Über dem Tellerrand: BMW E36 Baur TC4

Bitte ausführliche Darstellung in Wort und Bild, Besonderheiten, Ausstattung, Zubehör, Geschichte etc...

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Über dem Tellerrand: BMW E36 Baur TC4

Ungelesener Beitragvon carsten » Freitag 9. Mai 2014, 15:58

Weder Wartburg noch IFA und auch kein DDR oder Ostblock-Erzeugnis und was hat das dann bitte hier im Forum zu suchen ????

Neben den Wartburgs und IFAs gibt es hier ja den einen oder anderen, der auch am Westblech schraubt. Ich würde mich freuen, mehr darüber zu lesen, vielleicht geht es ja auch dem einen oder andern Forennutzer so.

Ferner sind die Beiträge/Problemlösungen der hiesigen Nutzer in der Regel deutlich besser als in anderen Foren.
Man findet dort zwar zu technischen Fragen zahlreiche Postings, aber vieles ist sehr allgemein und oberflächlich und wenig fundiert. Da bin ich vom ZWF schon arg verwöhnt.

Ich habe nebenbei schon länger nach einer Alternative zum Mazda gesucht. Dabei waren unter anderem diverse Klein(st)wagen aus den 50-60ern, diverse Opel und BMW der 60-70er, Lotus-Elise, Suzuki Cappuchino, Honda Civic der 70er, Honda Z600, und und und. Auch Mercedes /8 Coupe und wirklich über einen längeren Zeitraum intensiv ein Mercedes W124 Coupe vor der Modellpflege.

Alltagstauglichkeit und dabei besonders Familien- und Langstreckentauglichkeit waren bei vielen schon das Ausschlusskriterium. Mercedes W124 Coupes gab es reichlich, aber mit sehr hohen Laufleistungen, oder zu extrem hohem Preisen und immer störte mich irgendetwas an der Austattung.

Der BMW wurde es dann eher per Zufall. Eigentlich hatte ich nach einem E30 oder Vorgängermodell Baur geschaut.

Dann begann die Phase des Schönredens ; ).

Alltagstauglichkeit, Zuverlässigkeit usw. usw. Bis auf das Dach identisch mit der Limousine. Gute Teileverfügbarkeit.

Dann wurden von dem Ding auch noch nur 310 + 1 gebaut. Hmmm. Also 311 :idea:

Neues Dach. Sehr niedrige nachweisbare Laufleistung (90 tkm). Originalbrief und Unterlagen sind vorhanden. Im wesentlich unverbastelt (bis auf Fahrwerk und Reifen).

Da ich ja Autos auf Limousinenbasis mag, wie mein 311 Coupe und den Kombi) passt dieser ganz gut. Und wie das Coupe trägt auch der BMW eine Herstellerplakette mit Karosserienummer/Seriennummer an der A-Säule.

Die laufende Nummer ist übrigens 111. Eine schöne Schnappszahl.

Und als 4 Türige Cabrio-Limousine wirkt das Teil wie ein Reikt aus längst vergangenen Zeiten. Die Cabrio-Limousine ist der einzige Karosserietyp, den es zwar als F9 gab, aber nicht als 311.

Und besonders schön, das Auto ist alt genug, um jetzt schon an ein paar Youngtimerveranstaltungen teilzunehmen zu können.

Die Schrauberinhalte kann ich nun aus dem Kombi-Thread ziehen und hier posten, so bleibt der Kombithread ein Kombithread.
Viele Grüße

Carsten

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Re: Über dem Tellerrand: BMW E36 Baur TC4

Ungelesener Beitragvon carsten » Freitag 9. Mai 2014, 15:59

Bei mir ist noch der M40 verbaut.

Hier mal die Daten aus der BMW-Datenbank
Modellbezeichnung 318I
Ausführung Europa
Typschlüssel CA31
E-Code E36 (4)
Karosserie Limousine
Lenkung links
Türen 4
Motor M40 - 1,80l (83kW)
Antrieb Heckantrieb
Getriebe manuell
Außenfarbe Mauritiusblau Metallic (287)
Innenraum Anthrazit Stoff 4-tuerer (0465)
Produktionsdatum 29.01.1993
Werk München
Code Sonderausstattung
S242A Lenkrad Airbag
S314A Aussenspiegel / Fahrerschloss beheizt
S354A Frontscheibe grün Grünkeil
S411A Fensterheber elektrisch vorne/hinten
S428A Warndreieck und Verbandstasche
S464A Skisack
S510A Leuchtweitenregulierung
S570A Stärkere Stromversorgung
S660* BMW Bavaria Reverse RDS
L801A Länderausführung Deutschland
S829A Vorbereitung für Cabrio-Umbau
S848A Erweiterter Kabelbaum
S915A Entfall Aussenhautkonservierung

Das Radio ist mal ersetzt worden und auch die Rückbanklehne wurde getauscht,so dass der Skisack zwar vorhanden aber nicht nutzbar ist.
Viele Grüße

Carsten

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Re: Über dem Tellerrand: BMW E36 Baur TC4

Ungelesener Beitragvon carsten » Freitag 9. Mai 2014, 16:32

Ostern war Familie angesagt. Und Lärmvermeidung.

Montag die Sommerreifen auf das Alltagsfamilienauto geschraubt und den BMW auf die Rampe gefahren, da der Kupplungsnehmerzylinder undicht ist. Ohne 10er Bremsleitungsschlüssel keine Chance und ich habe wirklich einiges ausprobiert.

Also Dienstag, der Tag an dem ich das Blech im Kombi einsetzen wollte, einen passenden Schlüssel besorgt.

Und da ich schon mit der MZ unterwegs war, auch gleich zur Dekra gefahren und die war mängelfrei und hat nun frischen TÜV.

Dann zu BMW und einen Druckschlauch für die Kupplung besorgt. Zumindest war das der Plan, nur leider ist das eine Bestellteil und erst in 2-3 Tagen lieferbar. Hmmm, da hatte ich eigentlich erwartet, dass so etwas schneller lieferbar ist.

Nach Hause und den Bremsleitungsschlüssel ausprobiert und den alten Druckschlauch entfernt. Den neuen Nehmerzylinder gab es (nicht bei BMW) für knapp 5 Euro.

Da sich vor kurzen das Endrohr des Endschalldämpfers gelöst hatte und zum Schweißen nicht genug Material da war, wurde auch der Endschalldämpfer demontiert. Dabei sind natürlich Schrauben abgeschert und die Muffe zum vorderen Rohr war nur noch in Fragmenten vorhanden. Der Auspuff scheint tatsächlich noch die Erstausstattung gewesen zu sein.

Da auch der vordere Topf angefressen war musste der zum Schweißen auch raus. Beim Lösen des Rohres vom Krümmer ist dann der Stehbolzen abgerissen :x :oops: :evil: .

Nachdem der vordere Teil entfernt war kam ich dann dort einigermaßen gut ran. Also im eingebauten Zustand mein Glück versucht, nicht dass noch eine der 8 Krümmerschrauben abschert.

Mutter aufgeschweißt. Und Mutter wieder losgerissen. Also nochmal. Mutter (mit noch mehr Strom) aufgeschweißt. Und Mutter wieder losgerissen.
Hrglrfzzzzzz.

Also doch Krümmer demontiert. Zum Glück relativ problemlos.

Nun den Stehholzen in den Schraubstock gespannt und den Krümmer gedreht. Nach mehreren erfolglosen Versuchen war von dem Stehbolzen nicht mehr viel übrig. Also Mutter aufgesetzt und autogen verschweißt. Wieder abgeschert.

Okay, so also nicht.

Stehbolzen mit der Schruppscheibe eingeebnet. Angekörnt und mit dem Stahlbohrer ein Loch gebohrt. Aber erst nach dem nochmal eingeebnet und angekört wurde, da der erste Ansatz nicht mittig war.

Torx-Bit in das Loch geschlagen und der Bit lässt sich mit Kraft drehen, die der Bolzen aber leider nicht.

