Techn. Änderungen Wartburg, Teil 2, W-312

Museen und Ausstellungen, Links und Internet-Fundstücke, Werkstatterfahrungen, Werkstattsuche

Moderator: ZWF-Adminis

Benutzeravatar
Rolf
(†) 26.09.2011
Beiträge: 3740
Registriert: Mittwoch 18. Januar 2006, 21:33
Mein(e) Fahrzeug(e): -.-.-
Wohnort: weit im Westen...

Techn. Änderungen Wartburg, Teil 2, W-312

Ungelesener Beitragvon Rolf » Freitag 18. August 2006, 18:38

Verzeichnis der technischen Veränderungen am Wartburg


Teil 2, Wartburg-312 (Fahrwerk mit Schraubenfedern)

Mit Einführung des Wartburg-312 wurde ein modernes Fahrwerk mit Schraubenfedern verwendet.

Der nachfolgende Text ist im Wesentlichen ein Zitat aus
"Wartburg, Wie helfe ich mir selbst" von Dipl. Ing. Horst Ihling

Leider endet diese Übersicht (in den mir vorliegenden Ausgaben) ab Januar 1972.

Verzeichnis der technischen Veränderungen am Wartburg besteht aus folgenden Teil-Beiträgen:

Teil 1, Wartburg-311 http://w311.info/viewtopic.php?t=668

Teil 2, Wartburg-312 (Fahrwerk mit Schraubenfedern) http://w311.info/viewtopic.php?t=669

Teil 3, Wartburg-353 http://w311.info/viewtopic.php?t=670

Teil 4, Wartburg 1,3 http://w311.info/viewtopic.php?t=671


Vielleicht können wir mit dem Angebot zugleich die Fragen vom Neulingen klären und eine geschichtlich relevanten Überblick geben! – Das wäre bezweckt.

---------------------------------------------------------------------------------
Fortsetzung des Zitat-Teiles Ihling:


1. September 1965
ab Fahrgestell-Nr. 65 31533

Einführung des Bm 312/1 mit vollkommen neuentwickeltem verbessertem Fahrwerk mit Schraubenfedern und Gummizusatzfedern. Weitgehend wartungsfrei mit neuentwickelter Vorder- und Hinterachse. Verbesserter Motor und ruhigere Auspuffanlage, modifiziertes Getriebe mit verbesserten nadelgelagerten Doppelgelenkwellen. Geschlossenes frostsicheres Kühlsystem und Sicherheitslenkrad.
Ab diesem Zeitpunkt gelangten in den Ersatzteilsektor nur noch solche Karosserien zur Auslieferung, die in ihren Ausführungen dem Bm 312/1 entsprechen, so daß beim Aufbau auf das Fahrwerk 311 zusätzlich zur Abdichtung der Löcher im Motorseitenschutz zwei Gummimanschetten (311 060 167 0) und zwei Konsolen (311 060 566 0) für den hinteren Federtunnel einschließlich Schrauben, Scheiben, Federringen und Muttern benötigt werden.


23. September 1965
ab Fahrgestell-Nr. 65 32978

Einführung der Kupplung LR 10 - 13 K zur Verminderung der Betätigungskraft und weitgehenden Vermeidung von Eingriffsstößen anstelle der Kupplung LR 10 - 16 K. Gleichzeitig Einführung des Kupplungsbelags 3000 C anstelle des Belags 1804. Kupplung zusammen mit Belag austauschbar.


2. November 1965
ab Fahrgestell-Nr. 01 2460

Einsatz eines Fernthermometers mit elektrischer Messwertübertragung und geänderter Anzeigenskala anstelle des bis dahin verwendeten Tensionsthermometers. Austauschbar bei Verwendung des dazugehörigen Gebers (C 120 TGL 17 179) und der entsprechenden Leitung (E 0,75 TGL 5480 E-Cu blaurot 2,08 m lang)


23. November 1965
ab Fahrgestell-Nr. 01.4011

Einsatz von Dreihebelunterbrechern mit Feineinstellung des Unterbrecherabstands mittels Exzenterschrauben am Fußende des Unterbrecherhebel. Dadurch ist eine sehr genaue Einstellung des Unterbrecherabstands möglich (0,4 mm). Außerdem sind auf den kleinen Grundplättchen die Unterbrecher 2 und 3 ebenfalls Exzenterschrauben zur Feineinstellung des Zündzeitpunkts vorhanden. Nur komplette Unterbrecherplatte austauschbar.


2. Januar 1966
ab Fahrgestell-Nr. 01 8201

Einsatz der "Renak"-Bremsflüssigkeit Rubinrot. Obwohl diese Flüssigkeit mit der blauen Globo-Bremsflussigkeit mischbar ist, nach Möglichkeit mischen vermeiden. Bei Fahrten ins Ausland immer Ersatz-Bremsflüssigkeit mitführen, da Mischbarkeit mit ausländischen Fabrikaten nicht gewährleistet ist!


10. Januar 1966
ab Fahrgestell-Nr. 01.8801

Einführung des durchsichtigen weißen Plastausgleichsbehalters (353 0 11 509 01) für das geschlossene Kühlsystem anstelle des Metallbehälters. Durch Anbringen von Maximal-Minimal-Markierungen kann jederzeit Flüssigkeitsstand kontrolliert werden. Kühlmittelspiegel muß immer zwischen beiden Marken liegen.
Um ein Aufbeulen bei Druckanstieg zu verhindern, erfolgte gleichzeitig Verwendung von formstabilen Spannbändern (353 0 11 504 04). Austauschbar in Verbindung mit Befestigung.



Zurück zu Teil 1, Wartburg-311 http://w311.info/viewtopic.php?t=668

Weiter zu Teil 3, Wartburg-353 http://w311.info/viewtopic.php?t=670

Benutzeravatar
ZWF-Administration
Admin- oder Moderatoren- Kommentar
Beiträge: 116
Registriert: Samstag 18. April 2009, 00:27
Kontaktdaten:

Re: Techn. Änderungen Wartburg, Teil 2, W-312

Ungelesener Beitragvon ZWF-Administration » Freitag 18. September 2009, 09:47

Dieser Thread ist seit einiger Zeit Ziel von lästigen Spam-Angriffen.
Wir bitten daher um Verständnis, wenn wir diesen Beitrag vorübergehend schließen.


Zurück zu „Historie / Literatur / Geschichte“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 5 Gäste