mehrwert, der eine derart große Investiton samt Folgekosten und Unabhängigkeitsverlust aufwiegen würde, jedenfalls nicht erkennen. Leute, die 50.000km p.a. fahren, mal ausgenommen.
Das macht, dass die Zahl der Alltags-Oldtimer steigt. In fünf Jahren sind ALLE 190er Benz mindestens 30 Jahre alt, meiner ist es schon seit März. Auch Golf 2 sind dann ausnahmslos über 30. Und von beiden Modellen (und noch diversen weiteren) sieht man im Alltagsverkehr noch relativ viele. Einige mit Rest-TÜV, aber auch viele im guten bis sehr guten, sichtbar gepflegten Zustand. Ich will nicht ausschlißen, dass sich daraus irgendwann eine Diskussion über den "Missbrauch" der Oldtimerprivilegien ergibt, auch wenn es rechtlich ja bisher völlig unkritisch ist, mit einem H-Kennzeichen seinen Alltag zu bestreiten.
In Wohnmobilkreisen fanden sich schon erste, neidgeschwängerte (Online-)Zeitungsartikel über die Priviliegen des H in Hinblick auf das Diesel-Fahrverbot. Abgebildet waren zwei wirklich ranzige, schlecht erhaltene MB DüDo mit H, Laternenparker in der Großstadt, mit entsprechend kritischer Bildunterschrift. Dass der Zustand für das H kritischer beäugt wird, ist ja wohl schon Realität - oft zu Recht, gelegentlich auch überzogen.
(Mein 190er hat übrigens kein H, weil es bisher außer 30€ mehr Steuern nichts verändern würde).
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Re: Mal ein wenig über die Zukunft orakeln?

Ungelesener Beitragvon mimi311 » Freitag 28. Dezember 2018, 13:09

Wartburgbauer hat geschrieben:Ich orakel´mal über die politsche Entwicklung:

Bisher sind nur wenige Gesetze entstanden, die die Freiheiten und Vermögensmehrungsmöglichkeiten der gut bis sehr gut Situierten erschweren oder einschränken. Da genau diese Leute maßgeblich an der Gesetzeserstellung beteiligt sind, ist das auch durchaus logisch.
Glücklicherweise gehört das Sammeln von Oldtimern als Wertanalage und abnehmbare Penisverlängerung durchaus zu den Hobbys dieser Leute. Von dieser Seite her betrachtet ist es also kaum zu erwarten, dass man sich den Wert der Wertanlage durch Fahrverbote mindern lässt. Ich hoffe also, dass wir mit unseren Brot- und Butter-Oldtimern da als politisches Abfallprodukt mit davon profitieren.


Der Gedankenansatz ist richtig. Leider konnte man in den letzten Jahren auch beobachten daß sich die Käuferschaft gerade der hochpreisigen Oldtimer mehr vom wahren Enthusiasten zum Geldanleger und Selbstdarsteller wandelte. Bestes Beispiel ist der Wartburg Sportwagen. Meiner Einschätzung nach wird es durch den momentanen Hype des Dieselverbotes über kurz oder lang auch die Oldtimerszene erwischen. Es wiird eine Neiddebatte geschürt, das saubere zu 100% finanzierte Alltagsauto wird in seiner Nutzbarkeit eingeschränkt und der stinkende Oldtimer darf fahren. Oldiefahren ist dann nicht mehr hipp und automatisch ändert sich Kaufverhalten, Preise und die gesetzlichen Rahmenbedingungen. Meine düstere Prognose für 2025: Oldtimerfahren ja, aber sehr teuer und nur gegen Auflagen. Somit kann es sich der Reiche wieder leisten und der Arme muss sich ein anderes Hobby suchen. Das was in unseren Garagen steht ist abgesehen von den zweitürigen Modellen nur noch platzintensiver Schrott.
Somit bleibt nur die von mir bereits angesprochene Alternative Gelbe Weste.
Grüße Andreas

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Re: Mal ein wenig über die Zukunft orakeln?

Ungelesener Beitragvon Framo » Sonntag 30. Dezember 2018, 21:58

Ich träume ja davon, dass wir irgendwann einmal vernünftige Politiker bekommen.
Dann würde sich diese „Abgas-Blase“ auflösen wie eine Zweitaktfahne im Wind.

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Re: Mal ein wenig über die Zukunft orakeln?

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Sonntag 30. Dezember 2018, 22:52

Ich fürchte, einmal in Gang gesetzt, wird sich dieser Mechanismus nicht mehr anhalten lassen. Ist quasi volle Pulle im Kommen.
Hinauszögern ja, aber anhalten...? Dagegen hilft nur die Entwicklung der Zeitmaschine zu beschleunigen.
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Re: Mal ein wenig über die Zukunft orakeln?

Ungelesener Beitragvon maddin 77 » Mittwoch 9. Januar 2019, 11:56

also bin ich mit meinem Zweithobby: Oldtimer Fahrräder politisch und energetisch korrekt vorbereitet....