Nächste Bohrergröße und größerer Bit. Ergebnis wie zuvor.

Also wird der Bolzen nach und nach weiter aufgebohrt. Dann mit dem Gewindeschneider 10° Schneiden, Lösen, 10° Schneiden, Lösen, usw. geht schwer, da das Kernloch kleiner als optimal war. Hauptsache der Gewindeschneider hält. irgendwann dann, ein KNALL, das Windeisen fliegt weg.....
Arrrrgh, nicht das....Glück gehabt, der Gewindeschneider ist heile, aber das Windeisen ist in der Mitte gebrochen.

Das Loch ist zum Glück schon tief genug für den Stehbolzen. Operation beendet, Krümmer lebt.

Zwischenzeitlich kam per Post der hintere Topf, 66 Euro mit Montagematerial, sieht wirklich sehr gut aus das Teil.

Nach eigehender Betrachtung des vorderen Auspuffes habe ich vom Schweißen Abstand genommen. die Muffe des Endrohres hätte aufgeflext und auf das vordere Rohr geschweißt werden müssen. Die Ummantelung des Hauptschalldämpfers war am Außenrand schon sehr grenzwertig.

Da es schon spät ist, ich sowieso auf den Druckschlauch warte, eine neue Dichtung für den Krümmer brauche und ich keine Lust habe den Reparaturgeschweißten Auspuff in ein paar Monaten wieder auszubauen, wurde nun ein passendes Neuteil geordert.

Nun warte ich auf die Teile und fahre MZ.
Viele Grüße

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Re: Über dem Tellerrand: BMW E36 Baur TC4

Ungelesener Beitragvon carsten » Freitag 9. Mai 2014, 16:34

wartburgius

"Ja, Krümmerstehbolzen an Alumotoren, da kann ich auch ein Lied singen, habe dann jemand mit snap-on-Hochgeschwindigkeitswinkelbohr- und Schleifmaschine den Auftrag zum Entfernen der auch durch mehrmaliges Aufschweißen von Muttern eigeebneten "Froststopfenbolzen" gegeben, da ich den V8 im 107er nich ausbauen wollte wegen sonem Mist...
Zum Kombi in Flensburg fällt mir nur eine Hotrodrestauration ein, aber dann richtig rattig, würde Stahlprofile verschweißen als Holzgerüstersatz und die Saum-Rostzacken bis zur Gürtellinie lassen...Mit sidepipes bestimmt lustig die Kiste, tiefer müsste die Kiste dann auch bis fast auf Anschlag...
Aber es wird sich schon irgendein blauäugiger Originalitätsfreak der Sache annehmen.
Im Endeffekt zeigt es doch die gute Substanz Deines Wagens im Vergleich zu den meisten Schrottkombis..."
Viele Grüße

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Re: Über dem Tellerrand: BMW E36 Baur TC4

Ungelesener Beitragvon carsten » Freitag 9. Mai 2014, 16:35

Da am BMW auch etwas neu zu bauen war hier ein paar Blechbiegebilder, oder wie man einen gedämpften Batteriekasten, der nicht aufzutreiben war, neu baut.

Blechstärke ist 2 mm und macht nicht wirklich Spaß. Sie Radhausverstärkungen des Kombis werden dagagen richtig einfach, da dort nur 1,5 mm Blech verbaut wurde.

BMW Bilder
Viele Grüße

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Re: Über dem Tellerrand: BMW E36 Baur TC4

Ungelesener Beitragvon carsten » Freitag 9. Mai 2014, 16:35

olaf

"hallo Carsten

also wen ich mir deine Fotos so an schaue,frage ich mich

hast du überhaupt mal Freizeit. {anbeten}

Weiter so {top}

{winken}"
Viele Grüße

Carsten

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Re: Über dem Tellerrand: BMW E36 Baur TC4

Ungelesener Beitragvon carsten » Freitag 9. Mai 2014, 16:36

Die Kinder hatten Ferien und ich eine Woche Urlaub, da waren tatsächlich mal ein paar Stunden für das Garagenhobby übrig.

Ich muss noch mal ein paar Worte zu den letzten Bildern schreiben.
Nachdem ich alle Teile beisammen hatte und die Auspuffteile (besonders die Töpfe und die unbehandelten Nähte und Falze) noch mit Zinkstaubfarbe geschützt waren konnte der Zusammenbau beginnen. Das ist ja zügig geschafft, sind ja keine Komplikationen mehr zu erwarten.

Also die 4 herausgedrehten Stehbolzen des Krümmers gegen Neuteile ersetzt. Die anderen 4 mit der Bürste gereinigt und den Krümmer mit neuen Kupferschrauben angeschraubt.

Irgendwie extremfummelig und nervig. Bei der ersten Schraube gleich leicht mit dem Arm gegen den Scheibenwaschermotor gekommen und KNACK. … kaputt. Unglaublich, ich habe das Ding doch kaum berührt… Schön nun darf ich unter dem Auto im Scheibenwischwassergeruch liegen und mich volltropfen lassen.

Aber weiter mit dem Krümmer. Trotz des Gefummels geht der Einbau langsam aber stetig voran. Die Anzugsmomente habe ich mir aus dem Internet bezogen und die Schrauben mit dem Drehmomentschlüssel angezogen. Allerdings nicht ganz, da mir das irgendwie doch deutlich zu fest vorkam. Die letzte Schraube, natürlich nur von unten erreichbar habe ich dann von Hand angezogen und obwohl ich einen wesentlich kürzeren Hebel hatte ist diese abgerissen.

Man war ich sauer….

Ob ich das einfach so lasse? Erst mal eine Übersprungshandlung fern vom Krümmer in Angriff genommen. Die Lambdasonde aus dem vorderen Rohr muss raus. Mit Schraubenschlüssel keine Chance. Mit Schraubstock, keine Chance. Teil herausgeflext und Außengewinde geschlitzt. Keine Chance. Beim Versuch das Außengewinde mit dem Meissel auseinanderzutreiben die Sonde erwischt und zerstört. Nun ist das Krümmerproblem plötzlich gar nicht mehr so tragisch.

Die Lambdasonde ließ sich mit einer elend langen Verlängerung und im Schraubstock eingespannt mit Gewalt losreißen. Selbst wenn ich sie nicht mit dem Meißel zerstört hätte, dann wäre sie auf Grund des völlig zerbröselten Gewindes Schrott gewesen.
Nun also zurück zum Krümmer. Also wieder alles demontiert. Das geht zum Glück, auch dank der verwendeten Kupferpaste problemlos. Den Stehbolzen mit zwei gekonterten Mutter herausdrehen geht nicht, da die Muttern zu dick sind. Also Muttern mit der Schrubbscheibe verdünnen.

Das geht besser, funktioniert aber trotzdem nicht.

Also den kleinen (mini) Schraubstock geholt, den Bolzen eingespannt, den Schraubstock ein paar Grad gedreht und wieder gelöst und dann das Ganze noch mal von vorne. Das Ganze dann etliche Male so gemacht, und es fühlt sich so an, als löse sich der Stehbolzen, aber optisch passiert nichts.

Na gut, dann eben doch mit dem Schweißgerät. Mutter aufgesetzt und mit reichlich Stromstärke Mutter und Stehbolzen zusammen geschweißt. Abkühlen lassen und ……

Oh Wunder, die Mutter hält und der Stehbolzen lässt sich herausdrehen.
Es war übrigens einer der neuen Bolzen der weggerissen ist.

Da ich 8 Bolzen besorgt und nur 4 verbaut habe, hatte ich nun noch den passenden Ersatz.
Bolzen eingeschraubt. Alle Bolzen wieder mit Kupferpaste versehen. Krummer wieder angeschraubt und diesmal ohne Drehmomentschlüssel mit der Knarre angezogen.

Super. Nun kann der vordere Auspufftopf angebaut werden. Der sieht zwar nicht ganz so aus, wie der originale, passt aber erstaunlich gut. Es wurden auch 3 Montagesätze beigelegt. Schön, allerdings fehlt ein Halter. Bei meinem Fahrzeug ist der vordere Halter fest verschweißt gewesen und im Bereich des Rohres schon arg verrostet. Bei späteren Fahrzeugen war das Ding dann als Schelle ausgeführt. Dieses Teil gibt es, kostet aber um die 25 Euro. Da das Teil im Wesentlichen wohl die seitlichen Schwingungen aufnimmt geht die Montage auch erst mal so. An den Krümmer anschrauben und die mittlere Gummiaufhängung einhängen und fertig.
Der hintere Teil sieht fast so aus, wie das Originalteil und passt perfekt.

Zwischendurch wurden im Kofferraum die Roststellen mit Phosphorsäure behandelt.

Beim ersten Probelauf mit montiertem Auspuff dann ein kurzer Schreck, das Ding lärmt wie Hölle, ach ja, die fehlende Lambdasonde.
Am nächsten Tag, aus einer Schelle und einem abgeschnittenen Korken eine Übergangslösung gezaubert und siehe da, der Wagen ist wunderbar ruhig.

Eine zweite Schelle hatte ich mir dann für den Halter überlegt, passte aber nicht wirklich und war auch zu dünn vom Material.
Also folgte dann die Blechbiegearbeit. Die Löcher wurden nach dem Vorbohren mit dem Schälbohrer/Stufenbohrer gesetzt. Dämpferkonsole und Gegenlager konnten nach dem Ausbohren der Schweißpunkte wiederverwendet werden.
Das Biegen mit Schraubstock, langen Winkeln, Alu Hammer und Stahlhammer ist schon sehr anstrengend, aber die Kantbank hätte bei der Blechstärke keine Chance gehabt.

Die Punktschweißzange kam auch mal wieder zum Einsatz, allerding sind die Kupferelektroden bei jedem Punkt angeschmolzen.
Die Halteschraube wurde eingesetzt und von unten mit einer Mutter fixiert. Anschließend der Schraubenkopf mit der Schrubbscheibe abgeflacht und mit dem Schutzgasschweißgerät festgeschweißt. Sieht aus wie ab Werk.

Dann wurde die hintere Blechlasche, die die Batterie hält freigeschnitten und umgelegt.

Die fertige Blechwanne wurde dann dick mit Grundierung gestrichen, so dass auch Bleckspalten geflutet wurden.



Wenn jemand Zugriff auf Rundstäbe aus Kupfervollmaterial (20mm und 10mm) und/oder eine Drehbank hat, ich bräuchte da neue Arme und Elektroden für die Punktschweißzange.

Weitere BMW Bilder

Nun zu den weiteren Bildern, die Wanne wurde schwarz lackiert. Da man die recht grobe Grundierung sieht, sieht das Teil nicht so perfekt aus.
Die Kofferraumdichtung wurde erneuert, da der Kofferraum nicht ganz trocken und die Dichtung auch schon arg mitgenommen war. Den darunter befindlichen Kantenrost habe ich mit dem Sandstrahler und Phosphorsäure entfernt. Anschließend mit einem feinen Pinsel grundiert und abschließend mit einem feinen Pinsel lackiert. Kaum hatte ich mit dem lackieren angefangen, fing es auch schon leicht an zu nieseln. Bei halb herunter geklappter Heckklappe ist die Lackstelle aber glücklicherweise geschützt.

Am nächsten Tag dann die neue Kofferraumdichtung mit Spüli eingebaut, passt perfekt. Dann die Kofferraumeinrichtung die ich zwischenzeitlich gereinigt habe und die Batteriehalterung wieder eingebaut.

Da noch Zeit war habe ich mich noch um die fehlende Auspuffhalterung gekümmert. Eine Rohrschelle hatte ich schon besorgt an diese Schwelle wurde nun ein Rest des Verschnittes vom Batteriekasten angesetzt und per Schutzgas verschweißt. Dieses Konstrukt wurde mit Zinkfarbe lackiert und mit zwei Schrauben an den alten Halter gesetzt. Der rostige Teil des Halters wurde zuvor mit der Flex abgetrennt und ebenfalls mit Zinkschutz lackiert.

Die Selbstauflösung passt perfekt, mal schauen ob sie auch haltbar ist.

Passenderweise kam auch noch die neue Lambdasonde per Post. Allerdings nicht die 4-Adrige Variante, die ich bestellt habe und für die ich vorab schon eine Anleitung per Post erhalten habe sondern eine Version mit 2 Kabeln. Nun warte ich auf die passende Sonde.

Und besonders darauf, dass ich wieder Zeit für den Kombi finde.
Viele Grüße

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Ungelesener Beitragvon carsten » Freitag 9. Mai 2014, 16:37

onkel_jens

"Hallo Carsten,
bis vor 3 Jahren hätte ich dir gut helfen können. War ja 9 Jahre bei BMW. Die Schelle am Getriebe ist eigentlich immer eine geschraubte und gaqmmelt gern mal weg. Viele behelfen sich dann mit schnellem Anschweißen. So unscheinbar sie ist. ist sie aber wichtig. Wenn sie nicht dran ist reißt der Krümmer mal ganz gern. Das mit dem Htzeblech/Krümmerdichtung ist auch ein bekanntes Problem. Ich weiß jetzt nicht genau, welchen Motor du drin hast(M40 oder M42), aber wenn es der M40 wäre, kann man die Dichtung vom M42 nehmen. Die ist komplett auc Metall. Falls du sonst mal Fragen hast, melde dich ruhig. Ich habe ja auch noch Kontakt zu meinen alten Kollegen"
Viele Grüße

Carsten

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Ungelesener Beitragvon carsten » Freitag 9. Mai 2014, 16:38

Ach ja, noch kurz zum Scheibenwaschmotor. Der Muss wohl mal einen Frostschaden erlitten haben, da augenscheinlich schon eine Undichtigkeit bestanden haben muss. Entsprechende Ablagerungen spechen da eine deutliche Sprache. Glücklicherweise wurde der untere festverklebte Deckel abgesprengt, so dass der Wischermotor mit Hartplastikkleber repariert werden konnte.

Funktioniert wieder und ist dicht ;)
Viele Grüße

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Ungelesener Beitragvon carsten » Freitag 9. Mai 2014, 16:39

Und seit gestern ist die neue Lambdasonde verbaut.

Morgen geht es mit den Kindern dann auch gleich auf eine Rallye rund um Trittau.
Viele Grüße

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Re: Über dem Tellerrand: BMW E36 Baur TC4

Ungelesener Beitragvon bic » Freitag 9. Mai 2014, 21:20

carsten hat geschrieben:Morgen geht es mit den Kindern dann auch gleich auf eine Rallye rund um Trittau.

Na, dann drücke ich Dir die Daumen! Mir ist es jedenfalls zu kalt und zu nass. Voriges Jahr ging es ja gerade noch so, aber diese Jahr - boah eh!
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Ungelesener Beitragvon carsten » Montag 12. Mai 2014, 11:32

bic hat geschrieben:
carsten hat geschrieben:Morgen geht es mit den Kindern dann auch gleich auf eine Rallye rund um Trittau.

Na, dann drücke ich Dir die Daumen! Mir ist es jedenfalls zu kalt und zu nass. Voriges Jahr ging es ja gerade noch so, aber diese Jahr - boah eh!


Witzigerweise bin ich letztes Jahr auch mit den Kindern die Tour gefahren, aber da noch mit dem Coupe. Der muss aber erst duch den TÜV, daher dieses Jahr im BMW und auch, weil es eine Youngtimer-Challenge gibt, bei der Punkte gesammelt werden wollen.

Die erste Hälfte der Tour war das Wetter ganz OK, aber dann..... Regen, Regen, Regen.

Insgesamt sind wir (mit An- und Abfahrt) 191 Kilometer gefahren. Der Motor läuft gut und dank neuem Auspuff ist auch der Geräuschpegel auf einem angenehmen Niveau.