Grüße Maddin
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Re: Mal ein wenig über die Zukunft orakeln?

Ungelesener Beitragvon mick » Mittwoch 9. Januar 2019, 14:02

Liebe Foristi,

im Paralleluniversum 123er Forum formiert sich gerade eine Initiative, um einen Gegenverein zur DUH zu gründen und dann denen und den mit ihnen verbandelten Politikern juristischen und öffentlichen Druck zu machen. Sachverstand ist ja (zumindestens im Gegensatz zu diesen Akteuren) genug vorhanden. Name könnte sein "Deutsche Oldtimer und Youngtimer Hilfe" oder so ähnlich. Wäre schön, wenn sich auch Mitstreiter finden würden.

Gruß mick

anbei der Text des Aufrufes:

Wir gründen die "Deutsche Oldtimer- und Youngtimerhilfe" und gehen dann mit diesem Verein juristisch, publizistisch und politisch gegen die Fahrverbote vor. Wir sind hier im Forum ein Haufen von Menschen mit den passenden Talenten, Berufen und Erfahrungen. Wir haben Anwälte, wir haben Ingenieure und Techniker, mindestens einen Werber, mindestens einen Journalisten, kompetente ITler und noch ganz viele Menschen mit Wissen und gesundem Menschenverstand. Und ich bringe 10 Jahre Erfahrungen in der aktiven Politik mit. Zu einer Vereinsgründung brauchen wir nur 7 volljährige deutsche Staatsbürger, eine Satzung und einen Termin und einen Treffpunkt, um uns zu treffen.

Bis Ende Februar kann alles stehen. Wir brauchen: Ein Wochenende, einen Ort und einen Raum, viele Ideen, eine Struktur für das Treffen (vielleicht haben wir ja einen Projektmanager hier im Forum), eine Satzung (kann ich beisteuern) und dann viel Engagement und Kommunikation.

Wir können netzwerken mit allen Vereinen und Verbänden in denen wir sind oder mit denen wir zu tun haben. Wir alle kennen irgendjemanden, der in irgendeinem Verein oder Verband in der Oldtimerszene ist. Wenn wir auch nur einen kleinen Teil dieser Leute zum mitmachen bewegen können, passiert schon viel. Wir können mit Journalisten sprechen, wir können mit Politikern sprechen, wir können mit denjenigen sprechen, denen die Vernichtung ganzer Autogenerationen schadet. Das sind dann auch diejenigen, die wir um Unterstützung angehen können, wenn wir eine Möglichkeit suchen, die DUH mit den eigenen Waffen zu schlagen, nämlich auf publizistischem und vor allem juristischen Feld. Die Details gehören sicherlich nicht in ein öffentliches Forum, aber in den Grundzügen wäre das eine Strategie, endlich etwas zu unternehmen! Ich habe es satt, mich nur zu ärgern!

Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren. Ich bin es leid, daß meine vollkommen harmlose Leidenschaft für alte Autos und damit meine Freiheit, mein Leben nach meinen Maßstäben zu gestalten und immer weiter von einigen Fanatikern eingeschränkt wird. Ich finde, es wird Zeit, mit allen demokratischen und legalen Mitteln für diese Freiheit zu kämpfen. Und machen wir uns nichts vor, es wird kein "weißer Ritter" kommen, der uns rettet. Kein Deuvet, kein ADAC, niemand. Alle "offiziellen Vertreter" der Oldtimer-Szene sind auf Tauchstation und hoffen, daß es sie nicht trifft, wenn sie nur still halten und still sind.

Ich bin für laut und aktiv sein! Laßt uns hier und heute anfangen!
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Re: Mal ein wenig über die Zukunft orakeln?

Ungelesener Beitragvon bic » Mittwoch 9. Januar 2019, 20:50

Das ist natürlich ausgesprochen unterstützenswert, ich hoffe nur, die Jungs wollen nicht bloß unter sich bleiben. Hast Du mal einen Link?
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Re: Mal ein wenig über die Zukunft orakeln?

Ungelesener Beitragvon Thilo.K » Mittwoch 9. Januar 2019, 22:46

Ich persönlich wäre auch dafür, auch wenn es ein paar Beiträge weiter oben nicht so ankam. Auch wenn ich mehr oder weniger Shiguli-Fan bin,
sehe ich es nicht ein, mich unnötig von diesem Staat gängeln zu lassen. Entwickelt sich langsam zum Gängeln im großen Stil. Egal, ob Belange
in Migrationsangelegenheiten, oder auch überstürzte Aktionen in Sachen Umweltschutz.
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Re: Mal ein wenig über die Zukunft orakeln?

Ungelesener Beitragvon mick » Mittwoch 9. Januar 2019, 22:57

bisher gibt es Absichtserklärungen und Zusagen einiger Foristi. Sobald es etwas ernsthaftes gibt, werd ich das selbstverständlich hier mitteilen. Und natürlich geht es darum, eine möglichst breite Basis und Öffentlichkeit zu haben.

gruß mick
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Re: Mal ein wenig über die Zukunft orakeln?