Wir hatten die vorletzte Startnummer und haben vom Feld, bis auf Start. Mittagspause und Ziel eigentlich nichts gesehen :oops:
Gerade das finde ich immer besonders schön, bei den Touren, wenn man Oldies im Straßenverkehr sucht. Hat ein bischen was von einer Zeitreise.

Nächstes Jahr soll die Veranstaltung in den Herbst verlegt werden, um die Froschwanderung nich zu stören. (kein Scherz).
Viele Grüße

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Re: Über dem Tellerrand: BMW E36 Baur TC4

Ungelesener Beitragvon olaf » Montag 12. Mai 2014, 17:32

Also da hab ich ja richtich gesehen.
als Du an meiner Werkstatt vorbei fuhrst,hatte ich grad Kaffee Pause gemacht und ich stand vor der Halle.
waren ja wieder schöne Wägelchen mit da bei.
Nur ich war am robur lackieren. das hatte Vorrang.
Gruß Ole
Schnöde Wessi Autos gibs wie Sand am Meer!

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Re: Über dem Tellerrand: BMW E36 Baur TC4

Ungelesener Beitragvon carsten » Dienstag 13. Mai 2014, 17:24

olaf hat geschrieben:Also da hab ich ja richtich gesehen.
als Du an meiner Werkstatt vorbei fuhrst,hatte ich grad Kaffee Pause gemacht und ich stand vor der Halle.
waren ja wieder schöne Wägelchen mit da bei.
Nur ich war am robur lackieren. das hatte Vorrang.
Gruß Ole


Oh, da bin ich wohl dieses Jahr bei Dir vorbeigefahren ohne es zu merken. Es standen wohl keine DDR Fahrzeuge draußen. Schade eigentlich.
Viele Grüße

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Re: Über dem Tellerrand: BMW E36 Baur TC4

Ungelesener Beitragvon carsten » Dienstag 13. Mai 2014, 17:26

Hier noch ein paar Bilder als Nachtrag.

IMG_0543.JPG
Lambdasondengewinde alt
IMG_0527.JPG
Gesamtgewicht mit halbem Tank und 2 Kindern
IMG_0524.JPG
Rallyeimpression
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Re: Über dem Tellerrand: BMW E36 Baur TC4

Ungelesener Beitragvon olaf » Dienstag 13. Mai 2014, 19:15

carsten Ja so war es.
da stand ein weiser T5 vor der Halle.
Hatte alle fahrzeuge nach hinten in die Scheune stellen dürfen. Hatte Angst das da Lacknebel drauf kommen könnte.
als du vorbei kammst sasen wir grade drausen und tranken nen Käffchen.

Gruß Ole
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Re: Über dem Tellerrand: BMW E36 Baur TC4

Ungelesener Beitragvon carsten » Sonntag 20. Juli 2014, 12:05

Trotz der geringen Stückzahl ist mit doch glatt ein weiteres Exemplar in freier Wildbahn über den Weg gelaufen.

20140523_091559.JPG


Trotz neuer Kofferraumdichtung war der Wagen immer noch nicht ganz dicht.

Nach Starkregen war regelmäßig die Hutablage feucht. Es sind im Bereich des Verdeckes auf C-Säule Abläufe vorgesehen.
Dummerweise ist der Bereich dort so flch gehalten, dass das Wasser in den Innenraum fließen kann, wenn es zuviel wird.

"Das ist bei allen Fahrzeugen so" habe ich natürlich auch schon gehört und dass man dort Dichtmasse hinschmieren könne.

Ich wollte in Bockhorn ein h-förmiges Gummi besorgen, habe aber keins gefunden. Dafür aber ein N-förmiges Exemplar, dass zwa nicht ganz so passte wie es sollte, aber trotzdem gut dichtet.
IMG_1058.JPG
N Gummi

IMG_1048.JPG
Ablauf
IMG_1049.JPG
vorher
IMG_1050.JPG
hinterher


Nun ist zu 99,8% dicht. Bei sintflutartigem Duschvergnügen gelangt aber immer noch etwas Feuchtigkeit ins Innere.

Toll ist wirklich die Variabilität des Daches, da kann man schon mal die eine oder andere Schwäche tolerieren.

IMG_1215.JPG
IMG_1217.JPG


Und von Anfang an war die Heizungsregelung dunkel.

Ich bin das zwar aus dem Wartburg gewohnt, aber richtig konnte das nicht sein.

Hiner den Reglern und der Blende fand sich auch eine Birne mit Kunststofffuß. Als Ersazteil kostet das Ding mal eben ca. 10 Euro. Bei Conrad gab es die Birne für 1,39 und nach dem Einlöten hat das Auto nun auch beleuchtete Heizungsregler.

20140718_121621.JPG
Birne


Aber auch am Wartburg wurde was gemacht. Bremse vorne instandgesetzt und TÜV bekommen ; ).

Dazu bei Gelegenheit mehr.
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Re: Über dem Tellerrand: BMW E36 Baur TC4

Ungelesener Beitragvon carsten » Montag 18. Mai 2015, 18:07

Wenn beim Rundheck Pause ist, geht es meist woanders weiter.

In der letzten Zeit wurde eine Drehstromdose im den Keller gesetzt. Ferner wurde die 1948er Askania Drehbank mit neuen Kabeln versehen. Der Motor läuft und die Bank kann nun nach und nach wieder komplettiert werden. Und auch die Strahlkabine wurde weiter optimiert und hat nun einen zentralen Sandausguss.

Auch beim/am BMW wurde geschraubt. Das Verdeck wurde imprägniert. Es gab neue H1 Birnen für die Scheinwerfer, die wirklich genial einfach innerhalb von Minuten zu tauschen sind. Verbaut sind jetzt Osram Night Breaker, ist zwar ein bescheuerter Name, aber die Dinger sind wirklich heller als die die verbaut waren. Auch die Wischer waren nach dem Winter fällig und wurden ersetzt.

Der Innenspiegel war schon beim Kauf defekt und wurde nun durch ein zum Baujahr passendes Exemplar für 1 € ersetzt.

Die fetten 225er Straßenwalzen wurden gegen angemessene 195er getauscht. Finde ich schöner und das Fahrgefühl ist um längen besser.

Der Auspuff ist nun auch schon ein Jahr aus und sieht immer noch ganz manierlich aus. Das Zinkspray mit dem ich das Ding eingesprüht und die Nähte geflutet habe, macht sich scheinbar positiv bemerkbar.

Der BMW hat in letzter Zeit ein Flattern in der Lenkung entwickelt, welches beim Bremsen um ca. 80 km/h auftrat.
Bei diesem Modell sind sowohl die Querlenker als auch die Bremsen nicht als sonderlich haltbar bekannt.

Die Querlenker wollte ich sowieso tauschen, also einen Sonnentag zum Freiluftschrauben genutzt und gleich verstärkte Exemplare verbaut.

Für einen Tausch der Spurstangen hat die Zeit dann aber leider nicht mehr gereicht. Dies und die Spureinstellung durfte dann Werkstatt übernehmen.

Das Fahrverhalten füht sich nun irgendwie direkter an, kann aber auch Einbildung sein.

Das Flattern beim Bremsen war, wie zu erwarten immer noch da. Also mal einen Vormittag bei schönem Wetter die nächste Runde Freiluftschrauben.

Aufbocken, die Bremse treten, lösen, und schnell das rechte Rad drehen. Frei, Kolben ist also nicht fest. Nun die Bremse treten, lösen und das linke Rad drehen. Frei, Kolben ist also nicht fest.

Kaum angefangen, konnte ich auch gleich wieder aufhören und einen 7er Inbus-Schlüssel kaufen fahren.

Scheiben und Beläge wechseln ging ziemlich flott und ohne größere Komplikationen. Ausnahme die linke Scheibe, die nicht runter wollte.

Obwohl die Scheiben und Beläge noch nicht sonderlich abgenutzt waren hatten alle Beläge einen Riss in der Mitte. Auch das Tragbild der Bremsklötze war unterschiedlich. Links innen war das Tragbild sehr schmal und der Belag entsprechend ausgeformt.

Nun sind ATE Scheiben und Beläge verbaut. Die Radnaben und alle Beweglichen Teile (außer dem Bremskolben) wurden entrostet und mit Keramikspray geschützt.

Das Flattern ist nun weg. Die Bremse will aber noch eingebremst werden.



Der Wagen hat nun die 100 000 km Marke geknackt und bewährt sich im Alltag.

Als nächstes soll ein Zahnriemenwechsel folgen und in dem Zusammenhang auch gleich die Nockenwelle getauscht werden. Fehlen nur noch die passenden Teile und gutes Wetter ; )

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Die Büroklammern im Buch sind ganz praktisch. So kann man die wichtigen Seiten auch mit schmutzigen Fingern aufschlagen ohne das Buch einzusauen.
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Re: Über dem Tellerrand: BMW E36 Baur TC4

Ungelesener Beitragvon ffuchser » Montag 18. Mai 2015, 19:09

typisch für kapitalistische billig Bremsen ist, dass sie innen (da wo der Kolben drückt) mehr Abrieb haben, als außen, wo der Schwimmsattel (billig Schrott) passiv gegengezogen wird. Ein richtige Bremse hat mehrere Kolben, 2 sind das mindeste (zB Audi A6 4G ab 300PS) 4 sind gut (zB Wartburg 353W, also ab Bj 75) 6 sind sehr gut (ab gewissen Leistungen auch im Kapitalismus unumgänglich). Das die Querlenker und Radführungen so schnell verschleißen liegt an den sinnlos breiten Reifen und der billig Technik Mc Person läßt grüßen. Der neue(ab bj2010) 5 er BMW hat ja doppelquerlenker Vorderachse (siehe Wartburg ab Bj 1967?). Technisch nicht sinnvoll ist vieles, aber optisch (heutzutage sehr wichtig) toll.
Hast es also richtig gemacht, halbwegs sinnige Reifengrößen montiert. Viel Spaß mit dem 3er.
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Re: Über dem Tellerrand: BMW E36 Baur TC4

Ungelesener Beitragvon carsten » Mittwoch 1. Juli 2015, 12:04

Nachdem ich kurz vor Bockhorn mal wieder den Wartburg Motor getauscht habe ging es dieses Wochenende mal wieder an den Alltags-BMW.

Zuvor habe ich einige Zeit nach einem Nockenwellensatz gesucht, da der Wagen wie ein Diesel vor sich hin nagelte und das Drehzahlband nach oben beschnitten war. Bei den M40 Motoren ein typisches Schadensbild, dass auf ein zugesetztes Ölrohr und mangelnde Wartung schließen lässt.

Mal eben die passenden Teile zu besorgen erschien zunächst einfacher als es dann war.

Bei BMW kosten die benötigten Teile ein kleines Vermögen. Im Netz und in der Bucht gibt es Teile (Kits) zu unterschiedlichsten Preisen und häufig von unbekannten Herstellern. Nach einigem Gesuche bin ich dann auf Ruville gestoßen. Nicht nur, dass der Satz am unteren Ende der Preisskala angeboten wird (knapp ein Viertel des BMW Preises), es fand sich im Internet auch nur positives über Ruville.

Es ist also dann dieser Satz geworden:

https://profiteile-experte.de/nockenwel ... -225009-23

Dazu kam noch ein Zahnriemensatz, der alle 40000 km oder alle 4 Jahre getauscht werden soll, Zündkerzen, Ölfilter, Keilriemen, Luftfilter, eine Wasserpumpe (nur weil ich schon mal dabei war), die Viscokupplung für den Kühllüfter (die war defekt), Ventildeckeldichtung, und in paar Dichtungen.

Also eigentlich alles, um den großen Service zu machen.

Da meine Frau am Freitag und am Samstag arbeiten musste und ich die Kinder wegbringen durfte war der Plan am Freitag Nockenwelle, Zahnriemen, Öl, etc. zu wechseln und zur Not den Samstag zu haben, falls ich nicht ganz fertig werde.

Nachdem die Kinder in Schule und Kindergarten transportiert waren konnte es losgehen. Vorher noch schnell bei Bauhaus einen kleinen Drehmomentschlüssel besorgt und eine Auffangwanne für das Öl. Kaffee, Getränke und die passende Literatur lagen bereit und auf dem PC die Software mit dem Technischen Infosystem vom BMW (Werkstattbuch am PC) war auch parat. Erstaunlicherweise gab es im Netz zum Nockenwellenwechsel keine detaillierte Anleitung.

Der Wartburg kam auf die Wiese und der BMW durfte unter das Carport, falls es regnet und damit der Weg zur Garage nicht so weit ist.

Und los geht’s. Haube auf, Öldeckel ab und LM Motorspülung eingefüllt. Dann 10 Minuten Leerlauf mit gelegentlicher kurzer Drehzahlanhebung. Den (Miss)Klang des Motors noch mit der Kamera festgehalten. Unter das Auto gekrochen (passt ohne Aufbocken gerade so), Auffangwanne platziert und Ölablassschraube geöffnet.

Ölfiltergehäuse geöffnet und siehe da, die neue Filterpatrone sieht ganz anders aus als die verbaute. Gemessen und festgestellt, dass die nie im Leben passt. Dass geht ja gut los…..

Fahrrad aus dem Schuppen geholt, Reifen aufgepumpt und zu BMW geradelt. Ist zum Glück nicht weit. „Da gibt es zwei Ausführungen. Für Aluminiumgehäuse oder Kunststoff ???“.

Für Aluminium und es war sogar ein Exemplar am Lager.

Also wieder zurück zum BMW.

Filtergehäuse gereinigt und Filter mit neuen Dichtungen eingebaut.

Nun Kühlerverschluss geöffnet, Eimer untergestellt und Ablassschraube geöffnet.
Jetzt den Kühllüfter entfernt und die Kühlerzarge ausgebaut. Geht fix und schon hat man reichlich Platz im Motorraum. Der Kühllüfter und die Viscokupplung sind reichlich verschmutzt.

Kühllüfter gereinigt und Viscokupplung getauscht.

Kerzenstecker abgezogen und die Leiste an die Seite gelegt. Verteilerkappe abgenommen und die Kontakte sehen wirklich übel aus. Gleiches gilt für den Verteilerfinger. Die Inbusschrauben sind angeknallt und der Inbus greift nicht. Erst durch einen dem Hammer hineingetriebener Torx-Bit ist es möglich die Schrauben mit einem Ruck zu lösen.

Also wieder aufs Fahrrad geschwungen und wieder zu BMW. Einmal Verteilerkappe und Verteilerfinger bitte. In Hamburg nicht lieferbar, erst am Montag. OK, bestellt und ab nach Hause.

Gut mache ich erstmal den Rest und tausche den Zündkram dann am Montag.

Nun kann der Zylinderkopfdeckel abgenommen werden, so dass die Nockenwelle frei liegt.

Wie erwartet war die Nockenwelle eingelaufen. Wie sehr diese schon abgenutzt war, war für mich aber doch bemerkenswert. Neben dem Verschleiß war auch die Dreck/Öl-Kruste sehr auffällig.

Um den Motor drehen zu können kamen nun die Kerzen raus. Vom Wartburg bin da wirklich verwöhnt. Beim BMW liegen die Kerzen irgendwo in den Tiefen des Zylinderkopfes.

Nun kann die Nockenwelle auf den OT des 1. Zylinders gestellt werden. Für die optimale Stellung gibt es ein Spezialwerkzeug, das ich zuvor beschafft hatte. Zusätzlich habe ich trotzdem die Position der Nockenwelle (bzw. des Nockenwellenrades) markiert. Die zwei Striche unten zum Thermostatgehäuse kennzeichnen die Position optimal.

Da das untere Abdeckblech nicht mehr ganz so toll aussah habe ich das mal schnell abgerieben, entfettet und mit schwarzem „Rallye“-Lack geduscht. Ja ja, ich weiß das hält nicht lange und ist pfusch, aber schauen wir mal wie lange es hält.