Ungelesener Beitragvon henner2203 » Freitag 11. Januar 2019, 08:25

Hallo Jungs,

ich hatte gestern ein Erlebnis, was ich so noch nicht kannte.
Bei meinem Lada 2104 (Geregelter Vergaser, Euro I) war die HU fällig. Alles war ohne Mängel nur das Abgas sorgte für Probleme. Bisher wurden die Werte immer gemessen und dann händisch in das Programm eingetragen. Nun gibt es eine neue Software, die automatisch mit dem Abgasmesser und dem Drehzahlmesser, der an die Batterie angeklemmt wird, kommuniziert.
Haken an der Sache ist seit Jahren, dass es für das G-Kat System keine Teile mehr gibt und man auf Alternativen zurückgreifen muss.
Die Abnahme der Drehzahl gestaltet sich auch sehr schwierig....
Der Prüfingenieur hatte große Probleme dem Programm klarzumachen, dass am Abgas alles ok ist. Mal sehen, was das in Zukunft noch so wird.
Er erzählte mir, dass sie aufgrund des Abgasskandals unter enormem Druck stehen und nun besonders auf die Einhaltung jeglicher Werte achten müssen.

Viele Grüße
Henning

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Re: Mal ein wenig über die Zukunft orakeln?

Ungelesener Beitragvon Tobias » Freitag 11. Januar 2019, 10:30

Hmm. Dann hatte derjenige der die AU durchgeführt hat aber wirklich nicht so ganz viel Ahnung oder aber keine Lust.

Auch beim neuen AU Leitfaden 5.1 kann man sehr wohl die Werte im Vorfeld ändern. Weiterhin kann man wie gewohnt die Drehzahlerkennung bei alten Autos mittels Oberwelligkeit der Lima oder per Klemmwertgeber an der Zündleitung ermitteln.

Sollten die Werte immer noch komplett raus sein besteht ja immernoch die Möglichkeit ein Ersatzverfahren Zum Beispiel ''Benzin ohne Kat'' mit eigenen Werten zu machen. Dann muss man halt am Ende der AU den Hinweis ''Ersatzverfahren eingeleitet'' eingeben der dann auch mit Ausgedruckt wird. Die Bewertung dieses Ersatzverfahren übernimmt dann der Prüfingeneuer. Bisher gab es da aber bei keinen der geprüften Autos wo ich die AU mittels Ersatzverfahren gemacht habe Probleme.
Meistens musste ich das Ersatzverfahren anwenden wenn die Oldtimer andere Vergaser Anlagen oder ähnliches Montiert hatten. Manta mit Irmscher Anlage und ähnliches.
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joergs
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Re: Mal ein wenig über die Zukunft orakeln?

Ungelesener Beitragvon joergs » Sonntag 13. Januar 2019, 18:55

hallo,

unterstützenswerte sache. ich wäre ggf. dabei.

was mir aber schwerfällt zu glauben ist der umstand, dass der sumpf von duh, politik und weiteren akteuren so einfach bloß zu stellen ist. auch wenn es auf die fresse gibt, ist es besser als nichts zu tun. ob allerdings das was die gelbwesten da abziehen das mittel der wahl ist....


ciao jörg

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Re: Mal ein wenig über die Zukunft orakeln?

Ungelesener Beitragvon mimi311 » Sonntag 13. Januar 2019, 23:09

joergs hat geschrieben:was mir aber schwerfällt zu glauben ist der umstand, dass der sumpf von duh, politik und weiteren akteuren so einfach bloß zu stellen ist. auch wenn es auf die fresse gibt, ist es besser als nichts zu tun.

Mann sollte annehmen daß die gültigen Gesetze von Menschen für Menschen gemacht sind. Mittlerweil merkt man dass dies nicht der Fall ist. Die komplette Dieseldiskussion ist obsolet, da es keine belegbaren Beweise zur Verbesserung der Luft durch Fahrverbote gibt. Vor zwanzig Jahren wäre Herr Resch mit der gesamten DUH aus dem Land geprügelt worden.

joergs hat geschrieben: ob allerdings das was die gelbwesten da abziehen das mittel der wahl ist....

Es ist zumindest ein Anfang zu zeigen dass man mit der derzeitigen Politik nicht einverstanden ist.
Grüße Andreas

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Re: Mal ein wenig über die Zukunft orakeln?

Ungelesener Beitragvon mick » Montag 14. Januar 2019, 07:33

mimi311 hat geschrieben: Vor zwanzig Jahren wäre Herr Resch mit der gesamten DUH aus dem Land geprügelt worden.


Vor 20 Jahren ist der Resch von seinen grünen Kumpels erst in das Nest gesetzt worden, von wegen geprügelt. Und zwar genau von denen grünen Typen, die vorher keinerlei Hemmnisse hatten, Steine und anderes auf Menschen zu schmeißen. Soviel zu denen, die jetzt als an den Fleischtöpfen hockende 68er Gangsterbande den Gelbwesten Randale vorwerfen. Glashaus und so.

gruß mick
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