Für die Einstellung der Zahnriemenspannung schreibt BMW die Verwendung eines Spezialwerkzeuges (Zahnriemenspannungsmesser) vor. Darum hatte ich mich im Vorfeld schon vergeblich bemüht. Die Fachwerkstätten verleihen das Ding nicht (wenn sie es überhaupt haben).

Im Netz gibt es diverse Hinweise darauf, dass man den Riemen einstellen kann, in dem man prüft wie weit man den Riemen an der längsten Stelle verdrehen kann. Die Meinung schwankt da zwischen 45 und 90 Grad.

Ich habe also erstmal den Ist-Zustand geprüft und festgestellt, dass man den Riemen ca. 70-75 Grad verdrehen kann. Ferner kann man den Riemen soweit mit dem Daumen eindrücken, dass er rechts vom Baujahr-Logo liegt. Die Einstellung erfolgt eigentlich temperaturabhängig. Die Werte gelten also für ca. 22 Grad Celsius.

Vor dem Ausbau des Zahnriemens wird nun der Motor mit einem Arretierstift blockiert, damit die Kolben ihre Position beibehalten.

Nun kann die Welle ausgebaut werden.

Das alte Ölrohr ist nicht nur verschmutzt, es sind augenscheinlich auch einige der Löcher zu.

Der Ausbau der alten Welle ist einfach und problemlos. Die neue Welle sieht, soweit ich das beurteilen kann, aus wie die alte. Auch bei den Schleppelbeln stimmt scheinbar alles, selbst die Beschriftung ist identisch.

Die Lagerböcke und Schreiben werden gereinigt. Der Kopf soweit möglich ausgewischt.

Die Druckstücke sind auch deutlich eingelaufen und werden getauscht. Doch Moment….wo sind eigentlich die Druckstücke ? Eigentlich habe ich doch alles immer im Karton gelassen. Also in der Garage Nachschau gehalten, könnten ja runtergefallen sein. Das Verpackungsmaterial noch mal durchsucht, in der Altpapiertonne nachgesehen,…nichts.

Bei BMW angerufen. Nicht vorrätig, frühestens Dienstag. Fachwerkstätten angerufen, nicht vorrätig. Teilehändler angerufen, nicht vorrätig. Ruville angerufen, die haben ihren Sitz in Hamburg, sehr netter Mensch am Telefon und es stellt sich heraus, die Druckstücke sind nicht Teil des Kits und da der Zulieferer die aus dem Programm genommen hat führt Ruville diese nicht.

OK. Mein Fehler. Hätte ich mal vorher alles etwas genauer geprüft.

Nun schnell die Teile bei BMW bestellt und wieder raus zum Auto.

Lagerböcke und Schrauben kommen erstmal zurück an den Einbauort, so geht wenigstens nichts verloren.

Die Teile des Zahnriementriebes kann ich zumindest schon mal tauschen. Der Contisatz sieht genauso aus wie die verbauten Teile. Nur dass die Teile nicht mehr in Germany sondern in Slovakia gefertigt werden.

Die Wasserpumpe tausche ich auch gleich. Beim Anziehen der Schrauben mit dem Drehmomentschlüssel wundere ich mich schon, wie stramm 10 Nm sind. Vorsichtig schraube ich über Kreuz immer nur eine halbe Umdrehung, da ich ein ungutes Gefühl habe und tatsächlich plötzlich dreht eine Schraube ganz leicht. Das Gefühl kenne ich. Doch ich habe Glück, die Schraube ist nicht ganz abgeschert und lässt sich rausdrehen. Das Gewinde hat sich gelängt und ein Riss geht in der Mitte durch das Gewinde.

Ich spanne eine Verlängerung in den Schraubstock und stelle fest, dass der Drehmomentschlüssel nicht auslöst. Nach einigem hin und her Probieren geht es wieder und er löst aus.

Die Schraube ersetzte ich durch eine aus dem Bestand und ziehe die Schrauben der Wasserpumpe nun mit 10Nm fest.

Der Lack der unteren Zahnriemenabdeckung ist durchgetrocknet und die Abdeckung kann wieder komplettiert werden.

Die Zylinderkopfhaube und das Abdeckblech darunter werden entschmoddert. Die Zylinderkopfhaube wird auch gleich mit einer neuen Dichtung versehen.

Nun ist eigentlich nichts mehr zu tun. Der Luftfilter wird noch schnell getauscht und dann wird aufgeräumt. Weiter geht es dann leider erst am Dienstag.

BMW Serie 04

Da die BMW Niederlassung in meiner Nähe mir mitgeteilt hat, die Hauptfiliale Werkzeug verleiht habe ich am Montag dort angerufen, in der Hoffnung doch noch das Zahnriemenspannungsspezialbmwspezialwerkzeug nutzen zu können. Nach mehreren Telefonaten dann die Auskunft, dass man Werkzeug nur an gewerbliche Kunden verleihe. Ich könne aber die Vertriebsleute anrufen, die den Werkzeugverleih betreuen.

Gesagt getan. Der nette Herr vom Vertrieb (Außendienst) klärt ab, ob das Werkzeug zur Verfügung stehe und meldet sich dann telefonisch. Der Vertriebsmensch meldet sich dann auch und erklärt, dass das Werkzeug nicht zu Verfügung stehe, aber er habe mit einem Werkstattmenschen gesprochen, der sich mit Youngtimern auskennt und dieser habe ihm mitgeteilt, dass man das Spezialwerkzeug gar nicht brauche. Er wisse genau wie das gehe und könne mir dies erklären.

Also rufe ich da an und der „Spezialist„ erklärt, dass er nichts erklären könne. Er habe das „im Daumen“.

Zwischenzeitlich kam die SMS mit der Mitteilung, dass die Teile abholbereit sind. Prima, dann mache ich einen kurzen Arbeitstag. Hat leider nicht ganz geklappt, aber immerhin war ich kurz vor 17:00 Uhr zuhause.

Das Komplettieren der Ventilsteuerung war einfach und dank sauberer Teile auch angenehm zu bewerkstelligen.

Die Keilriemenspannung ist nun bei ca. 70 Grad Verdrehwinkel und etwas straffer als der gelaufene Riemen (ca. 5 mm weniger eindrückbar). Die Nockenwellenrad-Markierungen befinden sich exakt an den Positionen wie zuvor.

Die vier Schrauben der Wasserpumpe werden sicherheitshalber noch gegen neue ersetzt.

Der Arretierstift wird aus dem Motor genommen und der Motor von Hand durchgedreht.
Alles gut, nichts eckt an.

Der Keilriemen wird auch erneuert und auch die Zündkerzen kommen neu.

Die neue Verteilerkappe und der neue Verteilerfinger ersetzen die Altteile.

Frisches Motoröl und auch neues Kühlwasser gibt’s auch noch. Batterie wieder anklemmen.

Dann der große Moment. Ein kurzer Schlüsseldreh und der Motor läuft.

Tackert noch leicht, da die Hydros noch nicht gefüllt sind, aber trotzdem klingt er schon besser als vorher. Nicht nur das Nageln ist weg, der Motor klingt auch besser.

Nach dem Entflüften ging es auf eine kurze Testfahrt und alles funktioniert so wie es soll.

Der Motorsound ist besser, die Beschleunigung ist besser und auch die Elastizität hat sich verbessert.

BMW Serie 05

Die Videos vom vorher/nachher Klang gibt’s als Nachtrag.
Viele Grüße

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Re: Über dem Tellerrand: BMW E36 Baur TC4

Ungelesener Beitragvon carsten » Dienstag 15. September 2015, 16:59

Vor einiger Zeit habe ich mal die untere Winschutzscheibeneinfassung erneuert.

Um die Wischer hinterher wieder an die Urpsungsposition zu bekommen wurde die Lage der Wischerblätter mit Malerkrepp markiert.

Praktischerweise gibt es die noch neu, allerdings mit kleinen Unterschieden zur Ursprungsversion.

Dank eines Frontscheibenwechsels ist das Teil wohl mal demontiert gewesen, so dass ein paar der Gummitüllen, die die Karosserieclips aufnehmen durch abwesenheit glänzten. Der Versuch aus Dübeln einen passenden Ersatz zu schnitzen scheiterte an der Materialstärke.

Die Lösung war dann stärkeres Tape, das in zwei Lagen über die Bohrung geklebt und im Bereich der Bohrung X-Förmig geschlitzt wurde.
Der Clip drückt das Tape in das Loch und die Materialstärke passt perfekt, um die Clips zu halten.

BMW Serie 06
Viele Grüße

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Re: Über dem Tellerrand: BMW E36 Baur TC4

Ungelesener Beitragvon carsten » Donnerstag 1. Oktober 2015, 22:05

Bei BMW gab es nun den Blick unter den Tellerrand, äh nein hinter den Schwellerrand.

Dass da was im Argen liegt war eigentlich schon klar. Der Schweller rechts war von unten geflickt und an den typischen Schwachstellen des E36 blühte es.

Nachdem nun die diesjährige Rallyesaison zuende ist. Ich habe es mit meinem Sohn als Beifahrer dieses Jahr auf den 5. Platz der Youngtimer Challenge geschafft und das ohne Rallyeeinbauten (nur mit Stoppuhr und Funkuhr). Wenn also jemand einen Tripmaster loswerden will, immer her damit ;)

http://www.msc-trittau.de/2015/oldtimer/Youngtimer/Dokumente/Youngtimer_Challenge_Meisterschaftsstand_touristisch.pdf

Aber zurück zum Thema. Der Schweller ließ sich schon mit dem Finger verformen. Außerdem sah es so aus als sei der Wagen mal mit dem Schweller irgendwo lang gekratzt.

Schweller - BMW Serie 07

Die Schweller lagen als 1mm Version schon bereit und los geht es mit dem Schraubendreher.

Was hinten passiert war klar, aber dass vorne oberhalb der Wagenheberaufnahme der Schweller weich war, damit hatte ich nicht gerechnet.

Für den Ausbau des Sitzes musste erstmal eine 50er Torx-Nuss beschafft werden, da der Gurt damit am Sitz fixiert ist.

Nach Ausbau des Sitzes und beiseite klappen des Teppichs liegt der Innenschweller frei und sieht soweit noch gut aus.

Also weiter, Stoßstange demontieren und Radhaussschale ausbauen. Vor der A-Säule dann mehrere Zentimeter hoch nasser schwerer Lehm-Matsch. Wie der wohl dahin kommt ??

Erstaunlicherweise sieht der Kotflügel noch fast aus wie neu. Die Ecke zur Karosserie ist dagegen noch aufgeblüht, aber noch stabil.

Die Ersatzschweller sehen unten Prima aus, im Bereich der Einstiege sind sie aber deutlich welliger als die Originalen. Es soll somit nur der Bereich unter der Einstiegssicke ersetzt werden.

Der erste Schnitt im hinteren Bereich fördert Kehrblechweise nassen Rost zutage. Schluck...

Es folgen weitere Schnitte und noch mehr Gebrösel.

Am Unterboden wird die Schweißkante freigelegt und die Schweißpunkte ausgebohrt. Bodenturnen vom feinsten.

Unter dem Reparaturblech findet sich dann auch noch das Originalblech, bzw. das was davon übrig ist.

Hinter dem B-Säulen-Sockel hat es dann doch noch den Innenschweller erwischt. Also freilegen, ausschneiden, Blech biegen, absetzen, Bleche lochen, Schweißfarbe drauf, einsetzen und festschweißen.

B-Säulen-Sockel bauen, das Ding ist in alle Richtungen schief. Das Teil verjüngt sich nach unten und die untere Fläche läuft vom Boden leicht nach oben zur Außenkante. Also Grob vorbiegen, ansetzen, Abstand am Neuteil messen, nachbiegen, Lochen, anprobieren und dann anpunkten.

Es folgt das nächste Verstärkungsblech. Ausschneiden. Dahinter entrosten und dann die Roststellen mit Phosphorsäure einpinseln.

Den hinteren Hebebühnenfuß hat der Rost gut angefressen. Ein passendes Blech (1,5 mm) schaft eine neue Basis und stellt die Verbindung zum Innenschweller wieder her.

Das Verstärkungsblech zum Innenschweller wird unten U-förmig abgewinkelt und an den Innenschweller gepunktet. Wie es original ausgesehen hat war nicht mehr erkennbar.

Für den hinteren Hebebühnenfuß wurde ein weiteres Blech gebaut, damit die Konstruktion wieder hält.

Nachdem hinten alles wiederhergestellt war ging es nun zum vorderen Hebebühnenfuß. Eigentlich hatte ich mich ja sehr über das untere Knie der A-Säule gefreut, aaaber. Der Schraubendreher zeigte, dass auch dort der Rost im Verborgenen gearbeitet hatte. Den Träger dahinter hatte es auch großzügig zernagt, dafür sah der Hebebühnenfuß noch gut aus.

Beim Heraustrennen des Knies kam dann noch ein weitere Rostloch zu Tage.

Nach dem Entfernen des Knies lag zumindest der Träger frei, so dass dort die Sanierung gestartet werden konnte.

Aufmaß nehmen, Blech zuschneiden, Anpassen, Roststellen wegschneiden. Praktischerweise konnte der untere Abschnitt des Originalteiles erhalten bleiben. Das neue Blech wurde darüber geschoben und angepunktet. Alles nicht superschön, aber solide.

Dann den Tauschschweller großzügig zugeschnitten. Der Plan war, diesen unter den erhaltenen Blechstreifen zu schieben, anzuzeichnen und dann abzusetzen. Praktisch leider nicht machbar, da der vordere Hebebühnenfuß direkt hinter dem Blech läuft und dahinter kein Platz ist, absetzen ist damit nicht möglich. weder das Original, noch das Ersatzblech. Also Plan B, ohne Absetzen.

Hinten wurde wohl mal ein Stück ersetzt. Hier finden sich drei Blechlagen übereinander und es wurde großzügig gespachtelt.

Zwischendurch mal das kleine Loch im Fußraum vorne mit einem Stumpf eingepassten Blech geschlossen.

Dann gab es da noch ein paar Löcher im Innenschweller durch den Schraubendrehertest. Da der Rest noch Stabil war wurde innen ein Kupferblech gegengedrückt und die Löcher zugeschweißt.

Kaum ist eine Stelle saniert findet man die nächste. Die Haltepunkte der Kotflügelschale sind angegammelt und an der Oberseite des Radhauses sogar durch. Kein schöner Tagesabschluss.


Schweller - BMW Serie 08

Nächster Tag, weiter geht es mit dem hinteren Schwellerabschluss. Freilegen der Schadstelle und dann Schweller ansetzen. Mit Punktverbindern nimmt das ganze endlich Form an. Es wird natürlich noch hinten nachgebessert und auch vorne muss es besser passen. Die blanken Bleche im Schweller bekommen eine Ladung Zinkspray, das war noch vom Auspuff übrig und darüber kam dann noch großzügig mit dem Pinsel lackiert Bratho Nitrofest, in der Hoffnung, dass auch die Spalte zu sind.

Auch der Außenschweller bekam außer einer Vielzahl an Löchern noch Schweißgrund und auf dem Rest Nitrofest.

Nun den Schweller mal wieder angesetzt und den Bereich zur A-Säule abesetzt und die vordere Abschlusskante zum Kotflügel etwas eingezogen.

Zum Schluss dann endlich (nach Tagen) den Kotflügel angeschweißt. Erst die Seite, dann die Unterkante. Diese wurde soweit zugänglich von Innen angepunktet. Immer einen Wagenheber unter den Schweißpunkt. Blech Nachsetzten und Schweißen.

Und als Krönung des Ganzen, nach dem verschleißen der Schweißpunkte den Spalt, den hinteren Übergang und das vordere Knie mit Kaltzinn geschlossen. Leider Kaltzinnn, trotz des Namens nicht sehr schnell, wenn es kalt ist. Die vollständige Aushärtung dauert also ein wenig länger, dafür soll das Zeug dann nur noch schleifbar sei.

Jetzt sieht der Schweller schon besser aus, als vorher.

Das das Kaltzinn über nach noch nicht durchgehärtet ist geht es an den Innenkotflügel. Der große Teilersatz wird verworfen. Es folgt ein kleinerer maßgeschneiderter und gebogener Blechflicken.

Die rechteckige Aufnahme für das Plastikgewinde des Innenkoflügel kann ich ohne eckigen Bohrer nur hintricksen.

Erst die 4 Ecken mit einem kleinen Bohrer bohren. Dann mit einem großen Bohrer die Mitte bohren. Nun mit dem Stabschleifer und einem spitzen Fräßkopf die Form fertigstellen. Das Blech kann nun stumpf eingesetzt werden. Passt und sieht nach dem Verschleifen ganz passabel aus. Sieht hinter der Radschale leider keiner...

Und weiter geht es mit dem Loch vorne im Innenkotflügel. Auch das eine typische Schwachstelle bei dem Fahrzeugtyp.

Lochposition markieren und die geplante Blechform auf ein Papier übertragen. Passendes Blech ausschneiden und auf dem Blech die Lochposition und die Sicke markieren. Dann mit dem Hammer über den geöffneten Schraubstock das Blech treiben. Dabei immer mal das Blech um 90 Grad drehen, damit sich das Blech nicht rundet.

Die Anprobe an der Radhausschale zeigt, dass die Sicke nach unten auslaufen muss. Das war nicht mehr zu erkennen. Also zurück zur Werkbank und nun läuft die Sicke aus. Unten musste noch eine Rundung eingestrieben werden. Als alles passte hat leider der Stabschleifer aufgegeben. Die Spanhülse war aufgerieben und nicht mehr zu gebrauchen. Da ich sowieso noch zur Arbeit muss bedeutet dies erstmal Feierabend.
Viele Grüße

Carsten

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Re: Über dem Tellerrand: BMW E36 Baur TC4

Ungelesener Beitragvon Wartburgbauer » Donnerstag 1. Oktober 2015, 22:47

Eieieieiei...
Da geht´s mir mit meinen 190ern ja richtig gut, im Verhältnis... [smilie=hi ya!.gif]
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Re: Über dem Tellerrand: BMW E36 Baur TC4

Ungelesener Beitragvon carsten » Donnerstag 1. Oktober 2015, 22:58

Tja, wäre es kein Baur, ich hätte ihn entsorgt ; )
Viele Grüße

Carsten

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Re: Über dem Tellerrand: BMW E36 Baur TC4

Ungelesener Beitragvon bic » Freitag 2. Oktober 2015, 07:33

carsten hat geschrieben:Nachdem nun die diesjährige Rallyesaison zuende ist. Ich habe es mit meinem Sohn als Beifahrer dieses Jahr auf den 5. Platz der Youngtimer Challenge geschafft und das ohne Rallyeeinbauten (nur mit Stoppuhr und Funkuhr)....

Glückwunsch! Du bist alle Rallyes gefahren - toll! Ich habe dieses Jahr nur Mäcki geschafft, irgendwie war immer irgend etwas anderes gerade wichtiger :sad: .
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Re: Über dem Tellerrand: BMW E36 Baur TC4

Ungelesener Beitragvon carsten » Freitag 2. Oktober 2015, 09:37

Ja, das hat erstaunlicherweise ganz gut geklappt. Ist wirklich eine prima Tagesbeschäftigung und den Kindern macht es auch Spaß.
Viele Grüße

Carsten

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Re: Über dem Tellerrand: BMW E36 Baur TC4

Ungelesener Beitragvon bic » Freitag 2. Oktober 2015, 15:32

carsten hat geschrieben:Ja, das hat erstaunlicherweise ganz gut geklappt. Ist wirklich eine prima Tagesbeschäftigung und den Kindern macht es auch Spaß.

Da es ja bei Orientierungfahrten nicht so sehr auf das Können des Fahrers, sondern eher auf die Fähigkeiten des/der Copiloten ankommt, Respekt vor Deinen Kindern! Da es mir bisher leider nicht gelungen ist, einen wirklich fähigen (und auch willigen) Co zu finden - kann man sich Deine Kinder dann und wann mal ausleihen? :smile:
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Re: Über dem Tellerrand: BMW E36 Baur TC4

Ungelesener Beitragvon carsten » Montag 5. Oktober 2015, 11:46

Eigentlich braucht man ja nur jemanden, der die Bordkarte führt. Navigieren geht zur Not auch allein.

Die Motorradfahrer schaffen das ja auch {anbeten} .

Bordbuch aufs Lenkrad und los gehts.
Statt der Stoppuhr kann man auch eine Funkuhr verwenden, die Rallyezeiten richten sich üblicherweise nach der Funkzeit.

Aber es ist schon deutlich entspannter, wenn man einen guten Co-Piloten hat. Oscar kann die Chinesenzeichen schon prima, nur nach Karte fahren muss ich noch selbst, aber das wird auch noch.

Mit dem F9 bist Du bei vielen Rallyes schon recht weit vorne, da leider nicht viele 50er Jahre Fahrzeuge teilnehmen.

70er-80er stellen da regelmäßig den Löwenanteil.
Viele Grüße

Carsten

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Re: Über dem Tellerrand: BMW E36 Baur TC4

Ungelesener Beitragvon bic » Montag 5. Oktober 2015, 14:04

carsten hat geschrieben:Mit dem F9 bist Du bei vielen Rallyes schon recht weit vorne, da leider nicht viele 50er Jahre Fahrzeuge teilnehmen.

Nur deshalb hab ich dieses Jahr bei Mäcki mal wieder einen Pokal für den Klassensieg mitnehmen können - erzähl das aber bitte nicht weiter. Aber jetzt genug OT, hier geht es ja um Deinen Baur. Deine Schweiß- und Blechkunst bewundere ich immer wieder, obwohl der Kombi ja eine gutes Übungsprojekt darstellt :smile:
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Re: Über dem Tellerrand: BMW E36 Baur TC4

Ungelesener Beitragvon carsten » Mittwoch 7. Oktober 2015, 15:51

Beim BMW geht es langsam aber stetig voran.

Schweller - BMW Serie 09

Die Nahtabdichtung zum Streichen ließ sich prima mit einem an den Borsten gekürzten Pinsel verarbeiten.

Den Kotflügel mal testweise anprobiert und alles passt :smile: .

Die linke Seite des Fahrzeuges hat an den Falzen eine Ladung Sanders Fett bekommen. Einfach in einem Trinkglas mit dem Heißluftfön auf Temperatur gebracht und mit dem Pinsel ausgetragen.

Die Hohlräume haben eine Ladung FluidFilm verpasst bekommen, zumindest soweit man ohne Demontage rankam.

Den Übergang zum hinteren Radlauf noch nachgespachtelt, geschliffen, nachgespachtelt, geschliffen, feingespachtelt, geschliffen und nochmal feingespachtelt. Zwischen Radlauf und Schweller ist noch eine Sicke, quasi die optische Verlängerung des unteren Türspaltes. Hatte der vorherige Künstler weggelassen, nun ist sie wieder da.

Das Blech vorne wurde eingesetzt. Sicherheitshalber habe ich doch noch den Scheinwerfer ausgebaut. Geht einfacher als gedacht.

Und auch die Roststelle in hinteren Radhaus wurde behoben.

Der Schweller wurde von unten mit Rostschutzgrund versehen. Im Sichtbereich kommt Füllgrund zum Einsatz.

Das Ganze nähert sich langsam dem Ende, leider sind die Temperaturen nicht mehr allzu Lackierfreundlich.
Viele Grüße

Carsten

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